Frauen sind anders, Männer auch!
Ja Geld ist geil und macht unabhängig, und von oben herab möchte ich mich auch nicht anblicken lassen.
In der bereits erwähnten Studie ‘Money made by woman‘ lese ich auch, dass nur 23% der Männer ambitioniert mit Geld umgehen (bei der Frauen sind es 14%). Das bedeutet doch, dass auch drei Viertel aller Männer mit, oder besser von den Nullen geblendet und über den Tresen gezogen werden.
Klisches und Stereotype sind ja zurzeit envogue, Eva H., im BrigitteBlog als Blondinenwitz und Barbie eingestuft, auf der einen und DMAX, der männliche Factual TV Sender auf der anderen Seite, bedienen sie grandios. Aber nicht erst seit dem Aufkommen der Diversity Diskussion ist klar, die Männer und die Frauen gibt es ja gar nicht und zweitens ticken sie jeweils unterschiedlich.
Noch einmal zurück zu den männlichen Banken. Die Schweizer COOP Bank kenne ich leider nicht, kann aber einiges zur Diskussion des Frauen – Männer Themas in der Commerzbank sagen. Diese beschäftigt sich sedit Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts mit dem Thema ‘Frauen im modernen Banking’. Dabei ging es unter anderem um das Thema Frauen in Führungspositionen und Aspekte der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
In den 90er Jahren gab es dann verschiedene Symposien zum Thema Come Together’ – Wie Frauen und Männer in der Commerzbank zusammenarbeiten. Ein Fazit 1995 ‘Wir haben gute Programme, aber sie werden noch zu wenig gelebt. … Es ist ein Geben und Nehmen … Allerdings sind die Schranken in der Bank – auch für die Männer mit Familie – noch allgegenwärtig.’
Ich kenne kaum ein Unternehmen, das sich zu diesem Zeitpunkt mit derartigen Themen in dem Maße auseinandergesetzt und die Ergebnisse auch noch publiziert hat. Dass sich die Diskussion bei der Commerzbank, und den allermeisten anderen Unternehmen, immer noch im gleichen Verharrungsstadium befindet, liegt meines Erachtens unter anderem daran, dass in den Zeiten von Personalabbau, der ja inzwischen auch die Banken und Versicherungen erreicht hat, die allermeisten lieber im (Shareholder-) Strom mitschwimmen statt abzusaufen.
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Finde es gut, dass Du noch mal explizit hervorhebst, dass es nicht die Frau oder den Mann gibt – das wissen wir doch! Deshalb bin ich auch gegen die Studie der Commerzbank, die Frauen in Schubladen steckt.
Na ja, und ich bin die Letzte, die einen Keil zwischen die Geschlechter wirft. Heute geht es um Gemeinsamkeiten – also weg mit den Klischees, die in die ein oder andere Richtung gehen.
Zur Sache: Dass sich die Commerzbank “Frauen im modernen Banking’ in Hinblick auf die Themen” Vereinbarkeit von Beruf und Familie” seit Ende der 80er Jahre auf die Fahnen schreibt, finde ich lobenswert. Aber alle Diskussionen, Programme und Aktionen bringen nichts, wenn keine Ergebnisse vorliegen. Genau deshalb gefällt mir das Beispiel der Coop Bank gut. Auch dort war es schwer, die alten Strukturen aufzubrechen und die konservativen “old boys” zu überzeugen, aber bei der Coop Bank sind die Veränderungen deutlich und sichtbar.
Und ehrlich gestanden: Als Kundin interessieren mich interne Prozesse einer Bank zunächst gar nicht. Was für mich zählt, sind Lösungen. Ich möchte gut bedient und beraten werden und wünsche mir, dass die Bank meine (weiblichen) Bedürfnisse erkennt und mir entsprechende Angebote macht. Mehr nicht.
Ihre Meinung!