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Na also, geht doch!

Uwe Ufer 7 September 2007 2 Kommentare

Liebe Blogger,

wer in der öffentlichen Verwaltung arbeitet, ist mit positiven Nachrichten auch nicht gerade gesegnet. Gerade die finanzielle Situation ist in Hückeswagen genauso schlecht wie in vielen anderen Kommunen in unserem Land. Da nur drüber zu jammern, bringt natürlich nichts, und so haben wir uns schon seit Jahren bemüht, sowohl die Einnahmen zu erhöhen (was bei Kommunen hauptsächlich über die erfolgreiche Ansiedlung von Unternehmen funktioniert) als auch die Ausgaben weiter zu reduzieren. Und jetzt endlich haben diese Maßnahmen auch Früchte getragen.

Nach vielen Jahren im sog. Haushaltssicherungskonzept können wir in diesem Jahr erstmals durch den Nachtragshaushalt einen sog. «Anzeigehaushalt» erreichen, da unsere Fehlbeträge durch die Rücklage ausgeglichen werden konnten. Das ist schon ein tolles Ergebnis und zeigt mir, dass die regelmäßigen Besprechungen im Kreise der Verwaltungsführung, wo wir finanzstrategische Ziele festlegen, richtig waren und sind. Aber trotzdem sind wir natürlich noch nicht am Ziel, den immer noch ist ein Fehlbetrag im Haushalt und ohne weitere rigorose Einsparungen werden wir das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes wohl nie erreichen.

Dass die Einnahmeseite positiv verläuft liegt natürlich in erster Linie an der erfolgreichen Ansiedlung weiterer Unternehmen in unserer Stadt. Erst gestern konnte ich ein weiteres Grundstück in unserem neuen Gewerbegebiet verkaufen. Der Investor hat mir ausdrücklich bestätigt, dass ein wichtiger Grund seiner Entscheidung für Hückeswagen war, dass er sich hier in der Verwaltung gut betreut fühlt. Daran sieht man, wie sehr auch die weichen Standortfaktoren die Wahl eines Firmensitzes beeinflussen. Hier wollen wir weiter stark dran arbeiten.

Wie ist das denn bei Ihnen? Wie stark berücksichtigen Sie die «weichen» Faktoren bei der Wahl Ihres Standortes. Geht es nur nach der Höhe der Steuern oder spielen auch andere Faktoren eine Rolle?

Auch heute ist wieder ein Gespräch mit einem Investor auf der Tagesordnung, der ein Freizeitzentrum an der Bevertalsperre am Rande unserer Stadt errichten möchte. Wenn das zum Zuge käme, könnte das ein tolles Angebot in unserer Stadt werden und sicherlich auch viele Touristen anlocken.

Leider gibt es auch unerfreuliche Nachrichten. Ein Mitarbeiter unseres Bauhofes ist auf dem Nachhauseweg mit dem Motorroller verunglückt und hat sich dabei einen Finger halb abgerissen. Zum Glück konnte er wieder angenäht werden, aber der Kollege wird sicherlich einige Zeit ausfallen. Heute werde ich mal mit ihm sprechen und sehen, ob wir ihm auf irgendeine Art helfen können. Schließlich sind die Mitarbeiter in einer Stadtverwaltung das wichtigste Gut und jeder Ausfall trifft uns natürlich hart. Aber wem sage ich das…

Bis morgen
Ihr

Uwe Ufer


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2 Kommentare »

  • Wolfgang Horbach sagte:

    Lieber Herr Ufer, ich war vorletztes Jahr an einigen Projekten beteiligt, bei denen es um Energieersparnis im Beleuchtungsbereich ging. Kurz gesagt, ist es heutzutage möglich, die Beleuchtungskosten in Bürogebäuden, Schulen etc. drastisch zu senken. Die vorhandenen Beleuchtungsanlagen sind meistens überaltert. Neue Anlagen brauchen oft nur 50% der Energie. Die Neuanschaffung rechnet sich schnell durch die Energieersparnis. Dazu muss eine Stadt noch nicht mal Geld investieren. Durch Contracting übernimmt ein externer Partner die Investitionen und wird durch die Energieeinsparung bezahlt.

    Meine Erfahrung ist, dass öffentliche Einrichtungen trotz der sofortigen Ersparnis und der drastisch verminderten CO2-Emissionen nur widerwillig und zögerlich davon Gebrauch machen. Wie sieht es bei Ihnen in Hückeswagen damit aus?

  • Uwe Ufer (author) sagte:

    Hallo Herr Horbach,

    wir nutzen schon das Contracting und haben uns auch schon mit Energieeinsparungen befasst. Ich gebe aber zu, dass unsere Motivation primär das Sparen war als der Umweltschutz. Unsere Heiz- und Elekrosysteme sind fast up to date, trotzdem steht das Thema weiter auf der Agenda. Wir können aber nur solche Maßnahmen umsetzen, die finanziell lohnend sind.

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