Querdenken LIVE: Die Pavone AG zur Zukunft der Arbeit

2010-03-10, von Elita Wiegand

Er hat sein Büro immer dabei, arbeitet wann und wo er will: Dr Thomas Bruse ist Querdenker der PAVONE AG. Das Unternehmen ist IBM Premier Partner und hat sich auf Standardsoftware Lösungen für den deutschen und internationalen Markt spezialisiert. Bei unserer Veranstaltung „Business Querdenken LIVE!“ am 25. März 2010 im Düsseldorfer “Theater der Träume”  zur Zukunft der Arbeit ist Dr. Thomas Bruse unser Gast. Damit Sie ihn vorab ein bisschen kennen lernen, hat unser Business-Club Partner Marcel Klotz dieses Video gedreht:

Übrigens: Die Pavone AG geht neue Wege und fördert die Fähigkeiten und Talente der Mitarbeiter. Soft Skills, also die weichen Faktoren, die emotionale und soziale Kompetenz, werden halt immer wichtiger. Marcel Klotz, Coach und Autor des Buches „Competence Selling“  hat für die Pavone AG ein umfangreiches Soft Skills Schulungsprogramm entwickelt – Sie wollen mehr wissen? Hier gibt es einen aktuellen Artikel.

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Querdenken LIVE!: Mehr Menschlichkeit in Unternehmen

2010-03-09, von Elita Wiegand

Spannend wird es, ungewöhnlich, ein Experiment.
Wir wollen wir in Zukunft arbeiten? Wie kriegen wir mehr Menschlichkeit in die Unternehmen? Ein WOW-Erlebnis mit allen Gästen beim nächsten Business-Querdenken LIVE! (Twitter# BQL) am 25. März 2010 im Düsseldorfer Theater der Träume.

Brainstorming mit allen Gästen
Wir gehen in die Offensive, wollen es wissen, veranstalten ein Brainstorming an dem Abend mit Dir, mit Ihnen. 

Die “Digital Natives” Jonathan Imme, Simon Wind, Dominik Wind und Jessica Altenburger von dem Netzwerk Palomar5 laden uns zum Querdenken ein: Menschenfreundliche Unternehmen, Emotionen am Arbeitsplatz, Werte: Jede Menge Post-its im Theater der Träume, Ihre Vision, Ihre Ideen, Ihre Träume –   wie wollen wir morgen – oder besser heute schon-  arbeiten?

Skype- Konferenz mit “Show me love” in San Francisco
Bei dem sechswöchigen Palomar5 Innovationcamp in der Berliner Malzfabrik ist auch das Projekt „Show Me Love“ entstanden und wir wollen es beim Business Querdenken LIVE! mit einbeziehen. Palomar5 wird unsere Ideen clustern und der ” Show you love“ Gruppe mailen. Während unsere Veranstaltung weitergeht, arbeitet die Gruppe in San Francisco, erstellt für uns ein Konzept und am Ende der Veranstaltung sind wir verbunden per Skype- Konferenz nach San Francisco und sie präsentieren uns das Ergebnis. Ein Konzept für menschenfreundliche Unternehmen, für mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt. WOW!

 Axelle und Maryanna stellen das  “Show me Love Lab” vor: 

 

Show me love from Palomar5 on Vimeo.

Bin gespannt, was wir gemeinsam entwickeln. Sind Sie dabei???

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iPhone-Neuheit: Mit Körpersprache präsentieren und verhandeln

2010-03-08, von Wolff Horbach

Im Jahre 2004 lernte ich via Elita Wiegand die Körpersprache-Spezialistin Sabine Mühlisch kennen. Sabine Mühlisch war langjährige Schülerin von Samy Molcho, hat Körpersprache für Unternehmen (VitaC) weiterentwickelt und gilt heute als die “Grande Dame” der Körpersprache im deutschsprachigen Raum.

Sabine Mühlisch kam auf uns zu, weil sie eine neue Website wollte. Den Job habe ich seinerzeit mit der wunderbaren Innovationsmanagerin, Ingenieurin und Designerin Siegrun Reis erledigt. Vorletztes Jahr habe ich die Website zum Blog weiterentwickelt. Das gab mir die Möglichkeit, die Arbeiten von Sabine Mühlisch näher kennen und schätzen zu lernen.

Aus dieser Zusammenarbeit ist eine Freundschaft und intensive Zusammenarbeit entstanden. Und jetzt sind wir ganz stolz, unser jüngstes Baby zu präsentieren: BodyLanguage, die weltweit erste iPhone App, mit der man Körpersprache “just in time” trainieren kann.

