Archiv für August, 2007

Schwarm-Intelligenz im Businessclub – die Weisheit der Vielen

2007-08-30, von Wolff Horbach

FischschwarmVor Jahren habe ich mit großem Interesse das Buch von Kevin Kelly, Das Ende der Kontrolle. Die biologische Wende in Wirtschaft, Technik und Gesellschaft verschlungen. Ein Wahnsinnsbuch! Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Kelly beschreibt im Anfang des Buches ein faszinierendes Experiment der Schwarmintelligenz. Ein Gruppe von Menschen in einem großen Saal ist nach kürzester Zeit in der Lage, nur durch das Hochhalten von grünen oder roten Karten ein Flugzeug im Simulator zu fliegen. Bald reitet sie der Teufel und sie fliegen gemeinsam formvollendet einen Looping.

Wie kommt es, dass eine Gruppe von Menschen innerhalb kürzester Zeit gemeinsam eine Leistung bringt, zu der der Einzelne kaum in der Lage wäre? Die Forschungen zu dem Thema schreiten rasch voran. Die August-Ausgabe der National Geographic berichtet in der Titel-Geschichte über die faszinierenden Ergebnisse. Unser Partner Alexander Greisle hat in einem brillanten Post darüber berichtet. Bitte unbedingt lesen!
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Würden Sie den einstellen?

2007-08-29, von Claus Kossmann

Dieser Bewerbungsfragebogen von McDonalds wurde angeblich wirklich so ausgefüllt und der Bewerber auch angeblich tatsächlich eingestellt!
Bewerbungsfragebogen McDonalds

  1. Name/Vorname:Jörn N.
  2. Alter: 28
  3. Gewünschte Stellung:
    Horizontal, und zwar so oft wie möglich. – Jetzt mal ernsthaft, ich mache alle Arten von Arbeiten. Wenn ich wirklich in der Lage wäre, Ansprüche zu stellen, wäre ich jetzt nicht hier.
  4. Gehaltsvorstellungen:
    120.000 EUR Netto im Jahr, plus Weihnachtsgeld, Extrazulagen und Stock Options. Wenn das nicht möglich ist, machen Sie mir ein Angebot, wir können verhandeln.
  5. Ausbildung: Ja.
  6. Letzte Anstellung: Lieblingszielscheibe eines sadistischen Abteilungsleiters
  7. Letztes Gehalt: Unter meinem tatsächlichen Niveau.
  8. Offenkundige Erfolge (im Rahmen dieser Arbeit):
    Eine unglaubliche Ausstellung von gestohlenen Kugelschreibern, die zur Zeit in meiner Wohnung zu besichtigen ist.
  9. Gründe für Ihre Kündigung: Siehe Frage Nr. 6
  10. Verfügbarkeit: Egal wann
  11. Gewünschte Arbeitszeiten: Von 13.00 bis 15.00 Uhr, montags, dienstags und donnerstags.
  12. Haben Sie besondere Fähigkeiten?
    Natürlich, aber diese sind in einem intimeren Bereich als in einem Fast-Food-Restaurant von Nutzen.
  13. Dürfen wir Ihren aktuellen Arbeitgeber kontaktieren? Wenn ich einen hätte, wäre ich nicht hier.
  14. Hindert Sie Ihre physische Verfassung, etwas zu heben, das schwerer ist als 20 kg?
    Das kommt drauf an. 20 kg von was?
  15. Haben Sie ein Auto?
    Ja. Aber die Frage ist falsch formuliert. Sie müsste vielmehr heißen: «Besitzen Sie ein Auto, das noch fährt, und haben Sie den entsprechenden Führerschein?» – Die Antwort auf diese Frage wäre ohne jeden Zweifel eine andere.
  16. Haben Sie schon einen Wettbewerb gewonnen oder eine Auszeichnung erhalten?
    Eine Auszeichnung nicht, aber ich habe schon zweimal drei Richtige im Lotto getippt.
  17. Rauchen Sie?
    Nur beim Sex.
  18. Was möchten Sie in fünf Jahren machen?
    Auf den Bahamas wohnen, zusammen mit einem superreichen Top-Model, das mich vergöttert. Um ehrlich zu sein, möchte ich das jetzt schon, wenn Sie mir sagen könnten, wie ich das anstellen soll.
  19. Können Sie uns bestätigen, dass die oben gemachten Angaben vollständig und wahrheitsgemäß sind?
    Nein, aber es liegt an Ihnen, das Gegenteil zu beweisen.
  20. Welches ist der Hauptgrund, sich bei uns zu bewerben?
    Dazu habe ich zwei Versionen:
    1. Die Liebe zu meinen Mitmenschen, ein profundes Mitgefühl und die Möglichkeit, anderen zu helfen, satt zu werden, oder
    2. horrende Schulden. Was denken Sie?

