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Innovationskultur vorantreiben!

Elita Wiegand 28 September 2006 26 Kommentare

Was macht eigentlich ein Innovationsminister? Gute Frage, oder? Nordrhein-Westfalen ist das einzige Land, das sich ein solches Ministerium leistet. “Innovationsminister ist ein Widerspruch in sich”, sagt Managementberater Reinhard K. Sprenger. Grund genug nachzufragen. Habe ich getan und mich mit Rudi Hielscher vom Innovationsministerium NRW getroffen.

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Kann man Innovationen politisch verordnen? Es wird versucht. Das Kabinett NRW hat am 29. August 2006 eine Innovationsstrategie verabschiedet. Und nun muss Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart ran – heiße Eisen, brennende Probleme.

Wo hakt es aus politischer Sicht, um die Innovationskultur voranzutreiben?

Es wird zu wenig geforscht: Vor allem Mittelständler halten sich zurück, wenn es um die Zusammenarbeit mit Universitäten oder Fachhochschulen geht.

Der Wissenstransfer zwischen Unternehmen und Wissenschaft muss verbessert werden. NRW will den Hochschulen mehr Gestaltungsräume eröffnen. Deshalb wird bald das Hochschulfreiheitsgesetz in Kraft treten. Hochschulen können dann Vermögen bilden und Gewinne erwirtschaften.

Die meisten Unternehmen rufen die Fördergelder, die für Innovationen bereit stehen, nicht ab.

Es gibt zu wenige Professorinnen. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinterher. Pinkwart will Wissenschaftlerinnen fördern und die Mittel dafür erhöhen.

Bürokratieabbau. Ist und bleibt das Thema überhaupt.

Wie stehen Sie zu Innovationen? Was kann die Politik verändern? Wo fühlen Sie sich behindert? Über welche unsinnigen Regeln, Vorschriften oder Paragraphen ärgern Sie sich? Was wissen Sie über Fördergelder? Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschulen? Brauchen wir mehr Professorinnen?

Wir sind angesprochen! Das Innovationsministerium wünscht sich, dass wir politische Forderungen stellen, dass wir Feedback geben und uns einmischen.

Deshalb: Hinterlassen Sie Ihre Kommentare und füttern Sie die Politik mit Ihren Wünschen und Ideen.


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26 Kommentare »

  • Dr. Sarah Schons sagte:

    Innovative Professorinnen

    Wunderbar! Mein Lieblingsministerium im Blog!
    Das hat zwar einen Minister und keine Ministerin, aber darum geht es wirklich nicht. Die Geschlechterfrage an deutschen Universitäten halte ich eher für sekundär.
    Es ist prioritär die filzokratische, parteibuch- und seilschaften-assoziierte Vergabe der leitenden Funktionen, die unseren Wissenschaftsbetrieb (und auch die Politik!) lähmt.

    Viele meiner Freundinnen und Freunde und auch ich sind seit vielen Jahren im europäischen und außereuropäischen Ausland als Professorinnen und Professoren berufen. Aufgrund unserer (oft auch im Auslandsstudium erworbenen) Expertise, Lehrbefähigung etc. Unabhängig vom Geschlecht. In Deutschland undenkbar. Hier sind Wissen, Engagement, Ethik, EQ (und dann auch weibliches Geschlecht) eher ein Karrierehindernis. Und ganz sicher innovatives Denken.

    Deswegen würde ich in Deutschland auch keinem Ruf auf einen Lehrstuhl folgen.
    Wenn ich allein das Vergabesystem der Uni Düsseldorf bedenke – da wär die Berufung als leitende Professorin und Chefärztin einer Abteilung doch fast eine Diskreditierung meiner Person und Qualifikation! Die fähigsten Leute im Lande schaffen es zwar mit unendlichen Schwierigkeiten zum Titel Professor, aber versanden dann als ewige Oberärztinnen und -ärzte.

    Das ist das Berliner Modell: Kompetenz-Phobie und bloß keine Innovationen. Aktuelles Beispiel: die sogenannte Gesundheitsreform.
    Unser Land (sind wir Deutschland?!) hat keine wirkliche Demokratie – nur eine Diktatur des politischen Establishments, das sich selbst zu erhalten sucht auf Kosten der Bevölkerung.

    Meine Hoffnung ist das Innovationsministerium – und die Zeit in der das Wünschen noch geholfen hat… Ich bin auch zu tatkräftiger Unterstützung bereit!

