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Rosel Haas, Image Consulting für das gewisse Etwas

Rosel Haas 28 November 2006 14 Kommentare

Ja, immer wieder gibt es etwas Neues bei Elita Wiegand! So auch mit dem Thema »Blog». Ich bin da etwas zögerlich, genau wie manch anderer. Aber so ist es mit allem Neuen, man traut sich nicht so recht ran. Als Partnerin des Business-Clubs innovativ.in freut es mich sehr, dass ich mich nun an dieser Stelle einmal vorstellen kann.

Wer bin ich?

rosel-ii.jpgIch bin Rosel Haas und seit 14 Jahren selbständig tätig. Das war nicht immer so. Ich war vorher Lehrerin. Bitte trotzdem Weiterlesen :-) Nach 20 Jahren Lehrtätigkeit an einem Gymnasium wurde mir klar, dass das nicht so richtig mein Ding war. Vielleicht spielte auch eine Rolle, dass ich aus einer Kaufmannsfamilie stamme und mir das irgendwie im Blut liegt. Früher haben mich immer schon Freundinnen und Freunde zum Einkaufen mitgenommen, weil ich Ihnen offensichtlich gute Ratschläge für ihre neue Garderobe geben konnte. Bei meiner Suche nach einer neuen Beschäftigung, musste ich leider feststellen, dass man Lehrerinnen nicht gerne haben wollte.

Schließlich habe ich dann eine Ausbildung zur Farb- und Stilberaterin gemacht. Es folgten noch viel weitere Ausbildungen – Farbpsychologie, Psycho-Physiognomie, Trainerin für zeitgemäße Umgangsformen -, um wirklich gute Beratungen abzuliefern.

Nach diesen 14 Jahren kann ich sagen, dass ich genau die richtige Entscheidung getroffen habe und dieser Beruf meinen natürlichen Anlagen entgegenkommt.

So arbeite ich

Es macht einfach Spaß mit so vielen verschiedenen Persönlichkeiten zu arbeiten. Alle haben so viele schöne Facetten in sich, die wir dann gemeinsam ans Licht holen. Bei den Beratungen geht es meistens Unsicherheiten in Bezug auf die Farben, den Stil und die Tragbarkeit bestimmter Kleidungsstücke.

Hier ein Beispiel meiner Arbeit: Vorher-Nachher

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Die Beratungen finden normalerweise in meinem Studio statt. Aber auch die Schlafzimmer der Klienten sind mein Arbeitsgebiet. Nein, nicht was Sie jetzt denken :-) Ich schaue mir den Inhalt des Kleiderschranks an. Die Kleidung wird auf Kombinationsmöglichkeit, Tragbarkeit und Alter geprüft.

Die Damen und Herren benutzen mich sozusagen dazu, sich endlich von «alten Hündchen» zu trennen. Danach macht es dann umso mehr Spaß, einkaufen zu gehen und die vorhandene Kleidung mit neuen peppigen Teilen zu ergänzen.

Ein besonders Angebot dazu: «Fit for Business»- eine 2-stündige Einkaufstour für ein neues Outfit!

Bei den Beratungen geht es natürlich um Farben. Diese beeindrucken mich besonders. Immer schon! So habe ich schon Feste zu verschiedenen Themen Farbthemen – initiiert. Z.B. «Soirée Rouge et Noir».

Nicht zuletzt gehören auch die zeitgemäßen Umgangsformen zu meinem Angebot.

Zu einem professionellen Auftritt gehört außer Fachkompetenz und Erscheinungsbild auch die Einhaltung gewisser «Regeln». Aber nun mal zum Ernst des Themas. Ich finde, dass eine überzeugende Ausstrahlung der Schlüssel zum Erfolg ist.

Ein wichtiger Termin steht bevor. Ob als Mitarbeiter oder Ge­schäftsinhaber im Kundengespräch, als Studienabsolvent im Be­werbungsgespräch oder beim privaten Date, das Ziel ist das Glei­che: Man möchte professionell, kompetent, sicher und überzeu­gend wirken. Doch manchmal springt trotz aller Fachkompetenz und Bemühungen der berühmte Funke nicht über.

