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Lassen Sie sich gerne (fest-)binden?

Wolff Horbach 25 Februar 2007 Ein Kommentar

Man bindet etwas fest, damit es nicht runterfällt. Oder nicht wegläuft. Zum Beispiel den Hund vor dem Fleischerladen.

Diese Grundidee des “Nicht-mehr-Weglaufen-Könnes” muss vor vielen Jahren auch einem Marketing-Freak in den Sinn gekommen sein und er hat das Wort Kundenbindung erfunden. Seitdem – sorry – schwafelt fast jeder davon. Ich finde das Wort “Kundenbindung” schrecklich. Ich bin ein freiheitsliebender Mensch und lasse mich höchst ungern “binden”. Man darf mich gerne begeistern, faszinieren, überzeugen. Wenn ich mich gut behandelt fühle, komme ich auch gerne wieder.

Mein Lieblings-Italiener liefert stets eine gute Qualität. Er hört mir gut zu. Er weiß, was ich gerne mag. Ich folge gerne seinen Empfehlungen. Und wurde noch nie ent- / getäuscht. Er hat es nicht nötig, mir eine Kundenkarte oder sonst ein Kundenbindungs-Instrument anzudienern.

Sind Kundenbindungs-Tools a la Payback vielleicht eher Instrumente, um mich als Kunden in meinem Verbrauchsverhalten auszuspionieren? Sind Kunden vielleicht zu blöde, um zu begreifen, dass sie die schönen Rabatte und Boni vorher selbst mit überteuerten Produkten finanziert haben?


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Ein Kommentar »

  • Doc Sarah Schons sagte:

    PAYBACK NEIN DANKE – ist doch nur ein weiters Instrument, um uns alle auszuspionieren.. Was passiert mit unseren Daten?!?!

    Das Unwort “Kundenbindung” verursacht mir nicht nur in dem Datenerfassungskontext große Übelkeit.
    Wer glaubt den schon gern an die erfundenen Gesetze der Schwerkraft?! Ich bin kein Newton´sches Fallobst!

    Du hast vollkommen Recht, lieber Wolfgang: freiheitsliebende Menschen wie wir und all die anderen lassen sich höchst ungern “binden” (abgesehen von Kunstformen oder Literatur wie “Of human bondage” von Somerset Maugham..).

    Was überzeugen kann, ist Qualität – im Service und besonders im Produkt.

    Rabattmarken sind was für Kleingeister, Erbsenzähler und Überwachungsfreaks…

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