Ein Traum wird wahr: billiger Solarstrom
Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich zum ersten Mal ein Solarmodul in der Hand hielt. Ich war total begeistert. Dieser bläulich schimmernde Chip lieferte Strom aus dem Licht der Sonne. Völlig geräuschlos. Ohne Abgase. Ohne irgendwelche Chemikalien oder Brennstoffe. Irgendwie war mir klar, dass dies die Zukunft sein musste.
Leider vergingen dann quälend lange Jahre – Jahrzehnte – bis der Traum wahr wurde. Zwar gab es Solarmodule für kleine Spielereien. Der Wirkungsgrad war gering und die Leistung ebenso. Viele behaupteten, Solarstrom wäre etwas für Spinner. Alles wäre zu unwirtschaftlich und zu teuer. Aber jetzt ist die Zeit reif für einen gewaltigen Energiewandel.
Gestern Abend hat mich der Film “Die Macht der Sonne” in 3sat bestätigt. Er zeigte, was jetzt schon geht. Und das die Solarenergie in mächtigen Schritten kommt. Morgen, Mittwoch, 13. Dez. gibt es in 3sat einen ganzen Themenabend zum Thema Energie.
Zwar sind die Investionskosten für Solarstrom immer noch viel höher als bei konventionellen Kraftwerken. Während man für letztere etwa 1 Euro pro Watt investieren muss, sind es bei der Fotovoltaik noch ca. 3 Euro pro Watt. 300%. Das klingt viel. Aber die Fortschritte und Kostenreduzierungen sind gewaltig. Es sind ja ähnliche Herstellungsverfahren wie in der Computerindustrie. Und wie da die Preise gepurzelt sind, wissen wir ja alle. Der US-Informatiker Ray Kurzweil hält sogar eine vollständig regenerative Energieversorgung ab 2020 für möglich.
Ich habe mal kurz gerechnet: Wenn die Kosten bei der Solartechnik pro Jahr um 20% reduziert werden und sich die fossilen Brennstoffe um 10% im Jahr verteuern, dann sind die Investitionskosten in 4 Jahren identisch. Bei “nur” 10% Kostenreduktionen und 5% Brennstoffverteuerung dauert es noch 7 Jahre.
Ein weiterer erfreulicher Aspekt: Deutschland ist zusammen mit Japan Spitzenreiter in der Fotovoltaik. Es denke, es ist höchste Zeit, dass sich endlich mal ein paar Unionspolitiker bei den Grünen entschuldigen. Die “Spinner” haben uns zu einer zukunftsträchtigen Technologie verholfen. Vielleicht brauchen wir mehr Spinner und Querdenker.
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Ich kann Dir nur zustimmen Wolfgang.
Persönlich ärgere ich mich immer stärker über die rasant und aufhörlich steigenden Gas- und Strompreise.
Es wird wirklich Zeit, dass wir umsteigen.
Hier ein Link zu einer interessanten Art und Weise, noch mehr aus der Sonnenenergie herauszuholen.
http://suendreyer.de/
Das Besondere daran: Das ganze Dach dreht sich mit der Sonne. Dadurch angeblich noch einmal bis zu 30 % höhere Ausnutzung.
Ebenso wie Windkraftwerke finde ich Solarzellen häßlich und auf andere Art ebenso “umweltverschmutzend” wie herkömmliche Ernergiegewinnung – wann seid Ihr das letzt mal die A9 hochgefahren oder durch mittelhessen? Das eine mal sieht man den Himmel vor lauter Windräder nicht mehr und das andere mal wird mal regelmäßig von solaranlagen geblendet bzw. da wo vorher Felder und Wiesen waren ist jetzt alles damit vollgepflastert.
Ich sage nur Biogas – die Anlagen liessen sich pro Haushalt unterirdisch bzw. im Keller installieren werden ebenfalls immer billiger und es handelt sich dabei um eine ebenso sinnvolle alternative Energiegewinnung bei der nicht dem Erdboden massenhaft Energie entzogen, oder bei dem wichtige Winde abgebremst werden – denn diese Beiden Faktoren, neben dem Eingriff in die Umwelt – aufgeschreckte Tiere (Windkraft) werden immer verschwiegen…
Und wie war das mit der Brennstoffzelle? Auch wenn nach Raumschiff-Enterprise klingt (die hatten immer Probleme mit Ihren Gelpacks) aber meines wissens kann man die neuesten Entwicklungen “füttern” – also bestimmte Kohlenstoffverbindungen und H20 hinzufügen und Bakterien erledigen den Rest… DAS wäre dann der richtige Weg. Versteift man sich darauf? Nein, wie immer hält man in der Hälfte inne und nimmt eine “unausgereifte” Technik, deren Fixkostenreduktionseffekte noch garnicht bekannt sind und schafft sofort alles alte ab.
Soweit mit bekannt entstehen eine Masse an hochgiftigen Stoffen bei der Herstellung von Photovoltaik-Modulen (Tellur). Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es dort den ersten Zwischenfall gibt – also, meine Meinung: Es hat nur den Anschein, als wäre es die bessere Energiequelle – de facto ist die Fassade anders, das Risiko bleibt.
Just my 2 cents.
Hallo Herr Falkenburg,
Sie haben sicherlich recht, dass die heutige Form der Solarpanelanordnung auf Dächern nicht gerade schön ist. Auch Windkrafträder finde ich nicht ästhetisch. Aber wie sehen die Alternativen aus? Das Biogas die Lösung ist, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass auch dies nicht ohne für die Atmosphäre ist (z.B. Methan).
Ich bin mir aber sicher, dass wir in Zukunft die Solarzellen nicht mehr als solche wahrnehmen. Sie werden direkt im Dach integriert sein, in der Oberfläche der Autos usw.
Tatsache ist jedenfalls, dass wir mit unserer CO2-Emmision erhebliche Probleme bekommen. Das muss auch dem Letzten mittlerweile klar geworden sein. Also brauchen wir schnellstmöglich regenerative Energien. Und da bietet sich die Sonne an. Wir müssen Sie nur richtig nutzen lernen.
Mit Sicherheit brauchen wir mehr Spinner und Querdenker. Unkonventionelle Herangehensweisen machen Quantensprünge möglich.
Davon brauchen wir heute und morgen jede Menge. Zum Glück haben die Querdenker weiter gedacht, während viele Entscheidungsträger geschlafen haben. Aufwachen!
Hey,
ich habe gehört, dass man mehr Energie braucht um eine Solarzelle herzustellen, als diese je in ihrer Betreibsdauer produziweren wird.
Ich finde das ziemlich erschreckend weiß jemand etwas davon ich habebei googel dazu nichts gefunden. Das würde natürlich alle aspekte zu Nichte machen.
Ihre Meinung!
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