Business-Blogs im Tal der Enttäuschungen?
2006-10-09, von Wolff Horbach
In der aktuellen Ausgaben (10/2006) von Technology Review steht ein Artikel über die “Fieberkurve der Aufmerksamkeit”, die bei jeder neuen Technologie ähnlich verlaufen soll.
Der erste steil an oben verlaufende Teil der Kurve heißt “technologischer Auslöser“. Die Aufmerksamkeit ist erst sehr gering und steigt dann stark an.
Der zweite Teil der Kurve “Gipfel der überzogenen Erwartungen” spricht für sich: Die Technologie wird überschätzt oder viel schneller am Markt erwartet, als sie dann tatsächlich eintritt.
Erfüllt die Technologie nicht auf Anhieb die überzogenen Erwartungen oder kommt sie nicht so schnell wie erwartet, geht die Aufmerksam in das “Tal der Enttäuschungen“.
Ist das Tal der Enttäuschunen überwunden, geht es mit der Aufmerksamkeit wieder nach oben. Es folgt im vierten Teil der “Pfad der Erleuchtung“. Die Technologie ist gereift und etabliert sich allmählich am Markt.
Im letzten (rechten) Teil ist dann endgültig das “Plateau der Produktivität” erreicht.
Laut Technology Review befindet sich gerade “Web 2.0″ auf dem Gipfel der überzogenen Erwartungen. Stimmt das, dann müsste es in Kürze mit dem Web 2.0 Hype wieder bergab gehen. Interessanterweise nähern sich die “Business-Blogs” gerade dem Tiefpunkt im “Tal der Enttäuschungen” (siehe roter Pfeil). Es müsste also noch etwas abwärtsgehen und dann endgültig bergauf.
Was bedeutet das für unseren Business-Blog?
Das könnte Sie auch interessieren:























Dienstag 10. Oktober 2006 um 11:16
Diese Kurven beziehen sich nicht nur auf technische Gegebenheiten. Hierbei handelt es sich vielmehr um die gesamte Innovationsdynamik. Denn Systeme, die zur Innovation fähig sind, haben auch die Fähigkeit explosionsartig zu wachsen. Es geht dabei auch nicht immer um das erfüllen oder nicht erfüllen von Erwartungen. Ein viel größeres Ziel liegt darin, Innovation zu Manipulieren und zu Steuern. Eines dieser Werkzeuge kommt aus dem Verständnis der Manipulierbarkeit von dynamischen Netzwerken. Theoretisch wäre es möglich Innovation über ein kompliziertes System von Differentialgleichungen zu berechnen. Allerdings würde dies einer ungeheueren Vielzahl von Umgebungsparameter (die sich laufend verändern) voraussetzen.
Praktisch betrachtet sollten wir uns allerdings von derartigen Kurven nicht immer von unserem eigenen innovativen Wegen ablenken lassen.
Mittwoch 11. Oktober 2006 um 12:54
[...] Wolfgang Horbach berichtet im innovativ-in-blog von der “Fieberkurve der Aufmerksamkeit”, die in der aktuellen Printausgabe der Technology Review beschrieben wird. Demnach verläuft diese Kurve in 5 Stufen: [...]
Donnerstag 28. Juni 2007 um 13:39
Interessante Kurven. Sie alle sind irgendwie richtig..doch auch bruchstückhaft. Innovation, Change, Transformation…..hat auch mit Leidenschaft, Emotion, Enthusiasmus, Verrücktheiten, mit Vernunft und Unvernunft gleichermassen zu tun.
Seit 1,5 Jahren blogge ich in einem emrikanischen Social Network. Zaadz.com Warum? Im englischen Sprachraum geht es unbekümerter, experimentierfreudiger und frecher zu.
Siehe Tom Ppeters, Tony Robbins, Guy Kawasaki, Instapundit, Jeff Jarvis, Arianna Huffington, Malcolm Gladwell..und Hunderte andere..
Die Talks während der jährlichen TED (Technology, Entertainment, Design) Konferenzen in California. Hier ein schönes Beispiel, der Talk Von Tony Robbins, der über emotionales Engagement spricht:
http://www.ted.com/index.php/talks/view/id/96
Davon bitte etliche Prisen in die deutsche Bloggospäre.
mfg
Albert Klamt
Donnerstag 28. Juni 2007 um 20:30
@ Albert:
Wir können ja versuchen, hier etwas mehr Pfeffer reinzubringen. Ein Blick über den großen Teich hilft meistens.
Danke für die Anregung.