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!!!!EILT!!!! Blitzaktion gegen die Gesundheitsreform !!!!EILT!!!!

Doc Sarah Schons 19 Februar 2007 11 Kommentare

Das betrifft uns alle !!!!!!und wir haben nur noch ganz ganz wenig Zeit.

Nur noch der Bundespräsident kann jetzt die Notbremse ziehen und die Entwicklung hin zur “Staatsmedizin” á la DDR verhindern. Sonst geht´s uns allen an die Gesundheit.
Bitte seht Euch die Seite www.durchblick-gesundheit.de/unterschreiben an – dort ist der offene Brief an unseren Präsidenten Köhler publiziert und eine Unterschriftenliste eingerichtet. Die Info bitte im Schneeballsystem weiterleiten – jede Stimme zählt !!!

Laut n-tv forsa sind 91% der Bürger dieses Staates gegen die “Reform”, u.a. weil niemand sie versteht. Eine Reform, deren Fazit grob gesprochen nur höhere Beiträge, mehr Bürokratie, kompletten Staatsdirigismus und weniger Leistung für die Versicherten bringt. Und das wird auch die Privatversicherten treffen.

Es gibt einige, viel innovativere Ansätze von namhaften Experten, das Gesundheitswesen zu reformieren – denen sollten wir eine Chance geben..


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11 Kommentare »

  • Ludger Freese sagte:

    Bin dabei, Sarah!
    Ich habe zwar keinen Titel, aber als Fleischermeister hat mich ein Chirurg mit “Herr Kollege” angesprochen… :-)

  • Mensta sagte:

    Ich bin auch dabei.
    Gut, dass hier so etwas publiziert wird!

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Ok, ich habe unterschrieben, weil ich das Gesetz völlig unverständlich finde. So etwas Kompliziertes kann nie und nimmer vernünftig funktionieren.

    Aber ich kann leider auch die Ärzte nicht vor Kritik verschonen. Ich höre immer nur ein NEIN gegen die Patientenkarte. Aber ich habe noch von keiner konstruktiven Methode gehört, die die teuren Doppeluntersuchungen vermeidet. Ich halte es für geboten, auch im Gesundheitswesen rationell zu arbeiten. Maßnahmen gegen den Mißbrauch von Daten haben dabei höchste Priorität.

    Wir brauchen keine Re-form (zurück in die alte Form), sondern wir brauchen dringend jede Menge Innovationen im Gesundheitsbereich. Wenn ich lese, dass drei Viertel der Ärzte ahnungslos sind, wie eine vergleichsweise einfache Sache wie Bluthochdruck richtig zu behandeln ist, dann wird mir schlecht. Wenn so in der Luftfahrt gearbeitet würde, dann gäbe es alle paar Minuten einen Flugzeugabsturz.

    Ein kleine Provokation: Wie wäre es mit einer Software, die der Arzt/die Ärztin konsultiert? Da stehen dann zu jeder Diagnose zu wirkungsvollsten und rationellsten Therapien. Ich muss jedenfalls bei meiner Arbeit ständig auf die aktuellsten Dokumentationen zurückgreifen (selbstverständlich online). Mein altes Uni-Wissen ist schon Jahrzehnte out. Gilt das auch für Ärzte/Ärztinnen?

    Das Ganze ist für mich auf jeden Fall ein weiterer Anreiz, mich weiterhin fit und gesund zu halten ;-)

  • Doc Sarah Schons (author) sagte:

    @Wolfgang:
    Kleines update:

    - solche Software wird -seit es sie gibt und der Form, wie es sie gibt- von der Ärzteschaft genutzt

    - es besteht in diesem Land für unseren Beruf kontinuierliche Fortbildungspflicht – bei Nichteinhaltung gibts finanzielle Sanktionen bis hin zum Verlust der Kassenzulassung

    - die unnötigen Doppeluntersuchungen sind zu 90% von den Patienten ausgelöst

    - kein Arzt hat im Zeitalter der Budgetierung und der Praxispleiten Interesse an unnötigen Untersuchungen, die er/sie im Zweifelsfall dann aus eigener Tasche bezahlen muß

    - niedergelassene Kassenärzte erbringen bereits seit Jahren ca. 30% ihrer Leistungen umsonst

