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Smoke on the Water…

Ludger Freese 24 März 2007 9 Kommentare

 

 

Kennen Sie den Titel “Smoke on the Water“ (Sound auf max.)  von Deep Purple noch? Der Titel hat in jüngster Zeit wieder an Bedeutung gewonnen. Der “Smoke” in der Kneipe, der “Smoke” im Restaurant bei Filet und Wasser. Rauchverbot ist in aller Munde – oder besser: in allen Nasen! Doch stört er wirklich? Als Nichtraucher fällt es mir schwer die Nikotinsucht zu beurteilen.  Ich denke aber, ein staatlich verordnetes Rauchverbot ist wieder eine Einschränkung in die Privatsphäre. Dazu kommt die völlig undurchsichtige Regelung, je nach Bundesland das Rauchverbot zu regeln…

Vor einigen Tagen habe ich mit jemanden gesprochen, der in Irland war. Er ist starker Raucher und fand es sehr angenehm, dass in Lokalen nicht geraucht wird. Eine andere Person (Raucherin) war in Italien und berichtet mir ebenfalls, dass Sie es als angenehm empfunden hat, nicht zu rauchen.

Ich möchte hier im Blog einfach einmal innovative Menschen fragen, wie sie zum Thema Rauchverbot stehen. Wie sollte sich Euer Lieblingsitaliener aufstellen, damit Ihr weiterhin genussvoll bei Carpacchio und Rotwein genießen könnt. Stört Euch der Rauch vom Nebentisch? Meidet Ihr ein Restaurant mit einem “R” und geht ihr lieber “rauchfrei” essen? Welche innovative Ideen könnt Ihr einem Wirt geben, damit sein Kopf nicht raucht?

Gibt es in Zukunft eine “Zwei-Klassen-Gesellschaft” im Restaurant?


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  1. Hommage an Steve Jobs

9 Kommentare »

  • Detlef Mueller sagte:

    Lieber Ludger,

    ein heikles Thema gehen Sie hier cool an. Ich weiß, wovon ich rede, denn nach 30 Jahren starkem Rauchen, habe ich vor acht Jahren von jetzt auf gleich damit aufgehört. Nein, keine Disziplinstärke (dafür bin ich zu leidenschaftlicher Hedonist), sondern der Körper hat gesagt, es reicht!

    Und jetzt kommt der Hammer: Seit 14 Tagen rauche ich wieder! Nur ein wenig und nicht annähernd so viel wie damals, aber es stört mich, obwohl es schmeckt.

    Insofern begrüße ich ausnahmsweise ausdrücklich die Bestrebungen der Regierung, mit den Verboten Hilfen anzubieten. Ich sehe es nicht als persönliche Einschränkung, sondern als Unterstützung zur Abwendung einer Sucht. Wer mehr als 10 Ziggis am Tag qualmt ist abhängig und schafft es meist allein nicht. Genußraucher rauchen ohnehin anders und sind nicht betroffen.

    Aber den Wenigsten hilft der eigene Körper, weil sie die Signale missachten.
    Wir haben doch alle weitestgehend verlernt auf das “Innere Kind” zu hören und unserer Intuition zu folgen.

    Ich unterstütze also diese Verbote und werde berichten, wenn ich in hoffentlich wenigen Tagen wieder weg bin, “von der Schachtel”…

    Herzlichst: Detlef Mueller
    (ausnahmsweise mal am Wochenende schreibend)

  • innokaan sagte:

    Als Nichtraucher bin ich auch dafür, dass die Entscheidung nicht auf Wirte, Gäste usw. abgewälzt wird. Deshalb gefällt mir die ‘radikale’ irische Lösung sehr gut: Die Iren haben alles am Schutz der Arbeitnehmer aufgehängt, sprich: am Arbeitsplatz ist Rauchen tabu! Und damit fällt schon eine Entschuldigung weg: “Ich kann es mir nicht leisten, denn dann kommt keiner mehr in mein Lokal!” Etliche Studien und Statistiken haben bereits belegt: Wo es keine Ausnahme gibt, ist die Zahl der Restaurant und Pub-Gäste sogar gestiegen! Nicht zuletzt deshalb, weil sogar viele Raucher das gut finden (siehe oben, Sucht und so…). Wie viele Dinge im Leben hat sich das vorher niemand vorstellen können, dass in einem Pub nicht mehr geraucht wird.
    Deutschlands Politiker sollten sich an Irland ein Beispiel nehmen: Derjenige Politiker, der dieses Gesetz eingeführt hat, ist mittlerweile in der Popularität enorm gestiegen.

