Archiv für April, 2007

Barbara bloggt aus Belfast

2007-04-30, von Barbara Boyle

Gerne stelle ich mich bei Euch vor: Ich heiße Barbara Boyle. Ich habe früher bei Elita gelernt und dann als Journalistin in ihrem Journalistenbüro Wortfabrik gearbeitet. (War ne spannende Zeit. Ich habe damals zum Beispiel die Pressearbeit für die Eiskunstläuferin Tanja Szewczenko gemacht. Gerne erinnere ich mich auch noch an das Open Air Konzert “Last Night of the proms” auf der Düsseldorfer Rennbahn, dass wir damals organisiert haben – ein riesiges Medienspektakel!) Na ja, mein Mann ist Ire und deshalb lebe ich 1996 in Bangor, County Down, ca. 30 Kilometer von der Hauptstadt Belfast entfernt. Hier arbeite ich als Dozentin für Wirtschaftsdeutsch an der Queen’s University Belfast. Vielleicht interessiert Euch, was hier in Irland in der Wirtschaft passiert. Ich erzähle Euch ein bisschen was, okay?

Ikea kommt nach Belfast

Der Möbelhersteller IKEA schafft erst jetzt den Sprung auf die grüne Insel und diese Neuigkeit stellt fast das politische Machtgerangel der nordirischen Parteien in den Schatten. Schon bald wird die schwedische blau-gelb Ikea Marke blitzen, die im Dezember diesen Jahres ihr erste irische Verkaufhalle am Belfaster Meerbusen eröffnen will. Endlich scheint der Sprung von Insel zu Insel im Vereinigten Königreich zu gelingen, der schon seit 2003 in Planung war. Das Zusammenwachsen der beiden irischen Staaten wird durch das geplante Eröffnen von zwei Ikea Filialen im Norden und Süden zudem wirtschaftlich untermauert, da Ikea auch gleichzeitig ein Geschäft im Dubliner Vorort Ballymun der Planung vorlegt hat.

Virtuelle Klassenzimmer

Waren die Inselbewohner früher eher konservativ im Umgang mit Technik und Innovation, zeigen sie heute großes Interesse auf allen Gebieten. Der ehemalige Standort für Schifffahrtsbau und Textilien hat nach mehrfachen Strukturumwandlungen sich zum Zentrum für neue Technologien und E-Learning gemausert. Die Schulen sind fast flächendeckend mit Computer im Internet ausgerüstet und eine neue Generation von Schülern hält es für selbstverständlich, daß sie rund um die Uhr vernetzt sind. Lehrer mailen ihren Schülern und deren Eltern die neuesten Lernpakete zu; das « virtuelle Klassenzimmer» ist in Nordirland Schulalltag. Die schnelle Einführung dieser neuen Lernwelt wurde von der Wirtschaft in Nordirland dringend gefordert und ist durch die britische Regionalförderung und natürlich auch durch die europäische Wirtschaftsförderung ermöglicht worden. Der Standort am Rande Europas hat dadurch einen Wettbewerbsvorteil und hat an internationaler Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig hat Nordirland derart an Kaufkraft zugenommen, daß viele internationale Unternehmen bereit sind auch im Sterlingmarkt der irischen Insel zu investieren. Ikea, wenn auch relativ spät, hat die Attraktivität des Standorts Nordirland erkannt. Andere werden sicher bald folgen.

Lidl und die heimischen Genüsse

Nach zehn Jahren Leben in Nordirland, hatte ich eigentlich geglaubt, daß ich auf heimische kulinarische Genüsse leichten Herzens verzichten kann. Doch als Lidl vor rund drei Jahren gleich mehrere Filialen im Norden der grünen Insel eröffnete, schloß ich mich den Scharen neugieriger Konsumenten an und freute mich über Bratwurst, Quark und Vollkornbrot. Das zu Beginn recht kontinentale Warenangebot schrumpfte allerdings etwas im Laufe der Zeit zugunsten einheimischer Produkte, aber die Marke «Lidl» oder wie man hier oft verballhornt «Leidl», ist bei Alt und Jung bekannt und beliebt für preisgünstiges Einkaufen mit deutschem Flair.

