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Warum ein Tempolimit die deutsche Automobilindustrie rettet

Wolff Horbach 24 Juni 2007 47 Kommentare

Tempolimit 120Es wird höchste Zeit für ein Tempolimit auf unseren Straßen Autobahnen! Ich höre sie schon aufheulen, die deutsche Autolobby. Sie werden mich wahrscheinlich für technikfeindlich halten und mich als rückständig brandmarken.

Trotz jahrezehntelanger Diskussionen um ein Tempolimit hat sich die deutsche Automobilindustrie bisher “erfolgreich” dagegen gewehrt. Das Hauptargument ist geradezu absurd: Die Autolobby behauptet, wir bräuchten auf unseren Straßen das freie Rasen, weil sie sonst keine PS-Protze mehr entwickeln und ins Ausland verkaufen könnten. Dabei haben alle die Länder, in die Autos made in Germany verkauft werden, seit vielen Jahren ein Tempolimit. Deutschland ist das einzige Land in der gesamten EU, in dem auf fast allen Autobahnen unlimitiert gerast werden darf. Der größte Exportmarkt für die Automobilindustrie, die USA, hat seit Jahrzehnten besonders strenge Tempolimits.

Folgende Gründe sprechen für ein Tempolimit:

  • Der Spritverbrauch, und damit die CO2-Emissionen, steigen mit hohen Geschwindigkeiten überproportional an. Durch ein Tempolimit könnten sofort und ohne Investitionen hohe Mengen an CO2 eingespart werden. Eine einzige politische Entscheidung würde ausreichen und endlich Zeichen setzen.
     
  • Bei hohen Geschwindigkeiten steigt die Unfallgefahr stark an. Die Unfälle sind besonders schwer. Es ist geradezu Menschen-verachtend, wenn die Autolobby sich dem Tempolimit verweigert. In allen Ländern, die Tempolimits eingeführt haben, sind die Zahl der Unfälle, der Toten und Verletzten stark zurückgegangen (siehe dazu auch Spiegel-Online: Fehlentwicklung Auto). Ein Tempolimit würde sofort Unfälle vermeiden, Menschenleben retten und tausendfaches Leid verhindern. Keine Investiotion, nur eine Entscheidung!
     
  • Das Fahren auf der Autobahn würde für alle entspannter. Welche Erholung ist es, zB. in den Niederlade auf der Autobahn zu fahren. Keine Hektik, kein Stress. Sobald man dann auf die deutsche Autobahn zurückkommt, geht der Stress los. Entweder hängt man mit 120 auf der rechten Spur zwischen LKWs oder versucht auf der linken Spur mitzurasen. Ein Mittelding ist kaum drin.

Seit kurzem muss auch dem Letzten klar sein, dass der Klimawandel durch uns Menschen gemacht ist. Ein Umdenken hat begonnen. Eine aktuelle Studie sagt, dass die Deutschen beim Autokauf massiv sparen wollen. Dies ist ein weiteres starkes Argument für ein Tempolimit:

  • Nur wenn die deutsche Automobilindustrie von dem PS-Wahnsinn Abschied nimmt und auf sparsame, umweltfreundliche Autos umschwenkt, wird sie in dem neuen Wettbewerb bestehen können.

Die Ingenieurskunst muss endlich wieder in vernünftige Bahnen gelenkt werden. Ich bin total davon überzeugt, dass unsere Techniker und Ingenieure bedeutende Fortschritte beim Energiesparen erzielen werden und völlig neue Autos entwickeln können. Aber die Konzernlenker müssen sie endlich ran lassen. Ein Riesenfeld für Innovationen tut sich auf.

Sind Sie auch für ein Tempolimit? Wenn ja, wie kriegen wir das hin?


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47 Kommentare »

  • Michael Fromm sagte:

    Lieber Wolfgang,
    ich stimme Dir voll und ganz zu! Was es braucht, ist ein Wandel des Denkens und das Erkennen, das der Parasit auf einem Wirt (so verhalten wir Menschen uns nämlich) gut daran tut, seinen Wirt nicht zu töten. Denn wenn der Wirt tot ist, dann ist finito…

    Sonntägliche Grüße aus Wuppertal

    Michael Fromm

  • die Existenzgründerin sagte:

    Vorneweg ich bin keine Autofahrerin,

    trotzdem finde ich Deine Argumentation nicht sehr stichhaltig.

    Nur ein Beispiel, in den USA sterben pro eine Millionen Einwohner ungefähr doppelt so viele Menschen an Verkehrsunfällen, wie in Deutschland – trotz Tempolimit.

    Statistiken zeigen, daß man das Unfallrisiko auf einer Straße mit Tempolimit halbieren kann, indem man das erlaubte Tempo halbiert (also auf einer Tempo100-Strecke nur noch 50 erlaubt). Konsequent weitergedacht, müsste man überall nur noch Tempo 20 oder weniger erlauben.

    Auch das CO2-Argument finde ich nicht sehr gut. Darf man mit emissionlosen Wasserstoffautos dann wieder so schnell fahren wie man will.

  • Michael Lalk sagte:

    “Deutschland ist das einzige Land in der gesamten EU, in dem auf fast allen Autobahnen unlimitiert gerast werden darf. ” Diese Aussage ist falsch. Ich kenne die genaue Prozentzahl nicht, aber es sind im Verhältnis zum Streckennetz gar nicht so viele Autobahnen, wo unlimitiert gerast werden darf. Aber ich stimme zu, auch die noch unlimitierten sind überflüssig und was Sie von Holland schreiben, bestätige ich von Dänemark, wo ich häufig bin. Ich bin schon lange für Tempo 130 und wenn das im Jahr nur einen Toten weniger bringt, hat es sich für den gelohnt.

  • Sabine Raiser sagte:

    Wie in fast allen Bereichen sehe ich es auch hier so: ja, sinnvolle und klare Rahmenbedingungen aus Politik und Wirtschaft sind wichtig und hilfreich! Und doch sind es letztlich sehr oft wir selbst, die bestimmen können, was wir tun. Auch wenn die Rahmenbedingungen nicht perfekt sind. Aber selbst das wird nicht immer in vollem Umfang genutzt. Auch ich bin sehr für ein Tempolimit in Deutschland, aber ob es damit so entspannt wie auf anderen europäischen Autobahnen zugeht, wage ich nicht zu hoffen.

  • Johannes Borgard sagte:

    Nein, ich bin gegen ein Tempolimit

    Eine Reduzierung der Co2-Emmisionen auf eine Obergrenze ist technisch realisierbar.
    Warum keine Vorschrift, die bestimmt: Pkw-Neuwagenzulassungen ab 2009 nur noch erlaubt, wenn bestimmte Grenzwerte CO2 eingehalten werden.

    Warum keine Verpflichtung der Mineralölkonzerne, dass alle Tankstellen mindestens einen Alternativ-Kraftstoff (Gas, Biodiesel, Wasserstoff etc.) mit anbieten müssen.

    Warum werden keine Stauumleitungssysteme zum Einsatz gebracht.