Das erst drei Tage alte Baby BodyLanguage war allerdings eine schwere Geburt:

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Heute schon sinniert?

2010-03-07, von Petra Schuseil

Ich freue mich als neue Partnerin in Ihrer Runde zu sein. Gerne mag ich mit Ihnen rund um das eigene Lebenstempo quer-denken, neue Impulse setzen und neue Ideen entdecken. Elita Wiegand bat mich, Ihnen die Sinnierkarten vorzustellen. Die ersten Sätze formulierten sich vorhin beim Spaziergang in meinem Kopf. Sie wollen nun geschrieben werden. Die Sinnierkarten laden übrigens sehr ein zum Quer-denken und Anders-denken. Mögen Sie eine kleine Kostprobe?

Die Sinnierkarten hat Wolfram Jokisch entwickelt. Er ist Business-Coach, Trainer und Lehr-Trainer. Er ist mein weiser Lehrer. Bei ihm habe ich das Coaching-geben gelernt. Als ich 2002 meine Ausbildung zum Coach bei Janus GmbH in Aying/München begonnen habe, hat Wolfram Jokisch die Fragen und Impulse noch selbst auf kleine Kärtchen geschrieben. Sie hatten das Format einer Kreditkarte und passten gut ins Portemonnaie.

Was sind denn Sinnierkarten, werden Sie fragen. Sinnier-Karten bieten mehr oder weniger einfache, ungewohnte,überraschende, manchmal auch freche Fragestellungen und Zusprüche zu den Bereichen Leben, Beziehung, Entscheiden, Herz, Beruf und Profession. Weiterlesen »

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Auch schon Facebook-Fan?

2010-03-07, von Anne Schueller

Ich bin bekehrt. Lange – viel zu lange – glaubte ich, Facebook sei Kinderkram. Bei den Recherchen zu meinem aktuellen Buch habe ich dann ganz erstaunt festgestellt: „ … hatte Facebook, im Jahr 2004 gegründet, am 15. Juli 2009 nach eigenen Angaben 250 Millionen Nutzer weltweit.“ Inzwischen wird über 400 Millionen gemunkelt. 400 Millionen Kunden in sechs Jahren! Nun bin ich einer davon. Und habe seit ein paar Tagen sogar eine Fan-Seite zum Loyalitätsmarketing.

Was soll ich sagen: Ich bin fasziniert. Kontakte aus der Vergangenheit pflegen? Da ich immer viel unterwegs war,  war das bislang nicht ganz so mein Ding. Die Weiten des Web? Vor 10 Jahren, damals noch bei Accor, musste meine Sekretärin mir meine Mails ausdrucken (Sabine, ich bin Dir immer noch dankbar dafür). Manuals und Gebrauchsanweisungen lesen? Horror! Deshalb ist Facebook fantastisch.

Alles  – naja, zumindest das, was ich bisher entdeckt habe – erschließt sich intuitiv. An meiner Pinwand kann ich das Leben von Business-Bekannten und privaten Freunden aus der ganzen Welt verfolgen. Verzweifelt suche ich jetzt nach all denen, die immer noch nicht bei Facebook sind. Bitte, kommt bald! Wie ich Content mache? Mein Blog läuft als Feed auf der Loyalitätsmarketing auf. Und mein Twitter- Account füttert die persönliche Seite. Weiteres fülle ich selber auf.

Sicher gibt es noch eine Menge weiterer Tipps und Tricks. Ich bin dankbar um jeden. Und welche Erfahrungen habt Ihr mit Facebook gemacht?

Kleiner Nachtrag: Das Cannes Lions Festival hat entschieden: Mark Zuckerberg (25), Gründer und Geschäftsführer von Facebook, ist Media Person des Jahres 2010. Der Preis wird üblicherweise für das Lebenswerk an Personen älterer Jahrgänge vergeben, die die Medien- und Kommunikationslandschaft nachhaltig verändert haben.

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Gut entscheiden mit dem iPhone – Optismo

2010-03-07, von Wolff Horbach

Zusammen mit dem Ideenberater, Prozessgestalter und Spieleentwickler Joachim Zischke habe ich die iPhone App Optismo entwickelt, die das intuitiv richtige Entscheiden unterstützt.

Vielfach tun wir uns mit Entscheidungen schwer. Dutzende Kriterien werden gewichtet, bewertet, hin und her geschoben. Je mehr man in die Details geht (umfangreiche Exceltabelle!), um so schwieriger wird die Entscheidung.  Am Ende steht da zwar eine Zahl, die uns eine eindeutige Entscheidung suggeriert. Aber es bleibt das ungute Gefühl, sich vielleicht doch falsch zu entscheiden.