Freue mich, wenn ich über das Blog ein wenig in Verbindung mit meiner alten Heimat bleibe und Euch virtuell kennen lerne.

Grüße Euch ganz herzlich

Barbara

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Business-Club Geflüster

2007-04-29, von Elita Wiegand

Zukunftsparty  danke für das Feedback

Das hätten wir nicht erwartet: Die Zukunftsparty kommt gut total an. Ganz viele wollen bei unserer Premiere mit dabei sein. Mails, Anrufe – danke für das tolle Feedback! Noch suchen wir nach dem passenden Veranstaltungsort. Vor einigen Tagen war ich mit unserem Partner Claus Koßmann in Kürten. Dort haben wir Bernd Kugler besucht. Der Chef der BR-Medientechnik hat eine riesengroße Event-Halle, die für eine Zukunftsparty ideal geeignet ist. Ob er mit dabei ist? Dann hat sich Sonja Gierig bei uns gemeldet. Sie war Gast bei unserer IBM Weblog Veranstaltung,  bietet uns Hilfe an und stellt ihr künftiges Museum in Nähe von Korschenbroich zu Verfügung. Der Gutshof (Foto rechts) ist natürlich auch ne tolle Location.

medienhaus_vorne2.jpg museum_gehlenhof.jpg

Klar, würden wir zunächst gerne in Düsseldorf starten, aber warum eigentlich nicht raus aufs Land? Was meint Ihr? Unser Partner Marc Ulrich will die Idee unterstützen. Die Agentur könnte die Gäste mit Requisiten unterstützen, also Titelbilder für die Zeitungen gestalten, Visitenkarten, Fotos, Auszeichnungen etc. Wir wollen auf jeden Fall im Sommer feiern und bleiben dran! Werde Mitte Mai alle per Mail informieren, die sich beteiligen wollen.

Alles, außer gewöhnlich – ein voller Erfolg!

Die beiden Business-Querdenker Anja Förster und Peter Kreuz sind auf Buchtour und nächsten Mittwoch erleben wir unsere Partner live in Essen mit ihrem Vortrag:”Alles außer gewöhnlich – Erfolg durch intelligenten Regelbruch”. Bis jetzt haben wir für unsere Veranstaltung 96 Anmeldungen – super! Die Gästeliste ist jetzt online – hier…

Genusshandwerker
Wir sind uns früher schon mal begegnet, jetzt hat er sich wieder gemeldet und wir haben uns getroffen. Und wie das so ist: Jeder kennt jeden über sechs Ecken. Hans-Georg Pestka arbeitet mit unserem neuen Partner, der Manufaktur Geiger (der Champagner Bratbirne ist ein Genuss-unbedingt zu empfehlen) zusammen, den ich wiederum über Karl-Otto, einem guten Freund in Göppingen kenne und unser Genusshandwerker kennt auch unseren Partner Christoph Hinderfeld von der Zunft AG. Hans-Georg Pestka war lange Zeit Vorsitzender von Slowfood Düsseldorf. (Slowfood ist auch Dein Thema, Ludger, stimmt`s?) Sein Wissen und seine Erfahrung steckt Pestka nun in seine Firma und er hat zusammen mit seinem Partner Andreas Hegmann die Genusshandwerker eröffnet. Wenn Ihr die Website anklickt, läuft Euch bestimmt das Wasser im Munde zusammen: Da gibt es zum Beispiel Frischgeflügel von einem französischen Hof an der Loire, Pumpernickel von der ältesten Bäckerei in Deutschand, Ziegenfrischkäse mit Walnusskrokant aus der Vulkaneifel. Neben Käse, Brot oder Fisch locken auch süße Verführungen: Wie wäre es Wildschokolade? Köstlich! Als stille Genießerin :-) musste ich darüber schreiben. Den Artikel findet Ihr auf Business-on.

