Zukunftsvision: Internet 2050

2007-06-21, von Alexander Greisle

Wir sind mittendrin. Wie wird sich das Internet in den nächsten Jahrzehnten entwickeln? Welche neuen Chancen und Möglichkeiten werden sich erschließen? Und was werden wir nutzen?

via bwl zwei null

Mich würde Ihre Meinung interessieren. Wie sieht Ihr Internet 2050 aus?

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8 Kommentare zu “Zukunftsvision: Internet 2050”

  1. Wolfgang Horbach sagt:

    Alexander, du bist aber ganz schön mutig! Über 40 Jahre im Internet voraussehen?! 2050 werde ich mir wahrscheinlich das Internet von unten ansehen. Aber wer weiss …

    Die Konvergenz der Medien schreitet ja schon mit hohem Tempo voran. Alles wird digital sein (nicht wirklich neu; hat Negroponte schon 1997 in Total Digital so trefflich beschrieben).

    Was ich mir wünsche, ist eine Art Sammelstelle für Qualität. Ich habe schon so viele Wissenschaftsfilme mit hervorragenden Animationen gesehen. Die werden einmal gesendet und dann kommt man da nicht mehr ran.

    Das Internet wird hoffentlich dazu beitragen, dass Entscheidungsprozesse in unseren öffentlichen Verwaltungen transparenter werden. Ab und zu kommt ja mal raus, dass in XYZ-Stadt das Abwasser drei mal so viel kostet wie in ABC-City. Ich finde, jede öffentliche Verwaltung müsste permanent Rechenschaft über die Tätigkeiten und Ziele ablegen. Ich kann mir auch sehr gut direkte Bürgerbeteiligung und Basisdemokratie vorstellen (auch wenn du zurzeit noch starke Bedenken wegen der Manipulationsmöglichkeiten hast).

    Eins ist auf jeden Fall sicher: Uns wird in den nächsten Jahren nicht langweilig werden.

  2. Doc Sarah Schons sagt:

    Nu, 2050 seh ich mir das alles in meiner nächsten Inkarnation an… und da ich die nicht kenne, weiß ich auch nicht, wie mein Internet 2050 aussehen würde…
    Aber ich hätt da noch was von 2007 – 2015 zu bieten…. Solche Daten schwirren ja auch schon durch´s Netz….

  3. Elita Wiegand sagt:

    Das Internet entwickelt sich in einem rasantem Tempo – und ich bedauere doch sehr, dass ich die technischen Entwicklungen 2050 nicht mehr erlebe.

    Ich wünschte mir sehr, dass sich bis dahin alle alten Strukturen aufgelöst haben, dass sich das Web demokratisch entwickelt und frei, dass Informationen und das Wissen qualitativ hochwertig verbreitet sind. (Ich wünschte mir schon jetzt!, dass ein Interface Assistent für mich alle Informationen zusammenstellt, die Mails sortiert, einfach ein Web Butler, der alles macht, was ich mir heute mühsam zusammen suche)
    Ich wünschte mir auch, dass das Internet Individualisierungsprozesse ermöglicht, Talente entdeckt und fördert, Transparenz schafft. Ich befürchte aber auch, dass bis 2050 “Webkonzerne” a la Google die Kontrolle über die Gesellschaft, über das Individuum übernehmen und die schöne, neue Welt in Daten zerstückelt als Trümmerhaufen da liegt. Vielleicht ist es auch ganz, ganz anders…

  4. Alexander Greisle sagt:

    Eieiei, wo gehts zur nächsten Ü50-Party? ;-) Dort bitte die Frage diskutieren: Wie wird das Internet meiner Enkel oder der Enkel meiner Nachbarin in 2050 aussehen?

    Elita, was Du beschreibst, wird ja unter dem Begriff Netzneutralität sehr kontrovers diskutiert. ich bin überzeugt, wenn das heutige Internet diese in ein paar Jahren nicht mehr kennen wird, dann werden sich alternative Netze entwickeln. Vielleicht ist auch das eine Zukunft des Internet in 2050. Ein kommerzielles, reguliertes Netz und offene Alternativen dazu?

  5. Elita Wiegand sagt:

    @Alexander

    Vielleicht kannst Du Dich auch noch daran erinnern, dass man sich vor vielen Jahren den Kopf darüber zermarterte, wie und womit man im Web Geld verdient. Aus der heutigen Sicht erscheint die Frage töricht! Aber damals hatte ich immer gehofft, dass das Web nie kommerzialisiert wird. Da war der Traum von einer großen Wissensfabrik, Wissen, auf das jeder weltweit zugreifen kann, frei, kostenlos ohne kommerzielle Absichten, ohne Werbung und Suchmaschinen Ranking, ohne Pop-ups, Banner und e-Shops.
    Ich teile Deine stille Hoffnung, dass es irgendwann eine offene Alternative zu dem regulierten Netz gibt, obwohl ich – und das muss ich hier zugeben- mit dem Web Kommerz auch mein Geld verdiene.

  6. Alexander Greisle sagt:

    Ja, ich erinnere mich. Großes Thema, damals, als Netscape 1.0 und NCSA Mosaic (öffne mal das Info-Fenster des Internet Exploders 6 (uups, sorry Wolfgang ;-) )) noch um die Gunst der Browser-Nutzer buhlten.

    Mit “Reguliert” meine ich bzw. die Netzneutralität nicht mal den Kommerz, mit dem kann und will ich auch gut leben. Sondern den regulierten Zugang zu Informationen aufgrund gewisser, technologischer Merkmale. Nicht mehr wie heute, wo jede Seite grundsätzlich erreichbar ist. Sondern eine Zeit (oder Situation), in der man Inhalte aufgrund irgendwelcher Restriktionen nicht mehr ansurfen kann.

    Aber nicht zu negativ. Die Chancen sind riesig, das Netz entwickelt sich weiter und das Thema der großen Wissensfabrik steht erst ganz am Anfang. Es kann noch nicht mal Mama sagen.

  7. Lutz Falkenburg sagt:

    Schäuble und andere “Freaks” (z.B. NSA und selbst Google) werden dafür sorgen, dass das heimliche Speichern und die Auswertung von Daten (nach ein paar wirklich tragischen “Fehlgriffen”) sich selbst ad absurdum führen. Datenschutz wird es nicht mehr geben – ALLE Daten sind frei und von jedem für jeden immer verfügbar. Nach den großen “Datenkriegen” zwischen den Datenspitzeln und den Hackern war das die einzige Möglichkeit das Netz und das darin gespeicherte Wissen zu retten ;-)

    Der Mensch wird anfangen sich der immer härter werdenden Realität zu stellen und aufhören in schlechte virtuelle Welten wie Second Life zu flüchten. Das Netz, die Daten, die darin enthaltenen Möglichkeiten werden alltägliche immer verfügbare Werkzeuge… kurz gesagt: Gene Roddenberry hatte recht!

  8. Alexander Greisle sagt:

    Interessant, Lutz. Hier lang gehts zu den ersten Versuchen…

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