Präsentationen, die faszinieren
Weltweit werden nach Schätzungen von Microsoft täglich ca. 30 Millionen Präsentationen mit Powerpoint gehalten! 30.000.000! Täglich!
Ich schätze mal, das davon über 95% langweilig sind und fast gleich aussehen. Manche meinen sogar: Powerpoint ist evel! Der Rhetoriktrainer Matthias Pöhm empfiehlt in seinem neuesten Buch: “Präsentieren sie noch oder faszinieren Sie schon?” auf Powerpoint ganz zu verzichten. Untertitel des Buches: Der Irrtum Powerpoint.
Ich gebe Poehm in großen Teilen Recht. Als Mitglied der Cologne Toastmasters (wir sind übrigens mit den Düsseldorfer Toastmasters freundschaftlich verbunden. Ja, das geht zwischen Köln und Düsseldorf!) habe ich in den beiden letzten Jahren ein paar Hundert Reden erlebt. Wir versuchen ohne große technische Hilfsmittel und in kürzester Zeit mit einer gekonnten Rede Wirkung zu erzielen.
Dennoch kann eine gute Unterstützung durch eine Powerpoint- oder ähnliche Präsentation sehr hilfreich sein.
Seit einiger Zeit hole ich mir dazu Anregungen von presentationzen.com. Dort finde ich sehr wertvolle Hinweise zu faszinierenden und wirkungsvollen Präsentationen. Sie bestechen dadurch, dass auf den Folien sehr wenig steht. Echt Zen eben! Der Betreiber des Blogs, Garr Reynolds, berät übrigens auch Steve Jobs von Apple Inc. bei seinen bahnbrechenden Präsentationen zu neuen Apple-Produkten.
Auf presentationzen.com fand ich jetzt auch eine tolle Methode, ganze Präsentation im Internet zu erleben:
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Die Technik stammt von www.zentation.com
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Erstklassige Informationen (und Seminare) liefert auch Beate Strauss, die jetzt in ihrem jungen Blog auch eine Vielzahl Tips weitergibt: http://praesentation.blog.de/
Danke für den Tipp.
Wenn man nichts zu sagen hat, ist es dann nicht egal, wie man’s tut, wenn man’s tut? Ein bischen kommt mir die ppt-Diskussion immer so vor – und Wolfgangs Hinweis geht ja auch in die Richtung -, als würde man sich drüber beschweren, dass die Schraube ohne Dübel nicht in der Ziegelwand hält.
@ Alexander Greisle
ich würde das anders formulieren: man hat Dübel und Schraube, aber es fehlt die Wand.
Ah, eine Werkzeugdiskussion. Geht es bei Präsentationen um Werkzeuge oder um die Menschen die vorne stehen? Ist ein Mensch, der mit Powerpoint vorne steht automatisch ein schlechter Präsentator? Jemand der es ohne macht ein ganz mitreissender?
Nein, es ist keine Werkzeugdiskussion, sondern ein Plädoyer für eine faszinierende Präsentation – mit oder ohne Powerpoint.
Das Gute an Powerpoint: Man kann damit sehr schnell eine Präsentation zusammenstellen. Das Schlechte daran: Die meisten Präsentation sehen auch so aus. Da weiß man schon auf der zweiten Seite, was auf der achten steht.
Werkzeuge sind gut, wenn man weiß, wann man sie wie am geschicktesten einsetzt und wann man sie lieber im Werkzeugkasten lässt.
Wie hat mal jemand gesagt: Wenn man nur einen Hammer hat, sieht alles aus wie ein Nagel.
Das Problem liegt doch nicht bei PowerPoint, sondern beim Vortragenden selbst.
Wie kommen denn die meisten Präsentationen zustande? Da wird PP geöffnet und ein Fakt nach dem anderen aufgezählt – die der Redner in seinem Vortrag dann auch wieder nur aufzählen kann. Das geht am schnellsten und einfachsten und ist die schlechteste Lösung, auch wenn es generell praktiziert wird.
Es wird dabei vergessen, dass auch die klitzekleinste Präsentation in erster Linie ein Vortrag, ein Dialog mit dem Publikum ist. Hat man eine gute Dramaturgie und e r zählt, entstehen im Kopf automatisch Bilder, die Visualisierung ist dann auch eine wirksame Visualisierung und nicht nur wie üblich eine Wiederholung der gesprochenen Worte. Baut man die Visualisierung also auf den entstandenen Bildern auf, kommt wie von selbst “eben echt Zen” heraus
(Grundwissen im Thema Visualisierung vorausgesetzt).
Ich bin auch Pöhm-Fan, 1:1 lassen sich seine Tipps für den Normalo unter den Rednern nicht so einfach umsetzen. Mit einer guten Vortragstechnik lässt sich PP aber auch sehr gut wie ein Flipchart einsetzen.
@ Alexander Greisle
Die Praxis der Aufzählungspräsentationen ist nicht geeignet, Inhalte zum Glänzen zu bringen und sie dem Zuhörer verständlich zu vermitteln – es hakt also fast immer nicht am Inhalt, sondern an der Vortragsstruktur.
@Barbara Strauß: Wo schrub ich was von “Aufzählungspräsentationen”? Wäre dann ein Mißverständnis.
@Michael Lalk: “aber es fehlt die Wand” — stimmt schon. Zuhörer sollten natürlich da sein, Zuschläfer oder gar keine sorgen aber immerhin für Stimmtraining
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