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Redeangst überwinden

2010-03-03, von Elita Wiegand

Haben Sie Angst vor Reden?  Zumindest sind viele Menschen unsicher, nervös, beginnen ihre Rede mit einer zittrigen Stimme. Muss nicht sein. „Keine Angst vor Reden: Wie Sie authentisch und überzeugend auftreten“, so hieß unsere Veranstaltung der Kölner innovativ.in Business-Club Dependance gestern Abend. 

Vertrauen zu dem Publikum aufbauen
Wie jeder Redner überzeugend, authentisch und unbefangen auftritt, hat der Partner des Business-Clubs Franz Lauterbach im Kölner Hotel „The New Yorker“ (das ungewöhnliche  Design-Hotel ist natürlich auch Partner des Business-Clubs) auf eine wunderbare Weise vermittelt. Das Rezept für eine gute Rede ist eigentlich frappierend einfach: Bauen Sie eine Beziehung zu dem Publikum auf, reden Sie mit Ihnen, erzählen Sie Ihre Geschichte, treten Sie in den Dialog und das Wichtigste: Ausgenkontakt, Augenkontakt, Augenkontakt.

Schau mir in die Augen…
Den intensiven Augenkontakt haben wir dann gestern Abend auch gleich geübt: Erst 30 Sekunden, dann 1 Minute dem Gegenüber in die Augen schauen, ohne ein Wort zu reden. Ja, durch den Blickkontakt entsteht Nähe und Vertrauen. Doch der Blick hinter die Fassade kann auch peinlich berühren, ist vielleicht ungewohnt, nicht auszuhalten. Doch gestern Abend führte genau diese Übung zu dem Aha-Erlebnis überhaupt.

Wollen Sie langweile Reden hören?
Sie kennen die allseits beliebte Begrüßung „Guten Abend meine Damen und Herren, wir freuen uns, dass Sie so zahlreich erschienen sind“ – (gähn!) Das Publikum schaltet ab und wenn der Redner dann noch über die Gäste hinweg blickt, sich hinter dem Rednerpult verschanzt, von seinem Manuskript oder die Folien seiner Power Point Präsentation abliest, ist der Vortrag gelaufen…

So gewinnen Sie das Publikum
Ganz anders, wenn Sie Sekunden vor Beginn Ihrer Rede nichts sagen, den Blickkontakt suchen, vielleicht lächeln, Ihre Person wirken lassen und dann erst die ersten Worte sagen. Sie gewinnen die Zuhörer schnell, wenn Sie ungewöhnlich anfangen, mit einer kleinen Geschichte, die Sie erzählen über sich oder einem Erlebnis – und danach können Sie Ihre Begrüßung einbauen.

Unsere freiwilligen “Gastredner” haben uns gestern Abend nach den Übungen verblüfft, begeistert, wir haben gebannt zugehört und festgestellt: Es kommt viel weniger auf den Inhalt einer Rede an, als wir annehmen. Vielmehr geht es um die Persönlichkeit, um den Menschen auf der Bühne, der Vertrauen zum Publikum aufbaut, der Emotionen transportiert, Begeisterung rüberbringt und im  „stillen“ Dialog die Zuhörer für sich gewinnt.  

Ein dickes Dankeschön an unseren Referenten Franz Lauterbach – das war ein grandioser Abend mit positiven Nachwirkungen und einem tollen Lerneffekt. Gut gemacht! Danke an unseren Leiter der Kölner Dependance Martin Müller und an Johannes Adams, dem Chef des Hotels „The New Yorker” und Sylvia Kircher für die Gastfreundschaft in Ihrem Haus.

Was haben unsere Gäste mitgenommen? Wie hat es Ihnen gefallen? Haben Sie weitere Tipps, die Sie gerne weitergeben möchten?

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Permakultur

2010-02-28, von Doc Sarah Schons

In Ergänzung zu den Beiträgen von Michael Lalk und Marcel Klotz poste ich hier noch mal meinen jüngsten Doc Blog Artikel zum Thema Permakultur und hoffe, dass es viele Business Club Partner motiviert, mitzumachen:

“we seek a lower standard of living for a higher quality of life”

Angesichts der aktuellen katastrophalen Lage ist es allerhöchste Zeit für internationale Permaculture – zu deutsch  Permakultur. Eine integrative, zukunftsfähige Gestaltung unserer Lebensräume. Basierend auf Achtsamkeit und Fainess.

