Real-Life-Panopticon
Sechs Kinder hat der Direktor in einem nicht von Kameras überwachten Raum zu Direktoratsarrest verdonnert – ohne Aufsicht. Trotzdem geben sie keinen Mucks von sich. Sie wissen nicht, dass dieser Raum unbeobachtet ist. »Ich bläue ihnen immer wieder ein«, sprudelt es begeistert aus Evans heraus, »dass sie jede Sekunde unter Beobachtung stehen. Wir haben sechzig Kameras, aber ich mache ihnen vor, wir hätten über tausend Stück installiert.«
[...]
Nur »irgend so ein Idiot, eine dieser erbärmlichen Gestalten, die nichts Besseres zu tun haben, als im Internet herumzuschnüffeln und ihre Nase in die Geschäfte anderer Menschen zu stecken«, habe ihm eine E-Mail geschickt, um ihn auszufragen, ob er sich an die Datenschutzgesetze halte.
(Quelle: Zeit von 11.01.2007, online lesen)
Empörend? Schiere Notwenigkeit? Kein Problem, hab ja nichts zu verbergen? Die Lösung für die Zukunft? 1984? Unerträglich?
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Danke Alexander !!!!
Ohne Dich hätte ich diesen unglaublichen Artikel gar nicht gefunden!
Welch Horror-Szenario!!!
Foucault hatte Recht – und das Pendel sollte jetzt ausschlagen
In diesem Kontext interessant, daß Faßbinders Film “Welt am Draht” in keinem Archiv mehr aufzutreiben ist. Ich wende mich jetzt an seine Witwe Juliane und versuche, eine Vorführung für uns innovativ-inler zu organisieren.
Dank Herrn Schäuble sind wir ja noch viele Schritte weiter als meine britischen Landsleute – Computerüberwachung ist doch effizienter als Kameras.. ;-(
Und ich komm wegen meiner unverblümten Bloggerei bestimmt bald vor einen christlich (haha)- demokratisch (hahaha) Kadi.
Kommt Ihr mich dann besuchen und versorgt meine Hunde und Katzen derweil?!
Ihre Meinung!