Die Top 5 der meist gelesenen Artikel auf unserer Website und im Blog: (in diesem Monat wurden bei uns insgesamt 83.456 Seiten aufgerufen)

  1. Business-Club Veranstaltung:”Alles außer gewöhnlich”
  2. Die Party, die Dein Leben verändert
  3. Die LOHAS kommen! Wie eine Bewegung die Konsumwelt verändert
  4. Von der Naivität
  5. Die Gesetze des Gehirns: Wie Kaufentscheidungen fallen

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Telekom: Aktien kontra Mitarbeiter

2007-04-27, von Elita Wiegand

t-com-ii.jpgWas ist eigentlich los bei der Telekom? Seit Wochen liefert der Magenta Riese den Medien Stoff. «Steht die Deutsche Telekom vor dem Streik?», titeln jetzt die Tageszeitungen. Vor fünf Wochen habe ich bei der T-Com in Bochum moderiert, einer Veranstaltung, zu der mehr als 1.000 Mitarbeiter kamen: Eine gedrückte Stimmung. Viele von ihnen arbeiten seit Jahren in dem Konzern, sind trotzdem treu und mit Herzblut dabei. Jetzt haben sie Angst, wirken verunsichert, wissen mal wieder nicht, was der neue Vorstand plant.

Sind die Mitarbeiter Schuld an dem schlechtem Service?

Die Mitarbeiter sind zu teuer, faul und unmotiviert. Das hat Renè Obermann  verbreitet. Die Mitarbeiter haben schon einiges  geschluckt und jetzt werden sie wieder mal als Sündenböcke für das Missmanagement abgestraft. Die Telekom hat viele Kunden vergrätzt. Rund 2,3 Millionen Kunden haben im vergangenen Jahr ihren Anschluss gekündigt, aber sind daran allein die Mitarbeiter Schuld?  

Aktienkurse nach oben! 

verdi-bochum.jpg“Wir wollen den Service massiv verbessern,” hat der neue Chef Renè Obermann lautstark verkündet. Das haben vor ihm auch schon der Vorstandvorsitzende Kai-Uwe Ricke und Ron Sommer gesagt. Nichts Neues also für die Mitarbeiter. Seitdem der neue Besen durch das Unternehmen fegt, wissen die Mitarbeiter, dass der Konzern mal wieder umgekrempelt wird.

Seit der Postreform hat die Telekom fünf Vorstandsvorsitzende verschlissen – und 16!!! Umstrukturierungen haben die Telekomer seitdem miterlebt. Und jeder Umbau brachte Personalabbau mit sich. Insgesamt 120.000 Stellen wurden seit Ende der neunziger Jahre gestrichen. Allein die Ankündigung, dass Stellen abgebaut werden, reicht, um die Aktienkurse nach oben zu treiben. Trotz der Kundenverluste geht es der Telekom gut, so gut, dass die Anteilseigner in diesem Jahr wieder mit einer Dividende von 3 Milliarden Euro rechnen können. Zu wenig? Mehr, noch mehr: Der neue Chef will glänzen. Und da macht sich die Nachricht gut, dass 60.000 Menschen in Servicegesellschaften abgeschoben werden und weitere 32.000 Beschäftige das Unternehmen in den nächsten Jahren verlassen müssen – damit stellt Obermann einen kräftigen Kurssprung in Aussicht.

Guter Service = Lippenbekenntnis

Derweil verärgert die Telekom Mitarbeiter und Kunden. Die Mitarbeiter in den Call Centern müssen mit einem Informationssystem arbeiten, das viele, zu viele Schnittstellen aufweist. Das System war sehr teuer, wurde aber in der Praxis nie getestet und so häufen jetzt die unbearbeiteten Kundenanfragen. Anrufer, die von einer Stelle zur anderen verbunden werden, geben irgendwann entnervt auf, sind sauer und lassen ihren Unmut an dem Mitarbeitern aus. Früher oder später wechseln die Kunden den Anbieter. Dabei könnte die Telekom allein mit einem guten Service punkten und sich damit von den billigeren Mitbewerben abheben.

