Bonspin: Die Plattform für Ideen
Leberpastete mit Morcheln, Parmaschinken oder Trüffelsalami diese Köstlichkeiten stellt Bedford Delikatessen her. Und jetzt hat sich der Chef beim Business-Club gemeldet. Bert Mutsaers führt sein 18 Jahren erfolgreich dieses Familienunternehmen, beschäftigt 300 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 43 Millionen Euro. Die Kunden seiner hochwertigen Wurst- und Schinkenspezialitäten sind 4000 Fleischereien und Delikatessengeschäfte sowie der gehobene Lebensmittel-Einzelhandel in Deutschland, Niederlande, Belgien und Österreich.
Nun ist der Chef des Unternehmens ein Querdenker und genau deshalb ist Bert Mutsaers auf uns aufmerksam geworden. (Und natürlich kennt er auch unseren kreativen Metzger Ludger!)
Bert Mutsaers ist ständig auf der Suche nach Innovationen und er beschäftigt sich seit langem mit den Themen Kreativität und Geistesblitze. Im Januar 2007 hat er deshalb die Online-Brainstorming-Plattform “Bospin” eröffnet. Dort können kreative «Spinner» ihren Einfallsreichtum in bare Münze umwandeln. Beim gemeinsamen Brainstorming entwickeln sie Ideen für Probleme, die ein Auftraggeber zur Diskussion gestellt hat. Hier sind unkonventionelle Ideen gefragt, auf die andere nicht kommen. Das Besondere an bonspin: Hilfreiche Anregungen werden belohnt. Der Name steht für die beiden Nutzergruppen, die sich zum interaktiven Ideenaustausch zusammenfinden “ «Bonzen» auf der einen und «Spinner» auf der anderen Seite.
Gastblogger Â
Bert Mutsaers wird ab Montag bei uns in der Rubrik “Chefsache” bloggen. Wir freuen uns auf eine ver-rückte Querdenker-Woche, begrüßen Sie herzlich in unserer bunten Community und sind “tierisch” gespannt!
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Na endlich bekomme ich Verstärkung!
Mein Kontakt zu Bedford ist nicht nur von geschäftlicher Natur, sondern schon fast freundschaftlich. Auf Messen und Ausstellungen schenken wir uns gegenseitig sehr viel Beachtung. Als ich vor einigen Wochen in Osnabrück ihre Firma besucht habe, hieß es gleich: “Jetzt lerne ich noch einen von der Familie “FREESE” kennen.” (Meine Brüder sind dort auch bekannt.)
Ich schätze die Fa. Bedford sehr. Die hohe Qualität der Ware, der freundliche Service und die Unternehmenskultur sind in der Branche schon einmalig.
Ich freue mich sehr auf diese Woche mit Ihnen, Herr Mutsaers.
Elita: Dat haste jut jemacht.
Avalon cordially welcomes Bedford ! Bospin is just great…
Hallo,
ich habe mir mal Bospin angeschaut. Sollten tatsächlich erst etwas mehr als 30 Sessions in 9 Monaten abgehalten worden sein? Bei BrainR.de gab es bisher mehr als 1.600 Sessions seit Launch im Februar 2007 (wenn ich richtig gezählt habe). Bei Bospin kann ich abgelaufene Sessions nicht mehr einsehen, bei BrainR allerdings schon. Klingt mir alles sehr nach Eigenwerbung und nicht nach gezielter Information mit Nutzwert. Schade, wenn das innovativ-in-Blog immer mehr in diese Richtung abdriften sollte.
Gruss von einem immer nachdenklich werdenden Leser
@Burkhard
Bospin und BrainR kann man nicht miteinander vergeichen. Deshalb sind Deine Hinweise doch für unseren Gastblogger Bert Mutsaers sehr wichtig, damit er die Plattform verbessern kann.
Jeder von uns, der über ein Produkt, eine Geschäftsidee oder eine Plattform berichtet, macht in gewisser Weise Werbung. Eigenwerbung will ich hier im Blog nicht. Deine Nachdenklichkeit ist eine Anregung sich darüber Gedanken zu machen, ob wir zu sehr in die Richtung tendieren.
Kleiner Nachtrag zu dem Kommentar von Burkhard:
Was sagen die anderen dazu? Gehen wir mit der Rubrik “Chefsache” zu sehr in die Eigenwerbung für Unternehmen? Klammern wir künftig Best-Practice Beispiele von Unternehmen aus?