Auf Äußerlichkeiten möchte ich meine Arbeit jedoch nicht reduzie­ren. Ich will meine Beratung ganzheitlich verstanden wissen. Ich biete nicht nur Farb- und Stilberatung, sondern leiste Persönlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit meinen Kunden erarbeitete ich die persönli­chen Wesenseigenschaften und damit ein unverwechselba­res Profil heraus. Ich helfe den Menschen dabei, ihre Ressourcen zu ent­decken, die in ihrer eigenen Persönlichkeit stecken. Erst der zweite Schritt der Beratung besteht darin, mit einem passenden Outfit das äußere Erscheinungsbild entsprechend dem Typ positiv zu beeinflussen oder sogar zu verändern. «Die entscheidenden Fragen sind: Wie sehe ich mich? Wie möchte ich gesehen werden? Wie kann ich das erreichen?» Ich begleite Sie nach der Grundberatung noch ein Jahr, und stehe Ihnen dabei z. B. beim Besuch bei Optiker und Friseur mit Rat und Tat zur Seite.

Ihre Ideen sind gefragt

Mein Focus bei meinen Beratungen liegt bei den Damen und Herren, die selbständig und in Führungspositionen sind. Da interessieren mich auch Politiker. Ich habe mit Mailings an die Damen und Herren Abgeordneten des Landes NRW begonnen. Haben Sie Verbindungen zu Politikern oder tolle Ideen dazu, wie man sie diskret «ködern» kann? Verbindungen zu Fernsehsendern, wie auch die hier in Düsseldorf ansässigen Center TV, Kai 3 und zu Fluggesellschaften können nützlich sein.


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  1. Frauen kaufen anders…

14 Kommentare »

  • Ludger Freese sagte:

    Sehr geehrte Frau Haas,
    Sie haben einen tollen Beruf! Obwohl ich in einer völlig anderen Branche tätig bin, kann ich mir vorstellen, dass es unheimlich Spaß macht, Menschen “einen aufrechten Gang” zu geben!

    Ich habe keine Kontakte zu bekannten Politikern, umso neutraler kann ich die “Angel mit Köder auswerfen.” Ich habe vor einigen Jahren einen Schneidermeister kennen gelernt. Er erzählte mir, dass seine Frau als eine Persönlichkeit im Handwerk und in der Politik (MdB) tätig ist. Dadurch hat auch er viel bekannte Menschen kennengelernt und daraus sein Geschäft ausbauen können. Er hat jeden Gast/Kunden eine kostenlose Stilberatung angeboten. Alles in feiner Ambiente, mit Champagner, netten Schneiderinnen und viel Zeit. Er hat nie den Eindruck erweckt, als ob er verkaufen will, sondern den Kunden als “Freund” gesehen.
    Alle Daten, Maße und Geschmäcker wurden festgehalten und der Kunde erhielt immer mal wieder Post und eine Einladung ins Konzert, ins Theater, etc.
    Die Idee mag nicht neu sein, aber er hat Gefühle verkauft und nicht die Ware! Da sollten Sie ansetzen.

    1. Versuchen Sie auf Parteitagen einen kleinen Stand im Hotel aufzubauen.

    2. Schicken Sie Anfragen per Mail an Politiker und hinterlassen Sie dabei Ihre Webadresse. Die Anfrage kann “belanglos” sein.

    3. Laden Sie zu einem “Grünen Abend” ein und zeigen Mode für erfolgreiche Grüne! (Entsprechend in Gelb, Rot, Schwarz) Es dürfen auch Personen kommen, die der “Farbe” nahe stehen. :-)

    4. Versuchen Sie an Modenevents teilzunehmen.

    5. Holen Sie sich den Top-Friseur aus Ihrer Region als Partner.

    6. Geben Sie eine Pressemitteilung heraus. (presseportal.de) Der Titel der Meldung muss greifen und diese Gruppe ansprechen.