  • Arndt Aschenbeck sagte:

    Ich stimme Reinhard Sprenger zu. Ich bin skeptisch, ob man Innovationen wirklich nachhaltig durch politische Rahmenbedingungen fördern kann. Meine Eindruck ist, dass innovative Menschen sich von bürokratischen Hürden nicht aufhalten lassen. Wenn jemand eine Vision und ein klares Ziel vor Augen hat, wird er auch einen Weg finden, es umzusetzen. Selbst wenn es ihm Verwaltung und Politik noch so schwer machen.
    Viel entscheidender als die politischen Rahmenbedingungen ist für mich die Innovationskultur in Deutschland. Wie sieht eigentlich der ideale Boden aus, auf dem Innovationen wachsen können? Ich bin der festen Überzeugung, dass wir in Deutschland eine andere Einstellung zum Querdenken und damit zu Innovationen brauchen. Bei Innovationen denkt alle Welt zuerst an technische Neuerungen. Da wurde in den vergangenen Jahren schon einiges getan, um die Verbindung von Wirtschaft und Hochschulen enger zu knüpfen und das Know-how von den Hochschulen in die Wirtschaft zu transferieren.
    Aber was ist mit den Innovationen in unseren Köpfen? Wie gehen wir als Gesellschaft mit visionären Ideen um, die sich vielleicht nicht sofort in Patente oder Produkte umsetzen lassen? Wie stehen wir zum Thema Scheitern und dazu, Fehler machen zu dürfen? Wir eifern den USA in vielen Dingen nach, aber nicht darin, was die Einstellung betrifft, Fehler machen zu dürfen. Wer in Deutschland scheitert, hat gleich einen Loser-Stempel auf der Stirn und bekommt Schwierigkeiten, wieder auf die Beine zu kommen. Deshalb gibt es sicherlich viele Menschen in diesem Land, die vielleicht eine gute Idee haben, sie aber aus Angst vor dem Scheitern und der darauf folgenden sozialen Stigmatisierung gar nicht erst umsetzen.
    Aber ich schreibe diesen Kommentar nicht, um Deutschland schlecht zu machen. Im Gegenteil, ich wünsche mir, dass die zarte Stimme derjenigen, die sich trauen, ihre Innovation zu verwirklichen, lauter wird. Ich nehme sie im Moment als ein leises Wispern wahr. Aber ich registriere auch, dass sie lauter wird. Und der Schlüssel, damit sich diese Stimme noch mehr Gehör verschafft, ist Vernetzung. Beziehungen zwischen Menschen. Menschen, die miteinander reden, die sich gegenseitig zuhören und die einander unterstützen. Ob im Internet oder auf den immer zahlreicher werdenden Networking-Veranstaltungen: Die Zahl der Plattformen, die Verbindungen zwischen Menschen ermöglichen, wird immer größer. Was es jetzt noch braucht, ist der Mut der Menschen, sich mit ihren Träumen, Wünschen und Visionen anderen Menschen zu offenbaren. Erst wenn das geschieht, sind Synergieeffekte möglich, die man vorher noch ins Reich der Träume verbannt hätte. Nichts hat mehr Kraft als eine Gruppe von Menschen, die an eine gemeinsame Idee glauben und sich mit aller Kraft dafür einsetzen, sie zu verwirklichen.

    Mein Vorschlag an den Innovationsminister: Schaffen Sie Veranstaltungen, Plattformen und Orte, wo sich Menschen begegnen können, um über ihre innovativen Ideen zu sprechen. Machen Sie Ihnen Mut, sich zu offenbaren. Nehmen Sie ihnen die Angst zu scheitern. Sorgen Sie für eine förderliche Innovationskultur. Helfen Sie mit, dass sich Menschen vernetzen können, um Synergien zu bilden.

    Sicherlich macht es Sinn, parallel auch über den Abbau von bürokratischen Hürden nachzudenken. Aber was möglich ist, wenn man mit innovativen Konzepten verkrustete Strukturen aufbricht und bei Menschen eine positive Einstellung erzeugt, hat uns nicht zuletzt Jürgen Klinsmann bewiesen.

  • Alexander Greisle sagte:

    Auch oder gerade als Südländer wünsche ich mir mal eine Regierung, die positive Stimmung und Energie erzeugt, klare Visionen für das Land entwickelt, aktives gesellschaftliches Change Management betreibt. Das ist alles. Mehr will ich gar nicht, der Rest passiert dann schon. Das wäre Innovation genug und eine gute politische Aufgabe für und Forderung an einen Innovationsminister.

