Idee auch für NRW?
2006-09-30, von Stefanie Berg
Eine Gruppe ehrenamtlich arbeitender StudentInnen und AbsolventInnen hat nach dem Erfolg von “Die Kanzlerin direkt” den Spieß umgedreht und “Direkt zur Kanzlerin” geschaffen. Die Idee ist bestechend: Wöchentlich können wir Bürgerinnen und Bürger Texte, Podcast oder Video auf die Plattform stellen, die zehn beliebtesten (das bestimmen die Nutzer) werden dann an das Büro von Angela Merkel geschickt. So weit eine wirklich gute Idee. Beeindruckt hat mich die Reaktion in Berlin. Denn – so schreibt die Welt:
“Die Initiative ist mit Angela Merkel nicht abgestimmt. Dennoch wird die Kanzlerin sich mit den eingesandten Beiträgen auseinander setzen, wie der für Merkels Video-Podcasts zuständige Abteilungsleiter im Bundespresseamt, Uwe Spindeldreier, sagt. “Wir werden uns das natürlich anschauen und Möglichkeiten finden, darauf zu reagieren”, sagt Spindeldreier WELT.de. Ihm zufolge ist Merkels Mannschaft insbesondere auf Fragen und Kommentare zur Regierungspolitik gespannt.”
Der Duktus früherer “Herren” war bei solchen Initiativen dann eher “Lass die mal machen, aber wir haben genug anderes zu tun.” Da gibt es einen neuen Ton in Berlin. Ich bin ehrlich: Ich hätte das der Frau Merkel nicht zugetraut, dass sie so innovativ ist – Kommunikation ist anscheinend ihre Stärke.





















Samstag 30. September 2006 um 19:25
Hallo Frau Berg,
als ich das erste mal einen Podcast von Fr. Merkel gesehen habe, habe ich genau diesen Gedanken gehabt. Ich fände Fr. Merkel würde sich damit ein Zeichen setzen. Ob und wie sie mit unseren Belangen auseinandersetzt, sei erst mal dahingestellt. Aber ein “offenes Ohr” für die Bundesbürger zu haben, würde ihre Gunst erheblich steigen lassen.
Mittwoch 11. Oktober 2006 um 12:40
Bundespresseamt ? das ist doch das verfassungsunbekannte Organ, das die Domain “KanzlerSchroeder.de” verstaatlichte und einem Bürger aus Montabaur 6 monate Gefängnis für nur 18 Buchstaben versprach.