Das war der Personalbogen, den es so wirklich gegeben haben soll!!??

Trotzdem recht nah an der Realität, wie lt. FAZ-Meldung die Stellenanzeige für einen Nebenjob eines ehemaligen Bankdirektors, der mit Aussagen wie: “Ich habe zwei linke Hände und kann nichts….”, mehrere gute Jobangebote von renommierten Firmen erhalten hat.

These: Klar ist das originell und lässt uns schmunzeln; es hält dem Unternehmen den Spiegel vor und der Bewerber ist sogar ehrlich. Solch kreative Menschen brauchen wir!

Antithese: Offensichtlich kann man heute nur noch durch provokantes Auftreten punkten und auf sich aufmerksam machen. Solche Leute würde man nie in seinem Unternehmen einstellen!

Realität: Als Personalberater kann ich den nie vermitteln – hier ist von den Unternehmen immer noch Seriösität gefragt.

Wie sehen Sie das?

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Selbstvertrauen oder Selbstmisstrauen?

2007-08-27, von Wolff Horbach

Zu Beginn eine kleine Aufgabe in zwei Teilen:

  1. Bitte wählen Sie:
    A) Ihre Autofahrkünste
    B) Ihr Business
    C) Ihre Entscheidungsfähigkeit
  2. Sind Sie darin im Vergleich zum Durchschnitt
    A) unterdurchschnittlich gut
    B) durchschnittlich gut
    C) überdurchschnittlich gut?

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Lesenswertes

2007-08-27, von Alexander Greisle

Lesenswerter Kommentar zur Stellungnahme des BMI zur heimlichen Festplatten-Schnüffelei. Dort ein verfolgenswerter (nicht im innenministerialen Sinne gemeint) weiterer Verweis zu netzpolitik.org und von dort wiederum weiter zu einer Stellungname des Chaos Computer Club.

Und ebenso: Ist es überhaupt noch sicher, nach Deutschland einzureisen?

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Rolls-Royce für die pfiffigste Geschäftsidee

2007-08-27, von Elita Wiegand

mooshammer.jpgBraucht man denn nun tatsächlich einen Rolls Royce, wenn man eine Firma gründet? Na ja, so ne Luxuslimousine sorgt für Schlagzeilen in den Medien. Vor allem dann, wenn der Rolls-Royce von dem verstorbenen Modezar Rudolph Mooshammer stammt. Dieses Luxusauto und 20.000 Euro verschenkt die Wishdom AG für eine pfiffige Geschäftsidee an einen Jungunternehmer. (Klar, Burkhard hat in seinem Blog bereits darüber berichtet und ein Brainstorming auf brainr gestartet – Du bist so schnell! Burkhard)  Nun will die Wishdom AG nicht nur Existenzgründer glücklich machen, sondern jeden. Ulrich Sauerwein und Christoph Klingler haben die Online-Community gegründet und wollen Geber und Nehmer vernetzen. Der eine will was verschenken, der andere wünscht sich was. Habe letzte Woche den Gründer Ulrich Sauerwein getroffen (Artikel dazu gibt`s auf Business-on.de) und war doch überrascht. Sein Ziel ist mit der Plattform das Geben und Nehmen zu fördern. Klingt gut, aber damit man auch davon leben kann, zahlt der User für die Veröffentlichung seines Wunsches 7,77 Euro.

