Fazit Chefsache: Wie authentisch sind Blogger?
2006-12-03, von Elita Wiegand
“In Blogs schreiben Menschen für echte Menschen.» Dieses Zitat habe ich bei Jörg Weisner gefunden. Klingt gut. Authentizität ist ein absolutes Muss für Business-Blogs, heißt es. Aber wie echt sind wir eigentlich? Hintergründe dazu liefert ein interessanter Bericht mit dem Titel «Der Weg zur Authentizität – über die Angst vor Veränderung.» Ist zwar schon ein wenig älter, aber hat dennoch an Aktualität nicht verloren. Authentizität war auch in der letzten Woche ein Thema in unserer Reihe «Chefsache». Wir danken TeNo Chef Jürgen Heinz, dass er uns einen Einblick in sein Arbeitsleben gegeben hat. Wie hat er die Woche erlebt und was haben unsere Leser kommentiert? Hier das Fazit…
Wir haben Jürgen Heinz nach seinen Erfahrungen als Chefblogger gefragt.
Was hat Ihnen die »Chefsache« gebracht?
“Ich konnte innerhalb weniger Tage nette Menschen kennen lernen, die sich wohl so schnell nicht auf unser TeNo Blog verirrt hätten.»
Welche Erfahrungen haben Sie als Gastblogger gewonnen?
“Dass ich meine Beiträge unbedingt kürzer halten muss. Denn sonst kann man schnell in Zeitnot geraten.”
Welche Reaktionen haben Sie draußen erfahren?
“Keine bestimmten, obwohl ich die Woche auf unserem Blog angekündigt habe, hat sich niemand aus meinem Umfeld dazu geäußert. Aber das soll ja erst einmal mal nichts bedeuten, denn innerhalb der Schmuck und Uhrenbranche herrschen zu dieser Jahreszeit andere Gesetze.”
Was nehmen Sie von der Woche mit – was haben Sie gelernt?
“Das man lernen muss damit umzugehen, wenn man auf gewisse Beiträge keine oder nur sehr wenige Antworten bekommt.”
Welche Tipps geben Sie nachfolgenden Chef-Bloggern mit auf den Weg?
«Wie ich schon während eines meiner Beiträge sagte: Als wir unser eigenes Blog Konzept entwickelt haben und ich dann mit dem bloggen anfing, war ich teilweise wirklich sehr hilflos und überlegte immer nur über was ich berichten könne. Also mein Tipp: «Einfach starten und nicht viel überlegen.»
Wie bewerten Sie den Zeitaufwand im Verhältnis zu dem Ergebnis?
«Während der Chefwoche war es nun schon ein bisschen aufwändiger als auf unserem TeNo Blog. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.»
Wie hat sich Ihre Einstellung zu Corporate Blogs nach der Woche verändert?
“Meine Einstellung dazu war schon vorher sehr positiv und hat sich dadurch nicht verändert.”
Wie geht es bei Ihrem TeNo-Blog weiter? Werden Sie aufgrund der Erfahrungen etwas verändern?
“Ja, wir werden nun noch viel mehr über unsere Manufaktur berichten. Das gehörte zwar von Anfang an auf die Inhaltsliste, aber bei der Chefwoche habe ich nun doch gesehen, wie die Leute sich dafür interessieren.”
Statistik:
- Staffelholz (3 Kommentare)
- Montagsziele (10 Kommentare)
- Advent, Advent (12 Kommentare)
- Pioniere usw. ( 3 Kommentare)
- Manufaktur und High Tech (9 Kommentare)
- TeNo Style is individual (Keine Kommentare)
- Adventsblogging (3 Kommentare)
Jürgen Heinz hat vor unserer Chefsache bereits die ersten Blog Erfahrungen gesammelt. Am 18. Oktober wurde das TeNo Blog eröffnet und der TeNo Chef findet, dass man über Blogs schnell Kontakte knüpft und den Dialog fördert. Wichtig sei, dass man nicht zu lange an Texten überlegt. Darin bestätigt ihn Jörg Weisner und er schrieb in seinem Kommentar:» Wenn man zuviel überlegt, kommt zu wenig raus«. Und er lobte Jürgen Heinz: «Kompliment! Für die knapp sechs Wochen, die Du am Bloggen bist, scheinst Du sehr schnell gelernt zu haben.»
Authentizität war das Thema der Woche. Nachdem sich Wolfgang Horbach am zweiten Tag enttäuscht zeigte, weil er mehr über die Produktion, über Herausforderungen und Lösungen bei TeNo erfahren wollte, verteidigte Biggi Mestmäcker den Chefblogger und sie schrieb: “Es wäre eben nicht authentisch, sondern gezielt eingesetzt, plötzlich von Designentwicklungen, Problemen und Schmuckproduktion zu berichten, wenn nun mal heute eine Adventsaktion Thema im Hause TeNo war. Und weiter… »Im TeNo-Blog wird ganz sicher authentisch kommuniziert und auch sonst hat TeNo innerhalb kürzester Zeit sein Blog zu einem Dialoginstrument gemacht.”
Dazu bemerkte auch Claus Koßmann: «Finde das Chefbloggen von Herrn Heinz sehr viel aussagefähiger, als das, was letzte Woche ablief…» Und Andreas Irmer kommentierte: «Auch als Nichtkenner von Schmuck… finde ich Ihre Beiträge sehr interessant.» Astrid Vullmann stimmte zu: «Ich find das ganz interessant zu sehen, dass ein Produkt noch so stylisch und besonders sein kann, der Alltag ist offenbar in jedem Unternehmen gleich langweilig.”
Für die Einblicke in die Produktion interessierten sich viele. Jörg Dutschke bedankte sich:”Sehr interessant mal zu lesen, wie die Schmuckherstellung funktioniert.» Dieser Beitrag bewirkte auch, dass sich viele Fragen anknüpften. Alexander Greisle zum Beispiel wollte wissen: “Wie sind denn die unterschiedlichen Kundenreaktionen auf den »High-Tech-Schmuck«? Interessiert das überhaupt? Gibt es Kunden, die gerade deswegen bei Ihnen kaufen?”
Obwohl unser Chefblogger am dritten Tag in seinem Beitrag Pioniere nachdenklich über das Thema Wachstum berichtete, war die Resonanz gering. Auf zwei Reaktionen von Sarah Schons und Wolfgang Horbach, antwortete Jürgen Heinz: «Ich fand es spannend zu sehen, wie viele Leser sich zu diesem Thema melden. Und wie man sieht, waren es bis dato nicht viele. Da gibt es bei leichterer Kost dann doch schon mehr Kommentare. Vielleicht wäre auch das ein Diskussionspunkt.»
In der nächsten Woche begrüßen wir als Chefblogger den Geschäftsführer der deutschen Eishockey-Liga Gernot Tripcke.





















Sonntag 3. Dezember 2006 um 22:51
Liebe Frau Wiegand,
Ihre Zusammenfassungen sind wirklich exzellent, allumfassend und deshalb sehr aussagekräftig. Kompliment! Und danke schön.
Dienstag 5. Dezember 2006 um 19:53
[...] Original post by Elita Wiegand [...]