Chefblogger Gernot Tripcke – wer bin ich?

2006-12-04, von Gernot Tripcke

Liebe Blogger,

nachdem Frau Wiegand und Herr Klotz mich nachdrucksvoll überzeugt haben, in den nächsten Tagen mit Ihnen ein paar Einsichten in meinen Alltag als Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga zu teilen, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, die Firma und mich kurz vorzustellen.

tripcke1.jpgIch bin 38 Jahre alt und komme eigentlich aus dem hohen Norden, nämlich Kiel.

Seit 5 Jahren bin ich verheiratet und habe 2 Söhne (4 und 1 Jahr).

Zum Anfang der 80er Jahre in den Großraum Düsseldorf gezogen, habe ich in Bochum Jura studiert und in San Diego meinen “Master of Laws” absolviert. Danach war ich knapp zwei Jahre als Syndikus in der Telekommunikationsbranche tätig und habe in dieser Zeit drei Konzernfusionen (RWE/VIAG/VEBA/MANNESMANN) erleben dürfen/müssen.

Bei Neugründung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) als clubeigene Gesellschaft im Jahre 1997 hat mich der damalige Geschäftsführer als “Ligenleiter” zum Eishockey geholt. Das war ein “No-brainer” für mich, da ich 15 Jahre in Ratingen und Düsseldorf regelmäßig zu den Spielen gegangen war. Auch schon bei meinem LL.M.-Studium in San Diego hatte ich, neben dem Gesellschaftsrecht, meinen Schwerpunkt im Sportrecht gesetzt. Im Jahr 2000 wurde ich dann zum Geschäftsführer berufen.

Die DEL ist der gesellschaftsrechtliche Zusammenschluß der Clubs der höchsten deutschen Spielklasse. Auch diese sind inzwischen alle als Kapitalgesellschaften organisiert. Im Kölner Ligabüro (hört sich groß an, sind aber nur vier Mitarbeiter und ich) sind wir für verschiedenste Aufgaben zuständig. Das reicht vom Spielbetrieb (u.a. Spielplanerstellung, Schiedsrichtereinteilungen, Disziplinarmaßnahmen), über die Vermarktung von ligaweiten Sponsoringpaketen und der Beratung der Clubs in diesem Bereich, bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit und der Vermarktung der Bewegtbildrechte für die Clubs. In diesem Zusammenhang haben wir als erste deutsche Sportliga vor einigen Wochen unseren eigenen Internet-TV-”Sender” www.deltv.org gestartet.

Mehr im Laufe der Woche, sonst habe ich dann nichts mehr zu erzählen. Apropos: Ich freue mich auf Ihre Nachfragen und Anregungen.

Schöne Woche

Ihr Gernot Tripcke

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10 Kommentare zu “Chefblogger Gernot Tripcke – wer bin ich?”

  1. Claus Koßmann sagt:

    Hallo Herr Tripcke,
    guter Einstieg mit interessanter Vita. Leider kann ich dem Eishockey nichts abgewinnen, kriege nur immer mit, dass die Jungs sich ausgiebig prügeln und gerne zum Kieferorthopäden gehen.
    Muss das eigentlich sein und ist das imagefördernd ?
    Mich interessiert eher das geschäftliche Umfeld. Ist das eine GmbH und läuft bei Ihnen neben dem der Clubs auch ein eigener nennenswerter Umsatz ? Und wenn ja, womit ?
    Einen schönen Tag wünscht Claus Koßmann

  2. Jürgen Heinz sagt:

    Lieber Herr Tripcke,

    ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche hier im innovativ-in Blog.

    Leider habe ich auch selbst keine großen Berührungspunkte zum Eishockey. Nur indirekt zu den Kölner Haien – hier haben wir in Zusammenarbeit mit unserem Juwelierpartner in Köln eine spezielle Serie aufgelegt.

    Und zu Ihrem letzten Satz noch eine Anmerkung: gerade mit “nur” 4 Mitarbeitern dürften Sie noch jede Menge zu erzählen haben :-)

    Herzliche Grüße,
    Jürgen Heinz

  3. Elita Wiegand sagt:

    Lieber Herr Tripcke,
    Eishockey lebt von Sponsoren und finanziert sich über Sponsoren. Für einen normal Sterblichen sind die gigantischen Summen kaum nachzuvollziehen. Total überzogen? Was würde von dem Sport ohne Sponsoring übrig bleiben? Nach welchen Kriterien werden die Sponsoren ausgesucht? (Das Unternehmen, was am meisten gibt?) Ist es notwendig, dass ein Sponsoring so weit geht, dass sich die DEG in METRO Stars umbenennt?
    Sie werden sicherlich im Laufe der Woche einiges zum Thema Sponsoring berichten, oder?

