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Wir hungern nach Vertrauen!

Elita Wiegand 4 September 2006 3 Kommentare

Auch wenn Politiker jetzt härter gegen die Händler von Gammelfleisch vorgehen wollen und die schwarzen Schafe laut Seehofer hinter “schwedische Gardinen” landen sollen, ändert es nichts daran, dass uns der Appetit vergangen ist. Gerade im Lebensmittelsbereich erleben wir immer mehr die Folgen des Billigwahns.

“Die Skandale der jüngsten Zeit zeigen, dass es einigen Zeitgenossen einfach völlig egal ist, was verkauft wird und was eingekauft wird. Die großen Ketten buhlen um jeden Kunden,” sagt unser world-wide-wurst Metzger Ludger Freese. Und gerade deshalb wird auf einmal wieder deutlich, wie wichtig Fachhändler sind, auch wenn sie teurerer sind.

Um mehr Transparenz und Vertrauen zu schaffen und mit dem Kunden zu kommunizieren, finden wir, dass ein Metzger bloggen muss! Kirstin Walther vom Saftlog schreibt dazu:

“Wir Hersteller müssen versuchen, den Verbraucher aufzuklären – im offenen Gespräch – was mit einem Weblog sehr gut zu machen ist.” Finden wir auch, Herr Freese! Er denkt zumindest darüber nach und er hätte für das Blog auch schon einen Namen: BLOG-Wurst.


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3 Kommentare »

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Ich denke, Blogs stellen eine ungeheure Macht von Verbrauchern dar. Auch ich reagiere bei den Medienberichten meistens mit “diese Verbrecher gehören eingesperrt”. Aber vielleicht ist die Macht der Verbraucher über das Internet viel stärker. Wenn innerhalb kürzester Zeit verbreitet wird, welche Firmen versuchen, mit illegalen Machenschaften Gewinne zu machen, dann kann der Verbraucher sehr schnell reagieren und diesen Lebensmittel-Vergiftern die Geschäftsgrundlage entziehen.

    Die seriösen Händler können das gleiche Medium nutzen, um Vertrauen aufzubauen.

  • Ludger Freese sagte:

    Es werden neue Gesetze gefordert, neue Verordnungen und mehr Kontrollen in der Lebensmittelbranche. Ich finde, dass unsere Gesetze völlig ausreichen und unsere Kontrollen gut sind.(es fehlen in einigen Ämtern vielleicht einige Kontrolleure…) Gegen kriminelle “Fleisch-Banden” helfen keine “Softstrafen” und kein böser Zeigefinger. Hier muss der Gesetzgeber schnell und mit voller Härte handeln! Es müssen Roß und Reiter genannt werden, damit der Verbraucher die Strafe des “nicht-mehr-kaufens” aussprechen kann. Das kann er nur, wenn er weiß wer der “Böse” ist. Wie einfach wäre hier ein Internetadresse: http://www.bitte-nicht-kaufen.de

    Ich bin jedenfalls stolz darauf, Gutes und Gesundes meinen Kunden zu verkaufen – ein Gefühl, welches einigen Herrschaften völlig abhanden gekommen ist. “Qualität ist, wenn der Kunde wieder kommt und nicht die Ware!” So einfach ist Ehrlichkeit!

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    Eine Website http://www.bitte-nicht-kaufen.de wäre grundsätzlich eine gute Idee. (Schon reserviert?) Ich hätte auch gleich den ersten Vorschlag:
    Ich kaufe nie bei Schlecker, weil die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter dort katastrophal sind.

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