Büros der Sinne?
2007-02-16, von Elita Wiegand
Wohlfühlen? In der Firma? Die Mitarbeiter sollen gefälligst arbeiten! Basta! Sagt kein Chef offen. Muss er auch nicht. Die Wertschätzung offenbart sich eh in den Büros oder dem Besprechungsraum. Und da sieht es oft recht duster aus.
Trostlos! Vor einiger Zeit habe ich ein Unternehmen besucht, in dem die Uhren irgendwann stehen geblieben sind. Zumindest die Inneneinrichtung stammte aus der Vorzeit. Erinnert Ihr Euch noch an die Modefarbe Beige-Braun, bei der jeder und alles blass aussieht? Die undefinierte Nicht-Farbe aus den 70er Jahren hat Spuren in der Firma hinterlassen. Wie viel Kaffee hat der Teppichboden seitdem geschluckt? Und warum wirkt die Empfangsdame so vertrocknet, wie die Pflanzen im Konferenzraum? Im Besprechungsraum Plastiktische, zerkratzte Stühle, ausgetrocknete Filzschreiber, auf der Fensterbank vergilbte Papierstapel, stickige Luft. (kaum zu vermuten, aber es handelt sich um ein umsatzstarkes Unternehmen).Die trostlose Atmosphäre erstickt zwangsläufig jede Form von Motivation und Kreativität deprimierend! Sicherlich ist dieses negative Beispiel nicht typisch – das Positive: Inzwischen gibt es viele Hersteller, die Konzepte für das Büro der Zukunft entwickeln.
Sinnliche Arbeitsplätze: Sedus und Gesika zum Beispiel setzen mit Place 2.5 auf die emotionale Kultur der Büros. Büroarbeitsplätze, die sich optimal an die sich ständig verändernde Arbeitswelt anpassen -hochemotional und sinnlich. Dazu natürlich bewegliche Möbel, Technik-Inseln, Steh-Cafes, Sitz-Landschaften, Relaxzonen - Akustik, Licht, Pflanzen, Duft und Klima sind in das Konzept eingebunden. (Leider ist die Place 2.5 Website in Flash programmiert – das dauert!!!)

Bin sicher, dass unser work.innovation Experte Alexander noch viel mehr positive Beispiele auf Lager hat. Herr Greisle, übernehmen Sie





















Freitag 16. Februar 2007 um 14:39
…und wo ist der link zum Schreibtisch der Sinne ?!
(Elita: bitte einfügen – ich kann das nich..)
Der steht bei mir und macht alle glücklich, die mit mir dran sitzen..
- Statt “Wartezimmer” habe ich eine “chill-out-lounge” mit nur drei gemütlichen Plätzen, schöner Musik, guter Lektüre, offen in den Rezeptionsbereich implementiert (der Datenschutz klappt trotzdem),
- jeden Montag frische, ausgefallene Blumenarrangements
- gute, immer wieder wechselnde Kunst an den Wänden (Dank an Galerie Bernd Lausberg)
- subtile Beduftungssysteme in allen Räumen,
- unser “Personalraum” ist orientalisch eingerichtet (da ist die Pause dann ein Kurzurlaub),
- die Toiletten (viel zu vernachlässigtes Thema!) sind großzügig, stylish und mit dezenten Accessoires von Seereisen dekoriert (nochmal Urlaubsatmosphäre)
- geputzt wird akribisch von einem Unternehmen nach Klinik-Hygiene-Standard,
- jetzt denk ich über LED-Lichtkonzepte nach.. Herrn Podhajecky sei Dank.
Und trotzdem ist nichts “overdesigned” (das ist mir sehr wichtig, denn die durchgestylten Designinseln finde ich genausowenig ansprechend wie muffige Amtsstuben) und alles noch deutlich als Arztpraxis erkennbar -individuell, sieht schön aus, riecht gut, alles frisch und angenehm für die Sinne.
Ganz wichtig: unsere gute Stimmung – es wird viel gelacht..
Sinn und Sinnlickeit ist immer ein gutes Thema für egal welchen Arbeitsplatz.
Ich binde Mitarbeiter und Patienten in Gestaltungsänderungen mit ein durch regelmäßiges Befragen – das hat sich als sehr sinnvoll erwiesen!
Wie macht Ihr das?!