Schlechte Arbeitsbedingungen  

Im Januar wurde zum Beispiel der Call- und Workflow in der Düsseldorfer Niederlassung West eingesetzt. (Das System stammt übrigens von der Firma InVision). Ziel war es, die Prozesse zu optimieren, die Produktivität zu erhöhen und den Kunden mit dem richtigen Agenten zu verbinden. Das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Anfragen bleiben liegen – die Telekom hat die Mitarbeiter für das System bis heute nicht qualifiziert.

bednarski.jpg«Die Beschäftigten werden für Managementfehler verantwortlich gemacht», schimpft Josef Bednarski, Vorsitzende des Betriebsrates der Niederlassung West. Und nun wird von ihnen erwartet,  dass sie noch flexibler werden. So werden Standorte geschlossen und die Mitarbeiten müssen demnächst Fahrzeiten bis zu zwei Stunden in Kauf nehmen. Für Teilzeitbeschäftigte ein Unding! Zudem wird die Arbeitszeit von 34 Stunden auf 38 Stunden erhöht und sie verdienen weniger. «Mit der Mehrbelastung will die Telekom die Mitarbeiter aus dem Unternehmen rausdrücken, um jüngere für weniger Geld einzustellen», vermutet Josef Bednarski.

“Telekom ist an keiner Lösung interessiert!”

Ado Wilhelm, ver.di Leiter der Fachgruppe Mobilfunkkommunikation geht noch einen Schritt weiter: «Die Telekom will die Konditionen für die Mitarbeiter nach unten knüppeln.» Für eine bessere Kundenorientierung brauche man keine drei neue Servicegesellschaften, mit denen noch mehr Schnittstellen geschaffen werden und damit der Service weiter verschlechtert wird. Und Wilhelm behauptet, dass die Telekom an einer vernünftigen Lösung überhaupt nicht interessiert sei. Vielmehr werde die Arbeit künftig an billige Anbieter nach außen verlagert und die Leistungen werden draußen eingekauft. «Irgendwann besteht die Telekom aus einer virtuellen Obergesellschaft mit 100 Menschen, die das ganze Unternehmen steuern», vermutet Wilhelm.

Übernahmeszenario

Entlassungen, Personalabbau, Einsparungen durch Outsourcing – die Aktionäre reiben sich die Hände. Doch genau der geringe Aktienkurs verleitet jetzt Telekom-Chef Obermann zu der Aussage” Ich halte es nicht für ausgeschlossen, Gegenstand von Übernahmeszenarien zu werden, wenn es uns nicht gelingt, in den nächsten Jahren die Unternehmensbewertung zu steigern”. Das hatte er vorgestern Abend in Berlin gesagt.  

Verdrehte Telekom Welt? Oder alles nur eine Frage, auf welcher Seite man steht?

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Good News: Ökoboom. Dauerhaftes Boom-Potential. Gigantisches Steuerplus.

2007-04-25, von Wolff Horbach

Daumen hochGood news are no news. Sagen Journalisten und berichten daher am liebsten über Katatrophen, Chaos und Streit. Von daher müßten die letzten Jahre eine Freude für Journalisten gewesen sein: Deutschland in vielen Rankings nur im Mittelfeld oder unter “ferner-liefen”, überall nur Nörgler und Schwarzseher, bad news zuhauf.

Da ich kein Journalist bin, nicht auf die Quote achten muss, wage ich den Versuch und liste hier ein paar sehr gute Nachrichten der letzten Tage auf, die uns alle freuen müßten:

Ich finde, Optimismus tut uns allen gut. Das heißt nicht, immer die rosarote Brille aufzuhaben und die Risiken auszublenden. Aber mit dem Fokus auf das Positive kommen wir weiter als mit Ärger über Negatives.

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Innovatives Sportplatz-Design

2007-04-23, von Wolff Horbach

Schiefer SportplatzBei der Routenplanung benutze ich vorzugsweise Google Maps. Als ich mir einen heutigen Treffpunkt in Bochum aus der Luft ansah, fiel mir in der Nähe ein Sportplatz auf, der etwas eigenwillig gestaltet ist. Die Grundfläche ist kein Rechteck, sondern ein Parallelogramm. Und beim Zeichnen des Mittel-Eies hat sich die künstlerische Freiheit durchgesetzt.