  • Stefanie Berg sagte:

    Politik kann und soll Rahmenbedingungen schaffen. Nehmen wir das Beispiel Hochschule: Hier wird – da stimme ich Sarah zu – nicht nach Kompetenz, sondern nach Klüngel gearbeitet. Konsequenz für die Politik: Als allererstes Abschaffen der lebenslangen Stellen und die Strukturen dadurch durchlässiger machen. Also können Rahmenbedingungen dann auch Innovationen fördern.
    Deshalb bin ich froh, dass wir hier mal in diese Richtung diskutieren. Für mich gehört zu den Rahmenbedingungen auch eine gesellschaftspolitische Dimension wie z.B. das Grundeinkommen. Auch dadurch würde Gesellschaft durchlässiger, transparenter, innovativer – und vor allem würden wir uns davon lösen, dass wir alles mißtrauisch kontrollieren müssen. Da steckt ein falsches Menschenbild hinter, das wir dringend korrigieren sollten. Wenn Politik den Menschen mehr zutraut, traun sich auch die Menschen mehr…

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Ich wünsche mir von der Politik allgemein und von einem Innovationsminister speziell die Fähigkeit, Visionen zu entwickeln und wirkungsvoll zu kommunizieren.

    In Deutschland ist die Politik zu einem Reparaturdienst verkommen. Aktuelles Beispiel: die sogenannte Gesundheitsreform. Eine Vision ist für mich nicht erkennbar. Stattdessen versucht jeder Ministerpräsident mit an dem Patient herumzuschnippeln. Der Tod ist schon vorprogrammiert. Die Frage ist nur, ob der Patient noch im OP stirbt oder etwas später.

    Visionen müssen für die Mehrheit oder zumindest große Teile der Bevölkerung ein bejahenswertes Ziel darstellen. Das setzt Kreativität und Kraft frei.

    Klare Visionen wären für mich:

    • Ein Land, das bewundert wird für den schonenden Umgang mit der Umwelt
    • Hocheffiziente Energiesysteme, um die politische Abhängigkeit vom Öl zu minimieren und möglichst wenig CO2 zu emitieren
    • Die drastische Reduktion von Lärm. Dies kann eine Flut von Innovationen auslösen: Andere Antriebssysteme, andere Straßenbeläge, Dämmungen, neue Werkstoffe, …
    • Entwicklung von Firmen, zu denen die Menschen morgens mit Freude hingehen
    • Der Bau von Zukunftswerkstätten, in denen die verschiedensten Gruppen die Gestaltung der Zukunft testen können
    • Der Bau von Zukunftsinseln, in denen neue Formen in der Praxis erprobt werden können. Dort würden z.B. bestimmte Gesetze nicht gelten bzw. andere Gesetze gelten. (Ich würde persönlich direkt nach SilentCity ziehen, wenn dort der Lärmpegel ein bestimmtes Maß nicht überschreiten darf. Dort wäre das Eldorado für alle Firmen, die extreme Lärm-gedämmte Geräte herstellen. Dort würden von Architekten entsprechende Häuser entworfen und extrem leise gebaut usw.)
    • Das eindeutige und klare Ziel, innerhalb von 10 Jahren die Anzahl der Gesetz und Verordnungen auf ein Zehntel zu reduzieren. Auf einer Internetplattform könnte der Fortschritt dokumentiert werden. Bürger und Experten könnten mitdiskutieren und Anregungen geben.
    • Das Ziel, in 20 Jahren die gesundestes Bevölkerung weltweit zu haben. Das würde eine Flut von Präventionmaßnahmen auslösen, die Menschen zur Eigenverantwortung einladen, den Schulunterricht verändern, …
    • Das Ziel, die Anzahl der Prozesse und Rechtsstreitigkeiten drastisch zu reduzieren. Jawohl Innovationen im gesamten Rechtssystem! Eine radikale Vereinfachung statt einer zunehmenden Komplexität. Ganz radikal: Gesetzestexte, die ein Normalbürger auch lesen kann.

    Ich könnte jetzt noch eine Stunde weiterschreiben. Längst nicht alles fällt in das Resort des Innovationsministers. Aber er könnte Anregungen geben. Innovationen dürfen sich nicht auf Technologie beschränken. Ich denke, Millionen Menschen sind bereit, herzhaft mit anzupacken. Statt dessen sitzen sie frustriert herum. Was fehlt ist eine klarer Attraktionspunkt. Etwas was anzieht, zu dem ich sagen kann: Da möchte ich unbedingt dabei sein.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    A propo Bürokratieabbau: Die Internetdomain buerokratieabbau.de gehört laut Denic seit mindestens einem halben Jahr dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

    Versucht man aber die Internetseite http://www.buerokratieabbau.de aufzurufen, erhält man nur die Meldung: Fehler: Server nicht gefunden.

    Bei dem Tempo werden wir ja mächtig vorankommen. Schlafen Sie ruhig weiter Herr Glos!

  • Dr. Sonja Ulrike Klug sagte:

    Neue Visionen braucht das Land, und zwar solche, die auch von Politikern vermittelt und dem Volk nahegebracht werden!!!