  4. Stefanie sagt:

    Hallo Herr Tripcke, als “kleiner” DEG-Fan – bin über einen Partner der Agentur dazu gekommen – liebe ich die Stimmung im DEG-Stadion. Finde es total spannend, dass Sie hier bloggen. Aber selbst finde ich auch die Kommerzialisierung des Sports schwierig. Die Folge ist, dass wenig Geld für den Breitensport, auch für Kinder und Jugendliche bleibt. Zumindest ist das meine Wahrnehmung im Fußball (als Patentante eines 15jährigen Fußballers). Ihre Meinung?
    Beste Grüße und eine gute Blogwoche stefanie berg

  5. Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt sagt:

    Hallo Herr Tripcke,
    bin begesiterter Eishockey-Hobbyspieler gewesen. Schaue mir heutzutage viele Eishockey-Partien auch im Fernsehen an. Mich fasziniert die Körperbeherrschung der Profis, Spielwitz und Spieltempo und die Exaktheit der Zeitmessung. Da steht der Schlusspfiff auf die Sekunde genau fest – und Manipulationen sind ausgeschlossen.

    Mich würde als Blog-Moderator von http://www.fleischer-blog.de interessieren, wie denn zur Zeit ein Speise- oder Ernährungsplan eines Vollprofis aussieht. Da könnte diese oder jene Fleischerei/Metzgerei eine ganz neue Zielgruppe entdecken! Vielleicht kommtentieren Sie hierzu einfach meinen
    Beitrag vom 1. Dez. “Der überregionale Kompetenz-Verbund” in Fleischer-blog.de, indem Sie Fleischern/Metzgern empfehlen, was im Angebot nicht fehlen darf, wenn man einen Eishockey-Profi fachgerecht versorgen möchte.
    Ihnen wünsche ich weiterhin großes Engagement und viel Erfolg.
    Herzliche Grüße
    Sachbuch-Autor
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

  6. Wolfgang Horbach sagt:

    Lieber Herr Tripcke,
    ich bekomme Eishockey immer nur am Rande mit, wenn mal wieder eine Menge schalbewährter Haie-Fans zur Kölnarena ziehen. Was mich interessiert: Beim Eishockey wird recht oft geprügelt, ist das immer Ernst oder ein Stück der Show? Wenn es Ernst ist, sind Eishockeyspieler so aggressiv oder verleitet der Sport dazu?

    Letzte Woche gab es in Köln glaube ich einen Rekord an Strafminuten. Müssen Sie da auch tätig werden, so wie der DFB beim Fußball?

  7. Gernot Tripcke sagt:

    @ Claus Koßmann: Neben unseren Dienstleistungen im Spielbetrieb für die Gesellschafterclubs haben wir weitere Erlöse, insbesondere aus der Vergabe von Lizenzen (zB Computerspiele, Sammelkarten, Homepage), der Vermarktung von “Ligarechten” (zB Schiedsrichterwerbung oder ligaweite Sponsorentitel)sowie der Agenturtätigkeit bei der Vermarktung der TV-Rechte in freien Bereich.

  8. Gernot Tripcke sagt:

    @ Hans Jürgen Schmidt: Currywurst und Pommes :-) Nein, im Ernst so richtige Kenntisse habe ich da nicht, habe Ihre Frage aber mal an den Vorsitzenden des Vereins der Deutschen Eishockeyärzte, Herrn Dr. Strich aus Ratingen, weitergeleitet. Vielleicht hat der ja fundierte Infos und Tipps.

  9. Gernot Tripcke sagt:

    @ Claus Koßmann und Wolfgang Horbach: Massenschlägereien wie letzte Woche in der Kölnarena kommen zum Glück normalerweise nur alle 2 bis 3 Jahre vor. Richtig weh tut sich dabei auch niemand, so daß auch die ausgesprochenen Strafen (inkl. einem Spiel automatischer Sperre) keine weiteren Aktivitäten unsererseits erforderlich machen. Wäre es allerdings zu ernsteren Verletzungen oder zB dem Einsatz von Schlägern als “Waffe” gekommen, wären drakonische Strafen bis zu 16 Spielen Sperre und hohe Geldstrafen möglich gewesen. Wir sind dann für die Durchführung des Ermittlungsverfahrens zuständig, die erste Entscheidung fällt dann der Disziplinarausschuss der DEL (1 DEL-Vertreter, 1 ex-Profi, 1 ex-Schiri). Hiergegen kann der Spieler Berufung beim Schiedsgericht einlege, dass passiert aber aüßerst selten. Übrigens tragen die Spieler neben den Posterungen schon seit Jahren Helmvisiere und vermehrt auch Mundschutze, so dass die Verletzungsgefaht im Spiel viel geringer ist, als man vermuten könnte.

  10. innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Fazit Chefsache: Eishockey-Funke ist übergesprungen sagt:

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