Zu finden ist der Sportplatz hier.

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Lebst du schon LOHAS?

2007-04-22, von Wolff Horbach

Fast hätte ich geschrieben: «Bist du schon ein LOHAS?» Aber das wäre bei korrekter Auslegung schon etwas eigenartig. LOHAS steht nämlich für «Lifestyle of Health and Sustainability». Auf Deutsch: Lebensstil, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Daher ist es wohl kaum richtig, zu sagen: «Ich bin ein Lebensstil, der sich …». Trotzdem wird der Begriff LOHAS – da bin ich mir ganz sicher – über kurz oder lang von vielen gebraucht werden. Sie werden sich damit identifizieren. Es ist ja auch nur ein kleiner Schritt von: «Ich bin einer(r), der (die) einen Lebensstil führt, der sich an Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert» zu “Ich bin ein LOHAS”. Also doch: “Die LOHAS. Wir LOHAS. …

Elita Wiegand hat sehr ausführlich beschrieben, was LOHAS bedeutet. Ich habe die Studie des Zukunftsinstituts ebenfalls gelesen und kann Elita nur voll zustimmen. Die letzten Jahre waren ja schon nicht gerade langweilig. Aber was da auf uns zukommt, wird der Tempo der Veränderung um einige Takte nach oben verändern.

Ein paar Beispiele. Hätten Sie gewusst,

  • dass Aldi und Lidl mittlerweile die größten Verkäufer von Bio-Lebensmitteln sind? Die Zuwachsraten der letzten Jahre waren gewaltig.
     
  • Dass die deutsche Landwirtschaft die Nachfrage nach vielen Bio-Artikeln nicht mehr befriedigen kann und viele ökologisch angebaute Lebensmittel mittlerweile importiert werden müssen?
     
  • Dass Deutschland einer der führenden Anbieter von Umwelttechnologie ist und dass dieser Markt im Jahre 2020 höchstwahrscheinlich den Maschinenbau und die Automobilindustrie also führende Industriesektoren abgelöst haben wird? Spiegel-Online schrieb dazu: Deutschland vor grünem Wirtschaftswunder. (Kann sich noch jemand daran erinnern, wie die “grünen Spinner” als Feinde unserer Gesellschaft diffamiert wurden? Wie die Forderung nach mehr Umweltschutz “die Industrie und unsere Volkswirtschaft bedrohte”? Wie die Forderung nach einer anderen Energiepolitik bei Konservativen den Schaum vor den Mund brachte? Ist gar nicht so lange her!)

Meine Empfehlung: Jeder im Business-Club und auch alle da draußen sollten sich schnellstens mit dem Thema LOHAS auseinandersetzen. Da ist eine Marktentwicklung im Gange, die alles Bisherige in den Schatten stellt. Wir werden nichts Geringeres erleben als eine Revolution unserer gesamten Märkte. Firmen und Anbieter, die diese Entwicklung verschlafen, werden in Zukunft keine Chance mehr haben.

Ich bin überzeugt davon, dass die allermeisten Mitglieder im Business-Club innovativ.in im Herzen schon LOHAS sind.

Was mich besonders freut: Im Chinesischen bedeutet LOHAS = glückliches Leben.

