Berlin Köln/Bonn: 0,01 EURO
Mit solchen Angeboten, wie die nachfolgend eingeblendete Offerte, werben die sog. Billigflug-Anbieter um die billigen in den Plätzen in ihren Flugmaschinen.
Wer sich jedoch durch die Anmeldeprozedur klickt, wird feststellen, dass er einen fast Gratisflug für 0,01 € nicht bekommt. Der Trick der Fluggesellschaften besteht darin, dass zum eigentlichen Flugpreis regelmäßig Steuern und Gebühren, meist in Höhe von mindestens 25,00 € hinzukommen. Somit gibt es weder 0,01 € Flüge noch Flüge für 19,99 €. Der 0,01 € Flug kostet nämlich mit Steuern und Gebühren genau 19,99 €. Der Flug für 24,99 € kostet zzgl. Steuern und Gebühren 50,83 €.
Die EU-Kommission vermeldete im Juli diesen Jahres, gegen die irreführende Lockangebote für Flugtickets vorgehen zu wollen, um die Preise der Airlines vergleichbar machen. Demnach soll der Preis für ein Flugticket künftig alle Steuern, Gebühren und sonstige Nebenkosten umfassen. Damit die Verordnung in Kraft treten kann, müssen das Europäische Parlament und die EU-Staaten im Ministerrat dem Kommissionsvorschlag noch zustimmen.
Ein wirklich lobenswerter Vorschlag der EU-Kommission. Persönlich habe ich mich in der Vergangenheit über die Preispolitik der Fluggesellschaften des Öfteren geärgert und habe mich sogar in die Irre führen lassen und einfach einen Flug gebucht, weil ich es satt hatte, weiter herum zu klicken. Erfolgreich in das Buchungsverfahren gelockt und nach der Anmeldung müßig weiter zu suchen, sind ein paar Euro mehr oder weniger dann meist egal. Sicher geht es vielen Verbrauchern ähnlich.
Ich empfinde die Praxis der Fluggesellschaften jedenfalls als wettbewerbsverzerrend.
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Sicher ist es richtig, dass zwischen Flugpreis und Steuern/Gebühren kein Verhältnis besteht und man sich bei einer Buchung etwas veralbert vorkommt. Andererseits ist trotzdem das Fliegen günstig wie nie. Kurzfristig zu einer akzeptablen Uhrzeit z.B. bei der dba einen Flug von Düsseldorf nach Hamburg für rund 60 € zu bekommen ist doch schon – gerade für kleine Unternehmen oder einen Freiberufler – eine tolle Sache. Und letztendlich gibt es nicht so viele Fluggesellschaften, als dass man eine gewünschte Strecke nicht innerhalb kürzester Zeit via Internet abfragen könnte.
Schon klar. Aber was würden Sie sagen, wenn ihr Bäcker in der Werbung Brötchen ab 0,005 Cent mit großen Leuchtbuchstaben anpreist. Sie zehn Brötchen ordern und der Bäcker sagt: 2 Euro. Sie: Wieso, ich dachte, die Brötchen kosten… Und dann erklärt der Bäcker, ja aber zu den 0,005 Cent kommen noch die Teigüauschale, die Ofengebühr und Mehrwertsteuer hinzu, also 20 Cent pro Brötchen.
Will sagen: Flugpreis 0,01 Euro und 19,98 Euro Gebühren müssen auch in der Werbung berücksichtigt werden. Und so wird es sein.
Die Praxis der Fluggesellschaften ist nicht nur wettbewerbsverzerrend, sondern auch noch ruinös für Wettbewerber und die Umwelt – also uns alle. Wir jetten mal eben für ein paar Euro quer durch Europa und schädigen unser Klima mit einer Menge CO2. Wir bekommen die Quittungen dann auf anderen Konten: steigende Meeresspiegel, Extremwetterlagen, steigende Versicherungsbeiträge durch größere Schäden usw. Die Quittungsbeiträge werden exorbitant steigen!
Hauptsache wir sind billig geflogen.
[...] Aha! Steuern, passierbezogene Entgelte und Treibstoffzuschlag! Ich bin und war geneigt, mich erneut über die oben eingeblendete Werbung aufzuregen. [...]
berlin, berlin – wir fliegen nach berlin!
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