    Doch die einzige Botschaft, die in diesem Land seit der Ära Kohl gebetsmühlenartig und täglich wiederholt wird, ist diese: “Wir müssen sparen, sparen, sparen, den Gürtel enger schnallen, weil der Staat nicht genug Geld hat.” Und dann kommt wieder die nächste Steuererhöhung – während es den Großunternehmen und Konzernen, deren Lobbyisten fleißig bei den Politikern Kratzfüßchen machen, mit einem lächerlichen Durchschnittssteuersatz von 16 % glänzend geht.

    “Sparen” und die dauernde Abzocke an allen Ecken und Enden – sei es von Unternehmen, wie z.B. den Energiekonzernen, die für minimale Leistungen bei gleichzeitig maroden Stromnetzen ständig die Preise erhöhen, oder sei es per Gesetz von den Politikern – lähmt jeden Innovationsgeist. Es bleibt vielen Familien kein finanzieller Spielraum mehr, jede Kreativität des Einzelnen wird unter Geld- und Sparzwängen erstickt.

    Ein aufmunternde Botschaft, eine Vision, die beflügelt, ein gangbarer Weg – oder sei es auch nur ein Silberstreif am Horizont – fehlt den Bürgern auf der ganzen Linie! Von den Politikern kommt bisher nix!

    Hier läge auch eine Aufgabe des Innovationsministeriums : Entwickeln Sie eine Vision für unser Land – beziehen Sie dabei die Bürger mit ein – und kommunizieren Sie die Botschaft im Volk! Die Menschen im Lande wollen geführt werden, doch von unseren Politikern werden sie nicht geführt, sondern bestenfalls schlecht verwaltet.

    Im Übrigen würde es unserem Land guttun, den Blick mal vom Geld abzuwenden. Geld ist nicht der Maßstab aller Dinge! Dieser ausufernde Brutal-Kapitalismus, in dem jede Handlung und jede kleinste Leistung nur noch unter dem Aspekt des sofort nachfolgenden Profits gesehen wird, lähmt ebenfalls jedes kreative Denken.

    Die Probleme in diesem Land sind leichter lösbar, als es den Anschein hat – mit einem anderen Denksatz. Aber: “Es ist nicht möglich, in eine andere Richtung zu sehen, indem man schärfer in die bisherige schaut” (Edward de Bono). Und die bisherige Perspektive, in die Politiker seit 20 Jahren schauen, ist Geld: “Steuern, noch mehr Steuern, noch mehr Steuern, noch mehr Sparen …” Trotzdem werden die Zustände überall schlechter statt besser.

    Was auch noch die Kreativität lähmt: Wir nähern uns jedes Jahr mehr dem totalen Überwachungsstaat Marke DDR, der mit umfassender Datenansammelwut unter dem Vorwand angeblicher Sicherheit hier überall aufgebaut wird. Telefonabhören, Kontenspionage bis in die letzten Winkel, jetzt sollen auch noch die Schulkinder erfasst werden – alles ganz legal und per Gesetz erlaubt. Und da fragt ein Innovationsminister nach Innovationen in diesem Land? Wo bitte sind die in Überwachungsstaaten je gediehen?

    Wir Bürger sagen es seit Jahren, aber die Politiker tun genau das Gegenteil davon: Schafft die Bürokratie ab, Downsizing des öffentlichen Dienstes, vereinfacht die Gesetze, weg mit den 1000 Reglementierungen für Berufsausübung und Unternehmen, senkt die Steuern ohne “Gegenfinanzierung” – Politiker, macht endlich eure Hausausgaben, und dann kommen auch die Innovationen vom Volk!

  • Ludger Freese sagte:

    Als Innovationsminister könnten Sie z.B. eine neue Kultur der Abstimmung vorantreiben. Wichtige Entscheidungen der Landesregierung könnten durch eine Art “Internetabstimmung” unterstützt werden. Vorteile: die Bevölkerung wird “aktiv” in die Regierungsarbeit eingebunden, Ihre Entscheidungen werden durch eine breite Masse getragen und die Politikverdrossenheit nimmt ab. Es gibt aber bestimmt eine Gesetz, welches eine solche Unterstützung unterbindet… :-)

  • Gerd Blatz sagte:

    Bürokratieabbau, wissen die Politiker überhaupt, was man in diesem Land so alles erleben kann!?

