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Web 2.0 als Basis für innovative soziale Projekte. Best Practice.

Alexander Greisle 26 September 2006 Kein Kommentar

Darfs mal was aus dem Süden sein? ;-)

Wir reden viel über Web 2.0 in Unternehmen, dem möglichen Nutzen von Business-Blogs, und so weiter. Dabei liegen viele der Potenziale gerade im sozialen Bereich.

Letzte Woche war ich auf einer hoch interessanten Veranstaltung von doIT-online, einer IT- und Medieninitiative aus Baden-Württemberg, zum Thema Soziale Innovationen in der Informationsgesellschaft. Im Laufe der Veranstaltung wurden einige, mit Landesmitteln geförderte, Projekte vorgestellt.

Eines davon ist das Internetradio von s•pod•regio, das vom Projektleiter Uwe Kaiser vom Träger, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg, in einer hervorragenden Präsentation vorgestellt wurde. Wie man schon richtig vermutet, geht es um Podcasting in Reinkultur.

s•pod•regio qualifiziert soziale Einrichtungen überverbindlich und kostenlos für das neue Medium Internetradio. Teilnehmen dürfen MitarbeiterInnen sowie KlientInnen. [...] Der Erwerb von Medienkompetenz soll dazu genutzt werden, die eigenen Belange sowie soziale Themen besser zu transportieren.

Jugendliche werden in projektorientierten Lerneinheiten selbst aktiv und bauen sich eine ordentliche Portion Medienkompetenz auf. Der wesentliche Lerneffekt liegt jedoch häufig gar nicht in diesem Wissensgewinn. Sondern im Gefühl und der Gewissheit, sich selbst überwunden zu haben, erfolgreich mit einer neuen und komplexen Aufgabenstellung fertig geworden zu sein und in der Anerkennung für die Leistung. Der eigene Beitrag wird weltweit im Internet zur Verfügung gestellt! Und selbst die regionalen Radiostationen greifen gerne auf diese Beiträge zurück. Was für ein geiles Gefühl! Hervorragend für das Selbstwertgefühl.

Die Lerninhalte umfassen dabei das komplette Spektrum: Vom Konzept über die Texte und das Tun bis hin zum Schneiden und Fertigstellen der Beiträge und der Veröffentlichung. Begleitet durch Experten. Umfragen, O-Töne, Reportagen, Hörspiele, Interviews – die Jugendlichen sind völlig frei in der Gestaltung. Das Ergebnis sind offene und spontane Beiträge, unkonventionell, authentisch.

Und das besonders schöne dabei: Gerade Menschen mit Handicaps, die in der “normalen” Radioöffentlichkeit nicht vorkommen, sind besonders willkommen.

Teilnehmen dürfen behinderte Menschen, chronisch Kranke, sozial benachteiligte Menschen, Selbsthilfegruppen…

 


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