    Es geht um das Tempolimit.

    a.) Bei einem Tempolimit steigt die Unfallgefahr, weil die Konzentration des Fahrers erheblich nachlässt. Richtig sind Geschwindigkeitsbegrenzungen an Unfallschwerpunkten. Es gibt noch kaum noch Strecken, auf denen durchgängig für 10 km keine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt.

    b.) Richtig ist, dass so genannte Stressfahrer häufig Unfälle verursachen.
    Stress ergibt sich aber insbesondere – zumindest für mich – daraus, wenn in einer Kolonne gefahren werden muss und keine Übersicht über die vor einem liegende Strecke gegeben ist, weil man gerade hinter einem Lieferwagen oder Lkw hängt.
    c.) Richtig ist auch, dass die Raser in der Regel nicht schneller ans Ziel kommen.

    Muss daraus aber eine Bevormundung aller Autofahrer durch gesetzliche Vorgabe erfolgen?
    Ich hasse Kolonnenfahren.
    Ich wünsche mir ein Auto, was ein stressloses Fahren ermöglicht, und wenig ggf. alternativen Kraftstoff verbraucht.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    @ Existenzgründerin:
    Es stimmt, dass die USA pro Millionen Einwohner mehr Verkehrstote haben als wir in Deutschland (2003: USA 144, Deutschland: 80). Das hat aber verschiedene Gründe:
    mehr als die Hälfte der Amerikaner benutzt keinen Sicherheitsgurt und die Hälfte der tödlich verungückten Motorradfahrer trugen keinen Helm! Details und weitere Gründe hier und hier.

    Zu “Auch das CO2-Argument finde ich nicht sehr gut”: Auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm haben wir der Welt versprochen, unsere CO2-Emmisionen bis zum Jahr 2020 zu halbieren. Wie wollen wir es denn schaffen, wenn wir nicht endlich anfangen?

    @ Michael:
    In dem oben zitierten Spiegel-Online Artikel Fehlentwicklung Auto wird berichtet, dass von den ca. 12.000 Autobahnkilometern in Deutschland etwa zwei Drittel ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen sind. Das wären dann ca. 8.000km. So falsch ist die Aussage also nicht.

    @ Sabine:
    Eigentlich bin ich gegen immer neue Gesetze und Verordnungen. Aber beim generellen Tempolimit auf Autobahnen geht es wohl nicht anders. Selbst wenn sich 99% aller Autofahrer vernünftig verhalten und sich an Richtgeschwindigkeit 120 oder 130 km/h halten würden, würde das restliche eine Prozent Raser mit der Lichthupe und durch lebensgefährliches Drängeln das System zum Kippen bringen.

    @ Johannes:
    Ich bin auch dafür, dass die CO2-Emissionen je Auto limitiert werden. Aber das braucht Zeit und hohe Investionen. Ein Tempolimit wirkt sofort und erfordert keine Investionen.

    zu a) Das sieht im ersten Moment ganz stimmig aus. Aber die Erfahrung ist eine ganz andere (aus dem o.g. Spiegel-Artikel):

    “Weltweit zeigen Beispiele, dass bei einem Tempolimit die Unfallzahlen zurückgehen und damit die Zahl der Verletzten und Toten im Straßenverkehr.”

    Sogar für Deutschland gibt es Belege: Während der ersten Ölkrise in den Jahren 1973 und 1974 setzte der damalige Bundesverkehrsminister Lauritz Lauritzen vorübergehend ein Limit von 80 km/h auf Landstraßen und 100 km/h auf Autobahnen durch, um Energie zu sparen. Das Resultat: Im Vergleich von Januar 1973 zu Januar 1974 (als das Limit galt), gab es 61 Prozent weniger Getötete und Verletzte auf deutschen Straßen.

    Hohes Risiko auf Autobahnen ohne Limit

    Ebenso traurig wie erhellend ist auch diese Zahl: 70 Prozent aller tödlichen Unfälle ereignen sich auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit. …

    @ all:
    Wann endlich bekommen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Artikel 2 Grundgesetz) und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen (Artikel 20a Grundgesetz) Vorrang vor dem Recht aufs Rasen.

  • Doc Sarah Schons sagte:

    @ Wolfgang #6 zu Deinem “@ all”: Die genannten GG Artikel (und nicht nur die) hätte ich gern in allen Bereichen umgesetzt… nicht nur in Bezug auf die Rasereien… ;-)

    Ich bin wahrlich keine Freundin von Verboten – aber ein Tempolimit halte ich aus allen bisher genannten “pro”-Argumenten für angemessen.
    (Und auch aus Berufserfahrung meiner Unfallchirurgie-Jahre.)

    Ich würde auch die “innerstädtischen Rasereien” wesentlich strikter sanktionieren.

  • Michael Lalk sagte:

    @Wolfgang Horbach:
    exakt: laut ADAC sind 40 % der Autobahnen in Deutschland mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung versehen. Leider gibt es keine Statistik, ob da, wo freie Fahrt herrscht mehr Unfälle passieren, als auf den begrenzten Strecken.
    Für Tempo 130 kann ich mich erwärmen, das schläfert nicht zwangsläufig ein.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    @ Michael # 8: Zitat aus Spiegel-Online Artikel (siehe oben):

    … 70 Prozent aller tödlichen Unfälle ereignen sich auf Autobahnabschnitten ohne Tempolimit. …

  • Michael Lalk sagte:

    @Wolfgang Horbach
    Ich stimme einem Tempolimit ja zu. Aber ob das der wahre Grund für die Verkehrstoten ist, ist umstritten. Und dass jeder so seine Statistik hat, ist klar.
    Der Focus schreibt:
    “Fakt ist aber auch, dass sich in Deutschland die wenigsten tödlichen Unfälle auf Autobahnen ereignen (12 Prozent). Und nur von denen kann angesichts eines Tempolimits auf Autobahnen die Rede sein. Die meisten Verkehrstoten gibt es laut Statistischem Bundesamt auf Landstraßen (60 Prozent), und selbst innerorts starben 2005 in Deutschland mehr als doppelt so viele Verkehrsteilnehmer (27 Prozent) wie auf der Autobahn.
    Damit ist klar, dass mit einem Tempolimit maximal 662 Verkehrstoten das Leben gerettet werden könnte – eine hundertprozentige Wirksamkeit der moderierten Geschwindigkeit vorausgesetzt”
    (Hinweis von mir: 60% der tödl. Unfälle ereignen sich auf Landstrassen und da haben wir bereits ein Tempolimit / Gesamtzahl der Verkehrstoten 2006: 5107):

    Das sind auf der Autobahn 613 Tote zuviel, aber wieviele davon gehen auf das Konto Alkohol, Drogen, Unaufmerksamkeit, Übermüdung, falsches Überholenusw? Da ist das Tempolimit nur ein Mosaikstein, mehr nicht. Kann nicht auch die Technik hilfreich sein wie ESP z.B. auf Landstrassen?

  • Lutz Falkenburg sagte:

    Ich bin für ein Tempolimit, wenn es gleichzeitig eine jährliche Fahrtauglichkeitsprüfung gibt. Ich bin teilweise 50.000 km und mehr im Jahr mit dem Auto unterwegs und das seit bald 19 Jahren und ich kann es immer wieder nicht fassen wieviele Leute:

    1.) Geschwindigkeiten nicht einschätzen können – selbst bei Tempo 130
    2.) unachtsam fahren – gerade bei längerem Tempolimit zum Beispiel Baustellen
    3.) keine Kurven fahren können
    4.) den Sicherheitsabstand nicht beachten – ich versuche den permanent einzuhalten und “alle Nase lang” schnippt mir einer dazwischen, weil ich dem voraus fahrenden Fahrzeug nicht bei 150 auf 1m auffahre
    5.) das Rechtsfahrgebot nicht einhalten

    Alles Verkehrsdelikte (in meinen Augen) denen niemand nachgeht – der Bußgeldkatalog sieht kaum Strafen dafür vor.