    7. Entwerfen Sie kreative Wahlplakate für Politiker und gehen damit an die Öffentlichkeit.

    8. Entwerfen Sie Mode für Politiker, die damit bei eine Rede nicht schwitzen müssen.

    9. Laden Sie zu einem “Fit-for-Parlament-Bummel” auf der Kö ein.

    10. Bringen Sie ein Magazin auf den Markt. “Business Mode für Erfolgreiche” Preis 15,00 Euro

    Wenn nur ein Punkt zu einem Auftrag führt, haben sich diese Zeilen schon gelohnt.
    Viel Erfolg beim “angeln”.

  • Doc Sarah sagte:

    Liebe Rosel,

    Dein herzerfrischender Artikel macht mir große Lust, dann doch endlich mit meiner Klamottenmuffelei aufzuhören.. (Als “Frau in Weiß” und “Hundemama” bin ich mit den Jahren ganz schön in der Funktionsbekleidungsschiene versackt.)
    Und ich finde Deinen ganzheitlichen Beratungsansatz richtig klasse!

    Wie schön könnten wir beide Menschen dann rundum versorgen.
    Sollen wir mal Angela Merkel, Ulla Schmidt und Frau von der Leyen als “Pilotprojekte” versorgen?! (war Samstag in Macbeth – irgendwie gehen mir die drei Hexen nicht mehr aus dem Sinn :-) )Ich übernähme dann den Anti-Stress und insbesondere für die beiden Erstgenannten Anti-Aging und Abspeck-Teil…
    Dann werden alle anderen folgen… Warum schreiben wir denen kein Angebot?!
    Auf die politische Herrenriege hätt ich am Anfang weniger Lust – die Baustellen sind einfach zu groß :-)
    Könntest Du denen auch beibringen, wie Menschen lächeln, ohne dabei auszusehen, wie Kater Carlo, wenn er grad den Goldfisch aus dem Glas gefressen hat?!

    Wie hast Du mit Deinem Elan und Deiner Kreativität bloß 20 Jahre Gymnasialdienst überlebt?! Mit schweißfüßigen Pubertierenden in schwarzer Feinripp-Sportwäsche?! Bin ich froh, daß Du Deinen Weg gefunden hast!

    Herzliche Grüße Sarah

  • Doc Sarah sagte:

    @ Ludger Freese: WOW – schon wieder – Sie sind eine Ideen-Fabrik!
    Und wenn wir jetzt mit Rosel Haas gemeinsam noch die passende Ernährung auf den Tisch bringen?! Den könnte ja dann Gabriele Henkel inszenieren… Der ultimative Auftritt in der Politik…

    @ Elita: wenn jetzt Haas-Freese-Schons ein joint event kreieren würden – wer von den Dir bekannten Politiker/Innen wüßte das zu würdigen?! Wir könnten ja ein Geschenk machen – von Kleinbloggersdorf an die große Politik…

  • Ludger Freese sagte:

    Hallo Frau Haas,
    lese ich doch heute in einer großen Deutschen Tageszeitung (Sie sind im Bilde?), dass Moderatoren in der ARD seit Jahren ihre Anzüge, Sakkos und Blazer kostenlos gestellt bekommen. Wenn also Anne Will und Tom Buhrow von den “Tagesthemen” schon alles gestellt bekommen, dann wird könnte ich mir vorstellen, dass auch andere Persönlichkeiten Ihre Kleidung gratis bekommen.
    Damit wird es nicht leichter für Sie! Es sei denn, Sie schaffen es mit Ihrer Farb- und Stilberatung als solche Personen zu kommen…

  • Jürgen Heinz sagte:

    Hallo Herr Freese,

    natürlich bekommen alle Menschen die in der Öffentlichkeit stehen, Kleidung, Schuhe, Uhren, Schmuck, Autos und noch vieles mehr für lau – nicht nur für lau sondern oft werden diese Menschen, je nach Popularität, ja noch bezahlt. Das ist nichts ungewöhnliches und eigentlich weiß das auch schon jedes Kind. Wobei solche Dienste, wie die von Frau Haas, mit Sicherheit von den Prominenten bezahlt werden.

