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Welt verbessern – leicht gemacht!

Andreas Kirsche 3 März 2007 16 Kommentare

Über Martin Kupp von der esmt (European School of Management and Technology) bin ich kürzlich auf Kiva.org gestoßen. Kiva ist eine neue Möglichkeit Menschen aus Entwicklungsländern unter die Arme zu greifen. Aber nicht durch Spenden, sondern durch Mikrokredite.

kiva-logo.jpg

Das Geld wird über Mikrofinanzinstitutionen vor Ort an die Kreditnehmer verteilt.

Auf kiva.org werden diejenigen vorgestellt, die mit ihren Ideen und Projekten von den vor Ort befindlichen Mikrokreditinstitutionen geprüft und zugelassen wurden. Man kann also selber aussuchen, wem man solch einen Mikrokredit gewähren möchte.

bild-10.png
Das jeweilige Projekt wird ebenfalls kurz vorgestellt, man erfährt, wieviel Geld dafür benötigt wird, wieviel bereits aus der Summe der Mikrokredite zusammengekommen ist und welche Summe noch fehlt. Der niedrigste Mikrokredit, den man gewähren kann beträgt 25 USD, das sind beim gegenwärtigen Kurs knapp 20 Euro. Die Zahlung erfolgt entweder über paypal oder die eigene Kreditkarte.

Die Anleihen laufen 6-12 Monate. Während der gesamten Zeit bekommt man Informationen über das gesponsorte Unternehmen. Nach Ablauf der Zeit kann man sich die Anleihe wieder auszahlen lassen, oder damit ein anderes Business fördern.

Bisher wurden über Kiva.org mehr als 1 Million USD an 2.000 Gründer in der 3. Welt vergeben.

Ich finde das eine tolle Idee, die da über das Internet umgesetzt worden ist und die es ermöglicht konkret mit wenig Aufwand Hilfe zur Selbsthilfe zu gewähren.


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  5. Sorry, ich habe einen Fehler gemacht…

16 Kommentare »

  • Alexander Greisle sagte:

    Das ist doch mal was! Hat schon jemand hier Erfahrungen gesammelt?

  • Doc Sarah Schons sagte:

    Danke Andreas!
    Hatte vor Monaten mal was dazu bei BBC über KIVA in Afrika vernommen, aber den Namen vergessen…

    Nun war ich grad intensiv auf dieser website, weil die Idee mir sehr gefällt. Besser als “Spenden”, weil Mikrokredite zeigen, daß ich an die Initiative eines Menschen glaube.

    Die meisten aktuellen Projektanträge kommen aus Aserbeidjan – offenbar ist die Gruppe vor Ort besonders aktiv.. Und KIVA vielleicht anderswo noch zu unbekannt.

    Da ich mich in Indien und Zentralamerika besser auskenne, suchte ich vergeblich in der KIVA-Liste nach einigen mir bekannten, zuverlässigen (non-governmental)Organisationen (also möglichen “Mikrokredit-Instituten” vor Ort – wie zB die Conavigua in Guatemala etc.).

    Nun habe ich erst mal diese NGO´s auf KIVA hingewiesen – und KIVA auf diese NGOs. Wenn die sich gegenseitig “gut geben”, bin ich mit Sicherheit als “Lender” dabei!

  • Ludger Freese sagte:

    Hallo Andreas,
    eine wirklich tolle Sache! Wenn das noch ein wenig bekannter gemacht wird, könnten hier noch mehr Menschen spenden.
    Mit “Hilfe zur Selbsthilfe” haben wir z.B. eine Tischlerei in Malawi/ Südostafrika aufgebaut. Dort arbeiten über 30 Tischler und es leben 500 Menschen von deren Arbeit.
    Unser neues Projekt wird der Aufbau eines Krankenhauses in Kaphtenga/Malawi sein. Da wir dafür noch Ärzte, Schwestern und Personal suchen, könnte Kiva.org uns vielleicht unterstützen und Menschen vor Ort Arbeit bringen.

    Ich werde das im Vorstand einmal vorstellen.

  • Ludger Freese sagte:

    Hallo Andreas,
    eine wirklich tolle Sache! Wenn das noch ein wenig bekannter gemacht wird, könnten hier noch mehr Menschen spenden.
    Mit “Hilfe zur Selbsthilfe” haben wir z.B. eine Tischlerei in Malawi/ Südostafrika aufgebaut. Dort arbeiten über 30 Tischler und es leben 500 Menschen von deren Arbeit.
    Unser neues Projekt wird der Aufbau eines Krankenhauses in Kaphtenga/Malawi sein. Da wir dafür noch Ärzte, Schwestern und Personal suchen, könnte Kiva.org uns vielleicht unterstützen und Menschen vor Ort Arbeit bringen.
    Ich werde das im Vorstand einmal vorstellen.

  • Ludger Freese sagte:

    Ach, ich wollte noch auf die Homepage hinweisen. Leider bekomme ich das im Kommentarbereich immer noch nicht hin. (Sorry)
    Wer sich für unsere Arbeit interessiert klickt:
    http://www.malawi-hilfe.org/ an

  • Ludger Freese sagte:

    Ups, klappt ja! :-)

  • Doc Sarah Schons sagte:

    Hey Ludger! Das ist ja klasse! Wußte gar nicht, daß es eine Malawi-Hilfe aus Visbek gibt!!!!