    CO2? Dafür liegen seit Jahrzehnten die fertigen Entwicklungen in den Schubladen der Automobilkonzern (Hybridantrieb – ca. 30 Jahre als, Gasturbine – ca. 20 Jahre alt etc.). Meist Patente die “weggekauft” wurden um die alten Verbrennungsmotoren nicht zu gefährden… Die Jungs müssten wirklich gezwungen werden die Technik einfach mal zu nutzen. Ein 3 Liter Auto, was 200 fahren kann hatten wir doch hier schon im Blog und das von einer vergleichsweisen kleinen Bude – will nicht wissen, was die großen “Könner” da zaubern könnten (wenn sie wollten) – also das Argument ist für mich irrelevant.

    Automatische “Schutzsysteme” gibt es zuhauf – wie zum Beispiel den automatischen “Abstandshalter” von Mercedes und BMW – der müsste per Gesetz zum Standard werden. Es gibt Systeme, die Autos erst gar nicht anspringen lassen oder den Fahrer zum Anhalten zwingen, wenn er übermüdet ist – funktioniert in jedem Kampfflugzeug. Es gibt selbst fertige Systeme, die Autokollonnen im Abstand von wenigen Zentimetern selbst bei voller Fahrt sicher und automatisch durch den dichten Verkehr lenken – immer dem ersten Auto folgend (da setzt man dann einen gutausgebildeten Fahrer rein) – das würde ich dann mal innovativen “Taxidienst” nennen – ich schließe mich so einer Kolonne in Bayreuth an und mein Auto weckt mich kurz vor München weil ich abfahren muss.

    Das ist keine Science-Fiction sondern bereits heute realisierbar und fertig – wenn die Autokonzerne es nicht tun, dann muss man sie eben zwingen – ein Tempolimit belämpft nur das Sympton nicht die Ursache!!

  • Realist sagte:

    Wer sind die Leute, die ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen wollen?
    1. Die sog. Umweltschützer, deren Ziel nicht der Umweltschutz, sondern die Schädigung der deutschen Wirtschaft ist. Die Linke wollte schon immer Deutschland schaden, sei es durch den sog. Umweltschutz oder durch den Import nicht akkulturierbarer Ausländer (siehe Joschka Fischers Buch “Risiko Deutschland”).

    Der Autor des verlinkten Spiegel-Artikels ist Soziologe, was heißt, daß er von Verkehr soviel Ahnung hat wie eine Kuh vom Eierlegen. 70% aller Toten auf Autobahnen fallen auf nicht tempolimitierten Strecken an? Fast genau 70% aller ABen haben kein Tempolimit. Was soll diese Statistik beweisen?

    2. Arbeitsscheue und Rentner, denen es egal ist, wie lange man für eine Reise braucht.

    3. Unfähige Autofahrer, die mit Tempo 130 bereits überfordert sind und daher den gesamten Verkehr auf ihr niedriges Niveau drücken wollen. Solchen Leuten sollte man gleich keinen Pappendeckel geben, dann wäre für die Sicherheit auf den Straßen extrem viel gewonnen.

    Nötig wäre vielmehr ein drastischer Ausbau der Autobahnen und anderer Straßen in Deutschland auf ein Niveau, das dem heutigen Verkehrsgeschehen angemessen ist, Verlegung von Gütertransporten auf die Schiene (Schweizer Modell) und strenge Kontrollen sowie drakonische Strafen für Fahrfehler, die aus Inkompetenz begangen werden (siehe den Eintrag von Lutz Falkenburg), einfach um schlechte Fahrer auszusieben.

    Ach ja, und wenn man für den Umweltschutz etwas tun möchte: Verbieten Sie Dieselautos, deren Gestank allein eine Zumutung darstellt, und Motorräder/roller ohne Kat, die abgaswerte haben wie Lkw. Durch saftige Strafsteuern bekäme man das in den Griff.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    @ “Realist”: Solche Realisten sind mir die liebsten: aus dem Hinterhalt (anonym) reihenweise Vorurteile absondern, aber ansonsten von jeder Sachkenntnis ungetrübt sein.

    Der “sog. Umweltschutz”, mit dem “sog. Umweltschützer die deutsche Wirtschaft schädigen wollen”, hat mittlerweile ein paar 100.000 Arbeitsplätze geschaffen, ist ein Exportschlager erster Güte und entwickelt sich zu einem der erfolgreichsten Wirtschaftszweige überhaupt.

    Wir diskutieren hier gerne. Also Visier hoch und Sachargumente statt Vorurteile.

  • Realist sagte:

    Sehr geehrter Herr Horbach,

    da Sie meine Argumente (v. a. Straßenausbau, Verbot katalysatorloser Motorräder bzw. Dieselautos, “Herausprüfen” schlechter Fahrer sowie vor allem die Tatsache, daß AB-Abschnitte ohne TL nicht vom Unfallgeschehen her auffällig sind) nicht detailliert widerlegen wollen oder können, scheinen Sie an einer Diskussion bedauerlicherweise nicht interessiert zu sein.

    Ich bleibe dabei: Selbst wenn ein TL der Umwelt guttäte, wäre es besser, wenn Umweltschutz-Entwicklungsländer wie China, Indien und auch die neuen EU-Mitglieder zunächst wenigstens etwas für die Umwelt täten. Im übrigen sind Tempolimits für den Umweltschutz reine Augenwischerei, solange dermaßen viele Diesel-Dreckschleudern und giftspuckende Motorräder/roller auf unseren Straßen unterwegs sind.

    Ich bleibe ebenfalls bei meinem Mißtrauen gegenüber den sog. Umweltschützern. Nach der Geschichte vom Waldsterben in den achtziger Jahren, die sich als falsch herausstellte, wurde das CO2-Problem erfunden, dann der Feinstaub. Was kommt als nächstes?

    Solange das sinnlose Luxushaustier Hund durch seinen Kot noch ungestraft die Straßen verunreinigen und durch sein Gekläff die Umwelt akustisch verschmutzen kann, glaube ich unseren Umweltschützern nicht, daß es ihnen um eine Verbesserung der Umwelt geht.

    MfG,
    der Realist

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Aha, das C02-Problem wurde erfunden. Interessant. Das haben sich bestimmt die Klimaforscher ausgedacht, um die Wirtschaft zu schädigen.

    Tut mir leid, auf diesem Niveau bin ich nicht bereit zu diskutieren. Im übrigen verstecken Sie sich immer noch hinter Ihrem völlig unzutreffenden Pseudonym. Realisten argumentieren mit Fakten und nicht mit Vorurteilen.

    Ein Beispiel: der oben zitierte Spiegel-Artikel führt einige Fakten auf und verweißt auf eine ausführliche wissenschaftliche Arbeit (siehe Buch unten). Diese Argumente ignorieren Sie vollständig und diffamieren statt dessen den Wissenschaftler. Alleine Ihre Argumentation, dass ein Soziologe keine Ahnung vom Verkehr haben kann, ist hanebüchen. Sie halten sicher auch das von Fakten gespickte Buch von Wolfgang Zängl, Rasen im Treibhaus: Warum Deutschland ein Tempolimit braucht, für erfunden.