  • Ludger Freese sagte:

    @ Hern Heinz,
    herzlichen Dank für Ihren Hinweis. Natürlich bekommen Promis Güter geschenkt, um damit zu werben. Logoisch. Ich habe nur nicht gewußt, dass auch seriöse Nachrichtensprecher sich dafür hergeben, zumal nicht zu sehen ist, wer die Kleidung gestellt hat.
    Da fällt mir etwas ein: Wenn im Abspann die Ansage kommen würde: “Diese Sendung wurde Ihnen präsentiert von der World-Wide-wurst.de” – ja das wäre es doch! :-)

  • Rosel Haas sagte:

    Lieber Herr Freese, lieber Herr Heinz, liebe Sarah,

    ich bin ein wenig spät mit meiner Antwort zu Ihren tollen Ideen.Bis vor einer halben Stunde war die gesamte Elektrik in meiner Wohnung ausgefallen (einschließlich Rollos-mit Kerze war doch alles ein bißchen schwierig), sodass ich erst jetzt mit meiner Arbeit anfangen kann.
    Herr Freese, ich habe ja schon beim Kommentar zu Herrn Tesic (Krichel-Fisch) gesehen, wie unergründlich Ihr Ideen-Fundus ist. Hier hätte ich gerne auch solch einen Smiley, wie bekomme ich den hierhin -Elita -? Ich werde auf jeden Fall einiges aufgreifen und versuchen umzusetzen.

    Liebe Sarah, deine Idee zu einer Zusammenarbeit finde ich sehr gut. Wir hatten etwas ähnliches ja schon vor. Wir sind dann so etwas wie “Personal Trainer” oder “Coach”. Die Worte sind schon ein wenig verbraucht. Wir sollten einen neuen Ausdruck für unser TUN kreieren. Na, Herr Freese, dazu fällt Ihnen doch sicher etwas ein?!
    Liebe Grüße
    Rosel Haas

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Liebe Rosel,

    die Smilies macht die hier verwendete Software WordPress von alleine, wenn du im Text die richtigen Buchstabencodes oder Schlüsselworte einsetzt. Hier ist eine Liste der Smilies, die von WordPress unterstützt werden.

  • Rosel Haas sagte:

    Lieber Herr Freese,
    ich bins schon wieder!Sie sind sicher bei der Arbeit und haben darum nicht gleich geantwortet. Ich würde mich gerne mal mit Ihnen persönlich unterhalten, wenn Sie Lust und Zeit haben. Ich möchte Ihnen “Danke” sagen für Ihre tollen Ideen und eine davon gleich aufgreifen. Ich lade Sie sehr gerne zu einer “Schnupper-Beratung” ein :-) Wie finden Sie das?

    Wie schon früher erwähnt, berate ich auch die Herren der Schöpfung mit großer Freude. Die Beratungen sind nicht nur ein Privileg für die Damen. Es geht nicht um irgendwelche Maßregelung meinerseits, sonder ums Wohlfühlen Ihrerseits.
    Habe dazu auch einen Artikel veröffentlicht, der für die Herren interessant sein dürfte, nämlich: Sind Sie für den Erfolg richtig angezogen?  

    Einen schönen, sonnigen Tag
    Rosel Haas

  • Ludger Freese sagte:

    Hallo Frau Haas,
    wie sagt doch Franz Beckenbauer immer: “Ja is denn heut schon Weihnachten?”
    Danke!
    Ich nehme Ihre Einladung gerne an! (Das wollte ich immer schon einmal…)
    Ein neuer Ausdruck für Ihr TUN…Wie wäre es mit:
    1.Polit-Stylistin
    2.Polit-Dressfinder
    3.Boddy-Politur
    4.Manufaktur für Persönlichkeiten (MfP)
    5.Beratungs-Manufaktur
    6.Styl-Politesse
    7.Camelion – Nur für Erfolgshungrige
    8. Die Fa. “60°” – Etiketten sind in!
    9.Perfekto – Die Beratungsagentur für Erfolgreiche
    10.Die Fa.”So kannste gehn!” – Stylberatung für Persönlichkeiten