    Neue Mitarbeiter oder Firmengründer in der Gastronomie benötigen eine Erstbelehrung nach dem Infektionsschutzgesetz § 43 Abs.1 Nr.1

    Am Beispiel Düsseldorf:
    Sie vereinbaren telefonisch einen Termin beim Gesundheitsamt. Kurzfristig ist dieser in der Regel nicht zu bekommen. (hoffentlich wollen sie kein Hotel oder Restaurant eröffnen, ohne diese Bescheinigung läuft nichts) Dort treffen Sie sich dann mit ca. 50 weiteren Personen (meist Auszubildende und neue Mitarbeiter) ab 07:00 Uhr, zahlen dann persönlich die Gebühr vor Ort(EC Cash ist schon möglich!) und warten dann bis 09:00 um an der Schulung teilzunehmen (natürlich gibt es im Wartebereich viel zu wenig Sitzplätze)
    Schon mal etwas von Überweisung gehört? Wer bezahlt eigentlich diese Mitarbeiter

    Sie möchten ein Hotel oder eine Gaststätte eröffnen (überlegen Sie es sich genau, es werden nachfolgende Bescheinigungen benötigt:

    Führungszeugnis, sie können es persönlich im “Bürgerbüro” beantragen
    Steuerliche Unbedenklichkeitserklärungen, persönlich bei der “Stadtkasse” für sie und ggf. ihr Unternehmen abholen.
    Dann zum “Finanzamt”, natürlich auch 2 Stellen – Umsatzsteuerstelle dann Einkommenssteuerstelle für sie persönlich und die der Firma (hoffentlich haben die den gleichen Anfangsbuchstaben, sonst halt mind. 3 Stellen) Es kann schon mal sein, dass sie hierfür einen ganzen Tag benötigen, weil leider noch eine Mittagspause dazwischen kommt. Pech gehabt.
    Ach ja, dann brauchen Sie ja auch noch einen Auszug aus der Schuldnerkartei, kein Problem – gibt es beim “Amtsgericht”, richtig für sie und ihre Firma. Die Damen am Amtsgericht sind aber sehr nett und es gibt auch keine Aufteilung nach Anfangsbuchstaben (zumindest in Düsseldorf)

    Eintragung eines Ausbildungsverhältnisses bei der IHK (sind doch unsere Vordenker)
    IHK Düsseldorf, hier können Sie das Formular (3fach Bogen) als pdf am Bidlschirm ausfüllen und ausdrucken, wirklich vorbildlich!
    IKH Mittlerer Niederrhein, wunderbar auch als pdf verfügbar, leider müssen sie die gleichen Daten in jedem der 3 Bögen neu ausfüllen, viel Erfolg!

    Dies waren nur einige kleine Beispiele, die einem Unternehmer das Leben schwer machen, schlimm ist nur, in dieser Zeit könnte man ja auch Unternehmer sein und sich z. B. um seine Kunden kümmern oder I n n o v a t i o n e n

    Wer wirklich Bürokratieabbau betreiben will, muss nicht seine Beamten im Ministerium fragen und auch nicht die verschiedenen Verbände oder öffentlich rechlichen Träger, sondern sollte sich in verschiedene Unternehmen begeben (bitte keine zusätzlichen Fragebögen)und dort nach Beispielen aus der Praxis fragen.

    Innovation fängt in den Behörden an!

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Herr Prof. Pinkwart: Hier ein konkreter Vorschlag:

    • Ihr Ministerium erstellt einen Internetserver http://www.buerokratieabbau-nrw.de oder etwas ähnliches.
    • Ein paar Jurastudenten erstellen eine Datenbank aller für NRW geltenden Gesetze und Verordnungen (oder gibt es so etwas schon?).
    • Bei jedem Gesetz wird angegeben: wie alt? wie lange noch gültig?
    • Wenn nicht alles von Anfang an perfekt ist: macht nichts. Die Hinweise aus der Bevölkerung und von Experten werden schnell die Lücken und Fehler aufdecken. Das geht ganz fix und ist echte Schwarmintelligenz.
    • Dann kann man anfangen die Gesetze und Verordnungen zu kennzeichnen: a) muss auf jeden Fall bleiben b) Modernisierung notwendig / entrümpeln / vereinfachen c) abschaffen
    • Das würde erst mal einen Überblick verschaffen
    • Dann der Bevölkerung und den Experten zu jedem Eintrag die Möglichkeit zur Kommentierung geben. Erfahrungen, Vorschläge zur Vereinfachung, …
    • Das ergäbe einen unglaublichen Fundus von Erfahrungswissen und Hinweisen. Kostet nix.
    • Nächster Schritt: Prioritäten setzen. Und dann züglich umsetzen.
    • Die Fortschritte sollten dokumentiert und einfach visualisiert werden, z.B. Grafik über Veränderungen pro Monat/Jahr

    Das wäre doch mal innovativ. Dazu äußerst kostengüstig. Oder haben Sie Angst, dass wir vor der nächsten Wahl feststellen, dass die Anzahl der Gesetze wieder einmal größer und nicht kleiner geworden ist?