    Der von Dir zitierte Artikel über die Unwissenheit bei zB der Einstellung von Bluthochdruck liest sich natürlich alarmierend, aber die Befragung hatte a) grobe strukturelle Fehler und ist NICHT repräsentativ angelegt, b) ist die Hypertonie-Einstellung oft eben gar nicht einfach (zB wegen Begleiterkrankungen, anderen Medikamenten und deren Wechselwirkungen, der mangelnden Patienten-Compliance und last but not least dem oft multifaktoriellen Ursprung des Hochdrucks (zB schädliche Lebensgewohnheiten der Patienten wie Fehlernährung, Alkohol- und Nikotin-Gewohnheit, Stress) sowie der Medikamenten-Budgetierung.
    Die besten und wirkungsvollsten Therapien sind eben NICHT immer die vom Staat vorgeschriebenen kostengünstigsten.

    Das wirft die ethische Frage auf:
    Darf sich ein Arzt (ehemals Freiberufler!) vertraglich verpflichten (seit Jahren MÜSSEN wir das!), nur Leistungen zu erbringen, die die Kriterien des SGB V §12, die sogenannten WANZ-Kriterien (Wirtschaftlich, Ausreichend, Notwendig und Zweckmäßig), erfüllen?

    Wollt Ihr alle nur eine “ausreichende” oder doch lieber “gute” oder “sehr gute” Versorgung?!

    Dann braucht es Innovationen und ein entsprechendes Gesundheitswesen!

  • Doc Sarah Schons (author) sagte:

    Mir wird immer klarer, wie wenig die Bürger dieses Landes über die Reform wissen – also hier noch mal das bundesweite Flugblatt vom Dezember mit den Infos in Kürze.
    Soll mir nachher keiner sagen “das haben wir nicht gewußt…”

    Mediziner erklären die Tücken der Reform: Ein Flugblatt macht Karriere

    Engagierte Ärzte aus Klinik und Praxis erklärten den Bürgern am 4. Dezember 2006 bundesweit, welche Folgen die geplante Gesundheitsreform für die medizinische Versorgung in Deutschland hat – und warum sie dagegen protestieren.

    Man will verhindern, dass Sie zu Ihrem Arzt gehen können

    Die wohnortnahe Versorgung mit Haus- und Fachärzten wird beendet werden. Sie als Patient sollen künftig in anonymen medizinischen Großeinrichtungen massenhaft abgefertigt werden, ohne individuelle Zuwendung und mit wechselnden Ärzten. Sie werden weite Anfahrtswege und monatelange Wartezeiten auf Untersuchungen bei Fachärzten als Dauerzustand erleben. Die Ärzte werden von den Berliner Sparbürokraten ferngesteuerte Marionetten sein, die an Ihnen eine Einheitsversorgung nach “Schema F” ausführen, ohne eigenen Entscheidungsspielraum. “Ihren Arzt” wird es nicht mehr geben. Der Arzt wird, wie Sie als Patient und Bürger auch, nur noch Spielball und Opfer staatlicher Fremdbestimmung.

    Man will nicht, dass Sie sich Ihren Arzt aussuchen dürfen.

    Die freie Arztwahl wird ausgehöhlt. Die Politik will erreichen, dass etwa 30–40% aller Arztpraxen verschwinden. Da man die bestehenden Praxen nicht einfach “verbieten” kann, hat man einen Trick erfunden: Die Politik will, dass wenige übermächtige Kassenmonopole künftig die einzelne Arztpraxis in Einzelverträgen erpressen können, um Billigstpreise durchzusetzen. Für die Krankenkassen gilt nicht das Wettbewerbsrecht, das solche Monopole sonst verbietet. Damit wird der Arzt ruiniert, der nicht nach der Pfeife der Kassen tanzt. Das wird als “Einkaufsmodell” zur “Wettbewerbsverbesserung” getarnt. Der entscheidende Wettbewerb aber, nämlich Ihre Möglichkeit, sich den Arzt Ihres Vertrauens selbst aussuchen zu dürfen, wird abgeschafft. Sie haben künftig gefälligst den Arzt zu nehmen, den die Kasse Ihnen vorschreibt.

