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Erschöpfte Topmanager kosten Millionen

Hans-Georg Nelles 17 Dezember 2006 3 Kommentare
Die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post berichtet in der aktuellen Wochenend Ausgabe über die Studie der Darmstädter BWL Professorin Ruth Stock-Homburg zur Work – Life – Balance von Führungskräften.

‘Vor allem junge Topmanager haben Probleme, die Ausgewogenheit zwischen Beruf und Privatleben aufrecht zu erhalten. Deshalb ist bei Ihnen die Gefahr besonders groß, am Burnout Syndrom zu erkranken.’ Viele Unternehmen unterschätzen dieses Risiko nach Ansicht von Frau Stock-Homburg, die die Kosten beim Ausfall eines Topmanagers im sechs- bis siebenstelligen Bereich sieht.

Junge Manager befinden sich privat in der Regel noch im Aufbau. ‘Bei den älteren Kollegen sind die Kinder erwachsen und das Haus ist gebaut. Die Jüngeren kommen nach Hause und müssen noch einmal ihre volle Aufmerksamkeit für die Belange der Familie mobilisieren,’ erklärt die Expertin.

Einspruch Frau Professorin: Können Sie sich vorstellen, dass junge Manager dass auch von sich aus wollen, das für sie Familie eine wichtige Ressource darstellt, die ihnen Sinn, Orientierung und Kraft gibt? Und was ist eigentlich mit den Frauen, den Managerinnen, haben die keine Familie?

Die Unternehmen können aber nach Ansicht von Frau Stock-Homburg viel dazu beitragen, Arbeitskraft und Kreativität ihrer Führungskräfte zu erhalten:

Sie können Seminare zu Organisationstechniken und Zeitmanagement anbieten, oder auch individuelle Coachings beziehungsweise Trainings, durch die Manager lernen, ihre Work -Life – Balance auszugleichen.

Diese Empfehlungen sind ein direkter Verweis auf das Projekt ‘Väter & Karriere’. Hier finden Unternehmen genau diese empfohlenen Dienstleistungen


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3 Kommentare »

  • Elita Wiegand sagte:

    Der Managementberater Reinhard K. Sprenger stellt in seinen Seminaren häufig die Frage an Unternehmer: “Was ist Ihnen besonders wichtig?” Die meisten Teilnehmer antworten, dass ihnen die Familie und vor allem die Kinder besonders wichtig seien. “Und wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihrer Familie?”, will Sprenger dann wissen. Der Rest ist Schweigen…

  • Ludger Freese sagte:

    “Erfolgreiche Manager schauen täglich Sandmännchen!” Denken Sie einmal über diesen Satz nach, Frau Stock-Homburg. Ein Manager der Sandmännchen schaut ist 1. um 18:00 Uhr zu Hause, 2. hat er Kinder, 3. ist er verheiratet und 4. hat er sein Zeitmanagement so im Griff, dass er Kraft und Entspannung für den nächsten Tag hat.
    Ich bewundere Menschen mit diesen Eigenschaften.
    Ich bin auf der Seite von Hans-Georg Nelles. Ein erfülltes Leben beginnt in der Familie – auch für Manager.

  • Doc Sarah Schons sagte:

    Klingt ja alles vernünftig – nur:
    die Manager und Manageresses, Unternehmer und Unternehmerinnen, die meine Praxis wegen ihres burn-outs und der Suche nach WL-Balance aufsuchen, sind zu 80% Singles und kinderlos.
    Welche Studie und resultierende Fördermaßnahme beschäftigt sich mit denen?! Wer schützt die Singles?! Und warum werden die immer mehr?!
    Ist das “Familienmodell” überhaupt noch zeitgemäß?!
    Mit sehr nachdenklichen Grüßen

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