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Auch am Sonntag im Einsatz

Uwe Ufer 9 September 2007 Kein Kommentar

Liebe Blogger,
 
gestern war ein schöner Altstadtfesttag, aber auch anstrengend. Und heute geht es unvermindert weiter. Zwar stehen keine offiziellen Termin im klassischen Sinne auf dem Programm, aber einfach nur im Zelt sitzen und feiern ist auch nicht drin.
 
Heute Morgen habe ich mich mit Vertretern der Hückeswagener Sportvereine verabredet. Dort wollen wir in ungezwungener Atmosphäre über ein wichtiges Projekt für die Vereine sprechen. Unser großer Sportplatz bedarf dringend einer Sanierung, der Aschenplatz ist nämlich für die Fußballer nicht gerade ein Genuss: Bei Trockenheit kann man vor lauter Staub den Ball kaum erkennen und bei Regen (der im Bergischen Land nicht gerade selten ist…) verwandelt sich das ganze in eine Seenlandschaft. Daher wurde am Dienstag in der Ratssitzung der Antrag gestellt, einen modernen Kunstrasenplatz herzurichten.
 
Grundsätzlich eine gute Idee, aber das kostet natürlich Geld, das wir zunächst einmal nicht haben. Sicherlich kann die Stadt einen gewissen Beitrag beisteuern, aber auch die Vereine müssen selber mithelfen, um die ganze Summe zu schultern – sei es durch Geld, Sponsoren oder Eigenleistungen. Heute wollen wir uns schon einmal «informell» zusammensetzen und erste Überlegungen anstellen, wie so ein Konzept aussehen kann.
 
Am Rest des Tages sind keine festen Termine mehr, aber als Bürgermeister auf einem derartigen Volksfest bist du Ansprechpartner für alles und jeden. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, bei solchen Festen ein Diktiergerät in die Jackettasche zu stecken, damit ich mir auch merken kann, was mir alles auf den Weg gegeben wird. Ansonsten habe ich morgen vergessen, dass mir neben dem Bierstand jemand auf die Schulter gehauen und mich auf ein Schlagloch in seiner Straße hingewiesen hat und bekommen dann nächste Woche böse Anrufe, warum ich mich nicht darum gekümmert habe…

Damit habe ich eine Woche meines Blogs vollendet. Es hat mich gefreut, hier die Möglichkeit zu haben, einmal etwas über die Arbeit eines Bürgermeisters zu schreiben und hoffe, dass es mir gelungen ist, Ihnen zu zeigen, dass ich mich stets um unkonventionelle und einfache Lösungen bemühe, man aber gerade in der öffentlichen Verwaltung von vielen externen Faktoren abhängig ist, auf die man leider keinen oder nur geringen Einfluss hat. Ich freue mich auch über die vielen – auch kritischen – Reaktionen auf mein Blog und bitte um Verständnis, wenn ich aufgrund des vollen Terminkalenders nicht auf jeden Kommentar sofort geantwortet habe.
 
Ihr
 
Uwe Ufer


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