Wir steigen Euch aufs Dach

Ein Mann muss ein Haus bauen, ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen. Mit dem Baum klappt es vielleicht noch, aber ansonsten hat der klassische Lebensentwurf ausgedient. Schließlich gibt es auch nicht mehr die Ausbildung fürs Leben oder den Job bis zur Rente. Wir müssen flexibel sein und mobil – Männlein wie Weiblein reisen heute als Jobnomaden durch die Lande, ziehen von Ost nach West, von Nord nach Süd. Mit den neuen Lebensformern ändern sich unsere Wohnbedürfnisse.
Und wenn es in den Großstädten eng wird, sind mobile Häuser gefragt. Wie wärs mit einem Loftcube auf dem Dach eines Hochhauses?

Der Berliner Architekt Werner Aisslinger hat das Loftcube entworfen und eröffnet damit neue Perspektiven. Das zusammensetzbare Haus ist schnell montiert. 55.000 Euro kostet das mobile Heim auf dem Dach. Einziger Nachteil: Die Teile müssen per Hubschrauber oder Kran angeliefert werden. Das Ziel des Architektur- und Designstudio Aisslinger ist es, ein System zu entwickeln, dass künftig die Teile im Fahrstuhl transportiert und von vier Personen an einem Tag montiert werden können. Die Luftcubes kommen an, aber werden sie auch verkauft? Nachfrage. «Darüber geben wir keine Auskunft», lautet die Antwort aus dem Architekturbüro.
Sind die edlen Campingplätze auf den Dächern unserer Großstädte also doch noch eine Vision? Sind die schönen Aussichten lediglich Entwürfe? Und überhaupt: Will jemand auf einem Dach leben?
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…eine wirklich schöne und großartige Idee.
Tolle Idee, aber welche Häuser stellen ihre Dächer dafür zur Verfügung?
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