  • Michael Fromm sagte:

    Hallo Herr Freese,
    schon zu der Zeit, als ich noch Pfeifenraucher war (das ist ca. sieben Jahre her und ich habe mehr als 25 Jahre Pfeife geraucht…) habe ich in besonders kleinen und eng bestuhlten Lokalen nicht geraucht. Seit dem Beginn meiner Nichtraucherzeit im Jahr 2000 habe ich das Rauchen an den Nachbartischen stets als störend empfunden. Somit freue ich mich jetzt auf die rauchfreien Lokale der Zukunft…

    Ein schönes – und rauchfreies – Wochenende wünscht

    Michael Fromm

  • Elita Wiegand sagte:

    Das Thema Rauchen – Nichtrauchen bewegt die Gemüter und beherrscht seit Wochen die Medien. Was in anderen Ländern ohne große Probleme über die politische Bühne geht,wird hier endlos diskutiert. Mensch, einfach das Nichtrauchergesetz erlassen-  Schluss!
    Obwohl ich Raucherin bin, kann ich mich gut damit arrangieren in Restaurants, im Flugzeug oder im Zug nicht zu rauchen. Und: Wie man liest, profitieren vor allem Gourmet Restaurants von der rauchfreien Regelung.
    Innovative Lösungen für Wirte? Ist ne schwierige Frage, Ludger. Kann mich gut an eine sympathische Lösung des Restaurants Balthazar in New York erinnern. Im Restaurant darf natürlich nicht geraucht werden, aber es gibt eine Bar für die “Zigarette” nach dem gutem Essen. Und hier tummeln sich auch einige Zigarrenraucher.

  • Ludger Freese (author) sagte:

    Ich stecke mitten im Buch von Anja Förster und Peter Kreuz: “Alles, außer gewöhnlich!”
    Das Buch gibt “Ansätze” die ich zum Thema Rauchverbot “umgebogen habe”
    Hier einige Gedanken für Wirte:

    1. Eine Stimmkarte auf allen Tischen auslegen. Darauf stehen Fragen zum Thema Rauchen in Gaststätten. Der Gast kreuzt seine Meinung an, der Wirt bekommt einen Überblick.

    2. Eine große Uhr hängt im Lokal. Darauf ist ein “5-Minuten-Feld” das rot markiert ist. Rückt der Zeiger ins rote Feld, darf geraucht werden. Dann wird gelüftet und es herrscht 55 Minuten saubere Luft.

    3. Ein extra Zimmer wird eingerichtet, wo Raucher/innen ungestört rauchen dürfen.

    4. Alle Raucher bieten allen Nichtrauchern eine Zigarette an.

    5. Raucher gehen auf die Terrasse. Dort heizt ein großer Strahler die Gäste ein. Die Terrasse ist überdacht. Niemand soll sich unwohl fühlen.

    6. Unter einigen Tischen liegt ein dicker Schlauch, der an eine Absauganlage hängt. Diese saugt den Dunst des Rauchers ab.

    7. Der Wirt geht mit gutem Beispiel voran und raucht nicht im Lokal.

    8. Es wird kostenlos gesundes Obst gereicht, um zu zeigen, dass die Gesundheit wichtig ist – oder – jeder Gast der nicht geraucht hat, bekommt ein Gläschen Fruchtsaft geschenkt.

    9. Es liegt loser Tabak in einem extra Raum. Der Gast darf sich hier gratis eine Zigarette drehen und rauchen. Dadurch wird der Raucher zum handeln erzogen.

    10. Über einem Tisch im Lokal hängt eine große Abzugshaube. (Raucherhaube) Darunter darf geraucht werden.

    11. Ein bestimmter Tag in der Woche ist Rauchertag. Das wird werblich besonders herausgestellt.

    12. Am Eingang des Lokals gibt es kleine Schließfächer, wo Raucher ihre Zigaretten hinterlegen können.

    (So, Freese, jetzt haste genug gesponnen :-) )

  • innokaan sagte:

    Toll, Herr Freese…!
    Spontan fällt mir noch etwas ein: Wie wärs mit ‘rauchfreien’ Zigaretten?
    LG, innokaan

  • Doc Sarah Schons sagte:

    Joj, Ludger!!!!
    Schon wieder so´n Kreativitätsausbruch !!!!! :-)
    Super!

    Allerdings geht mir das Thema langsam auf die Nerven – hat die Welt und diese Nation denn keine anderen Probleme?!

    Und wieso wird bei all dieser “Bürger-Fremdbestimmung” nicht zu allererst der Alkohol auf den Index gesetzt??? ;-(

    Folgen des chronischen wie auch akuten Alkoholkonsums sind verantwortlich für die meisten Krankheiten, die meisten Verkehrsunfälle, häusliche und sonstige Gewalt, einen Löwenanteil der “Gesundheitskosten”…
    soll noch mal einer sagen, Alkoholkonsum schädigt die Umwelt nicht….

  • URS sagte:

    Ich bin Nichtraucher, und ich meide seit einigen Jahren Restaurants, weil es darin meistens stinkt und nachher meine Kleidung so dermaßen stinkt, daß meine Frau sich einen Tag lang beschwert.

    Im März war ich in einem Restaurant, das als Nichtraucherlokal Werbung macht. Es war herrlich dort! Die Kellner haben zwar unter der Hand gemeckert, daß sie auch in den Pausen nicht rauchen dürfen, weil sie sonst beim Bedienen nach Teerkessel riechen, und daß der Umsatz zurückgegangen sei und einige Kollegen abgesprungen wären, aber immerhin kann ich jetz mit meinen Bekannten in ein vernünftiges Lokal gehen, ohne nachher nach Zigaretten zu stinken. (Gut, ich kam dann mit Knoblauchfahne nach hause, aber das ist eine andere Geschichte…)

    Endlich wieder gute Luft beim Essen. Gastwirte, macht mehr Nichtraucherlokale!

  • Christ Sebastian sagte:

    Smoke on the water ist der geilste song den es giebt (wir haben ihn im moment in Musik)

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