  • Dr.Sarah Schons sagte:

    Tolle Beiträge hier im Blog! Der zeigt doch schon einiges von unserer Vielfalt!

    Und jetzt ein ganz einfacher konkreter Vorschlag für unseren Innovationsminister:
    werden Sie Partner von Innovativ-in! Kommen Sie zu unseren Treffen und mit uns ins Gespräch. Gelebte Innovationskultur bringt Ihnen nicht nur wertvolle Anregungen, sondern auch Spaß!

  • Hannes Treichl sagte:

    Und ich schaue ein klein wenig neidisch in mein Nachbarland. Innovationsansätze gibts auch bei uns wie Sand am Meer – und hier dürfte sich die Katze wohl in den Schwanz beißen: Zu viele Köche verderben den Brei…

    Dem Herrn Minister alles Gute. Ich wünsche mir vor allem Vorbildwirkung, denn vielleicht darf ich mich dann bald an meinen eigenen Minister wenden.

  • dirk loop sagte:

    Innovationen gibt es mehr als genug in Deutschland – wie bspw. die Patentanmeldezahlen belegen.

    Doch wie Max Weber so schön sagte: “Der Einfall ersetzt die Arbeit nicht.”

    Und um gleich noch ein Zitat zu bemühen: Jürgen Rüttgers sagte einmal “Bill Gates hätte allein schon deshalb in Deutschland keinen Erfolg gehabt, da es in Deutschland – laut Bauverordnung – keine Fenster geben darf.”

    Auch ich denke, dass Bürokratieabbau nötig ist (Denken Sie allein mal daran, wie lange es dauert, bis Sie in Deutschland ein Würstchen verkaufen können !!!) und das sich Innovationen nicht auf technische Erfindungen beschränken sollten … aber ganz ehrlich: Die wenigsten “politischen Innovationen” haben in den letzten Jahren einen positiven Effekt erzeugt.

    Es heißt, die Hoffnung stirbt zuletzt – aber ich erwarte nichts – auch nicht von einem Innovationsminister.

  • Johannes Borgard sagte:

    Perspektiven schaffen, schafft Innovationen

    a.) Wenn Kinderkriegen für Eltern zum sozialem Abstieg führen kann
    b.) Wenn die Freude am Lernen bereits Kindern durch falsche pädagogische Ansätze verdorben wird
    c.) Wenn Abiturienten der Weg zum Studium durch Numerus Clausus verbaut wird
    d.) Wenn Ausbildungsplätzen in Unternehmen, für die Unternehmen zu einem Kostenrisiko werden
    e.) Wenn Unternehmer sein zu wollen, zu nicht planbarer Abgabenbelastung führt
    f.) Wenn Unternehmen bei Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation oder Beendigung eines Projekte, nicht mehr frei wählen können, welche Mitarbeiter für das Unternehmen nicht mehr tragbar sind
    g.) Wenn Ausgaben für Investitionen zu zusätzlichen Steuern führen
    h.) Wenn die Grundwerte wie Respekt, Wertschätzung und Vertrauen nicht mehr vermittelt werden können
    i.) usw.

    dann wird die Förderung von Innovation zu einer immensen Aufgabe.

    Ich schlage Herr Prof. Dr. Andreas Pinkwart daher vor, die Idee von innovativ-in aufzugreifen und auf den Internetseiten der zuständigen Ministerien Blogs nach dem Motto „Gute Ideen bringen uns nach vorne“ einrichten zu lassen. Gleiches schlage ich für sämtliche öffentliche Einrichtungen vor. Ich bin mir sicher, dass würde dieses Land positiv verändern.

  • Frank Hampe sagte:

    Ich finde in den Kommentaren viel wertvolle Anregungen, vieles an notwendiger Kritik am Jetzt.
    Insbesondere die immense Trägheit bis sich etwas verändert, das Problem das ja nach der Wahl vor der Wahl ist und man ja (auch mit innovativen Ansätzen) am liebsten niemanden verprellen möchte, das Anpassen eigentlich guter Gesetzesentwürfe bis sie zur Unkenntlichkeit verstümmelt werden, das steht der Innovation im Wege.

    Denn Innovation heißt ja nicht nur neu, sondern bedeutet auch Wagnis, auch mal Fehler zu machen (diese dann aber auch zügeig zu korrigieren), auch alte Strukturen von Graund auf aufzubrechen.

    Da wünsche ich mir einfach mehr Mut, mehr Tun statt Reden.

    Und einen Punkt bitte nicht außer Acht lassen:

    Innovation läßt sich nicht von der Politik verordnen, höchstens begünstigen.
    D.h. wir alle (nicht nur die, die jetzt schon querdenken) müssen uns fragen, was kann ich tun?
    Denn sicherlich ist es wünschenswert, das Widerstände schwinden aber bis dahin gilt es sie zu überwinden.

