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Selbstvertrauen oder Selbstmisstrauen?

Wolff Horbach 27 August 2007 4 Kommentare

Zu Beginn eine kleine Aufgabe in zwei Teilen:

  1. Bitte wählen Sie:
    A) Ihre Autofahrkünste
    B) Ihr Business
    C) Ihre Entscheidungsfähigkeit
  2. Sind Sie darin im Vergleich zum Durchschnitt
    A) unterdurchschnittlich gut
    B) durchschnittlich gut
    C) überdurchschnittlich gut?

Ich wette fast, dass Sie mindestens durchschnittlich, sehr wahrscheinlich überdurchschnittlich gewählt haben.

Und genau da liegt das Problem: Fragt man eine Menge von Leuten nach ihren Fähigkeiten zu dem Gebiet XYZ, antworten immer weit über 50%, oft 80% und mehr der Teilnehmer, dass sie sich selbst als überdurchschnittlich gut empfinden.

Das kann aber nicht sein, denn der Durchschnitt liegt bei 50%!

FAZIT: Die meisten Menschen, auch Sie und Ich überschätzen sich meistens in ihren Kenntnissen und Fähigkeiten. Das haben viele psychologische und soziologische Tests bewiesen.
Dabei versucht uns eine überbordende Fülle von Ratgebern einzutrichtern, dass wir mehr Selbstvertrauen brauchen und wie wir es erreichen können.

Wäre es vielleicht besser, etwas mehr Selbstmisstrauen zu haben?


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4 Kommentare »

  • Doc Sarah Schons sagte:

    Jo!
    Kritische Selbstreflektion ist immer gut. ;-)

  • Kirstin vom Saftblog sagte:

    Das beschriebene Verhalten kenne ich persönlich nur von den meisten Männern. ;o)

    Im aktuellen Spiegelheft wurde das in einem Interview mit einem Hirnforscher auch noch mal wissenschaftlich unterlegt. Das Interview ist sehr interessant. Es geht darum, wann und wie sich die Persönlichkeit eines Menschen festlegt. Leider ist der Artikel online nur gegen Bezahlung erhältlich.

  • Wolfgang Horbach sagte:

    @Kirstin: Danke für den Spiegel-Hinweis. Das mit den Geschlechtsunterschieden glaube ich generell nicht. Na klar, wenn man Männer fragt, ob sie sich für einen überdurchschnittlich guten Autofahrer halten, antworten wahrscheinlich 80% mit ja. Die gleiche Quote kommt aber wahrscheinlich bei Frauen heraus, wenn man sie fragt, ob sie sich für eine überdurchschnittlich gute Mutter halten.

    Ich lese gerade ein sehr interessantes Buch darüber, in dem es um die Qualität der Entscheidungen von Einzelpersonen und Gruppen geht. Fazit: Die Gruppe ist fast immer besser als der Einzelne. Da ist von Geschlechtsunterschieden keine Rede. Aber ich achte mal darauf, ob ich dazu etwas finde.

  • Klotz's Competence Selling Blog sagte:

    Selbstvertrauen oder Selbstmisstrauen?…

    Unter diesem Titel postete Wolfgang Horbach folgenden Beitrag
    ……

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