Home » Innovationen, Please help me!

Hilferuf

Elita Wiegand 4 Juli 2007 2 Kommentare

«Ich bin ein Querdenker.» Hat mir Klaus Wölk über XING geschrieben. Ist schnell gesagt, aber er hat auch den direkten Beweis geliefert. Wissen wir doch, dass Computer nützlich sind, aber irgendwie sind die Dinger auch hässlich. Und genau hier setzt die Cadur Manufaktur an: Der Architekt Ulf Rupprecht hat individuelle Designer Computer entworfen.

cadur-ii.jpg

Da schwingt ein Hauch Bauhaus Stil mit, ein Eyecatcher auf dem Schreibtisch, klein, in Edelholz oder in Stahl, mit Lederbezug oder in Marmor – und sogar als Merchandising“ 300 Entwürfe gibt es. Ulf Rupprecht hat zwei Jahre viel Herzblut, Zeit und Geld in die Entwicklung gesteckt. Der PC ist leise, mit aller Technik ausgestattet, die man braucht und sich wünscht. Da der PC individuell gefertigt wird, beträgt die Lieferzeit etwa vier bis sechs Wochen. Kurz vor der Produktion, dem Vertrieb und dem Verkauf, fehlt dem  Architekten Bares (sein Haus hat er inzwischen verkauft), um das Patent anzumelden. Die Banken schütteln – wie immer – mit dem Kopf. Ulf Rupprecht braucht etwa 30.000 Euro.

Der Hilferuf hat mich erreicht und ich schreibe diesen Beitrag auch, weil ich immer öfter von Querdenkern höre, deren Ideen auf der Strecke bleiben, weil das Geld ausgeht. Also: können wir helfen? Wer hat dazu Ideen? Kann jemand Kontakte vermitteln? Oder hat irgendwer so rein zufällig 30.000 Euro rumliegen? Na ja, man kann ja mal fragen…


Bookmark and Share

Das könnte Sie auch interessieren:

  1. Hommage an Steve Jobs
  2. Mercedes S600 fährt auf Apple ab
  3. Do it yourself: Videos selber drehen
  4. Garage² – der Ideensalon für Unternehmer
  5. Rückenschule für Kinder

2 Kommentare »

  • Klaus Wölk sagte:

    Hallo Elita, dies ist ein toller Bericht!!!
    Ulf hat sein Haus noch nicht verkauft, aber er hat es zum Verkauf freigegeben. Hoffentlich finden wir in D. noch viele Querdenker, wie Dich. Ich helfe ganz sicher dabei!!!!!
    Herzliche Grüße

    Klaus

  • Joachim Zischke sagte:

    … Querdenkern höre, deren Ideen auf der Strecke bleiben, weil das Geld ausgeht

    Überhaupt, das mit den Ideen ist so eine Sache. Ich outete mich ja erst kürzlich mit meiner randvollen Ideenkiste. Und wenn mich jemand fragt, Wieviele Ideen hast du denn davon nun wirklich verwirklicht?, dann schrumpft die Zahl auf eine Stelle, zwischen 4 und 7, ja so in etwa liegt die Ausbeute.

    Worauf ich natürlich immer achte: Ich setze niemals alles auf eine Idee(nkarte). Ich reserviere mir eine bestimmte Summe Spielgeld, und wenn diese dann aufgebraucht ist oder das Projekt keine entsprechende Wirkung entfaltet, dann wird es still begraben (oder für bessere Zeiten zurück in die Kiste gelegt).

    Natürlich gilt auch heute immer noch, dass eine Idee sich manchmal nur durch extreme Sturheit und Beharrlichkeit verwirklichen lässt, denken wir nur an die berühmten schwäbischen Tüftler. Dafür aber sein Haus zu verkaufen – das gibt mir dann doch zu denken. Eine Immobilie ist ein Pfand, mit dem man wuchern, das man beleihen und auf das man im Falle des Scheiterns einer Idee zurückgreifen kann. Wenn jetzt dieser Wert zur Veräusserung ansteht, könnte es auch ein Hinweis auf anders gelagerte Probleme sein.

    Ein PC ist ein Alltagsgegenstand geworden. Kein Mensch gibt dafür gerne mehr Geld aus, als unbedingt nötig. Ich überlege: Wer sollte die Zielgruppe für einen zwar äusserlich wunderschönen, aber sicherlich hochpreisigen Computer sein, dessen Innenleben sich nicht von den üblichen Standards unterscheidet und auch nur zwei Jahre Gewährleistung bietet?

    Der gemeine Büromensch wird nicht das Glück erleben, in den Genuss dieses Würfels zu kommmen. Der Kreative greift zum Mac, schon aus Status- oder Kultgründen. Der Vorstandvorsitzende lässt seinen PC dezent im Schreibtisch einbauen.

    Wie Alexander Greisle in seinem Blogartikel kürzlich berichtete, ändern sich die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für Geräte etc. zum 01.01.2008 eher negativ für den Unternehmer. Schon aus diesem Grund dürfte es schwer sein, Unternehmen als Käufer zu gewinnen.

    Wer also bleibt als Käufer übrig? Ich! Ja, ich würde mir gerne diesen PC in Pyramidenform auf den Tisch stellen. Was mir derzeit fehlt: Das entsprechende Büro, um den Cadur richtig in Szene setzen zu können, das mich regelmässige besuchende Publikum, dass das Objekt bestaunen und mir insgeheim Genugtuung verschaffen könnte, und – ja, sprechen wir es ruhig aus: die Bereitschaft, dafür eine ordentliche vierstellige Summe auszugeben. Das Geld würde ich gerne in meine nächste Projektidee stecken, wofür mir derzeit die Partner fehlen.

    Und damit schliesst sich der Kreis.

Ihre Meinung!

Schreiben Sie Ihren Kommentar, oder setzen Sie einen Trackback von Ihrer eigenen Seite. Sie können auch hier das Kommentar RSS-Feed abonnieren.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

Sie können diese Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dies ist ein Gravatar-aktivierter Blog. Um Ihren eigenen global verwendbaren Avatar anzulegen, registrieren Sie sich unter Gravatar.