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Jetzt schlägts 13: Herr Schäuble findet Unschuldsvermutung doof

2007-04-18, von Alexander Greisle

Aus einem neuen Interview mit dem Chef-Paranoiker Schäuble, der nun zum Angriff auf die Unschuldsvermutung unseres Noch-Rechtsstaates bläst, da er diese für überholt hält. Das passt hervorragend in das Bild des heraufziehenden Überwachungsstaates:

Schäuble spricht im neuen stern davon, dass der Grundsatz der Unschuldsvermutung im Kampf gegen terroristische Gefahren nicht gelten könne. “Wäre es richtig zu sagen: Lieber lasse ich zehn Anschläge passieren, als dass ich jemanden, der vielleicht keinen Anschlag begehen will, daran zu hindern versuche. Nach meiner Auffassung wäre das falsch.” (Quelle: Interview mit Herrn Schäuble auf stern online, via law blog)

Sehr richtiges Statement von Udo Vetter im oben verlinkten law blog: “Wenn ich als Bürger bislang gedacht hätte, mich geht der Sicherheitswahn des Innenministers nichts an und ich könne ja ohnehin nur davon profitieren, würde ich jetzt umdenken. Denn letztlich kann sich in einem Staat, der ohne Tatverdacht zugreift, niemand mehr sicher sein, ob er nicht zur falschen Zeit am falschen Ort war und ins Raster geraten ist.” Selbst wenn Sie anständig sind und nichts zu verbergen haben.

Ein endgültig entlarvendes Interview mit Schäuble. Nun ist Frau Merkel gefordert, die Notbremse zu ziehen und diesen Amok laufenden Minister aus dem Kabinett zu entfernen. Andernfalls macht sie sich der Mittäterschaft an der Zerstörung unseres freiheitlichen Rechtsstaates schuldig. Frau Merkel, ich verstehe nicht, wie Sie mit Ihrer Vergangenheit im Stasi-Regime diesen Menschen gewähren lassen können. Frau Merkel, Sie spielen mit dem Feuer. Ich hatte in den letzten Tagen viele Gespräche mit Menschen unterschiedlicher bürgerlicher Gruppen. Der Unmut wächst. Schneller als Sie sich vielleicht vorstellen können.

Ich mag solche dramatischen Formulierungen eigentlich nicht. Nur fällt mir nichts anderes mehr ein. Ein Innenminister, der mal eben die Staatsordnung verändern will und dabei das Verfassungsgericht als störendes Beiwerk versteht, der verhilft in seiner Verblendung den Terroristen durch die Hintertür zu dem, was diese eigentlich wollen.

Herr Schäuble empfindet übrigends die kritischen Stimmen zu seinen Plänen als diffamierend und beginnt offensichtlich, diese persönlich zu nehmen. Tut mir jetzt aber echt leid, Herr Schäuble, Sie sollten zum Arzt gehen. Ich empfinde Ihre Angriffe auf unsere freiheitlichen Grundrechte als unerträglich.

Hallo, innovativer Business Club. Werden wir gemeinsam etwas dagegen tun?

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1. Ergebnisse des Brainstormings-Prozesses

2007-04-16, von Judita Ruske

Hier also die Zusammenfassung der bisherigen Brainstormings, die Ideen waren nicht wenig!
Ich habe versucht, die Ideen unbewertet zusammenzufassen und in Cluster geordnet, die weiter anregend sein sollen. Dass die Namen der Urheber nicht erwähnt sind, mag mir niemand übel nehmen. Ohne dem ist es leichter, bei den Ideen zu bleiben und nicht durch persönliche Zuordnung zu werten. Alles ist noch Rohstoff zum Spielen, kann sich noch in ganz andere Richtungen entwickeln und bleibt weiterhin offen! Wer sich schon innerlich mit seiner eigenen Vision befasst, die wir auf der Zukunftsparty austauschen, dem wird bestimmt noch einiges einfallen, was er davon hier im BC umsetzen kann. Noch mehr natürlich passiert, wenn ihr untereinander im Austausch bleibt. Und hier der Überblick bis jetzt:  

Ausrichtung und Organisationsform

  • Bedürfnisse, Selbstverständnis, Ziele klären, Vision u. Leitsatz gemeinsam formulieren
  • Neuer Name: z.B. BC iQ = Businessclub innovativer Querdenker 
  • Ein Business-Club mit Mission und Vision
  • Werte und die Haltung der Mitglieder aus der Vernetzung heraus klar kommunizieren
  • Bekennende Querdenker herausstellen
  • Aufnahmekriterium: Commitment und Aktivität
  • jeden Monat einen neuen »Kapitän/in«, der/die das Boot steuert.
    (Neue »Matrosen« gewinnen und neue »Gewässer« ansteuern.)
  • Mentoren für einzelne Bereiche, immer wieder wechselnd
  • Konzept »One year to lead«
  • Gutes Klima pflegen
  • Nachhaltige Aktivierung der Mitglieder
  • Mehr Synnergieeffekte
  • Verbesserung des Empfehlungsmarketings

