Vorlesungen per Realplayer
Dass ein Professor seine Vorlesung ins Netz stellt, ist nicht wirklich neu. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) geht einen Schritt weiter: Obwohl das MIT zu den Elite Unis zählt, kann hier jeder studieren – und zwar virtuell. Bildung frei, kostenlos für jeden weltweit. WOW!
Das MIT hat 2002 das OpenCourseWare Consortium ins Leben gerufen. Inzwischen beteiligen sich 100 Hochschulen aus 16 Ländern (allen voran die chinesischen Unis) an der Initiative. Wissen teilen, abgeben, für jeden zugänglich machen – im Rahmen der MIT OpenCourseWare Initiative stellt die Uni systematisch Materialien der Lehrveranstaltungen ins Netz und hat bisher die Unterlagen von rund 1.500 Kursen zugänglich gemacht. Bis 2008 will das MIT alle!! Vorlesungen übertragen. Auch wenn man keinen Abschluss erlangen kann, nutzen 1,3 Millionen User von Ghana, über Pakistan, Brasilien, Sir Lanka oder Vietnam die Chance von den Besten der Besten zu lernen. Einzige deutschsprachige Hochschule, die teilnimmt, ist die österreichische Uni Klagenfurt mit sechs Vorlesungen. Und die deutschen Unis? Weit gefehlt! In einem RP Artikel kritisiert die Uni Duisburg das OpenCourseWare Consortium. Zitat des Prorektors: «Nur Materialen ins Internet zu stellen, sei kein Lehrangebot.» Wundert sich hier noch jemand, dass wir den internationalen Anschluss verschlafen?
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[...] Inovativ.in berichtet: … Das MIT hat 2002 das OpenCourseWare Consortium ins Leben gerufen … Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) geht einen Schritt weiter: Obwohl das MIT zu den Elite Unis zählt, kann hier jeder studieren – und zwar virtuell. Bildung frei, kostenlos für jeden weltweit. WOW! … Auch wenn man keinen Abschluss erlangen kann, nutzen 1,3 Millionen User von Ghana, über Pakistan, Brasilien, Sir Lanka oder Vietnam die Chance von den Besten der Besten zu lernen… … [...]
Hallo Elita,
meine Tochter meinte: “Oh cool, dann kann ich ja zu Hause studieren!” Ich finde, Sie kann auf jeden Fall per “Realplayer” schon einmal reinschnuppern. Das ist doch auch schon gut.
Vielleicht gehen die privaten Hochschulen diesen Weg – es muss nur jemand anfangen!
Liebe Ludger,
wußte gar nicht, dass Du eine Tochter hast und eine aufgeweckte dazu! Die Frage warum sich deutsche Hochschulen nicht an dem OpenCourseWare Consortium beteiligen, liegt, wie ich gelesen habe u.a. am Geld. Wir erahnen, dass das ganz bestimmt nicht der einzige Grund für die vornehme Zurückhaltung ist.Â
Tja, nicht nur die deutschen Autobauer pennen…
Aber vielleicht ist es ja gut, daß das bundesdeutsche Schmalspurwissen nicht auch noch international verbreitet wird.
Wenn ich vergleiche, was ich in meinen beiden Studien (Med. u.Phil.) in England und Frankreich alles gelernt habe – deutsche fertige Studienabsolventen hätten mit ihrem Wissen bei uns nicht mal ein Vordiplom bestehen können.
Ich hab 1999 die erste “online-Professur” an einer Californischen Uni angenommem – und schon damals haben wir die Inhalte der “transcultural studies” offen zugänglich gemacht. Die hiesigen professoralen Kollegen hielten das für unseriös.
Das OpenCourseWare Consortium des MIT ist eine super Einrichtung!!!! Bildung für alle (die Strom und einen Computer haben) – offenes Lernen. Von den Besten der Besten.
Deswegen besser keine Deutschen Unis…
@Elita: vielleicht ist die vornehme Zurückhaltung ja beginnende Erkenntnis der eigenen Inkompetenz und damit der erste Schritt zur Besserung ?!
@Bildung frei, kostenlos für jeden weltweit? – Das gibt es auf sfu-marketing.de schon seit 2003
!
[...] innovativ-in-Blog berichtete heute bereits über das OpenCourseWare Consortium, ein Zusammenschluß von über 100 [...]
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