    In diesem Sinne auch von meiner Seite aus viel Glück, Erfolg und Standfestigkeit für den Innovationsminister.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Gestern wurde ich von einem Bekannten gefragt: “Warum muss es denn immer Innovationen geben. Können wir denn nicht mal mit dem vorhandenen zufrieden sein?” Die Antwort gibt uns die moderne Gehirnforschung: Neues macht uns glücklich. Unser Körper belohnt uns mit guten Gefühlen, wenn wir etwas Neues schaffen oder erleben. Schon die Gedanken an neues Gericht, das Ausarbeiten eines Business-Planes, das Entwerfen einer neuen Maschine aktiviert uns und versetzt uns in gute Laune.

    Innovations-Minister = Gute-Laune-Minister?!

    Ran Herr Prof. Pinkwart! Solche Chancen hat der Finanzminister nicht.

  • Matthias Rückel sagte:

    Ich beschäftige mich als Einzelunternehmer mit globaler Kommunikation in Form von Webkonferenzen und Videokonferenzen über das Internet. Ein neuer Markt und ein Wachstumsmarkt dazu. Mein Kunden sind Unternehmen in Europa. Kleine Dienstleistungen biete ich bereits ab 250,00 EUR an. Die Gesetzgebung bezüglich der Umsatzsteuer bei Grenzüberschreitungen ist so kompliziert, daß ich jedesmal einen Steuerberater heranziehen müsste, um vollkommen sicher zu sein, alles richtig zu machen.

    Wenn ich das täte, kann ich aufgrund der Kosten kleinere Aufträge nur noch in Deutschland anbieten. Die aufgeschlosseneren (innovativeren) Kunden sitzen aber im Ausland. Aber auch Experten sind überfordert, mein erster Steuerberater hat mit den Worten aufgegeben “für Ihren Fall gibt es keine Regelung, Herr Rückel”. Und die ersten Aufträge von Kunden sind erfahrungsgemäß immer etwas kleiner. Der erste indische Kunde hat an meine Tür geklopft, Gott sei Dank mit deutscher Niederlassung. Noch mal Glück gehabt.

    Also bleibt nur eins zu hoffen, daß der Steuerberater sich nicht irrt und alles seine Ordnung hat. Ich kann es nicht mal Ansatzweise mehr kontrollieren, also im “Fast-Blindflug” durch. Eine andere Wahl habe ich nicht.

    Generell nehme ich staatliche Institutionen nicht als Partner, sondern als bestenfalls “lästige Pflichten” war. Eine aktive Unterstützung als Existenzgründer gibt es nicht wirklich. Das es auch anders geht, zeigt ein Kollege. Er ist im selben Geschäftsfeld wie ich aktiv und vor zwei Jahren nach Irland ausgewandert. “Die beste Entscheidung seines Lebens”, sagt er. Der irische Staat unterstützt ihn aktiv bei der Businessplanung, Kontakten und Umfeld. Der Staat will den innovativen Unternehmer und lässt Taten folgen. Die Verlockung der grünen Insel ist groß, wenn man mal wieder irgendein Formular ausfüllen muß, anstatt die notwendigen Kunden zu akquirieren…

  • Daniela Mohr sagte:

    … oh ja, Umsatzsteuer und grenzüberschreitende Geschäfte – der Horror! Eigentlich steht man doch immer mit einem Bein im Gefängnis. Unter “Innovation” stelle ich mir vor, dass man mal richtig MUT hat etwas NEUES zu wagen, Risiken einzugehen – auch in der Politik! Eine mutige Gesundheitsreform, eine Steruereform a´la Kirchhoff, einen wahren Bürokratieabbau, unternehmerisch Freiheit und wirklich gute Kindenbetreuung, damit auch Frauen wie bei unseren Nachbarländern frei sind in ihrer Enstcheidung. Das wären echte -gewinnbringende Innovationen – und ein echter Neuanfang! Aber wenn man sich den Alltag ansieht, die Tagespolitik und wenn ich hier nur lese dass die Seite http://www.buerokratieabbau.de nicht mal online ist… Oh Gott, was soll es bei uns Neues (ich wage gar nicht INNOVATIVES zu sagen…) geben? Von wem denn? Vielleicht kann der Herr “Innovationsminister” mal nur sagen, was getan wird um Fördergelder publik zu machen, anstatt zu beklagen, dass sie nicht abegrufen werden.