    Wer ist wohl glaubwürdiger: der Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit gründlichen Untersuchungen oder Sie mit der frechen “Tatsache, daß AB-Abschnitte ohne TL nicht vom Unfallgeschehen her auffällig sind”? Der VCD in seiner Position Tempolimit für Klimaschutz und Verkehrssicherheit:

    43,5 Prozent aller schweren Unfälle auf Autobahnen sind „Geschwindigkeitsunfälle“.
    70 Prozent aller tödlichen Unfälle ereignen sich auf solchen Autobahnabschnitten, die keine
    Geschwindigkeitsbegrenzung haben.

  • Alexander Greisle sagte:

    Ich glaube, der Realist ist mir neulich mal auf der Autobahn begegnet und hat mich bei knappen 180 km/h meinerseits rechts überholt und hat mich dann kurz vor dem Minibus mit dem Rollstuhl-Zeichen am Heck auf der rechten Spur beim einscheren auf die Überholspur mit gefühlten 20 cm Abstand geschnitten. Ich meine hektische rote Flecken beim Realisten erkannt zu haben als er kurz rechts neben mir fuhr. Ob ein kläffender Hund auf dem Rücksitz war konnte ich nicht erkennen. Ich habe lieber gebremst.

    Im übrigen ist es halt die – Gott sei dank immer mehr aussterbende – Argumentation, dass erst mal die anderen machen sollen, selbst wenn es sinnvolle Maßnahmen gäbe. Manchmal ist es doch ganz praktisch, dass es “die anderen” gibt. Selbst wenn sie häufiger mal im Weg sind, auf der Autobahn.

  • Realist sagte:

    Ich bleibe bei meiner Behauptung.

    Richtig ist allerdings, daß ein TL die Unfallgefahr an Gefahrenstellen senken kann. Ein generelles TL, sowie auch schon viele BAB-Strecken mit TL, sind jedoch reine Schikane.

    Ich behaupte auch, wer TL fordert, ist mitunter selbst zu blöd, anständig zu fahren, und dieser Wolfgang Zängl ist irgend ein obskurer Schriftsteller, dessen Qualifikationen ich doch anzweifle.

    Nein, der VCD ist keine seriöse Quelle, er steckt mit den Grünen unter einer Decke. Die Grünwähler sind meistens Studenten, Lehrer, Beamte u. a., die auf ihr Auto nicht angewiesen sind. Entsprechend fahren sie Auto.
    Und die Politiker der Grünen sind meistens Lehrer, die nie im Leben auch nur eine müde Mark durch eigene Arbeit verdient haben, entsprechend sieht ihre Politik aus.
    Ich würde einem Mgl. der Grünen niemals auch nur die Hand geben. Sie sind (mit der glorreichen Studentenbewegung, aus der sie hervorgingen) verantwortlich für ALLES, was in diesem Land seit den sechziger Jahren schiefgelaufen ist!

    In erster Linie bräuchten wir jedoch mehr Autobahnen. Der Leberplan ist m. E. nach eine verpaßte Chance.

    Und nein, Herr Greisle, mein Auto fährt keine 180, Sie müssen sich daher einen anderen Schuldigen suchen. Im übrigen verabscheue ich Hunde.

    Ich habe nur keine Lust, mir von irgend einem grünlackierten Sesselpupser, den ich mit meinen sauer verdienten Steuern mäste, vorschreiben zu lassen wie schnell ich fahren darf und damit, wieviel Freizeit ich habe.

  • Realist sagte:

    Im übrigen, Herr Greisle, haben Sie nicht erwähnt, warum Sie sich gerade, als Sie rechts überholt wurden, nicht an das Rechtsfahrgebot gehalten hatten.

    MfG

  • Alexander Greisle sagte:

    Wusste gar nicht, dass es beim Überholen ein Rechtsfahrgebot gibt. Sind Sie eigentlich derjenige, den man unter Ihrer E-Mail-Adresse findet?

  • Realist sagte:

    Nicht ganz. Ich gebe meine E-Mail-Adresse im Netz eigentlich niemals preis. Man kann nie vorsichtig genug sein, besonders bei Leuten, die von der anderen Feldpostnummer sein könnten.

    Oh ja, und was Ihr Erlebnis auf der Straße angeht: Ich wußte nicht, daß Sie im fraglichen Moment überholt haben, daher bitte ich meinen Fehler zu entschuldigen.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    @ “Realist”: Pflegen Sie ruhig Ihre Vorurteile irgendwo anders weiter. Tschüss.

  • Realist sagte:

    Leben Sie wohl, Sie hochsympathischer Alt 68-er :-)

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Bhutan. Nepal. Tibet. Uganda. Deutschland. sagte:

    [...] als Laie habe es ja schon geahnt: Nur eine Geschwindigkeitsbeschränkung rettet die deutsche Automobilindustrie. Jetzt bekomme ich von prominenter Seite Unterstützung. Spiegel Online zitiert in dem Artikel [...]

  • Matthias Rückel sagte:

    Oh man, Wolfgang und Alex, da habt Ihr Euch wirklich an der Nase herumführen lassen. Habe den Dialog leider erst heute gelesen.

    Tja, ein unerfreulicher Nebeneffekt des Web 2.0 ist es, das Menschen so tun können, als ob es ihm ernst wäre, aber Satire pur abziehen. Das aber gekonnt!

    Ich habe mich auf jeden Fall beim Lesen köstlich amüsiert, als der “realistische” Vertreter der “deutschen Wirtschaft” Euch mit den “Alt68er” und “Links” in Verbindung brachte. Als wenn nicht gerade die Freiberufler und Unternehmen des BusinessClubs(!) auf den Wellen der Marktwirtschaft surfen würden.

    Einfach zu köstlich. Schade, daß es zu Ende ist..

  • Realist sagte:

    Sehr geehrter Herr Rückel,

    Sie haben recht: Die Debatte ist für mich beendet, da Herr Horbach mit keinem Wort auf meine Argumente einging, denen zufolge ein massiver Straßenausbau sowie strengere Strafen für inkompetente Fahrer zu befürworten sind.

    Des weiteren halte ich die mir zur Verfügung stehenden Zahlen bzgl. Unfällen für verläßlicher als jene des VCD, der mit der Partei Bündnis 90/die Grünen eng zusammenarbeitet. Dessen Zahlen halte ich von daher für unzuverlässig.

    Einem Menschen, der in seiner Ideologie gefangen ist (wie die Mgl. des geschätzten VCD), braucht man mit Fakten nicht zu kommen, es wäre, als würde man einem Ochsen ins Horn pfetzen. Ein Vorurteil ist weniger leicht zu spalten als ein Atomkern, sagte Einstein einmal.

    Meine Worte als Satire aufzufassen, sei Ihnen im übrigen unbenommen :-)

    Mit vorzüglicher Hochachtung,
    Realist

  • Wolfgang Horbach sagte:

    @Matthias
    Du hast Recht. Wie konnte ich nur auf einen “Realisten” hereinfallen, der nicht mal Behauptungen von Argumenten unterscheiden kann. Gut, dass nur die Grünen und der VCD in Ideologien gefangen sind. Aber Satire zeichnet sich meistens durch Pfiff, Ideenreichtum und Abwechslung aus. Aber immer wieder den gleichen Mist behaupten, ohne ein einziges Mal einen Beweis vorzulegen? :roll:

  • Matthias Rückel sagte:

    Oh, daß war keine Satire? Ich hatte vermutete, daß die Satire “Zwei Ideologen unter sich” heißt.

