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Steuern sparen ist unsozial?

Johannes Borgard 12 September 2006 5 Kommentare

Einem Pressebericht zufolge, hat die irische Rockband U2 ihr Unternehmen, die Verlagsgesellschaft U2 Limited, teilweise nach Holland mit einer Holding auf den niederländischen Antillen verlegt. Wie die Rolling Stones nutzen U2 nun das gleiche niederländische Finanzunternehmen, um auf die Verwertungseinnahmen aus Lizenzen kaum noch Steuern zahlen zu müssen.

U2 ist angeblich mit einem Einkommen von rund 217 Millionen Euro die weltweit am besten verdienende Band im Musikgeschäft. 

Was meinen Sie? 

Keine CDs mehr kaufen? Oder?


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5 Kommentare »

  • Elita Wiegand sagte:

    Jetzt schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Ich finde die Musik gut und es würde mir schwer fallen, U2 damit zu bestrafen, keine CD mehr zu kaufen:-)

  • Wolfgang Horbach sagte:

    So lange es solche krassen Besteuerungsunterschiede gibt, werden sie genutzt werden. Diese Unterschiede sind der eigentliche Skandal und nicht die Menschen und Unternehmen, die sie nutzen. Politiker sprechen dann gerne von “Steuerschlupflöchern”, die es gilt zu schließen.

    Auch ich habe ein Unbehagen, wenn ich von solchen “Steuersparmodellen” lese. Allerdings hält sich mein Unmut bei U2 in Grenzen, da der Frontmann der Band, Bono, sich mit aller Kraft mit den von ihm und Bob Geldorf initieren Live 8 Konzerten dafür sorgen will, das die Armut in der Welt verschwindet. U2 hat nicht nur mit Konzerten dafür gesorgt, dass viele Millionen gesammelt wurden, sondern selbst 5 Millionen Euro gespendet. Steuern sparen für eine gerechtere Welt?

  • Juliane Starke sagte:

    Aber sind wir doch mal ehrlich. Hätten wir die Kenntnisse und die Möglichkeit die sogenannten “Steuerlöcher” zu nutzen, würden wir es doch auch machen.
    Ich denke auch U2 würde es nicht wehtun, wenn sie mehr Steuern in Irland zahlen müssten – nach so einer erfolgreichen Karriere müssen Bono & Co. die Cents glaube ich nicht mehr umdrehen ;)

  • Preisagentur sagte:

    wer möchte nicht schon gerne sparen. Für mich ist es ein Hobby und Beruf.

  • Neno sagte:

    Wer unanständig viel Steuern verlangt, darf sich nicht wundern, wenn die Leute in die Trickkiste greifen. Kann mich auch an den Fall in den 90er Jahren erinnern als Michael Jackson wegen der Steuer ein Konzert abgesagt hat. Für ausländische Künstler gilt die Regel, dass 25% vom Umsatz als Einkommensteuer abgeführt werden müssen. Normalerweise wird diese Steuer vom Gewinn berechnet und nicht vom Umsatz, d.h. wenn seine übrigen Kosten höher ausfallen als geplant, macht er schnell Verluste. In so einem Land würde ich auch keine Konzerte geben.

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