  • comdao.net [Networking Terminal] sagte:

    Innovation durch Vernetzung?…

    Kann man wissenschaftliche Kreativität institutionalisieren? Ein Plädoyer für die Wiederentdeckung des Individuums.
    Hätte Albert Einstein erst einen Forschungsantrag für das Entdecken seiner Relativitätstheorie schreiben …

  • Michael Otterbein sagte:

    Wie kann ein Innovationsminister dabei helfen, die Innovationskultur zu fördern ? Wie können Unternehmen dazu gebracht werden, bereitstehende Fördermittel auch abzurufen. Wie können Hochschulen noch stärker zum Hort von Innovationen werden ?
    Ich glaube das alles geht sehr viel besser durch Animationen als durch Visionen. Ein Innovationsminister sollte sich wie ein guter Coach verhalten: Nicht dem Klienten (den Bürgern) seine Ideen von der Zukunft nahe bringen sondern dabei helfen, die Ideen zu finden, die bereits bei den Bürgern, Forschern und Unternehmen vorhanden sind, aber noch nicht zum Vorschein gekommen sind. Innovationsförderung müsste Entwicklungs-Hilfe sein.
    Konkret könnte das bedeuten, dass in Hochschulen (aber auch in Städten und Institutionen) “Innovationsagenten” eingesetzt werden, die einen Teil Ihrer (bezahlten) Arbeitszeit nur der Ideenfindung und Kreativitätsförderung widmen. An Hochschulen – aber auch schon an Schulen – könnte es das (Wahl)Fach “Neues entwickeln” geben – und zwar mit Prüfungsrelevanz, und Unternehmen, die bereit sind, sich an Innovationsprojekten zu beteiligen, müssten echte Vorteile wie z.B. Steuernachlässe bekommen. Denn das ist entscheidend für die Förderung einer Innovationskultur: Dass bereits das Nachdenken über Innovationen aus der “Spinnerecke” heraus geholt und öffentlich als gesellschaftlich erwünschte und wertvolle Tätigkeit dargestellt wird.
    So würde der Innovationsminister im Sinne eines “aktivierenden Staates” handeln, der nicht alles vormacht sondern hilft, die Kräfte und Ideen der Bürger zu wecken.
    Dabei müssen Innovationen nicht immer mit Wissenschaft und High Tech zusammen hängen. Vielleicht bekommen wir mehr Professorinnen, wenn jemand eine innovative Idee entwickelt, wie sich für junge Akademikerinnen Beruf und Familie zukünftig besser vereinbaren lassen…

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Blog-in: Sonntags um 12 sagte:

    [...] Innovationskultur vorantreiben! (20) [...]

  • Claus Koßmann sagte:

    Die Botschaften des Innovationsministers scheinen bei uns an der Mittelstandsbasis nicht anzukommen. Was hat Pinkwart bislang bewegt und wie transportiert er seine Ideen von Innovation ?
    Sorry, aber ein völlig farbloser Politiker, dessen Botschaften jedenfalls bei uns nicht ankommen.
    Mein Vorschlag : Zusammenlegen mit dem Wirtschaftsministerium, dadurch Bürokratieabbau und Verschlankung der Behörde.
    Frau Thoben bewegt mehr.
    Wenn überhaupt, dann eine InnovationsGmbH ohne Ministerialbürokratie und graue Mäuse. Beste Grüße Claus Koßmann

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Blog-in: Sonntags um 12 sagte:

    [...] Innovationskultur vorantreiben! (22) [...]

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Minister beantwortet Fragen der Blogger sagte:

    [...] Innovationskultur vorantreiben! (23) [...]

  • Rainer Hartmann sagte:

    Politik und Innovation – wie geht das zusammen? Ein Herr Müntefering kann es sich leisten, Hartz IV ungestraft als “labile Konstruktion” zu bezeichnen. Jeden Ingenieur würde man zur Verantwortung ziehen, wenn er so eine Leistung abgeliefert hätte. Deshalb kümmert er sich um eine Fehler-Möglichkeits-und-Einfluß-Analyse und geht sogar soweit,sein Produkt zumindest gedanklich zu sabotieren und in Nicht-Funktion zu bringen, um allem Übel vorzubeugen. Diese erprobte Vorgehensweise sollten unsere Politiker bei jedem neuen Gesetz anwenden, und wir Bürger hätten erstmals das Gefühl, dass Gesetze nicht erst nach der dritten Änderung dort sind, wo sie bei guter “handwerklicher Arbeit” schon beim ersten Anlauf wären. Das wäre zumindest für die Politik “innovativ”.

  • www.best-practice-business.de/blog » Segway verliert langsam den Exotenstatus (zumindest in den USA) sagte:

    [...] im Verkehr zu starten. Die Voraussetzungen sind gut, gibt es schliesslich dort eigens einen Innovationsminister. « Die Erfolgsgeheimnisse von Dacia [...]

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