    Zumeist wird mit dem Wort Ideologie ein System von Meinungen und Wertvorstellungen bzw. Denkweisen über den Menschen und die Gesellschaft beschrieben. Also die Forderung nach mehr Autobahnen ist ideologisch, genauso wie die Forderung nach einem Tempolimit. Hinter beiden stehen bestimmte Weltanschauungen.

    Die notwendige politische Entscheidung wertet echte oder vermeitliche Fakten (=Wert) je nach Anschauungen.

  • Jan Rehburg sagte:

    Tag erst mal
    Ich finde Tempolimits auf Autobahnen für nicht sinnfoll da wie oben angeführt die Deutsche Industrie stark darunter leiden würde. Ein Beispiel ist wenn man eine Amerikaner frgat was er mit deutschen autos verbindet kommt dieser garantiert auch auf das thema Autobahnen in Deutschland zu sprechen!!!

    Und mit dem CO² ist das nur ein relatiev geringer teil der eingespart wird 0,5 %

    Alos meiner Meinung nach ^^NEIN°°

  • Will aus Wandern sagte:

    Ich finde da treibt der Kurt eine Symbolpolitk .Er hat sich für Tempolimit entschieden ,weil er gesehn hat das sowieso über 50% der Deutschen “Halbtot” sind und das will er für die SPD nutzen um neue Wähler zu gewinnen.

    1.Das soll zum Klimaschutz beitragen!?
    Schwachsinn der CO² ausstoß verringert sich nur um 0,8% ,wenn das Tempolimit auf 130 gesetzt wird.

    2.Die Autobahnen sollen sicherer werden.
    Ich glaub er spinnt,die Autobahnen sind die sichersten Straßen Deutschland ,nur 6% aller Ünfälle geht auf die kosten der Autobahnen und diese Umfälle verursachen (Geisterfahrer,Lkw Fahrer die am Steuer schlafen und Fahrer unter Drogen Einfluss).Tempo Limits würden hier garnichts ändern!!!

    3.Wirtschaftliche Folgen
    -Sehr viele Geschäftlich tätige Fahrer werden durch das Tempolimit müssen ihre Erledigungen entsprechend der Dauer der Fahrt anpassen.

    -Die Autobahnen sind ohne hin schon voll und durch das Limit gibt es dan nur noch unnötige Staus
    was sehr schlecht für die Güter Lieferung ist weil diese feste Lieferzeiten haben und wenn Firmen diese nicht mit den Betrieblich vorhanden Fahrzeugen bewälttigen können,
    MUSSEN SIE MEHR LKWS ANSCHAFFEN ,WAS DIESE 0,8% CO² AUSSTOß WIEDER WEGMACHT.

    Herr Kurd sie schon immer kein Sympatischer Mensch meiner Meinung nach,aber das sie mit so “LINKEN” Mitteln arbeiten hätte ich nicht gedacht.
    Schönen Tag noch

  • Will aus Wandern sagte:

    Verzeihung für die Rechtschreib Fehler aber der Typ hat mich so rassend gemacht :)

  • Andreas sagte:

    Ich bin voll und ganz gegen ein Tempolimit. Hier geht es um Wählerstimmenfang von abgewanderten Mitglieder zur PDS und zu den Grünen!
    Ich gebe “Realist” vollkommen recht mit dem was er sagt! Ein Bsp. aus der Realität! Zu meiner Hochschulzeit war ein Professor, der nicht hätte Grüner sein können. Er hat voller Stolz erzählt, dass die schönste Zeit in seinem Leben in den 70ern war. Sie haben demonstriert, alles belagert und gegen das System gekämpft – das war für ihn das ein und alles. Das will er jetzt den anderen jungen Studenten auch gönnen, drum reut ihn auch kein einziger Cent, den er dafür spendet!
    Naja, letztendlich ist das Ziel dieser Ex-Hippies die Freiheitseinschränkung einer Vielzahl anderer Menschen! Ich habe mich deshalb dafür entschieden, keinen Cent mehr für Greenpeace oder Einrichtungen zu spenden, die in Zusammenhang mit den Grünen stehen! Ich teile diese Meinung nicht, denn wieso sollte ich mein Leben von Menschen einschränken lassen, deren Lebenseinstellung ich in keinster Weise vertete und die zudem noch von meinen Steuerabgaben verhalten werden!!!

    Mir ist meine Freiheit viel wert, dazu gehört auch mal schneller Fahren, was mit Sicherheit nichts mit rasen zu tun hat. Umweltschutz braucht keine Symbolpolitik die keine Wirkung hat! Dies kann ich anders und wesentlich sinnvoller gestalten!

  • Andreas sagte:

    Mir ist nur noch einmal wichtig, eines klar zustellen! Es geht mir hier nicht um eine Verallgemeinerung entsprechender Aktivitäten und Einstellungen, es brauch sich also keiner speziell angesprochen fühlen. Ich bin selbstverständlich für eine freie Meinungsäußerung, deshalb verachte ich auch Aussagen, dass Leute die z.B. schneller als 120 oder 130 fahren “Raser” sind! Es hängt nämlich voll und ganz davon ab, wo diese gefahren werden!!!
    Leider ist es so, dass es in alle Richtungen immer die Extremen gibt, über die dabattiert werden – der der darunter leiden muss ist der “Normalbürger”! Das kann es nicht sein. Ich bin der Meinung, dass eine Vielzahl der Bürger fähig genug ist, selbst entscheiden zu können, wie schnell sie fahren können und wollen. Es benötigt hierbei mit Sicherheit keine Bevormundung.

  • Wolff Horbach (author) sagte:

    @ Andreas:
    Es gibt zwei ganz einfache Gründe für ein Tempolimit:

    1. Der Spritverbrauch steigt bei höheren Geschwindigkeiten stark an. Damit auch der CO2-Ausstoß. Ist es nicht geboten, alles zu tun, um CO2-Emissionen möglichst zu vermeiden?

    2. Die Formel E=mc² gilt auch im Straßenverkehr. Bei Tempo 100 ist die Energie schon viermal so groß wie bei Tempo 50. Der WDR hat kürzlich einen Crashtest bei Tempo 100 gezeigt. Da sieht man sehr deutlich, dass die Todesgefahr bei hohem Tempo dramatisch ansteigt.

    Wie soll ich wohl Menschen bezeichnen, denen unsere Umwelt und die Gesundheit und das Leben ihrer Mitbürger egal sind?