Und natürlich haben längst Unternehmen die Wishdom AG entdeckt. Man sei mit vielen Marketingabteilungen im Gespräch, sagte Sauerwein. Wer sich zum Beispiel für den Aufbau der weltgrößten Carrera Autobahn auf der Platform bewirbt, muss zuvor einen Fragebogen ausfüllen. Somit befragt Carrera  mögliche Kunden und spart sich die Marktforschung. Die Wishdom Idee ist clever… fast zu schön, um wahr zu sein. Habe mich schon registriert. Mir fällt nix ein, aber vielleicht können wir einen gemeinsamen Wunsch veröffentlichen. Weiß jemand was?

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Politiker- Gähn!!!!!!

2007-08-26, von Claus Kossmann

Sind Sie die herkömmlichen Auftritte von Politikern (m/w) auch so leid?

Deswegen musste ich so schmunzeln, als ich sie einmal von einer ganz anderen, lockeren und leichten Seite gesehen habe.

Schauen Sie rein, ob es Ihnen auch so geht!

Neue Menschen braucht das Land! Und das sagt ein Nichttänzer.

http://www.cranko-moves-stuttgart.de.klarekoepfe.virtualhosts.de/videos/dance-the-cranko-folge-1.html

Mit besten Grüßen Ihr Claus Koßmann

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Secret Service Nachlese

2007-08-25, von Elita Wiegand

korn-klein.jpgTradition und innovativ.in? Geht kaum. Wir haben den Beweis angetreten und einer der ältesten Firmen in Düsseldorf besucht. Allehol, NEIN! Und deshalb haben wir auch  kein «Kornblumenblau» geträllert,  aber immer noch schmettern Karnevalisten inbrünstig das Lied – ein Abgesang. Denn wer trinkt heute noch Korn? Die Edelkornbrennerei und Likörfabrik Schmittmann wurde 1818 gegründet und hat früher selbst gebrannt “ wir haben uns auf den nostalgischen  Weg begeben und geschluckt! Die Komik nach einem komischen secret service wurde nach der Führung humorvoll. Wir standen noch lange am Tresen und haben gelacht… 

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Neue Politikformen wagen?

2007-08-25, von Alexander Greisle

Dass in der Politik nicht alles Gold ist was versucht zu glänzen, das ist vielleicht sogar noch eine Untertreibung. Die Verdrossenheit wächst, den Parteien laufen die Mitglieder davon. Zeit für ein Umdenken, sollte man meinen.

Die Politik hat Probleme, die globalisierte Welt mit dem umspannenden Internet verlangt neue Lösungen. Langfristige, während die Politik – ganz im Stil der häufig kritisierten amerikanischen Unternehmenslenker – häufig nur recht kurzfristige Ansätze von Lösungen zustande bringt. Dabei ist die Grundidee der repräsentativen Demokratie doch keine schlechte. Zeit für ein Umdenken?

Müssen wir mit diesen Nachteilen leben? Oder sind politische Modelle vorstellbar, die über die vielfältigen Formen der repräsentativen oder direkten Demokratie hinausgehen, wie wir sie heute kennen?

frägt Hans Gersbach in seinem Beitrag “Ernsthaften Politikern sollten Verträge mit dem Volk gelegen kommen” in der Neuen Zürcher Zeitung. Er analysiert im sehr lesenswerten Artikel einige der Probleme, die zur aktuellen Situation in der Politik führen und schlägt eine Lösung vor: Politische Verträge zwischen Politikern und ihren Wählern.

Solche Wahlverträge sind schriftlich niedergelegte Zielvorstellungen eines Politikers, die mit einem Belohnungssystem verknüpft sind. Das heisst: Wenn der Politiker seine vordefinierten Ziele erreicht, wird er dafür belohnt – in erster Linie, indem er sein Amt weiter ausüben darf sowie mit dem dazugehörenden Prestige und den damit verbundenen Karrieremöglichkeiten.