Finanzen

  • Community mit Anbindung an die Stiftung oder darin implementiert. Unterscheidung Blog/Live- BC Finanzen
  • Beirat aus fünf Personen, die 4 x im Jahr die Weiterentwicklung des BC in Augenschein nehmen
  • klare Struktur und Organisation als Stiftung, dadurch Erreichen von Unterstützungen der  öffentlichen Institutionen, Wirtschaft
  • Jahresbeitrag oder »lifelong-membership« mit einmaligem Beitrag
    passende Sponsoren (jedes Mitglied kümmert sich darum)

 Veranstaltungen

  • Mehr Veranstaltungen (mind. 1 x im Monat)
  • Tag der virtuellen offenen Tür im Internet (Halber bis ganzer Tag) als bundesweite Aktion mit Leitthema: Eröffnung, Sessions, Vorträge , Diskussionen, Schlusswort.
    Öffentlichkeitswirksam, neue Kundenkontakte
  • Themenabend (Ausrichtung durch ein Mitglied)
    Vorteil: unerwartete Impulse für neue Projekte, roter Faden wichtig
  • Kleingruppen-/Aktionsgruppentreffen
  • BC chill-out«, Austausch auf Sympathie/Neugier-Ebene – ohne Business Interessen im Vordergrund.
  • Frühstück/Essen/Kochen in lockerer Atmosphäre
  • Projektwerkstätten/Projektcamps: Kombi von kreativer Projektarbeit und angenehmem Zusammensein mit Essen/Kochen an einem schönen Ort. Ungestörtes kreatives Feld.

Projekte und Kooperationen:

  • Möglichst viele Projekte/Synergien untereinander.
  • Ideenpool-Abend (2-monatl.). Jeder kann seine Idee (anonym) einbringen, gemeinsame Umsetzung. Bei Erfolg Gewinnbeteiligung.
  • kleine und große soziale Projekte gemeinsam unterstützen
    (macht zufrieden und schafft Beziehungen untereinander)
  • PR-Kooperation
    Veröffentlichung interessanter Beiträge der BC-Mitglieder auf business-on.de
  • Kooperation bei Veranstaltungen
  • Sondertarife für alle Partner auf die eigenen Produkte und Dienstleistungen (Mehrwert des Clubs steigern, mehr ins Gespräch kommen)

Optimierung der Website/Blog:

  • angemessene CI und Optik
  • Übersichtlichkeit, Feeds, Wikis m. gemeinsamem Knowhow
  • Blogging Basic Kurs
  • Erfolgsberichte online
  • Andocken an ein Projektmanagementsystem z. gem. Projektarbeit
  • Fortschritte im Ideenprozess nach außen darstellen und visualisieren
  • Anonyme Networking Plattform:
    Kontakte, Berichte über besuchte Vorträge, Folien.
    (Veranstalter könnten interessante Referenten finden, Info über lohnende Vorträge, weniger anonym als Xing)
  • Einrichtung viritueller Rooms (vR)
    Einrichtung neuer VRs durch BC-Mitglieder
    Einladung Interessierter durch BC-Mitglieder
    Diskussion interner Angelegenheiten
    Aufnahmekriterien
    Abstimmung über Aufnahme/Ausschluss von Mitgliedern
  • Firmenprofile verbessern:
    jeder stellt sich selbst vor, darüber Kontakte knüpfen
    Verschiedene Schreibrechte: Fachbeiträge schreiben, Termine veröffentlichen, neue Mitglieder einladen

 Bewährtes:

  • Anregungen, Kommunikation und daraus entstehende Projekte
  • offene Kommunikation, klares Profil
  • Niveau, gute Kontakte und Multiplikatoren
  • Mischung aus hochwertigen Artikeln und Interviews und außergewöhnlichen Veranstaltungen,  gutes  Ranking über den Blog
  • Auch lesende Mitglieder sind wichtig

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Open Innovation ist gestartet

2007-04-16, von Elita Wiegand

Jetzt gibt es sie, die Community für Open Innovation.  Fachleute, Wisssenschaftler und Unternehmen können bei OpenInnovators  Berichte und Forschungsergebnisse veröffentlichen. Hier gibt es News zu Open Innovation Themen, einen Veranstaltungskalender und inzwischen sind schon über 70 praxisbezogene Downloads eingestellt. Die Community ist offen und kostenlos! Wer sich registriert, kann auf Open Innovators selbst themenbezogene Artikel veröffentlichen und die Kommunikation mitgestalten. 

Kooperationspartner sind derzeit Top 100 und das European School of Business Research Institute (ESB-RI) – und weil Frank Pfeiffer uns auch unbedingt dabei haben will und angefragt hat, wird innovativ.in mitmachen.

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Business-Club der Zukunft: Es geht weiter!

2007-04-15, von Elita Wiegand

Wie sieht der Business-Club der Zukunft aus? Diese Frage haben wir gestellt und hier zu einem Blog Brainstorming aufgerufen. Danke an alle, die sich beteiligt haben, danke für neue Ideen, Geistesblitze und Gedanken, für Tipps und Quergedachtes. 16 (habe falsch geguckt) 19, nein 20!!! (Burkhard Schneider hat gerade noch mal was geschrieben) Kommentare zu den unterschiedlichen Bereichen wie Finanzen und Veranstaltungen, Projekte und Kooperationen, Website und Blog sind eingegangen. Danke, danke – der virtuelle Siegerpokal wird noch überreicht und ich bedanke mich mit einem kleinen Geschenk bei den Kommentatoren.

Die Vielfalt hat mich überrascht und wie das so ist, wenn man «Betriebsblind» wird, sind darunter viele Ideen, die mir vermutlich nie eingefallen wären. So hat der offene Dialog jede Menge gebracht. Ihr habt nicht nur meine grauen Zellen aktiviert, sondern unser Blog Brainstorming hat «da draußen» viele positive Reaktionen hervorgerufen. Lob für unseren «open innovation» Prozess von vielen Menschen, die sich hier nicht mit Kommentaren beteiligt haben. Mails und Anrufe, die uns dazu «gratuliert» haben, dass wir diesen neuen Weg gehen.

judita.jpgUnd das hat auch Judita Ruske motiviert, die von dem Business-Club Prozess begeistert ist und sie hat uns jede Form von Unterstützung zugesagt. Ist das nicht toll? Judita Ruske ist mit den «modernen Helden» schon länger bei uns und jetzt sie auch ”offizielle” Partnerin. Sie ist nämlich Fachfrau für systemische Entwicklungsprozesse und Potenzialentwicklung, für Visions-und Leitbildentwicklung und für Ideenwerkstätten.

Sie sorgt in Unternehmen für frischen Wind in alten Denkmustern (auch bei mir :-) danke Dir sehr Judita!) und jetzt will sie unseren Prozess unterstützen und hilft uns, dass unsere Ideen in Zukunft stimmig und praktikabel umgesetzt werden.

Judita wird also hier noch mal  den Brainstorming Prozess zusammenfassen. (Darf natürlich wieder kommentiert werden!) Ende Mai sehen wir uns alle (hoffentlich ganz viele!) in der realen Welt und spinnen noch mal kräftig! Judita wird als Moderatorin gemeinsam mit unseren unermüdlichen, aktiven Wolfgang Horbach unsere Ideenfabrik leiten und wir werden die Ergebnisse umsetzen. Und Anfang Juli ist die Zukunftsparty geplant, dann feiern wir unsere Erfolge. Danke Euch wirklich sehr für das Engagement. Wir sind in Bewegung – wow!

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