  • Andreas sagte:

    Sie reden von der Zerstörung eines Individuums, das letztendlich mitunter der Grundstein für unseren Wohlstand ist und womit unsere Industrie überhaupt noch in der Lage ist, mit der Billigherstellern der weiten großen Welt konkurrieren bzw. sich abgrenzen zu können! Wie soll ich Menschen nennen, die Ihre einseitige Sichtweise auf Biegen und Brechen durchsetzen wollen, ohne auf die Folgen derer zu achten, die dann nicht mehr in der Lage sind ihren Lebensunterhalt zu verdienen? (haben Sie von den Suiziden bei franz. Herstellern gehört, die dem dem Druck nicht mehr Standhalten können?) Unser Wohlstand kommt nicht vom Öl oder sonstigen Rohstoffen! Wir verdienen unser Geld mit Innovation und Wissen – wie auch immer sie argumentieren, unsere Autos werden weltweit geschätzt, weil sie perfektioniert werden. Auch wenn in den meisten Ländern offiziell nicht schnell gefahren werden darf, wird es dort sowohl auf der Straße als auch auf vielen Rennstrecken gemacht, die es übrigens hier nicht gibt! Sind sie dann dafür, dass einige gebaut werden? (Ich wage es zu bezweifeln)

    Ich nehme Ihnen den auf Allgemeinwohl abgestimmten Samariter nicht ab! Seien sie ehrlich, wem verdanken viele Menschen auf der Welt heute noch ihr Leben? Einem Verbot oder der Technik (die meist hier erfunden wurde)?!
    Wenn Sie schon auf die im Vergleich lächerliche CO2-Reduktion durch ein Tempolimit ansprechen, möchte ich von Ihnen allzugerne Wissen, wie sie die Gegenüberstellung der Zielreduktion von 272mio t Co2 bis 2020 in D der “jährlichen Ausstoßerhöhung” von z.B. “500mio. t in China” gegenüberstellen? Sollten Sie nicht vielleicht etwas über den Tellerrand schauen um zu merken, dass Ihre Bemühungen bei dieser Entwicklung völlig um sonst sind und dass es Ihnen, wenn Sie mit sich selbst ehrlich sind, nur um die Zerstörung des Deutschen Individuums geht, auf den noch wenig verbliebenen Strecken nach eigenem Ermessen fahren zu können? Eine Reduktion der Verkehrstoten wird allerdings ausbleiben, denn in Ländern mit Tempolimit sind diese noch wesenltich höher als bei uns!
    Mein Apell an Sie – wenn Sie schon Angst haben, dass die Welt zerstört wird, dann fangen Sie mit den richtig großen Brocken an, die überhaupt eine Verbesserung ermöglichen! Es ist (meiner Meinung nach) eine Schande, dass nur von Verboten geredet wird, anstatt die Leute zu ermuntern, sich noch mehr dafür zu engagieren und Innovation voranzutreiben und somit etwas “international” zu verbessern. Sie können nicht abstreiten, dass es in vielen Ländern das Wort Umweltschutz gar nicht gibt! Bis hier ein ordentlicher Erfolg erzielt werden würde, ist eines sicher, dass es Brennstoffzellenantriebe gibt, die gar kein CO2 mehr ausstoßen – und zwar Made in Germany, einem Land, das der Welt gezeigt hat, dass Umweltschutz auch ohne neue Verbote und persönlichen Einschränkungen möglich ist! :o )

  • Wolff Horbach (author) sagte:

    @ Andreas:
    Bevor hier der Eindruck entsteht, ich wäre Technik-feindlich: Ich bin Dipl.-Ing. und ein großer Technikfreund. Ich teile die Auffassung, dass Technik sehr vielen Menschen Wohlstand gebracht hat und noch bringen wird.

    Genau aus diesem Grunde plädiere ich dafür, dass die deutsche Automobilindustrie einen radikalen Wandel macht. Das Auto in der heutigen Form ist eine Fehlentwicklung. 2.000 kg Stahl zu bewegen, um 80 kg Mensch zu transportieren, ist Verschwendung pur. Der PS-Wahn hat dazu beigetragen. Und die Fokussierung der deutschen Autobauer auf Luxuskarossen hat den Blick für moderne Entwicklungen verstellt. Dieselfilter? Fehlanzeige. Hybridtechnik? Verschlafen. In der Liste der umweltfreundlichsten Autos spielen die Deutschen nur eine sehr untergeordnete Rolle.

    In den expandierenden Märkten in Asien sieht man so gut wie keine deutschen Autos auf den Straßen. Für die Menschen dort spielt die PS-Zahl und die Höchstgeschwindigkeit keine Rolle. Sondern das Auto soll bezahlbar und der Unterhalt günstig sein.

    Ich habe keinen Zweifel daran, dass deutsche Techniker und Ingenieure erstklassige Technik erstellen können. Nur: man muss man sie auch lassen. Die Ziele müssen neu definiert werden. Statt PS-Protzen Sparsamkeitswunder. Statt Panzern Leichtmobile, die dem ursprünglichen Ziel – Mobilität – dienen und nicht die Straße zum Kampfplatz machen.

    Noch etwas zu dem vorbildlichen Umweltschutz in Deutschland: Als die Umweltschützer dadrauf gedrängt haben, wurden sie von den Konservativen und der Industrie verspottet und als Grabgräber der deutschen Industrie angesehen. Es wurde unterstellt, dass durch den Umweltschutz Millionen von Arbeitsplätzen verschwinden würden.

    Es ist das genaue Gegenteil eingetreten: Durch Umwelttechnologien wurden Hunderttausende neuer moderner Arbeitsplätze geschaffen. Die Öko-Branche boomt. Die grüne Technologie ist ein Exportschlager ersten Ranges. Deutschland ist (noch) führend bei Windkrafträdern, Solartechnologie usw.

    Jetzt wird wieder mit den gleichen Argumenten (Arbeitsplatzverlust, Steinzeit, …) gegen ein Tempolimit argumentiert. Und wieder werden die Gegner und nicht die Umweltschützer auf dem Holzweg sein. Wetten?

  • Andreas sagte:

    Ihre jetzige Argumentation wandelt sich auf einmal in eine ganz andere Richtung! Sehen Sie, so wird es alles schon wieder etwas sachlicher!

    Es gibt wirklich ein paar fette Kolosse, die letztendlich nicht gebraucht werden und vollkommen überflüssig sind, keine Frage! (die kommen jedoch nicht nur von Deutschen Herstellern, das muss auch dazu gesagt werden!!!!)
    Für die Steigerung der Effizienz der Fahrzeuge trete ich mindestens genauso ein wie sie! Ich halte auch nicht viel von den extremen großen Wagen. Ein ordentlicher Mittelklassewagen erfüllt wirklich jegliche Anforderungen – und von denen gibt es zwischenzeitlich auch schon gute Modelle in D! Weitere Antriebsarten wie Hybrid sind vielleicht eine aktuell gute Zwischenlösung, jedoch für die Zukunft völlig falsch platziert! Problem ist nämlich nicht der aktuelle Bestand der Fahrzeuge, sondern der steigende Wohlstand in anderen, wesentlich größeren Nationen, die auch mobil werden wollen! Deshalb muss der Fokus auf die Brennstoffzelle gelegt werden! Alles andere hilft nichts!

    Zum Belächeln der Grünen und Umweltschützer! 1. muss gesagt werden, dass bei der aktuellen Debatte des Klimawandels der neu eingetretene Trend zu erkennen ist! Auch die Hersteller kommen so langsam in die Pflicht und die Erkenntnis, dass bei den “von der Politik” verursachten Preise ein Wandel kommen muss! Das freut mich auch persönlich! Nur kann die Änderung nicht innerhalb 2 Wochen eintreten, oder können Sie sich ständig ein neues Auto leisten :o )Dass die Ökobranche boomt ist schön zu hören, keine Frage, aber muss deshalb die hiesige Automobilindustrie als Depp der Nation dargestellt werden?
    Wie gesagt, ich finde es gut, dass es Umweltschützer oder (besser) Wissenschaftler gibt, die soetwas aufzeigen! Nur womit ich nicht klar komme ist, dass alles dann auf einmal so extrem übertrieben werden muss! Diese extremen Meinungen sind das Übel an der ganzen Sache – und betreffen tut das dann den kleinen Dummen in der Mitte! Na herzlichen Glückwunsch….