    Diese Vorschläge auf die schnelle, Frau Haas.
    Einige Vorschläge sind auch mit Humor zu sehen…. :-)
    Ihr Ludger Freese

  • Andreas Irmer sagte:

    Hallo Frau Haas,

    es war mir eine Freude Sie bei der IBM Veranstaltung am 15.11. persönlich kennen zulernen. Bin jetzt noch von Ihnen und Ihrer Arbeit ganz begeistert.

    Sobald einer meiner Kunden Sie braucht werde ich Sie sofort empfehlen. Sie gehören für mich in die High-Level-Class der Berater und Coaches.

    Viel Erfolg

    Andreas Irmer

    http://www.diefilmbiographen.de

  • Rosel Haas sagte:

    Lieber Herr Irmer,

    ich bin völlig überwältigt von Ihren Worten. Vielen Dank :-) ).
    Ja, wir hatten einen schönen Abend, auch nachher im “Radisson”, wo ich ein kleine Kostprobe meines TUNS geben konnte.
    Ich hoffe, Sie sind gut und wohlbehalten nach Hause gekommen.
    Liebe Grüße
    Rosel Haas

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Vergrault, begeistert, angesteckt sagte:

    [...] Eintagsblogger: Christian Tesic und Rosel Haas, auch Gäste des Blog Abends haben sich bei uns einmal verewigt. Blog No Show: Marc Ulrich hat das innovativ.in Blog bislang ignoriert.  [...]

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Empfehlungen und Kooperationen sagte:

