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Fazit Chefsache: Eishockey-Funke ist übergesprungen

Elita Wiegand 10 Dezember 2006 Ein Kommentar

kontakt_tripcke2.jpg“Es muss in Dir brennen, was Du in anderen entzünden willst». Das trifft auch auf Weblogs zu. «Schreibe insbesondere über Dinge, die Dich persönlich betreffen, für die Du Dich begeistern kannst. Du wirst bald spüren, wie der Funke auf andere überspringt und ein reger Meinungsaustausch entsteht», sagt Blogger Jörg Petermann. Bei Gernot Tripcke sprühten die Eisfunken – und er hat so manchen für den Sport begeistert. Ein herzliches Dankeschön an den Chef der Deutschen Eishockey Liga. Wie war die “Chefsache” für Gernot Tripcke, was haben die Leser kommentiert? Das Fazit der Woche…

Wir haben Gernot Tripcke am Ende der Woche als Gastblogger befragt…

Was hat Ihnen die »Chefsache« gebracht?

“Es hat Spaß gemacht, diese Form der Kommunikation einmal zu testen und das Lob dafür in den Kommentaren freut einen natürlich auch.

Welche Erfahrungen haben Sie als Gastblogger gewonnen?

“Im Hinblick auf meinen Job als Repräsentant der DEL merke ich, dass es immer wieder neue Wege gibt, um neue Zielgruppen über unseren Sport zu informieren und für diesen zu begeistern.”

Welche Reaktionen haben Sie draußen erfahren?

“Bisher wenig, aber ich glaube, dass durchaus einige Leute den Blog verfolgt haben, ohne sich selbst zu Wort zu melden.”

Welche Tipps geben Sie nachfolgenden Chef-Bloggern mit auf den Weg?

“Keine Themen suchen oder erfinden, der Alltag ist interessant genug.”

Wie bewerten Sie den Zeitaufwand im Verhältnis zu dem Ergebnis?

“Ehrlich gesagt war es in diesem Fall schon ein nicht unerheblicher Zeitaufwand, gerade in einer Woche voller Termine, weshalb eine «tägliche Bringschuld» auf längere Dauer schwer fallen würde. Aber das ist ja auch nicht die eigentliche Intention eines Blog. Es sollte dort normalerweise ja nur geschrieben werden, wenn Zeit und Anlass vorhanden sind.”

Wie hat sich Ihre Einstellung zu Corporate Blogs nach der Woche verändert?

“Geändert kann man kaum sagen, ich habe überhaupt erst eine bekommen.”

Werden Sie eventuell ein eigenes Blog für die DEL eröffnen? Was sind die Gründe für Ihre Entscheidung?

“Ich könnte mir durchaus vorstellen, einmal interne Blogs für die Geschäftsführer oder Medienbeauftragten der DEL Clubs als Info- und Abstimmungsinstrument zu testen. Den MedienBlog könnte man später evtl. auch auf externe Journalisten ausweiten. Eine ganz offene Plattform für jedermann halte ich aber nicht für sinnvoll, da haben wir schon mit den Foren der Homepages zu schlechte Erfahrungen gemacht.”

Statistik:

Unser Gastautor Gernot Tripcke hat vorher noch nie gebloggt und bei uns die ersten Erfahrungen gesammelt. Wir haben uns auch auf’s Glatteis begeben: Gibt es Eishockey-Fans, die die Beiträge lesen? Interessieren sich genügend Leser für den Sport? Findet de Chefsache in der Vorweihnachtszeit Beachtung?

