Macht das Web süchtig?
Sind wir süchtig, abhängig vom Web? Sind BlogÂmania, CyberÂchonÂdrie, YouTube-Narzissmus, WikiÂpeÂdiaÂholic oder Photo-VoyeuÂrismus harmÂlose WebmaÂnien? Mitnichten! Experten sprechen bereits von schwerÂwieÂgenden Cyber-DysfunkÂtionen, berichtet Business-on. Obwohl die meisten “Normal Sterblichen” gegen die Krankheit immun sind, sind erste Berichte von Betroffenen erschienen. Der amerikanische Journalist Richard Fisher, Feuilletonist der Zeitung NewScientist outet sich im Dezember letzten Jahres. Er schreibt in seinem Artikel “Just can’t get e-nough”, dass er ein Ego-Surfer sei und ständig nach seinem Namen googelt.  Bei einer seiner letzten Google Suchanfragen landete er auf Platz 47 – nach einem ehemaligen Basketball-Spieler aus den 70ern. Das tut dem Ego weh! Daraufhin hat Fisher die Ursachen der Cyber-Dysfunktion untersucht.
Nun frage ich mich ernsthaft: Sind Blogger besonders gefährdet? Sind bei Euch Symptome aufgetreten? Müssen wir vielleicht eine anonyme Blog-Watcher-Gruppe gründen? Was kann man dagegen tun? Kann Doc Sarah helfen?
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Blog Watchers Anonymus ?!
Für alle, die den empfehlenswerten Original-Artikel nicht lesen hier noch mal ein grundsätzliches Zitat daraus zur westlich-industrialisierten Suchtgesellschaft:
“You can become addicted to potentially anything you do,” says Mark Griffiths, an addiction researcher at Nottingham Trent University in the UK, “because addictions rely on constant rewards.”
Indeed, although definitions of addiction vary, there is a body of evidence that suggests drug addictions and non-drug habits share the same neural pathways (New Scientist, 26 August, p 30).”
Auch auf diesem Gebiet setzte ich Priorität auf Prävention. Wir sollten eine Gesellschaft formen, die keine Süchte mehr braucht, um ihre Mitglieder in Abhängigkeit zu halten.
Prof.Anne Wilson-Schaef (USA) hat sehr gute Bücher zum Thema (und der Therapie) der “Suchtgesellschaft” geschrieben. Fazit: in den Industrieländern ist jede/r mehrfach süchtig. Ob´s nun Stoff- oder Situationsgebundene Süchte sind. Das macht und hält unfrei..
Und manchmal auch Größenwahnsinnig. ZB bei der Cyber-Dysfunction:
“Hancock says (…) that acting out a particular personality online reinforces the behaviour, making it more likely to be followed in real life. This could start a cycle as our public and virtual selves feed into each other and we become gradually more indulgent, more indiscreet – or perhaps more egocentric.”
Der Mensch schafft sich via Internet selbst nach seinem Bilde… Göttergleiche Surfer?! Lauter kleine Frankensteins?!
Aber das ist eigentlich auch nichts Neues. Wieviele Menschen erfinden sich jeden Tag neu? Wieviele plakatieren ihre Wohnungen mit Fotos von sich selbst? Narzißtische Frühstörungen..
Wir könnten ja eine humanistische Bewegung in Bloggersdorf ins Leben rufen: jede/r entwirft ein (möglichst erreichbares) Idealbild von sich selbst, posted es und muß sich im weiteren Verlauf des real-life dorthin entwickeln. Dies zu überprüfen erfordert natürlich regelmäßige persönliche, real-life Kontakte mit den anderen Bloggersdörflern.
Womit wir wieder weg vom Bildschirm und unter den Menschen wären..
[...] Ich habe nämlich einen Gutschein von meiner lieben Blogfreundinn Elita Wiegand vom Business Club geschenkt bekommen. Und bei 280.000 views für ein Magnetschmuckfilmchen ( zugegebenermaßen super gemacht ), ist die Frage in ihrem jüngsten Beitrag mehr als berechtigt, ob das Web süchtig macht?  Ach ja fast vergessen weshalb ich den Gutschein überhaupt erwähne: Er umfasst einen ”Business-Movie-Check”, also ob es sich lohnt nen Movie für ein KMU zu drehen
[...]
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