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Zu denken, was noch niemand gedacht hat…

Albert Klamt 5 Juli 2007 2 Kommentare

 Im Leseraum des deutschsprachigen Infoportals:

http://www.freshconnections-integral.com

Fand ich diesen Artikel, geschrieben von Dorothea Zimmer. Mit grossem Gewinn gelesen. Hier öffnet sich ein riesiger Raum für alles und für die Integration größtmöglicher Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten.

 Europa -Mehr als eine Hoffnung

Insbesondere diese Stelle finde ich für weitere Auf- , Um- und Durchbrüche in Deutschland`s Innovationslandschaft und überhaupt wichtig. Die Kanzlerin Angela Merkel sprach mehrfach von Innovationsführerschaft. Hier ist ein weiterer Impuls, auf der Reise zu diesen wichtigen Zielen mit excellenten Landkarten und ungeahnten neuen Schritten und Sprüngen weiter zu kommen.

Die  Aufgabe ist nicht, etwas zu sehen, was noch niemand gesehen hat, sondern zu denken, was noch niemand gedacht hat über das, was alle sehen, wie Schopenhauer einmal sagte. Das bedeutet, dass wir eine neue Perspektive auf die Welt benötigen, die nicht nur ändert, was wir denken, sondern vor allem, wie wir denken, wie und durch welche Brille wir auf die Welt schauen. Eine Perspektive, die nicht vor der wachsenden Komplexität in grobe Vereinfachung zurück weicht, sondern eine neue Ordnung im komplexen Chaos, Zusammenhänge in den Fragmentierungen und die tieferen dynamischen Kräfte, die Denken, Handeln und Identität von Individuen, Organisationen, Institutionen und ganzen Kulturen formen, entdeckt. Gewöhnlich nennt man dies ein neues Paradigma..”

Dorothea F. Zimmer vertritt die spiraldynamics-group in Deutschland, ist Mitglied des Kernteams des Center of Human Emergence, arbeitet als Coach und leitet Seminare und Leadership-Trainings

Aus Hoffnung Europa, hrsg. von der Global Marshall Plan Initiative, Hamburg 2006


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2 Kommentare »

  • Rudi Sumasch sagte:

    Paradigmen. Wenn man nicht annimmt, dass Paradigmen fremdgesteuert aufoktruiert werden, was wären denn aktuelle Paradigmen, die dazu anregen zu denken, was noch niemand gedacht hat? Lohas? Informationsgesellschaft? Vorsorgende und präventive Gesellschaftsstrukturen? Terrorangst? Alles wird Open Source? War hier irgend ein neues Paradigma dabei, oder nur Weiterentwicklungen von Bekanntem und Erarbeiteten? Würde das nicht auch reichen?

  • Albert Klamt sagte:

    Hallo Herr Sumasch,

    will mich bewußt ganz konkret verhalten. In der Zeit, wo die Erde für eine Scheibe gehalten wurde, als Jäger über die afrikanischen Savannen zogen, in der Demokratie, die vielleicht 6 Generationen dauerte, bis sie im Westen real wurde, in Hunderten von Beispielen, die auch jetzt zeitgleich über den Globus verteilt sind, zeigt sich,daß ganz veschiedene grosse Paradigmen existieren.

    Die Spiral Dynamics Group, die -neben anderen Ansätzen -sich mit diesen neuen Perspektiven und Handlungsentwürfen auch ganz praktisch beschäftigt, stellt all die Beispiele, die sie nennen, in einen komplexen Zusammenhang. Lesen sie einfach mal das Buch .

    Das Buch Spiral Dynamics von Don Beck und Chris Cowan wird in diesem Monat -auf Deutsch übersetzt -im Kamphausen Verlag erscheinen:

    http://www.inspire-news.de/?cat=5

    Es geht mit vielen konkreten Beispielen auf ihre Frage ein. Seit es erschienen ist-1996 -hat sich der Ansatz mit vielen Modifikationen und Weiter-Entwicklungen allerdings massiv weiter entwickelt.

    Ganz aktuell sind die vielen Dynamiken im Mittleren Osten z.B. -jenseits von plakativen Bildern und alarmistischen Soundbytes bei CNN,BBC,ja sogar bei Al Jazeera International, in der deutschen TV Landschaft ein Beispiel dafür, wie unterschiedliche komplexe Werte und Entwicklungsstufen für Chaos, Krise und Spannung sorgen.

    LOHAS ist eine Welle, die immer grösser wird. Ich selber teile nicht die Auffassung, daß hier DER kultur-kreative Durchbruch schlechthin erzielt wird.

    Es gibt viele Aufbrüche und Umbrüche auf einer weltweiten, globalen Skala. Allein die monatliche Zahl von diversen Konferenzen, Kongressen, Foren, Symposien und anderen Intitiativen von Regierungen, Unternehmen, NGO`s, Think Tanks und diversen Netzwerken weist auf das grosse Spektrum hin.

    Und dieses volle Spektrum ist es, was mich interssiert.

    Wichtig ist für mich noch, daß Denken hier nicht vom Inhalt gemeint ist. Nur vom Kopf. Ein Christopher Kolumbus, mit all seiner Vision, ein Gandhi, ein Padmasambhava, Anäis Nin, Jean de Arc, Katharina die Grosse…sie alle haben gedacht. Doch das WIE des Denkens, die Lebensbedingungen, die realen Horizonte und Perspektiven ihrer Zeit waren in ihnen.

    Der erste Dalai Lama in Tibet lebte unter völlig anderen Bedingungen als der gegenwärtige Dalai Lama.

    Ich selber benutze das Wort Paradigma seit 2 Jahren nicht mehr, weil in der Regel kopflastige, unproduktive und verbrauchte Reflexe damit provoziert werden.

    Mit konkreten Menschen, Projekten immer wieder das Neue in die Welt bringen, auch ganz unterschiedlich und mit Kopf, Herz und Bauch, mit Leidenschaft,Humor, Mut und im Business Orbit neue Wege gehen und auch riskieren.

    Ein wichtiges Thema ist für mich dabei die überwindung der unseligen Trennung von Profit- und Non Profit Projekten. Nicht Heuschrecken vs Gutmenschen. .oder andere plakative Klischees. Social Entrepeneurship ist eine wichtige Entwicklung für mich. Doch es muss ganz klar sein, was damit gemeint ist.

    ASHOKA etwa, von einem ehemaligen McKinsey Mann gegründet, ist höchst interessant.

    John Mackay, CEO von Whole Foods, ist für mich noch interessanter. Er spricht von Conscious Capitalism. Und ist gerade als CEO -der in letzter Zeit auch als Investor auftritt – ein höchst spannendes Beispiel für mich, wie Business konkret anders gemacht werden kann.

    Hier der Aufsatz dazu aus seinem Blog:

    http://www.wholefoods.com/blogs/jm/archives/2006/11/conscious_capit.html

    Beste Grüsse
    Albert Klamt

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