    [...] Neue Kunden über Empfehlungen – die bekanntlich schönste Art der Werbung: Zum einen, weil eine Empfehlung nicht nur einen neuen Kunden bringt, sondern auch, weil sich dadurch die Wertschätzung unseres Leistungsangebots bei einem schon gewonnenen (Stamm-)Kunden ausdrückt. Ich liebe die Momente der abschließenden Leistungserfüllung: den Präsentationstermin einer ausgearbeiteten Werbekampagne genauso wie eben die Auslieferung des fertigen Maßanzugs, des -hemds, des -sakkos oder der -hose. Mit dabei immer der Thrill, wie das Ergebnis beim Kunden ankommt: Der Blick auf sein Gesicht. Ist da ein Lächeln? Oder runzelt er die Stirn? Welche Signale gibt er seinen Kollegen oder sonstigen Anwesenden? Sie werden wissen, von welchem Thrill ich spreche, ganz gleich, worin Ihre persönliche Form der Leistungserfüllung besteht. Oft genug erfüllt sich mein Werbegeschäft zu meinem Bedauern mit dem Versand einer E-Mail. Da ist dann der Text für die Aktualisierung von einzelnen Webseiten angehängt. Oder das Protokoll eines Workshops. Bekomme ich darauf hin keine unmittelbare Reaktion, muss ich mich damit trösten, dass ich im Falle der Unzufriedenheit mit dem Ergebnis ganz sicher Nachricht bekommen hätte. Also scheint alles in Ordnung. Live dabei: Viel mehr Spaß macht da die Anprobe vor Ort beim Kunden. Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert, mit welcher Akribie meine Kunden die mitgebrachte Ware begutachten: Da wird die Ärmelleiste genauestens in Augenschein genommen und geprüft, ob sich denn die Knöpfe einzeln öffnen lassen (geht nur bei Maßbekleidung, deshalb halten die, die das Tragen ebensolcher demonstrieren wollen, den untersten Knopf offen), mit welchem Stichabstand das Innenfutter vernäht ist und einer hielt sich sogar mal abwechselnd Sakko und Hose an die Nase, um den Duft zu prüfen. Jedenfalls vermute ich einen tendenziell intensiveren Moment der Begegnung mit dem Produkt als dies in der Umkleidekabine eines Kaufhauses stattfinden würde. Wunderbar, wenn der Kunde nach Anprobe ins Sekretariat huscht und sich die Meinung der Damen einholt. Oder wenn er sich zu Hause von seiner Partnerin bestätigen lässt, wie gut sein knackiger Po in der Hose zur Geltung kommt. Ich selbst würde einen entsprechenden Kommentar diskreter formulieren. Dass die Hose hinten gut sitzt, so in etwa. Aber irgendwie bringt das die Sache nicht mit gleicher Kraft auf den Punkt. „Bitte empfehlen Sie mich weiter“: Bei der Verabschiedung ist dann der Zeitpunkt gekommen, darauf hinzuweisen, dass ich mich bei Zufriedenheit über seine Weiterempfehlung freuen würde. Vielleicht überschätze ich die Wirkung, aber ich versuche mich an der Disziplin, dieses kleine Sätzchen nie zu vergessen. Zwar kommt es selten vor, dass sich Männer gegenseitig mit Komplimenten überschütten, was Sie denn da Schönes tragen und mit unverhohlener Neugier wissen möchten, wo Sie es denn her hätten, aber wenn … dann soll doch bitte der Name GØRI nicht erst aus der Nase gezogen werden müssen. In meinen Rechnungen findet sich zudem stets folgender Absatz: „Vielen Dank, dass Sie sich für GØRI ent­schieden haben! Wir bemühen uns stets, die hohen Erwartungen unserer Kundschaft zufrieden zu stellen oder gar zu übertreffen. Sollte uns dies einmal nicht gelingen, so geben Sie uns bitte ohne zu zögern Bescheid, damit wir unverzüglich für Abhilfe sorgen können. Ansonsten würden wir uns freuen, wenn Sie GØRI weiterempfehlen.“ Ich habe diese Passage so ähnlich von irgendwoher geklaut – wenn Sie meinen, dass sie Ihnen bei Ihren eigenen Rechnungen Nutzen bringt, bitte, gerne, klauen Sie fröhlich mit. Kooperationen – auch eine Form des Empfehlungsmarketings: Kooperationen sollten mit Herz und Verstand geschlossen werden. Denn mit wem ich kooperiere, von dessen Leistung muss ich überzeugt sein. Schließlich würde eine Schlechtleistung des Koop-Partners einen Schatten auf meine eigene werfen. Ich halte es für eine empfehlenswerte Überlegung, die Bedarfssituation meines Kunden weitsichtig zu hinterfragen. Stoße ich dabei auf Lücken, die ich mein eigenes Angebot nicht füllt, kann ich mich um Kooperationspartner bemühen, die eben diese Lücken komplettieren. Idealerweise entsteht durch die Kooperation keine die Harmonie gefährdende Wettbewerbs-, sondern eine Win-Win-Situation. Im Falle meines Geschäfts gelang eine solche durch den Start der Zusammenarbeit mit Rosel Haas. Wie sicherlich einige von Ihnen wissen, ist Frau Haas Imageberaterin. Ich lernte sie auf einer Visitenkarten-Party kennen. Beide prüften wir gegenseitig unser Leistungsangebot: Frau Haas, indem sie mich zu einem Kundentermin begleitete, ich, indem ich selbst mal ihre Grundberatung in Anspruch nahm, welche Farben und welcher Stil des Außenauftritts zu meinem Typus passten. Seit der gegenseitig erfolgreich geleisteten Überzeugungsarbeit profitieren wir beide von unserer Kooperation: Die vielen Farben, Muster und sonstigen Beschaffenheiten an Stoffen für Hemden, Anzüge und Krawatten erweitern Frau Haas’ Beratungsspektrum, und ich kann meinen Kunden im Bedarfsfall ein nach ihren Analysen professionell ausgesuchtes und exakt typgerechtes Outfit verpassen. Außerdem birgt die Affinität unserer Kunden für das Leistungsfeld des jeweils anderen Partners die Chance, dass wir uns gegenseitig Kunden empfehlen können. [...]

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