    Sie und Ihr Arzt werden bevormundet und entmündigt. Sie sollen bei Ihrer Behandlung nicht mehr mitreden oder wählen dürfen

    Der Staat erzwingt eine von Bürokraten diktierte Einheitsversorgung. Ärztliche Behandlungsweisen werden künftig vom Berliner Schmidt-Ministerium aus zentral festgelegt. Dies betrifft die Behandlung mit Medikamenten, Operationen, Diagnoseabläufe und schließt staatlich diktierte Preise ein. Dies ist nötig, um die ideologisch motivierte “Einheitsversorgung” gegen Rat und Vernunft aller Beteiligten erzwingen zu können. Die Ärzte haben in diesem System dann nur noch dieWahl, sich den zentralstaatlichen Vorgaben wider besseres Wissen zu beugen oder ihren Beruf an den Nagel zu hängen. Dies grenzt an Nötigung. Wir Ärzte können diese Zerstörung unseres Berufsbildes nicht hinnehmen. Deswegen protestieren wir. Für Ihre und unsere elementaren Rechte.

    Man will Ihre Krankengeschichte lückenlos zentral überwachen und verwalten – um besser rationieren zu können

    Milliarden werden in Bürokratie verschwendet. Statt das Geld in die Versorgung zu stecken, werden durch die Fernsteuerung aus Berlin, die ohne jede Sachkunde zu Werke geht und die Vernunft “vor Ort” ersetzen soll, Unsummen für Bürokratie, Steuerung, staatliche Gängelung, Berichtszwänge usw. verschleudert. Demnächst sollen Milliarden Euro für eine “elektronische Gesundheitskarte” aus Ihren Beiträgen an die Industrie weitergeleitet werden, nur damit Ihre Diagnosen, Krankheitsdaten, Arztbesuche, Medikamente usw. für die Kontrollbürokraten der Staatsmedizin bequem von deren Büros aus einsehbar sind. Man wird Sie genau beobachten!

    Der Staat betrügt Sie um Ihre Beiträge

    Oft ist zu hören, dem Ausgabenanstieg müsse ja irgendwie entgegengewirkt werden, da seien Reformen eben unvermeidlich. Lassen Sie sich nicht belügen! Fakt ist: Der Anteil des Gesundheitswesens an der gesamten Wirtschaftskraft ist in Deutschland seit Jahrzehnten konstant und liegt im Mittelfeld der westlichen Industrienationen. Es gibt keine Kostenexplosion!! Dafür haben wir ein System, um dessen Leistungskraft gerade im ambulanten Bereich (mit direktem Zugang zu qualifi zierter fachärztlicher Versorgung für jedermann) uns jeder Ausländer beneidet. Fakt ist aber, dass sich der Staat seit Jahren mit milliardenschweren Plünderungen aus der Gesundheitskasse bedient, um Renten- und Arbeitslosenversicherung zu stützen und gesamtstaatliche Ausgaben aus ihren sauer erarbeiteten Beiträgen (statt aus Steuern) finanzieren zu können.

    Gute Medizin verbessert Lebensqualität und verlängert Leben

    Diese Koalition aber kämpft nur um ihr eigenes Überleben. In der ehemaligen DDR gab es staatlich kontrollierte Polikliniken. Die Lebenserwartung war um Jahre kürzer als im Westen. Wir Ärzte wollen nicht, dass Ihre Lebenserwartung und Ihre Lebensqualität staatlich rationiert und budgetiert werden.

    Man will, dass Sie möglichst mit den billigsten Methoden und Medikamenten behandelt werden – wenn überhaupt.

    Fragen Sie Ihren Bundestagsabgeordneten, ob er das verstanden hat und warum er das will und dem zustimmt.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    @Sarah:

    Danke für die Infos bzgl. der Software. Das ist interessant.

    Ich glaube gerne, dass 90% der unnötigen Doppeluntersuchungen durch Patienten verursacht werden. Aber das lässt sich doch nur verhindern, wenn es eine Arzt-übergreifende Erfassung gibt. Wenn ein Patient eine zweite (gleiche) Untersuchung wünscht – bitte sehr! Aber dann soll er sie bitte auch selbst bezahlen und nicht der Gemeinschaft der anderen Versicherten aufbürden.

    Zu den Schwierigkeiten der Hypertonie-Behandlung kann ich selbstverständlich als Laie nichts sagen. Ich lesen nur solche Meldungen. Ob die Untersuchung fehlerhaft war oder nicht repräsentativ, kann ich nicht beurteilen. Immerhin wurde sie von der Uni Köln angefertig, deren medizinischen Falkultät doch einen guten Ruf hat?! Selbst wenn die Studie 20% Fehler hätte, wären die Ergebnisse erschreckend. Und dass das Gebiet der “Versorgungsforschung” in Deutschland noch deutlich unterbelichtet ist, scheint wohl wahr zu sein.

