Wohin geht die Arbeit?
Flexibilität und Mobilität. Man hört immer wieder, dass das die wichtigsten Trends der Arbeitswelt sind. Betrifft das nur den Menschen, der immer mobiler arbeitet? Nein, es betrifft auch die Arbeit. Künftig wird die Arbeit dorthin gehen, wo die Arbeitskräfte sind.

Hans Schaffers koordiniert das EU-Forschungsprojekt MOSAIC. Er wurde schon vor einiger Zeit im IST Results Bulletin zitiert:
Work is becoming more mobile. And that doesn’t just mean workers on the move or teleworkers doing their job from home. It means work itself has to become more mobile. Work needs to go to where the workers are. It’s an important distinction.
Manfred Hell, Chef von Jack Wolfskin, brachte das vor einiger Zeit in einem Radio-Interview auf SWR1 gut auf den Punkt: Er kann in Deutschland gar nicht mehr qualitativ hochwertig produzieren, weil inzwischen das Know How, das er für seine High-Tech-Kleidung und -Ausstattung benötigt komplett aus Deutschland verschwunden ist.
Wenn in Indien entwickelt wird und die Zulieferteile im Osten oder in Südamerika produziert werden, dann bedeutet das eine steigende Mobilität bei uns. Nun haben wir inzischen Technologien, die uns dabei helfen und uns einen Teil der Mobilität wieder abnehmen – zumindest der körperlichen, nicht der geistigen.
Die größere Herausforderung liegt im Menschen. Wie bereitet sich die Arbeitswelt auf diesen Trend vor? Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden und wer kann diese schaffen? Wie gehen die verschiedenen Menschen mit den sozialen, mentalen und körperlichen Belastungen um?
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