    Wenn Sie nämlich einen Wandel in der A-Industrie wollen, dann brauch doch nicht der kleine Mann dafür bestraft werden, indem er nur noch 130 fahren darf! Ich schätze mal, dass 98 – 99% aller Autofahrer mit dem Tempo 160 bedient sind, wieso findet man z.B. nicht hier den Mittelpunkt! Es steht ja weiterhin jedem frei 120 oder 130 zu fahren. Die Zumutbarkeit für den Arbeitsweg wird immer weiter nach oben geschraubt, aber dafür soll er/sie dann langsamer zur Arbeit fahren? Wo bleibt da das Recht für die Freizeit jedes einzelnen?

    Vielleicht finden Sie ja noch eine Antwort auf meine in 34. gestellte Frage mit Tempolimit und CO2-Reduktionsziele in D und Ausstoßerhöhung anderer Länder!!! Wenn Sie schon dafür eintreten, sollten Sie auch hierauf eine Antwort haben…

  • Wolff Horbach (author) sagte:

    @ Andreas:
    Zu der aktuellen Debatte des Klimawandels und dem “neu eingetretenen Trend”: Ich habe während meines Studiums 1972 ein Referat über “Die Grenzen des Wachstums” gehalten. Das gleichnamige Buch des Club of Rome war gerade erschienen. Bereits in diesem Buch warnen die Klimaforscher vor dem CO²-Ausstoß und dem dadurch verursachten Schäden. Dort ist mir die Problematik zum ersten Mal begegnet. Vor 35 Jahren! Seit dem warnen die Klimaforscher immer wieder. Nur das wurde von der Bevölkerung, der Industrie und Politik völlig ignoriert. Erst jetzt, wo die Folgen unübersehbar sind, werden erste zaghafte Schritte unternommen.

    Wir könnten mit einem Tempolimit direkt ein Zeichen setzen: Ja, wir haben das Problem erkannt und tun etwas. Sofort. Die Entwicklung von neuen Autos dauern noch viele Jahre und bis diese die alten Autos abgelöst haben noch weitere Jahre. Wir müssen jetzt handeln!

    Zu der Frage aus #34: Wir können hier nicht für China oder die USA handeln. Aber wir können hier Autos bauen, die in diese Länder exportiert werden und dort helfen, CO² zu reduzieren. In den USA werden in der Zeit nach Bush dramatische Veränderungen eintreten. Weite Teile der Bevölkerung sind inzwischen wach geworden. Und wenn die Amerikaner dann ganz neue Autos bauen werden – erste Trends gibt es in Kalifornien – dann werden wir unsere jetzigen Autos dort nicht mehr verkaufen können. Wir alle tragen eine Verantwortung für diesen Planeten. Und wir sollten unser Bestes tun, um den Planeten lebenswert zu erhalten. Da können wir nicht einfach so weitermachen und mit dem Finger aus andere zeigen. Wir können aber selbst vorbildlich sein und dann die beste Technologie weitergeben.

    Ich kann nicht verstehen, wieso “der kleine Mann” so unter einem Tempolimit so leidet. In allen Ländern rings um uns herum – Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, …. – gibt es Tempolimits. Dort fahre ich erheblich entspannter und komme auch noch schneller voran. Der Verkehr fließt einfach. In Deutschland dagegen herrscht noch das Recht des freien Rasens, aber dadurch komme ich nicht schneller von A nach B. Im Gegenteil: neulich habe ich von Frankfurt nach Köln 6 Stunden gebraucht (normal 2 h). Ursache war die Autobahnsperrung durch einen schweren Unfall. Auslöser: Überhöhte Geschwindigkeit!

  • Andreas sagte:

    Wie gesagt, technisch befürworte ich Sie, was die Eingrenzung von Freiheiten angeht, stimme ich absolut gegen Sie! Es ist eine schlimme Sache mit dem Unfall, nur ist die Frage ob der Unfall wirklich hätte vermieden werden können, wenn ein Tempolimit bestehen würde, denn auch bei 130 werden noch viele Leute sterben (ist in unseren Nachbarländern auf jeden Fall fakt)! Überhöhte Geschwindigkeit wird ständig angegeben, denn es kommt immer auf die Situation an. Statistiken sprechen immer für sich und geben leider auch jedem für seine Meinungsbildung sehr viel Interpretationsfreiheit! Dass, was dieses Thema angeht natürlich von den Lobbyisten für das Tempolimit nur in eine Richtung argumentiert und zusammengewürfelt wird ist klar, denn man will ja seine Meinung damit stärken!

    Ich glaube, dass eine weitere Diskussion sinnlos ist, deshalb verabschiede ich mich! Ich hoffe dass das Tempolimit in dieser Form nicht kommt, denn dies ist nur eine Schikane, die definitiv negative Auswirkung hat! Sowohl für die Wirtschaft als auch für die Leute, die viel fahren müssen… Der gewünschte Effekt wird jedoch ausbleiben…

  • Andreas sagte:

    Ich sehen überigens den Sinn deshalb nicht mehr für gegeben, weil Sie alles auf die Mobilität reduzieren und die gestellten Fragen abwandeln um ihre Floskeln los zu werden.
    Ich wünsche mir nämlich eine Politik, die keine dämliche Straf-Signale setzt, sondern nachhaltig agiert und somit auch anderen Ländern hilft einen Großteil dazu beizutragen!!!

  • e.wiesbaden sagte:

    Liebe Leute, was für ein Quatsch. Denn dasTempolimit beraubt uns einer liebgewonnenen Freiheit. Warum um HIimmels Willen müssen wir uns in allen Bereichen immer mehr beschneiden lasen und uns den Willen anderer aufdrängen lassen. Jeder darf!!! 120 oder 130 fahren oder auch nur 90 im LKW Bereich. Achtung: optimales Sparpotential! Jeder kann für sich entscheiden wieviel er sparen will, aber ich will mir nicht noch mehr vorschreiben lassen. Denn das Weltklima lacht sich über das saubere Deutschland kaputt, ein Vulkanausbruch größerer Dimension oder Asien und Südamerika verbennen so viel Co2, daß dieses Limit eine echte Marginalie darstellt. Leute, denkt mal in globalen Zusammenhängen!
    Ich hasse es von kurzsichtigen Weltverbesserern, die sich von der Stadtwohnung mit dem Bus oder dem Fahrrad ins die Lehramtstube bewegen, während andere die Flexibilität aufweisen müssen, im Jahr 25. Tsd und mehr km zu fahren
    Ich schlage deshalb vor, endlich stolz auf das High-Tech Land Deutschland zu sein, und für die linke Spur nur noch mind. 160 vorzuschreiben, die mittlere mind. 120 und alle anderen können dann rechts in der LKW Kolonne mit Überholverbot mitfahren. Dort kann gespart werden, und alles anderen kommen zügig voran.
    Ein Gruß an alle linken faschos

  • Oliver sagte:

    Ich kann nicht verstehen weshalb soviel diskutiert wird über das EINE PROZENT an Autobahnen, die in Deutschland noch nicht reduziert sind. Würde man dieses eine Prozent auf 130 limitieren, würden der Co2 – Ausstoß um 0,6% sinken. Und überhaupt, was soll diese bescheuerte Co2 Diskussion? Merkt keiner, dass über die Medien nur Angst geschürt wird? Es ist doch schon immer so, dass wenn über die Medien so großes Geschrei verbreitet wird über irgendwas, dann steht jemand im Hintergrund und kassiert Geld… was man mit einem schlechten Gewissen so alles machen kann, gell?!

