Marsilio Ficino -Magus der Renaissance
2007-07-06, von Albert Klamt
Bei der Suche nach interessanten Modellen für die gegenwärtigen Umbrüche, Innovationen und massiven Veränderungen in Deutschland, Europa und weltweit stiess ich auf diesen Aufsatz von Ron Cacioppe, den ich in meinem englischen Blog bei Zaadz.com postete.
Er beschreibt die Figur und das Wirken von Marsilio Ficino, einem Humanisten, Arzt, Philosophen, Führer der Florentinischen Renaissance. Lebte im 15. Jahrhundert und prägte die Zeit der Renaissance.
Ähnlich spannend wie die heutige für mich. Und vielleicht in vielerlei Hinsicht vergleichbar. Die Renaissance war Aufbruch, Übergang, Entdeckungsreise und Umbruch in einem. Was damals passierte, war ein kreativer BigBang für die europäische Entwicklung.
Marsilio Ficino -Magus of the Renaissance
Marsilio Ficino: Magnus of the Renaissance, Shaper of Leaders
Ron Cacioppe
ABSTRACTÂ
“This article summarizes the life of Marsilio Ficino, a philosopher, priest and scholar, and his profound influence on the Renaissance. The major events and achievements of Ficino’s work are described along with his physical characteristics, personality and life style. Marsilio Ficino translated the major works of Plato and other ancient philosophers and convinced the leading thinkers of the Catholic church to modify their view of the relationship of reason to belief. He also helped redefine the ‘human being’ in the eyes of the Church and the leaders of that time.
The Renaissance was a time of major social, economic and political upheaval and Ficino provided a stabilizing force for the society of Florence and played a significant role in influencing the thoughts and actions of the leaders of 15th century Europe. Ficino’s view of mankind and his interpretation of the immortality of the soul helped unleash extraordinary amounts of creativity in architecture, painting, sculpture and literature.
This article puts forward the view that Ficino’s work not only was a major influence on the Renaissance but affected the ways we treat people in Western society and workplaces. Ficino also has shaped our view of the ideal leader. The Academy that Ficino led was the forerunner of today’s institutions that focus on the development of leadership. Ficino also laid the groundwork for the growing interest in business schools in philosophy, ethics, the environment and spirituality of work. His work contains ideas similar to Wilber’s Integral theory such as the universe consists of part-wholes organized into a natural hierarchy.
Finally, this article suggests that modern times are similar to the tumultuous social, political and economic conditions of the Renaissance and that Ficino’s example and ideals provide significant relevance for leadership behaviour today.”
Zahlen, Daten Fakten zu Marsilio Ficino hier:
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Sonntag 8. Juli 2007 um 23:08
Sind denn die heutigen Veränderungen auch “kreative Big Bangs”? Oder sind die Vorzeichen andere?
Montag 9. Juli 2007 um 12:35
Ich weiss, daß BigBang ein grosses Wort ist. Erst im Rückblick vieler Jahrzehnte oder Jahrhunderte zeigt sich, was wirklich bewegt wurde.
Umgkehrt muss ich natürlich heute handeln. Hier und jetzt. Ein interessantes Beispiel ist der Fall der Mauer. Monate vorher hat kein einziger Trendforscher, Think Tank, Poltiker, Journalist noch Tante Erna oder sonstwer dieses Ereignis, dieses Phänomen -mangels besserer Wörter – für möglich gehalten.
Schon gar nicht auf einer “präzisen Timeline.”
Hätte Vaclav Havel, der noch Anfang 1989 im Knast sass, gedacht, daß er 1990 vor dem amerikanischen Kongress spricht?
Ich habe das Gefühl, grosse Umwälzungen sind auf dem Weg. Wann der Tipping Point erreicht erst für strukturelle und grosse systemische Veränderungen und Transformationen….ich weiss es nicht. Vielleicht in 5 Jahren, in 10 Jahren…
Selbst im bereich der “Theory of everything”, also ursprünglich die Weltgleichung in der theoretischen Physik, gibt es heute mindestens drei mir bekannte Anwärter:
Die von:
Ervin Laszlo
Don Beck,
Ken Wilber
Sie proklamieren eine integrale Theory of Everything und sind dennoch recht verschieden. Weitere Kandidaten sind System- und Chaostheorie, philosophische Systeme, radikaler Konstruktivismus und Dutzende anderer.
Mich interssiert immer, was passiert konkret, real und hier und jetzt.
Und:
Folge ich meiner Leidenschaft?
Riskiere ich Bauchlandungen, Fehler und blaue Flecken?
Albert Schweitzer brachte es auf den Punkt:
“Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedmütigt und abgestumpft. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen.
Schiffbruch erleiden und Erfolge haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit einem Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entegen treten, als ein gesichertes Dasein zu führen. Lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolgs statt die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk. Das alles ist gemeint, wenn wir sagen: Ich bin ein freier Mensch.”