Keine Berühungspunkte? Die Kommentare auf den ersten Beitrag fielen zurückhaltend aus. Jürgen Heinz zu Beispiel schrieb: «Leider habe ich auch selbst keine großen Berührungspunkte zum Eishockey.» Drastischer formulierte es Claus Koßmann: «Ich kann Eishockey nichts abgewinnen, kriege nur immer mit, dass die Jungs sich ausgiebig prügeln und gerne zum Kieferorthopäden gehen.» Und Wolfgang Horbach gestand: «Ich bekomme Eishockey immer nur am Rande mit.» Ähnlich kommentierte Hans-Georg Nelles: «Bislang habe ich ja mit Eishockey nicht so viel am Hut…»

Trotzdem zeigten sich die Kommentatoren neugierig und fragten nach. Hans-Jürgen Schmidt zum Beispiel interessierte sich für den Ernähungspan der Vollprofils, Alexander Greisle für die Nachwuchsförderung. Stefanie Berg wollte Hintergründe über die Kommenzialisierung des Sports wissen.

Begeisterung: Das Eis schmilzt

Gernot Tripcke beantwortete jede Frage ausführlich – das Eis brach. Oliver Koch, Redaktionsmitglied des Eishockey Online Portals Hockeyweb meldete sich und schrieb, dass “dieser Blog in der Gesamtheit …vor allem für uns Eishockeybeobachter, wie sicher auch vielen Fans – bedingt durch den human touch -interessant ist.» Und er lobte: “Kreativität und etwas Eigendynamik hat Herr Tripke hier ja schon bewiesen, so dass es sicher nicht langweilig wird!» Auch der Sportjournalist Matthias Eckart zeigte sich begeistert: “Ich würde mir in der Tat wünschen, man hätte öfter die Gelegenheit, mit Offiziellen aller möglichen Bereiche in solch einem Medium wie dem Ihren zu kommunizieren! Zudem erfüllt Herr Tripcke diesen Job als Gastblogger…in sehr sympathischer Weise.»

Bekennende Fans: Marcel Klotz berichtet:”Als mich Herr Tripcke vor Jahren das erste Mal in die Köln Arena zu einem DEL Spiel einlud und wir von der Loge aus auf die 18.000 Besucher sahen, war ich völlig überwältigt. Da war eine Stimmung – grandios!» Und weiter: Hey, macht Spaß zu lesen.” Darin bestätigt ihn Wolfgang Horbach: «Ich finde Ihre Beiträge Klasse. Kurz, knackig, präzise.» Das findet auch Ludger Freese:» …Sie haben mich mit Ihren Ausführungen erreicht. Obwohl ich keine Ahnung (!) von Eishockey habe, ist mir aufgefallen, dass ich in dieser Woche Eishockeyberichte gelesen haben! Das habe ich noch nie gemacht!” Und auch bei Hans-Georg Nelles hat es am Ende der Woche gefunkt:» Dank für Ihre Einführung in die Welt auf Kufen.” Und er reagierte auf den Vorschlag von Gernot Tripcke, sich gemeinsam mit den Partnern des Business-Clubs ein Spiel anzuschauen. “Die Idee, das nächste Derby Köln Düsseldorf im Rahmen einer BC Veranstaltung heimzusuchen, finde ich gut.»

Im nächsten Jahr also bei der DEG oder den Haien – wird gemacht, Chef!


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Ein Kommentar »

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Lieber Herr Tripcke,
    ich kann Sie nur dazu ermuntern, das Internet für die interne Kommunikation, z.B. auch in Form von internen Blogs, zu nutzen. Ich habe mal vor Jahren für einen großen Verband mit über 3.000 Mitgliedern eine solche Internetplattform entwickelt. Da waren viele Elemente enthalten, die heutige Blogs standardmäßig mitbringen. Die Erfahrungen damit waren sehr positiv.

    Auf diese Art und Weise haben Sie eine bessere Übersicht über die Stimmungslage. Sie können Entscheidungen vorbereiten und eventuell direkt darüber anstimmen lassen. Sie haben ja schon selbst geschrieben, dass sich sogar die eine andere Dienstreise vermeiden läßt. Blogs sind eben nicht nur ein Informationsinstrument, sondern vor allem ein Dialoginstrument.

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