Bitte nicht anrufen!

2007-05-24, von Ludger Freese

Wer eine besondere Ausstrahlung besitzt, ist oft ein erfolgreicher Mensch – oder er besitzt ein tolles Mobiltelefon mit dieser «Strahlung». Ob die Handystrahlung nun die Menschheit gefährden, wird immer noch heftig diskutiert. Einige behaupten, die Strahlung sei Urheber von Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Unfruchtbarkeit. Gegen dem letzteren Übel ist nun ein Hightech-Zwirn auf den Markt gekommen, welches die Handy-Strahlen vom männlichen Erbgut abschirmen soll.
Es wurden kleine Silberfäden in den Stoff eingenäht, damit gefährliche Strahlungen keinen schädlichen Einfluss nehmen. Der Erfinder der «Kein-Anschluss-Unterhosen», Andreas Sallmann, hat im einem Test festgestellt, dass ein Mobiltelefon in dieser Unterhose kein Empfang hat.
Einige Frage bleiben:
Wer versteckt sein Mobiltelefon in der Unterhose?
Sind Frauen nicht gefährdet?
Ist diese Hose eine echte «Innovation» oder einfach nur «Kochwäsche?”

Kommentare sollten nicht per SMS geschickt werden. :-)

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15 Kommentare zu “Bitte nicht anrufen!”

  1. Michael Otterbein sagt:

    So – nachdem ich ja in meinem Bierbeitrag gestehen musste, dass ich bisher nur ein sehr sporadisches Blog-Nutzer war, will ich doch gleich mal anfangen, mich hier einzumischen…;-)

    Vor allem wo es um ein so wichtiges Thema, wie unsere strahlend-mobile Zukunft geht:

    Daher meine Frage an Sie Herr Freese: Gibt es eigentlich schon Erkenntnisse wie sich exzessiver Handy-Gebrauch in der Landwirtschaft auswirkt. Können viel telefonierende Bauern bleibende Schäden bei Kühen, Schweinen und Hühnern auslösen ?

    Vielleicht wird man ja irgendwann ein Gütesiegel für den handy-freien Bauernhof vergeben und ein verantwortungsvoller Biometzger verkauft nur noch Fleisch von solchen zertifizierten Höfen !?

    Ist dieses Thema schon genügend untersucht worden ?

    Mobile Grüße aus Düsseldorf
    Michael Otterbein

  2. Ludger Freese sagt:

    Hallo Michael Otterbein,
    tja, wie Handy-Gebrauch und Landwirtschaft zusammen hängen entzieht sich meiner Kenntnis. Ich glaube in den modernen “High-Tech Ställen”, wird daran nicht gedacht.

    Da muss ein “Doc-Handy” ans Werk! :-)

  3. Michael sagt:

    Ich persönlich bin überzeugt, daß die elektromagnetischen (Wechselstrom)-Strahlungen der Mobiltelefone und der Sendeanlagen schädlich sind. Zum Glück werden die Menschen für dieses Thema immer sensibler, denn in Städten sollen die Immoilienpreise in Nähe dieser Sendemasten bereits erhablich sinken. Auch gibt es immer mehr Bürgerinitiativen, die sich gegen das Aufstellen dieser Masten wehren.
    @Michael Otterbein:
    Soweit ich gehört habe, soll in der Schweiz der Nachweis geführt worden sein, daß die Kühe in unmittelbarer Nähe der Sendemasten weniger Milch geben. Deshalb soll in einigen Gebieten der Aufbau verboten worden sein.
    @Ludger:
    Das mit der Unterhose leuchtet mir nicht ganz ein. Okay, die Silberfäden schützen (möglicherweise) vor eingehenden Anrufen. Aber ein eingeschaltetes Mobiltelefon strahlt ja auch ab und dann in direkter Nähe zu den wertvollsten Körperteilen? Ich weiß nicht, ich weiß nicht…

  4. Lutz Falkenburg sagt:

    Zur Information:

    http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Zentrale%20Institute/IWT/FWG/Handystrahlung/GrundlagenHandystrahlung.html
    http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Zentrale%20Institute/IWT/FWG/Handystrahlung/BiologischeWirkung.html

    Obwohl es eine Vielzahl experimenteller Studien an Tier- und Zellgewebe gibt – gerade zum Bereich der Krebsentstehung liegen über hundert Veröffentlichungen über Tier- und Laborversuche vor – ist die Frage, ob ein erhöhtes Krebsrisiko durch hochfrequente Strahlung besteht, bisher nicht zufriedenstellend geklärt worden (Blettner & Berg, 2000).

  5. Alexander Greisle sagt:

    Man sollte bei Studien in diesem Bereich immer ein Auge auf den Auftraggeber werfen. Aber nicht zu fest, sonst könnte die jeweilige Studie ins Wackeln kommen.

    Das schwierige bei solchen Studien ist auch, dass man störende Einflüsse nicht wirklich ausschließen kann. Meiner Meinung nach hilft nur die Langzeitbeobachtung. Und selbst dann ist noch nicht klar, was die Kombination der ganzen Funktechnologien anrichtet, oder auch nicht. Zählen Sie doch mal die Strahlungsquellen in der näheren Umgebung. Auch Radio nicht vergessen, das schnurlose Telefon (übrigends viel intensiver als Handystrahlung), das Wireless LAN, das Bluetooth-Headset, den Radiowecker am Nachttisch, und, und, und.

  6. Elita Wiegand sagt:

    Mein Geständnis nach Mitternacht: Ich mag erfolgreiche Männer und wenn sie dazu noch Charisma, also Ausstrahlung haben – wow!