Meiner Freundin Christina Morgenthaler sei Dank fürs input. Wir werden die Ausbildung zum Diplom-Permakultur-Designer bei der Permakultur Akademie machen. Vielleicht regt dieses Video Euch ja an, das auch zu tun:

Drei ethische Grundwerte bilden das Fundament permakulturellen Denkens und Handelns und sind die Richtlinie für jegliches Permakultur Design. Sie beziehen sich auf ökologische, ökonomische und soziale Komponenten und lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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Business-Club Geflüster

2010-02-28, von Elita Wiegand

Neues Buch von Anja Förster und Peter Kreuz
Die beiden Autoren Anja Förster und Peter Kreuz schreiben zurzeit fleißig an ihrem neuen Buch. Das erscheint am 13. September 2010 im Campus Verlag. Die frohe Botschaft: Anja und Peter werden die Premiere ihres Buches mit uns feiern – der Business-Club veranstaltet mit den beiden einen Vortrag und den Termin haben wir bereits festgelegt.  Alle schon mal vormerken: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 16. September in Düsseldorf.

Wilkhahn-Inhaber Jochen Hahne: Unternehmer des Jahres 2009
Gratulation an unseren Business-Club Partner Wilkhahn.  Jochen Hahne, der Gesellschafter des Büromöbelherstellers erhielt jetzt den jährlich vergebenen Preis des Verbands “DIE FAMILIENUNTERNEHMER”  für sein herausragendes Engagement für sein Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine ehrenamtlichen gesellschaftlichen Aktivitäten.

Glückwunsch!
Business-Club Partner Oliver Hasert, Direktor des Bio-Seehotels Zeulenroda hat ebenfalls Grund zur Freude:  Sein Hotel ist ein mehrfach prämiertes „ Ausgewähltes Tagungshotel zum Wohlfühlen“ und jetzt wurde es zum vierten Mal in Folge mit einem der wichtigsten Branchen-Awards, dem „Grand Prix“ ausgezeichnet.

Als Impulsgeber und Zukunftsgestalter ist das Bio-Seehotel übrigens auch Veranstalter der ARENA für NACHHALTIGKEIT. Die Zukunftskonferenz mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft beschäftigt sich am 15. bis 17. April 2010 mit Potentialen des nachhaltigen Wirtschaftens. Referenten sind u.a.: Ralf-Otto Limbach, Geschäftsführer der Vaillant Group, Julian Kühn, Vorstand des GLS Bank, Prof. Franz-Theo Gottwald, Leiter Schweisfurth-Stiftung, Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker oder  Prof. Dr. Meinhard Miegel.

Aufschwung - Messe  für Existenzgründer und junge Unternehmer: Blogger Treffen
Am 17. März 2010 lädt Burkhard Schneider wieder zur AUFSCHWUNG – Messe und dem Kongress für Existenzgründung und junge Unternehmen im Casinogebäude der Goethe-Universität Frankfurt ein. Auch dieses Mal ist wieder die Blogger-Lounge geöffnet, um zu networken oder über die Messe zu berichten. Burkhard organisiert auf Wunsch auch exklusive Interviews.  Anmeldungen unter:  http://www.aufschwung-messe.de/anmeldung.html

Ihr könnt Euch mit folgemdem Code kostenfrei anmelden: BPB17032010FFM. Bitte Burkhard Schneider kurz per Mail Bescheid geben, ob Ihr dabei sein werdet.

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Anstand im Geschäftsleben – eine vergessene Dimension?

2010-02-27, von Michael Lalk

Robert Bosch: “Die anständigste Art der Geschäftsführung ist auch die beständigste.”

Nicht allein der lesenswerte Beitrag von Marcel Klotz „Wo sind unsere Vorbilder geblieben” fordert mich heraus, ein eng verwandtes Thema anzuschneiden.
Seit einigen Jahren verstärkt sich nicht nur bei mir der Eindruck, dass der Anstand im Geschäftsleben abhanden gekommen ist.
Schon vor zwei Jahren forderte der Bundespräsident in einer Rede mehr Respekt, Rücksichtnahme und Anstand im Umgang miteinander, auch wenn sich diese Forderung nicht ausschließlich auf das Geschäftsleben bezog.