    Die WANZ-Kriterien (welch schreckliches Akronym) scheinen mir sinnvoll. Schließlich ist der Arzt nicht nur dem Patienten verpflichtet, sondern er entscheidet auch über das Geld der anderen Versicherten. Da gilt es immer eine Güterabwägung zu treffen. Natürlich ist das eine ethische Frage:

    Wieviel Geld darf ich aufwenden, um das Leben eines Menschen um ein Jahr zu verlängern? 1.000 EUR? 10.000 EUR? 1 Million EUR? Es ist doch klar, dass die Summe nicht unendlich sein kann. Schließlich könnte ich mit dem gleichen Geld vielen anderen Menschen das Leben retten.

    Müsste der Arzt/die Ärztin nicht den Patienten mit 30 Kilo Übergewicht, der zum x-ten Male wegen Rückenschmerzen kommt, nicht eigentlich sofort nach Hause schicken: “Erst abspecken und Gymnastik machen” ? Statt dessen gibt es Tabletten und Spritzen. Und Krankschreibung auf Kosten des Arbeitgebers und der Kollegen. Bis zum nächsten Mal.

    Ich halte das Gesundheitssystem für ziemlich marode. Es fehlt ein wirklicher Anreiz für Eigenverantwortung. Wer bewußt oder grob fahrlässig seine Gesundheit gefährdet (Nikotin, Alkohol, starkes Übergewicht, Bewegungsmangel, …), der sollte entsprechende Angebote zur Änderung bekommen und wenn er die ablehnt oder mißachtet, muss es wohl finanziell weh tun.

    Ich bin auch dafür, dass jeder beim Arzt seine Leistungen selbst bezahlt. Dann entsteht ein Kostenbewußtsein. Die Erstattung gibt es dann später bei der Kasse. Das jetzige anonyme System, dass der Patient weder eine Kontrolle hat, noch weiß, was er eigentlich für Kosten produziert, halte ich für einen Hohn. Das gibt es sonst nirgendwo.

    Was wir dringend brauchen, ist ein Feedback-System. Jedes System braucht, um zu überleben, negative Feedbackschleifen. Jede Regelung und funktioniert so. Jedes stabile Ökosystem funktioniert so. Nur bei unserem sogenannten Gesundheitssystem scheint das weitgehen unbekannt zu sein. Seit Jahrzehnten haben wir immer wieder das gleiche Theater: der Patient will die beste Leistung, der Arzt versucht sie zu liefern, die Pharmaindustrie liefert angeblich die besten Medikamente. Alle greifen in den Topf, der dann immer schon lange vor Ultimo leer ist. Wenn die Feedbackschleife aber beim Patienten ansetzt, kann er mitsteuern. Hilft er durch vernünftige Lebensweise mit, seine Krankheitskosten zu senken, gibt es Boni. Im anderen Fall kostet es einfach mehr.

    Wozu sollten die Krankenversicherungen zusätzliches Geld für Medikamente ausgeben, wenn es gleich gute Mittel gibt, die billiger sind? Es muss doch festzustellen sein, welche Präparate, Methoden etc. die besten sind?!

    Es gibt also eine Menge zu tun. Hier werden wir das nicht lösen.

  • Doc Sarah Schons (author) sagte:

    Ja, hier werden wir das nicht lösen.
    Und es gibt sehr gute, profunde Foren und Blogs zum Thema, in denen Fachleute aller Disziplinen sehr innovativ ihr know how einbringen.
    Ein guter Artikel dazu -und zum Thema Eigenverantwortung der Patienten erschien am 13.1. im Handelsblatt weblog: Merkel und die Dinosaurier.. :-)  (Prof.Harald Uhligs Ökonomie-Blog).
    Nicht alle Menschen favorisieren wie Du, lieber Wofgang, die schöne neue Welt der statistisch validierten Eigendiagnose per homecomputer (diese Konsequenz steht am Ende der Entwicklung..)
    Viele brauchen und wollen “ihren” Arzt als Vertrauensperson und die HeilKUNST, die sich nun mal nicht standardisieren läßt.
    Vermutlich hat sich Dein Beitrag mit meinem Nachtrag zum Flugblatt gekreuzt – da steht alles drin… ;-)

    Stasi Medizin macht krank, kostet Lebensqualität und Lebensjahre. Das ist erwiesen. Deswegen müssen wir sie verhindern, es sei denn, sie wird von der Mehrheit gewollt.