  • Wolff Horbach (author) sagte:

    @ Oliver:
    Eigenartig: Alle, die gegen ein Tempolimit sind, erscheinen hier anonym, operieren mit eigenartigen Zahlen, geben aber nie ihre Quelle an. Das Bundesumweltamt kommt zu ganz anderen Zahlen als du:

    Das Umweltbundesamt hat eine zügige Einführung von Tempo 120 auf Autobahnen gefordert. Ein Tempolimit brächte erhebliche Fortschritte in Sachen Klimaschutz und Verkehrssicherheit, sagte Behördenchef Andreas Troge der «Berliner Zeitung». Nach seiner Schätzung ließen sich mit einer Tempobegrenzung auf 120 Stundenkilometer fast drei Millionen Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid im Jahr einsparen – rund zehn Prozent aller auf Autobahnen entstehenden Emissionen.

    Wem soll ich jetzt mehr glauben: Dir oder dem Umweltbundesamt mit belegbaren Zahlen?

    Das andere Argument, die signifikante Senkung der Unfallzahlen durch ein Tempolimit, wird ebenfalls durch die Tempolimitgegner entweder ignoriert oder einfach vom Tisch gefegt. Dabei sind die Fakten ganz andere:

    Im Dezember 2002 wurde auf der A 24 zwischen den Autobahndreiecken Havelland und Wittstock eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 Stundenkilometern eingeführt. Mit dramatischen Auswirkungen: Die Anzahl der Schwer- und der Leichtverletzten hat sich seither halbiert, die Anzahl der Getöteten sank im Schnitt noch stärker (s. Grafik).

    Einfache Verbesserung des Klimaschutzes, drastische Senkungen von Verletzten und Toten. Alles egal?

  • Daniel Matthias Hilberer sagte:

    Meiner Meinug nach ist ein Tempolimit auf Autobahnen absolut unnötig und eine untragbare Einschränkung der Freiheitsrechte eines Menschen, bezogen auf seine Mobilität. Im Gegenteil ist es dringend an der Zeit spezielle Autobahnen für Fahrzeuge mit einer bbH >100km/h einzurichten. Dies würde nicht nur dem Verkehrsfluss, sondern auch der Sicherheit auf deutschen Autobahnen dienen, da hierdurch das ständige Überholen von Lkws und anderen langsamfahrenden Fahrzeugen überflüssig werden würde. Weshalb sollte gerade Deutschland, Autobauer Nr.1 weltweit, sich solche Steine vor die Füße legen und somit seiner Wirtschaft schaden indem es ein Tempolimit auf Autobahnen von lachhaften 120km/h einführt! Diese Geschwindigkeit wird schon ohne größere Anstrengungen mit einem 15PS Moped erreicht und in der Regel bei freier Strecke auf Landstraßen gefahren.

    Weshalb also anderen Ländern immer alles nachmachen, und nicht einfach das behalten, was gut ist und zu unserer Lebenskultur in Deutschland gehört?

  • Markus sagte:

    Das Problem lässt sich so oder so nicht in den Griff kriegen !
    Bei den meisten Unfällen wird angegeben: “zu hohe Geschwindigkeit”

    Viel passender wäre: Der Fahrer ist völlig unfähig und sollte eigentlich gar kein KFZ führen dürfen.

    Es fehlt ja bei den meisten Leuten schon an den absoluten Grundlagen. Bremspunkte richtig setzen, Kurven aktiv fahren,
    Kontrolle bei Über/Untersteueren, Geschwindigkeiten und Weg richtig Einscätzen, Vorausschauendes Fahren ( Minimum nächste urve). Fehlanzeige.

    Aber wer sich natürlich nur noch auf ESP und ABS verlässt , weil er sonst verlassen ist…kein Wunder.
    Und komischerweise sind selbst im Winter die meisten Leute trotz
    modernster Technik völlig überfordert, nur weil es – wie alle Jahre wieder – ein bißchen rutschig auf den Straßen ist.

    Das Fahrschule aboslut nichts mit Fahren lernen zu tun hat, sollte ja auch inzwischem Jedem bekannt sein.

    Noch extremer zeigt sich die Unfähigkeit der Deutschen beim Motorradfahren. Aber die Annahme mit beispielsweise 50 einen Motorradführerschein zu machen und dann als reiner Hobbyfahrer eine Maschine mit Leistung im Überfluss zu beherschen ist ja auch reichlich blauäugig.
    Hinzukommt noch, dass aufgrund der Überalterung der Gesellschaft
    die Reaktion im Straßenverkehr im Durchschnitt auch immer schlechter wird. Den meisten Leuten kann man ja beim Denken im Straßenberkehr schon sprichwörtlich zu schauen.

    Dieses Problem ist vielleicht bei Jugend im Straßenverkehr weniger ausgeprägt. Nur fehlt es hier halt noch mehr, an der
    nötigen Fahrpraxis und Erfahrung.
    Deshalb führen ihr oft schon kleine Ausnahmesituationen zu schweren Unfällen.

    Meiner Ansicht nach sollte – auch wenn es starke Kosten verursacht – u.a. auch ein psychologisches Gutachten bei der Entscheidung über die Fahrerlaubnis eingeführt werden.

    Denn ein weiterer Grund für viele Unfälle ist menthal bedingt.
    Viele Leute sindd einfach dem “Druck” nicht gewachsen und
    reagieren in “Ausnahmesituationen” zu langsam, überrascht oder
    sind einfach nur geschockt.
    Emotionen haben im Staßenverkehr eben nichts zu suchen.

    Wie komme ich zu diesen “Empfehlungen” ?
    Ich verdiene mit (legalen) Rennenfahren meinen Unterhalt…sollte also ganz gut einschätzen könnnen, wie es um den deutschen Auto-
    fahrer bestellt ist.
    ganz

  • Leinwanddruck sagte:

    Man kann doch nicht immer den Deutschen alles vorschreiben. Wenn jemand schnell fahren will, und ich liebe es als Frau auch, dann soll er doch fahren. Es gibt immer irgendwas zu kritisieren und zum Besser machen, aber muss dies denn sein?

  • Wolff Horbach (author) sagte:

    Das Rasen verbraucht nachweislich viel mehr Treibstoff als notwendig. Gleichzeitig steigt der CO2-Ausstoß und schädigt Umwelt und Klima. Und die Gefahr schwerer und tödlicher Unfälle steigt überproportional.

    All das ist egal, Hauptsache man kann persönlich so schnell rasen, wie man will???

  • Ingo Simbürger sagte:

    Die Diskussion ist ewig alt und die Argumente ebenso. Ich schlage ein Tempolimit entsprechend dem CO2 Ausstoss vor. Je weniger Ausstoss desto schneller darf man fahren. Klingt unrealistisch, aber ich könnte mich daran gewöhnen, daß ein Porsche einen Tempo 80 Aufkleber am Heck hat und nur noch am Wochenende auf der Rennstrecke mal richtig Gas geben kann. Andererseits würden sich auf der Autobahn ein Smart und ein Tesla die wildesten Rennen liefern können.
    Damit wäre auch der Anreiz für die deutsche Automobilindustrie gegeben, sparsame Autos zu bauen. Es wäre auch nicht “geschäftsschädigend” für die deutsche Automobilindustie, da sie es in der Hand hätte wie schnelle ein Modell bewegt werden darf.

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