    Übrigens: Schulen bauen ist auf was Feines: zB http://www.tibet-school.org/ – haben wir tibetischen Buddhisten für Tibet gemacht. Mit ursprünglich nur Spenden, jetzt aber auch Mikrokrediten. Tibet ist für KIVA sicher zu kompliziert, weil politisch hochbrisant.. aber Schulen bauen kann man auf der ganzen Welt.. ;-)

  • Doc Sarah Schons sagte:

    So, ich hab dann schon mal angefangen – jetzt fördere ich eine Frau aus Samoa und eine aus Aserbeidjan – wer macht noch mit?! :-)

  • Doc Sarah Schons sagte:

    @Ludger: die Navigation auf der KIVA-Seite ist supereasy – da gibts auch eine contactmail, falls man Ideen zur weiteren Verbreitung von KIVA hat – oder sich in vielfältigen Formen sonst noch beteiligen kann.. ich brainstorme schon…

  • Ludger Freese sagte:

    Hallo Sarah,
    ein Internat haben wir schon fertig gestellt. Ich war vor einigen Jahren in Malawi und habe gesehen, in welch menschenunwürdigen Zustand die Schule war. Jetzt leben und lernen über 400 Kinder in diesem Gymnasium. Das Haus ist mit Spenden neu errichtet worden.

    Was uns sehr viel Freude macht ist, dass wir 420 Waisenkinder von Visbek aus unterstützen. Durch die Patenschaften wird ermöglicht, dass die Kinder eine Schulausbildung, die nötigen Medikamente und Nahrung bekommen. Die Eltern sind oft durch Aids in jungen Jahren gestorben. Unsere Hilfe wird sehr gewissenhaft eingesetzt, so dass wir schon vielen Kindern ein besseres Leben ermöglichen konnten.
    Im Mai wird wieder ein Seecontainer mit Hilfsgütern nach Malawi geschickt…

  • Doc Sarah Schons sagte:

    Hallo Ludger,
    das wird ja immer besser!
    Toll, Euer Malawi Projekt!
    Falls Ihr mit KIVA kooperiert: die haben auch gute Werbe-Artikel…

    Ja, und in Tibet haben wir natürlich auch zu den Schulen (Wellblech-Hütten..) noch Unterkünfte für die Waisen und Halbwaisen gebaut, Lehrer und Schulmaterial organisiert – über die Zustände in Tibet kann ich aber hier nicht schreiben, weil ich bei den Chinesen eh schon auf dem Index stehe..

    Ich selbst hab genau ein Dutzend Patenkinder, -in Nord-Indien (tibetische Flüchtlinge), Brasilien und in Zentral-Amerika – alle durch solche non-profit Organisationen.

    Als Selbsthilfe-Projekt ist auch das Projeto Uere für Strassenkinder in Rio (http://www.projetouere.org.br/en/) ein spannender, innovativer Ansatz. Und meiner lieben Freundin Yvonne, die das ins Leben gerufen hat, werd ich jetzt auch mal KIVA durchfunken..

    Danke für den Hinweis, Andreas! Machst Du auch mit?!

    @Alexander: ich werde berichten.. Jedenfalls geht das alles ganz fix und easy – und bereits eine Stunde nach meinem “check-in” hatte ich schon eine nette mail vom KIVA Team..

  • Andreas Kirsche (author) sagte:

    Hallo Sarah,
    ich werde auf jeden Fall mitmachen. Werde mich noch mal in Ruhe mit den Projektanträgen beschäftigen und dann auswählen.

    Hallo Ludger,
    euer Malawi-Projekt finde ich sehr eindrucksvoll! Ich finde, solche Art von Projekten sind die beste Antwort auf diese resignierte “die-Welt-ist-schlecht-man-kann-ja-doch -nichts-ausrichten”-Haltung!

  • Doc Sarah Schons sagte:

    …und hier -frisch von unserer BC Partnerin Anita Roddick (BODY SHOP) gebloggt die Zeitung zum Thema: New Internationalist (http://www.newint.org) – “the people, the ideas, the actions in the fight for global justice”.
    Tolle Zeitung – lesenwert!!!

  • dealicious » Wisdom of the Crowds Venture Capital sagte:

    [...] In letzter Zeit wird vermehrt über P2P-Kredit-Sites berichtet. Hier kann jeder User, anderen Usern einen Kredit gewähren (oder Teilbeträge einer gewünschten Gesamtsumme zur Verfügung stellen). Meist gebloggtes Beispiel ist dabei Kiva.org, eine Website, die Mikrokredite an Kleinunternehmer in Entwicklungsländern vermittelt (mehr dazu gibt es zum Beispiel hier und hier). [...]

  • Sisley sagte:

    Ashoka ist auch ebenfalls so eine Insitution, die durch andere Menschen bedürftigen Menschen hilft und unterstützt.

  • Ulrike Sennhenn sagte:

    In der Brigitte war vor einigen Monaten ein Bericht über Kiva … da es so viele Rückmeldungen gab von Leserinnen, die um Übersetzung des “to do” baten, gibt es nun diese Website mit deutscher Erklärung: http://www.brigitte.de/frau/gesellschaft/guatemala-kleinkredit/index.html?p=7#a19

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