    Mein Aufruf an Euch alle hier dient der Info – sage mir hier keiner: das hab ich nicht gewußt wenn denn erst alle qualifizierten und engagierten Ärzte und Ärztinnen das Land verlassen haben, weil es für uns hier nur noch politische Zwangsjacken, frustrierte und fordernde Patienten und dafür nicht mal mehr den derzeit für Arbeiter diskutierten Mindestlohn pro Stunde gibt.

    Von England über Skandinavien bis Dubai oder egal wo auf der Welt sind deutsche Ärzte nämlich wertgeschätzt und willkommen.
    Wat sachste nu?! :-)

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Das Schweigen der Lämmer sagte:

    [...] Kommunikation über alle Tellerränder hinweg, Werte entwickeln und vermitteln, Querdenken, Innovativdenken. Doch merke ich immer wieder, daß mein spezielles Berufsfeld weder verstanden noch wahrgenommen wird. Das Leiden der Ärzte.. Doch gerade das habe ich mir in einem innovativen Business-Club ganz anders vorgestellt. Jüngstes Beispiel: mein Artikel “Blitzaktion gegen die Gesundheitsreform”. Mehrheitliches Schweigen – und ca.4 Unterschriften aus dem BC auf der Unterschriftenliste. [...]

  • Doc Sarah Schons (author) sagte:

    Noch auf Empfang und Sendung, lieber Wolfgang?! Oder hat jetzt doch der Prozeß der Verinnerlichung begonnen?! :-)

    Gibt´s für Deinen Beruf eigentlich eine staatlich vorgegebene Fortbildungspflicht und ggf Sanktionen bei Nichtbefolgung?! Mußt Du diese Fortbildung auch aus eigener Tasche teuer bezahlen? Oder reicht unüberprüft Deine Bekundung, Du würdest Dich fortbilden?

    Würdest Du für einen Brutto-Sundenlohn UNTER dem diskutierten Mindestlohn für Arbeiter Deine Expertise andauernd 24/7 zur Verfügung stellen? Würde Dich das glücklich machen, wenn am Ende nur das staatlich geförderte “Fehlverhalten” Deiner Kunden dabei herauskäme?!

    Ich kann und darf den Übergewichtigen Rückenschmerzpatienten nicht der Tür verweisen. Das wäre qua geltendem Gesetz “unterlassene Hilfeleistung” und JEDER könnte mich darob verklagen. Das weiß doch so ein aufgeklärter Geist wie Du!

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Liebe Sarah,

    ich war gestern ganztägig mit anderen Dingen beschäftigt, die für mich höchste Priorität hatten, und bin erst jetzt wieder “auf Sendung”.

    Es gibt für meinen Beruf keine staatlich vorgegebene Fortbildungspflicht, aber die Sanktionen für Nichtbefolgung sind um so brutaler: Wenn ich mich nicht permanent fortbilde, kriege ich einfach keine Aufträge mehr. Es gibt wohl kaum einen Bereich, der einem dermaßen rasanten Wandel unterworfen ist wie der IT-Bereich. Es gibt das Bonmot, dass ein IT-Jahr sieben Menschenjahren entspricht.

    Selbstverständlich muss ich meine Fortbildung aus eigener Tasche bezahlen. Ich kann nur versuchen, sie über Leistungen von Kunden wieder bezahlt zu bekommen.

    Dass du einem übergewichtigen Rückenschmerzpatienten nicht die Hilfeleistung verweigen darfst, weiß ich auch. Dies ist ja nur ein Beispiel für die verfehlte Gesundheitspolitik. Symptombehandlung statt Ursachenbeseitigung. Da kann ich auch die Ärzte nicht ausnehmen. Für dich gilt das, so wie ich dich kenne, nicht, aber für viele deiner Kollegen. Auch der Arzt verdient an der Krankheit des Patienten. Wären die Menschen alle gesund (natürlich ein Utopie), kann ging es den Ärzten ganz schlecht. Aus der Sicht eines einzelnen Arztes gönne ich ihm doch ein volles Wartezimmer. Aber als Patient und Beitragszahler finde ich das eben nicht gut.

  • Jörg Holzmüller sagte:

    Vielleicht hilft es ein wenig, um ein paar Unterschriften mehr zu bekommen: http://www.walthers.de/blogs/index.php?title=unterschriftenaktion_gegen_gesundheitsre&more=1&c=1&tb=1&pb=1m Saftblog habe ich eben diesen Eintrag gepostet:

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