Was ist dran an Second Life? 14. Juni 2007, Köln – Veranstaltungshinweis

2007-06-03, von Matthias Rückel

Die Medienwelle schwappt weiter. Nicht nur Boulevardpresse und TV sondern auch Nachrichtenmagazine, Wirtschaftszeitungen wie das Manager Magazin berichten über Second Life. Das Urteil ist unterschiedlicher denn je. Ist Second Life das Internet der Zukunft mit den entsprechenden Geschäftspotentialen oder nur eine mit technischen Fehlern und einer stümperhaften Grafik realisierten Gelegenheit zur suchtbringenden Realitätsflucht für Verrückte?

Sie ahnen es, beide Extreme finden Ihre Argumente und Belege und helfen Ihnen aber nicht weiter. In diesem Workshop werde ich Ihnen das Phänomen etwas weniger emotional näher bringen. Ziel ist es, dass Sie sich einen fundierten persönlich Eindruck und für mögliche geschäftliche Potentiale ein eigenes Bild schaffen können. Sechs Themengruppen stellen die Schwerpunkte an diesem Abend.

1. Was macht Second Life so faszinierend, daß sich mehr als 6 Millionen Menschen (Tendenz steigend) anmelden und die ganze Breite der Medienlandschaft in der ihr eigenen Art darüber berichtet?

2. Was ist Second Life? Eine technische Plattform oder ein Spiel? Ein Online-Shop oder ein revolutionäres Kommunikationsmedium? Oder alles davon?

3. Was ist der Unterschied zum bestehenden Internet?

4. Welche Geschäftsmodelle gibt es und wie funktioniert das interne – auf einer eigenen Währung basierende- Wirtschaftssystem?

5. Mit welchen Zeit- und Finanzinvestitionen ist zu rechnen?

6. Beispiele von gelungenen und misslungenen Firmen-Engagements in Second Life. Und was haben die Bewohner damit zu tun?

Durch einen Implusvortrag, Erfahrungsberichte, ein Live-Besuch der virtueller Welt und der Möglichkeit, dass Sie eigene Erfahrungen dort sammeln, wird Second Life greifbarer und einschätzbarer. Wir sind auf die gemeinsame Diskussion mit Ihnen gespannt.

Weitere Infos und Anmeldung zum innovativ.in Wendekreis Workshop – Was ist dran an Second Life?

Wer sich gerne im Vorfeld über das Thema Trainings und Events in Second Life informieren möchte, den möchte ich auf meinen Artikel im LiOnCo-Blog hinweisen.

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4 Kommentare zu “Was ist dran an Second Life? 14. Juni 2007, Köln – Veranstaltungshinweis”

  1. Wolfgang Horbach sagt:

    Hallo Matthias, kannst du etwas zu dem Artikel bei Spiegel online “Second Life”-Werbung: Der Millionen-Dollar-Friedhof sagen?

  2. Matthias Rückel sagt:

    Zuerst zur Methode.
    Ich bezweifele stark, daß es sinnvoll ist eine Studie über Second Life bei den Internet Nutzern durchzuführen. Das ist ungefähr so, als wenn man Flugpassagiere nach Ihren Erfahrungen als aktve Segelflieger befragt. BTW: Die Beauftrager der Studie ist eine Online-Agentur.

    Inhaltlich:
    Nichtgenutzte Avatare (Accountleichen) stehen nicht in der Gegend rum. Nur wer aktiv seinen Zugang nutzt ist als Avatar zu sehen. – Eine der üblichen Recherche-Ungenauigkeiten der Presse.

    Ich weiß nicht. wie viele Milliarden Internetnutzer es gibt, aber das dagegen 7 Millionen Second Life Zugänge ein Klacks sind ist mittels Dreisatz nachzurechnen. Das Second Life ein Massenmedium ist, hat auch niemamd ernsthaft behauptet, es können in der Regel nur 40 Avatare an einem Ort sein. Es ist eindeutig ein qualitätives Medium.
    Ein Vergleich macht vielleicht die Stärke von Second Life deutlich. Second Life hat ständig zwischen 20.-40.000 Nutzer gleichzeitg aktiv online. Xing nach meiner Beobachtung bis jetzt maximal 20.000.

    Das viele nach dem ersten Test nicht mehr wieder kommen ist richtig. Liegt wahrscheinlich an der hohen Lernkurve am Anfang und daran ob man – zufälligerweise – die richtigen Leute trifft. Avatare bewegen und mit anderen kommunizieren geht noch einfach. Aber den eigenen Stellvertreter optisch aufpeppen kann bei entsprechenden Ansprüchen Tage dauern. Auch die Handhabung der Second Life “Browsers” alles andere als einfach.

    Zum Marketing
    Ja ich denke, daß das viel Geld zum Fenster rausgeworfen wurde. Second Life besteht aus vielen kleinen Community. Habe gerade gelesen, alleine zum Thema Surfen gibt es 40 Gruppen mit ca. 600 Mitgliedern insgesamt.

    Das klassische Werbeplakete in einer Welt in der Teleportation (Beam me up, Scouty) und Fliegen möglich ist, nicht so sinnvoll sind, stellen die ersten Marketingagenturen jetzt fest. Dazu kommt, daß die Second Life Community extrem empfindlich auf breit getreute Werbung reagiert. Es gab Demonstrationen und aktive Protestgruppen gegen eine Werbekampagne in Second life (PR-Supergau! trotz 50% Reichweite) und selbst die regelmässigen Terminankündigungen der VHS in Second Life wurde als SPAM empfunden und deshalb in diversen Verteilern eingestellt.

    Da es in Second Life Schmuck gibt, hat es ein Schmuckhersteller hier einfach Marketing zu betreiben (Wink mit Zaumpfahl an TENO). Viele andere Marketingaktivitäten scheinen aber eine 1:1 Übertragung klassischen Konzepte zu sein und die funktionieren dort nicht. Auf der Plattform Xing (ehem. openBC) läuft darüber eine ähnliche Diskussion.

  3. Wolfgang Horbach sagt:

    Danke Matthias für die schnelle und kompetente Antwort.

    Ich freue mich auf den Workshop.

  4. innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Second Life: Wo lohnt sich der Einsatz in der Bildung? sagt:

    [...] Second Life ist immer noch ein Trendthema mit Ecken und Kanten, wie der als Webinar durchgeführte Wendekreis gezeigt hat.  Da im BC viele aus der Bildungsbranche sind, möchte ich auf mein Whitepaper “Second Life: Wo lohnt sich der Einsatz in der Bildung?” hinweisen. [...]

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