Verbunden werden sollten solche Konstrukte zum Beispiel mit Zielgrößen, von deren Erreichen es abhängt, ob der Politiker überhaupt wieder zur Wiederwahl antreten darf (Schwellenvertrag). Damit wären Wahlversprechen keine vagen Absichtserklärungen mehr sondern Verpflichtungen. Diesen und viele weitere Aspekte beschreibt Hans Gersbach in seinem Artikel (1. Seite, 2. Seite).

Was halten Sie/haltet ihr davon?

P.S.: Bitte zweite Seite im NZZ-Artikel nicht übersehen, der Link befindet sich etwas ungeschickt direkt unter dem zweiten Kasten mit den Infos zum Autor.

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Neulich im neuen 5er………

2007-08-23, von Claus Kossmann

Zugegebenermaßen sind wir schon ziemliche Fans der weißblauen Marke aus Bayern und fahren deren Fahrzeuge schon seit Jahren. Vor einigen Wochen haben wir einen neuen 5er Kombi bekommen. Super Auto, toller Dieselmotor mit guten Umweltstandarts und starker Leistung bei wenig Verbrauch. Im Auto allerlei Schnickschnack, ob wir das wirklich brauchen, weiß ich nicht? Aber man gönnt sich ja sonst wenig (ist auch relativ zu sehen). Es macht richtig Spaß, mit diesem schönen Auto zu fahren.

Das einzige, was uns wirklich stört, sind die Innovationen im Fahrzeug. Wir haben jetzt vollelektrisch verstellbare Sitze, d.h. alles an den Sitzen wird elektrisch verstellt. Theoretisch echter Fortschritt, nur praktisch….. Meine Frau ist kleiner als ich und hat eine völlig andere Sitzposition. Noch beim Vorgänger-Auto hat jeder von uns nach vorne links unten gegriffen und mit dem guten alten manuellen Hebel den Sitz schnell nach vorne oder hinten geschoben. Das ist jetzt vorbei: Übernehme ich den Wagen, quetsche ich mich in den stark nach vorne stehenden Sitz und warte Ewigkeiten ab, bis die voll innovative Elektronik ihn in meine Position gefahren hat. Dasgleiche passiert mit Höhenneigung, Seitenteilen- und Nackenstützenverstellung. Stunden später kann ich das Auto dann starten und erlebe die zweite Top-Innovation: Die spießigen Zeiten sind vorbei, als wir unsere Autos noch mit dem langweiligen Zündschlüssel gestartet haben.

Heute gibt es den super innovativen Einsteckzündschlüssel in Verbindung mit dem voll coolen Startknopf http://www.bmw.com/com/de/newvehicles/3series/touring/2005/allfacts/ergonomics_startbutton.html.

Igendwie ist mir die Kiste am Anfang beim Anfahren mal ausgegangen und ich stand total uncool mitten auf der  Straße und versuchte durch Drücken des Startknopfes das Ganze wieder in Gang zu setzen.Da aber der Innovationsschlüssel nicht mehr eingerastet war, reagiert der Startknopf nicht. Also erst Schlüssel einrasten und dann Startknopf gedrückt. Das war gestern, als Du den Schlüssel einfach umgedreht und gestartet hast. Es dauert jetzt teilweise ein bißchen länger mit einzelnen Handgriffen aber es ist innovativ. 

Ich bin ein Fan von moderner Technik; irritiert war ich nur, als ich gestern in dem alten französischen Spielfilm gesehen habe, dass der Citroen DS von 1962   http://de.wikipedia.org/wiki/Citro%C3%ABn_DS   mit einem Startknopf angelassen wurde.

Aber verstehen Sie mich bitte nicht falsch, wir sind mit unserem neuen Auto sehr zufrieden.

 

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So nicht!

2007-08-23, von Wolff Horbach

Der US-Comedian Don McMillan zeigt die häufigsten Präsentationsfehler mit Powerpoint:

[youtube HLpjrHzgSRM]

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