Bio Bananen
Sind Menschen, die sich mit Marketing beschäftigt verblendet? Ich fühle mich ertappt: Stein des Anstoßes ist Dole, eine Banane, die es in sich hat. Über die habe ich ahnungslos und voller guten Absichten gebloggt.
Sorgt doch Dole Organic für mehr Transparenz, dachte ich. Auf den amerikanischen Dole Bananen klebt nämlich ein Sticker. Der Besucher gibt auf der Website den Code ein und kann sich informieren. Der Kunde erfährt zum Beispiel mehr über die Bioplantage, über den Standort und es gibt Details über die Anbauer und jede Menge Fotos. Tja, und dann kam Sarah und hat die Kampagne entlarvt. Sie kommentierte:
«Habe mich immer schon gerne mit der Geschichte ( besonders der Zentral- und Südamerikas ) im Zeichen der UFC (United Fruit Company) et al. beschäftigt. Sämtliche Unternehmen – auch DOLE – haben durch Ihre Politik dort die Natur und die Menschen schrecklich ausgebeutet und Elend verursacht, unter dem die betroffenen Länder noch heute leiden…
Wenn DOLE jetzt auf “Organic” macht, halte ich das für einen Marketing-Trick.”
Und Sarah hat noch weitere Hintergrundinfos geliefert. Fast wäre ich Dole auf den Leim gegangen. Doc sei Dank! Langsam wird es eng mit den Lebensmitteln, was kann man noch essen und worüber bedenkenlos schreiben? Hilfe!
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na unserer Sarah kann eben niemand ein X vor dem U vormachen. Ich bin immer wieder aufs neue beeindruckt bei welchen Themen sie alles mitreden kann
@ Jürgen:
Nu, lieber Jürgen, danke für die Blumen – aber “MITreden” mag ich nicht. Nur Informationen weitergeben. In aller Bescheidenheit und manchmal auch stillen Verzweiflung ob der Tumbheit hier im Land.
Nein, ich sag jetzt nichts zu den aktuellen Wahlergebnissen in Frankreich und Belgien, G8 etc.
Wenn Du mal in meinen Blog schaust: mit der Ernährung und Pharmakartellen hab ich´s wirklich – doch wer denkt mit?!…
Wenn Du so willst, versuch ich einer Alphabetisierung den Weg zu ebnen…
Gesundheit in jedem Sinne, Ganzheit(smedizin) ist ein arg politisches Thema.
(also nicht nur das Wellenreiten der Laien mit 1-3 NLP Kursen, VHS-Yoga Ausbildung oder Lifestyle-/ERnährungscoaches etc.pp., die einem dann exegetisch und gern auch dogmatisch den “ganzheitlichen Lebensansatz” verkünden oder Menschen aus allen möglichen Branchen, die sich jetzt an “LOHAS” klemmen und morgen an den nächsten Hype).
@Elita:
Doc sagt Dank!
Das ist ja ein dolles posting der “Elita-Klasse” – Danke Dir von Herzen und hoffe, es gibt noch mehr Mutige, die hier ihre Themata zu “Marketing meets Sources” kundtun werden.
Gelle, und wir zwei bleiben jetzt dran an Pharma, Food and backgrounds..
Nachtrag: zum Thema LOHAS kontaktierte mich heute via XING ein in 5 Sprachen übersezter “Erfolgsautor” und Journalist – der allen Ernstes wissen wollte, was LOHAS denn heißt (hat wohl kein google etc, der Herr Journalist und Erfolgsautor). Bestimmt so einer, der dann sein nächstes Buch genau darüber schreibt… Sollen wir ihn füttern?!
“Marketing meets Sources” könnte ja fast eine Serie werden, weil ich sicher bin, dass es viele weitere Beispiele gibt (und vermutlich bin ich auch schon in zig andere Fallen getappt:-) Doc sei Dank – jetzt nicht mehr!
Die Rama Idee Volksverdummung fällt mir da gerade ein. Och, man muss einfach nur mal Presemitteilungen genau lesen, da gibt es genügend Futter!
Die schrecklichen Berichte über United Fruit Company kenne ich noch aus meiner Studentenzeit. Das ist schon eine ganze Weile her.
Könnte es sein, dass Dole inzwischen etwas gelernt hat? Siehe Dole’s CSR-Aktivitäten. Also bitte nicht immer gleich draufhauen und die Uralt-Klamotten ausholen, sondern schauen, ob sich Schritte in die richtige Richtung bewegen.
@Wolfgang Sarah
Verwirrrung komplett. Danke Dir für den Hinweis, Wolfgang. Halten wir fest: Es gibt Unternehmen, die dazu lernen. Und dahinter stehen nun mal Menschen…
Nu, wenn -wie hier im Falle Dole, dekadenlang verfolgte Strategien erst durch eine Massenklage zu anderen Ansätzen im Marketing führen, bin ich zunächst mal skeptisch.
Ja, Wolfgang, auch ich kenn die ersten Diskussionen dazu noch aus meiner Studentenzeit – drum schrieb ich ja auch
Oder anders formuliert: mit den “Traditionen” solcher companies – die müssen mir aufgrund des nachhaltig gestörten Vertrauens erst mal zeigen, daß es wirkliches Umdenken ist – und nicht nur ein Marketing-Trick… denn auch hinter den Tricks stehen Menschen…
Liebe Elita!
Ich kann Dich verstehen, dass Du mehr Info mit mehr transparenz gleichgesetzt hast. Eigentlich erwarten wir doch, dass man mit unser Verbraucher ehrlicher umgeht. Aber Produktinformation ist heute wirklich ein Marketingtrick geworden, weil man weiss,dass man dadurch den Verkauf steigern kann (Identifikation oder sowas). Für mich selbst habe ich beschlossen, nur noch Fairtrade Bananen zu kaufen, weil diese meist von Co-operativen stammen, die ohne über Mittelsmänner einen festen, fairen Preis für ihre Produkte bekommen.
Ich habe vor kurzem eine Dokumentation über Kaffee aus Nordostafrika gesehen, die ziemlich schockieren war, “Black Gold” solltest Du Dir unbedingt ansehen. Er läuft jetzt als Filmdokumentation bei uns in den Kinos an und erklärt, warum wir unser Kaufverhaltung ändern sollten. Information ja – Einwickeln nein!
Ihr müsst Euch alle “Black Gold” ansehen. Info darüber gibt’s im Internet auf blackgold.com
Herzliche Grüsse ☺ Barbara
Thank you very much indeed, Barbara! You speak my mind…
Und hier noch ein link: den Trailer und more info gibt´s hier.
[...] docsarah: ich bin nicht nur informiert – ich informiere auch [...]
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