Hilfsbreitschaft, Toleranz, Respekt
In diesem Beitrag meine ich nicht den Anstand, der sich allein auf Umgangsformen beschränkt, sondern den moralischen Anstand im Business. Moralische Anständigkeit geht weit darüber hinaus, denn sie ist mit Hilfsbereitschaft, Toleranz und Respekt vor unseren Mitmenschen, somit auch vor unseren Geschäftspartnern und mit Mitmenschlichkeit (Humanität) verbunden.

Wie aber sieht die Wirklichkeit aus?
Nehmen wir das Beispiel Markenrecht “Querdenker“, wie es hier im Blog gerade erst diskutiert wurde. Natürlich hat der Besitzer einer Marke das Recht, dafür Sorge zu tragen, dass damit kein Mißbrauch geschieht. Aber muß man wirklich gleich einen Anwalt einschalten, der die Gegenseite mit einigen tausend Euros Abmahngebühr überzieht? Kann man nicht zunächst zum Telefonhörer greifen oder einen Brief schreiben und auf einen Fehler aufmerksam machen, statt sofort anwaltliche Hilfe nehmen? Wäre das nicht „anständig”?
Oder der Internethandel, wo versehentlich falsche Preisauszeichnungen, Fehler im Impressum oder in den AGBs von Wettbewerbern und Anwälten gnadenlos ausgenutzt, und sogar die Insolvenz kleiner Händler wird dabei in Kauf genommen wird. Oder kann mir jemand erklären, welchen Wettbewerbsvorteil sich ein Händler z.B. verschafft, der seinen Vornamen im Impressum abkürzt und nicht ausschreibt? Ist es anständig, hier gleich eine teuere Abmahnung zu schicken? Ist es anständig, sofort mit scharfer Munition zu schießen, statt erst einmal einen Warnschuß abzugeben?

Über den Umgang mit Menschen
Der Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge, wurde durch seine Aufklärungsschrift: „Über den Umgang mit Menschen” berühmt.

Ehrbarer Kaufmann
In diesem Buch, damals ein ungeheurer Erfolg, konzipierte er den „Vir Bonus”, als Idealfigur des bürgerlichen Anstands. Er schuf eine Synthese dieses Vir Bonus als Idealgestalt des Humanismus mit dem Werten des anständigen, ehrbaren Kaufmanns und Handwerkers. Was ist geblieben vom Vir Bonus?

Da sind zunächst die sog. „Großen Tiere”, von denen man Vorbildfunktion erwarten sollte, denn sie stehen im Fokus. Nur ein älteres Beispiel von vielen: Ackermann, Esser & Co. War deren Verhalten in der Mannesmannaffaire von Anstand geprägt, selbst wenn es vielleicht juristisch nicht zu beanstanden war? Ist es anständig, eine Kündigung für mehrere tausend Mitarbeiter zu unterschreiben, sich aber gleichzeitig eine satte Gehaltserhöhung gewähren zu lassen? Gilt nicht auch im Business „Schlechte Beispiele verderben die Sitten”? Vorbildfunktion Fehlanzeige.

Gesellschaftliche Verantwortung
Doch wir wundern uns, dass mache einer es für selbstverständlich ansieht, wenn „mal eben” ein paar Maultaschen und Klopapierrollen geklaut oder Frikadellen vom kalten Firmenbuffet gemopst werden. Ist Vorbildfunktion in Sachen Anstand nicht auch ein Stück gesellschaftlicher Verantwortung?

So ist es bei diesen Vorbildern kein Wunder, dass der Werbeslogan von JVM „Geiz ist geil” so erfolgreich wurde und „Eins, zwei, meins”, „ich bin doch nicht blöd” usw. Wasser auf den Mühlen der Schnäppchenjäger und der Menschen war, die rücksichtslos ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil fixiert sind. Die Werbung stellte einen Freibrief aus, kennen Sie einen Slogan, der Anstand propagiert?

Ich arbeite in einer konservativen Branche, der Baubranche. Hier im Norden gilt noch ein Wort. Die Aufträge, die ich mir von Kunden habe schriftlich erteilen lassen, kann ich an einer Hand abzählen. Aber je größer der Kunde, so umfangreicher werden neuerdings die Einkaufsbedingungen. Ich habe in 2009 einen 24-seitigen Bestellanhang zurückgeschickt. Wer sich so absichert, sucht möglicherweise schon jetzt Gründe, die Zahlung zu verweigern oder den Preis nachträglich zu reduzieren. Fehlerfrei ist niemand, jedes Geschäft birgt Risiken, aber ich bin mir sicher, mit Anstand bekommt man jeden Fall geregelt.

Warum bleibt der Anstand so häufig auf der Strecke?

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5 Beiträge von Michael Lalk

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