    Oh, Thema verfehlt! Ich glaub mein Kommentar ist jetzt gerade in die Hose gegangen :-)

  7. Achi & Jowo of Avalon (Doc Blog Dogs) sagt:

    Strahlen mit Handy?! Watten issen das fürne Abtörn-Hose… Mamma tät sich totlachen.
    Outdoor-Klamotten Hersteller machen das schon lange mit dem Strahlenschutzgewebe – aber über dem Herzen – kennt Ihr Jungs det: HERZ?!

  8. Achi & Jowo of Avalon (Doc Blog Dogs) sagt:

    oder isset Herz nun voll inne Hose ?! Häh?! ;-)

  9. Doc Sarah Schons sagt:

    … Prinz Hosenherz… LOL …. *fffggg*

  10. Ludger Freese sagt:

    Das Thema Strahlung nehme ich schon sehr erst. Ich bin aber nicht der Fachmann auf dem Gebiet und verlasse mich auf Berichte, die ich dazu lese.
    Ich fand es nur sehr lustig, dass durch ein solches Stück Textil, die Problematik der Strahlung minimiert werden soll. Wie Alexander ganz richtig anmerkt, gibt es viele andere Geräte in unserem täglichen Gebrauch, die (vielleicht) auch bedenklich sind. Der beste Schutz wird sein: kein Radio, kein Handy, keine Fernbedienung und all die anderen angenehmen Sachen benutzen.
    Die Hose hat also seine Berechtigung! – oder? ;-)

  11. Wolfgang Horbach sagt:

    Die Diskussion um das Thema “Handy-Strahlung” scheint mir schon seit langem in die Hose zu gehen. Es ist schon erstaunlich, was man einer angeblich aufgeklärten Gesellschaft alles für Hokuspokus andrehen kann, um angeblich schädliche Handy-Strahlung und Elektrosmog unschädlich zu machen: Schutzfolien, Abschirmbaldachine, Erdungsmatten, Nullspannungsschalter, Feng-Shui, Pflaster, Segnungen, …

    Neulich lauschte ich einem Gespräch am Nebentisch, wo eine selbsternannte Handy-Strahlungs-Expertin das Unschädlichmachen von Handystrahlung durch reine geistige Übungen versprach. Selbstverständlich konnte man dann anschließend ungestört weitertelefonieren.

    Anstatt im Physikunterricht aufzupassen, glauben die Menschen eher Esoterik-Schwaflern, die völlig unberührt von jeder Sachkenntnis sind.

    Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: unser Körper wird permanent von einer unglaublichen Fülle von elektromagnetischen Wellen durchzogen. Wenn ich ein Transistorradio nehme, kann ich an fast jedem Punkt der Erde eine unglaubliche Fülle von Radiosendern empfangen. Die gehen natürlich auch durch unseren Körper. Dito die vielen Fernsehsender. Auch Licht ist elektromagnetische Energie! Der größte Strahler überhaupt: unsere heißgeliebte Sonne.

    Wenn der Elektrosmog immer größer wird und das angeblich so gefährlich ist, wie ist es denn zu erklären, dass wir immer älter werden?

    Handystrahlung wird verantwortlich gemacht für die (angebliche) Zunahme von Gehirntumoren. Kürzlich habe ich von der größten Studie auf diesem Gebiet gehört. Man hat einige Tausend Fälle von Gehirntumoren untersucht und versucht herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung und dem Telefonieren mit Mobiltelefonen gab. Ergebnis: Es gibt keinerlei Korrelation. Handy-Abstinenzler sind genauso betroffen wir Handyvieltelefonierer.

    Natürlich will ich hiermit nicht sagen, dass Strahlung völlig ungefährlich ist. Wir sollten sehr aufmerksam sein und das technisch Mögliche tun, um die Strahlung so gering wie möglich zu halten.

    Aber wir sollten aufhören, auf die intelligenzfreien Esoteriker zu hören, die den Menschen unnötig Angst einjagen. Diese Angst richtet viel größere Schäden an, als die angeblich so gefährliche Technik. Das ist das Niveau: Die Erde ist eine Scheibe.

    Wenn die Esoteriker mal ihre Hosen herunterlassen würden, wäre schnell erkennbar, dass sie total impotent sind. Auch ohne Handystrahlung.

  12. Alexander Greisle sagt:

    Herr Freese, Sie wollen jetzt aber nicht empfehlen, dass wir die ganzen anderen Geräte auch noch mit in die Unterhose stecken sollen, oder? :-)

  13. Ludger Freese sagt:

    @Alexander,
    ich glaube, dass kommt nicht gut! *g* (wegen der Verlängerungsschnur!) :-)

  14. Franz Koch sagt:

    @Elita,
    du bist ja eine moderne Frau und lässt dir nicht mehr die Brieftasche zeigen, sondern das Handy :-) , welche Marke hat den die besondere Ausstrahlung??? Muss man ja beim nächsten Handy wissen *grins*

    Kein Empfang in der Hose, das kann man aber auch falsch verstehen :-) )) zudem ist das sicher nicht im Sinne der Werbung “Ruf mich an …” den da kommt ja nichts mehr an und kein Telefon rappelt dann mehr.

    Wo wird Telefon den von Mann oder Frau getragen? im Handtäschchen, am Gürtel, in der Hemd-/Jackentasche, in der Hosentasche, ja aber in der Hose hab ich noch keins gefunden *lmw*

  15. Franz Koch sagt:

    Was ein Glück das es nicht so gekommen ist, dann wäre uns diese Erfindung doch tatsächlich entgangen :-)

    *zitat*
    Wenn es nach den Grünen gegangen wäre, bestünde das Handy immer noch aus zwei mit einer Kordel verbundenen Joghurtbechern
    Guido Westerwelle
    */zitat*

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