@Burkhard
Danke für deine kritischen Anmerkungen. Das hilft uns hier, aufmerksam zu bleiben.
Das Business-Blog unterscheidet sich sicherlich in vielerlei Hinsicht von “normalen” Blogs. Du schreibst hauptsächlich journalistisch. Du beobachtest sehr aufmerksam die Entwicklungen bei Web 2.0, suchst gute Praxisbeispiele und stellst sie anschaulich dar. Dabei kannst du die Rolle eines (fast) neutralen Beobachters einnehmen.
Die Autoren hier schreiben fast immer in eigener Sache: was sie tun, wie sie es tun, was sie bewegt. Es gibt hier 77 eingetragene Autoren, von denen bisher 47 geschrieben haben. Die allermeisten Blog haben nur einen einzigen Autor, oder nur eine weniger. Schon aus diesem Blickwinkel ist klar, dass hier die Heterogenität viel größer ist. Im Sinne von Querdenken ist das sicherlich auch wünschenswert.
Ein zweiter Aspekt ist die Altersstruktur. Die allermeisten Blogs werden sicherlich von “jüngeren” Menschen betrieben. Sie sind zum Teil mit dem Web groß geworden, sind technik-affin und gehen mutig und unvorbelastet an die Sache ran. Das führt teilweise zu sehr kreativen Ideen.
Die allermeisten Partner im Business-Club gehören schon fast einer anderen Generation an, haben aber fast alle den Vorteil, dass sie teilweise seit vielen Jahren, teilweise Jahrzehnten erfolgreich ein eigenes Business betreiben. Hier trifft also “gestandes business” auf “new business”. Die Vorteile der neuen Medien werden sicherlich noch nicht von allen ausreichend erkannt und vor allem nicht ausreichend genutzt. Ich weiß, das viele das, was wir hier tun, aufmerksam beobachten, ohne sich direkt erkennbar zu beteiligen. Viele warten ab, wie es sich entwickelt. Es gibt sicherlich auch Skepsis, vermutlich sogar Ärger.
Aber das macht die Sache gleichzeitig so spannend und (hoffentlich) einzigartig. Der- oder diejenige, der/die schreibt, muss schon etwas Mut aufbringen. Es schauen schließlich viele kritische Augenpaare aufmerksam zu – siehe dein obiger Kommentar. Wenn man über sein eigenes Business berichtet, geht das nicht ohne darüber zu berichten, was und wie man es tut. Klar, dass das immer eine Gratwanderung ist zwischen guter Berichterstattung und Eigen-PR.
Um das auszuloten, hilft m.E. nur Erfahrung. Vielleicht muss man sich auch mal die Finger verbrennen und Grenzen ausloten. Die Alternative wäre eine strikte Policy, was man darf und was nicht. Das würde aber sehr einengen und nicht zu Querdenkern passen. Wir sollten m.E. ruhig etwas experimentierfreudig sein. Aber wir dürfen die Warnsignale nicht übersehen. Daher noch mal vielen Dank für deine “gelbe Karte”.
Hallo Elita und Wolfgang,
danke, dass Ihr so ausführlich auf mein Posting eingegangen seid.
Ich bin nicht der Meinung, dass das Konzept der Gastblogger beendet werden sollte, aber vielleicht in Zukunft anders gestaltet werden kann. Warum soll sich nur der Gastblogger in Form von Eigenwerbung präsentieren. Warum gibt es kein Interview mit dem Gastblogger und warum gibt es nicht Autoren, die vorher darum gebeten werden, Stellung zum vorgestellten Konzept des Gastbloggers zu geben. Dann wäre alles interaktiv und keine reine Eigenwerbung. Beachtet immer, dass viele gar nicht die Kommentare lesen.
Zudem fände ich es prima, wenn wirklich Konzepte mit Mehrwert hier vorgestellt werden. Mit BrainR gibt es aus meiner Sicht schon ein Angebot, dass sehr gut ist. Bei Bonspin dagegen werde ich für wenige EUR abgespeist und alte Ideensessions sind nicht mehr einsehbar. Das ist nicht Web 2.0 und LOHAS-Denken. Man muss ja nicht gleich wie WIKIPEDIA eine bessere Welt kreieren wollen, aber ein neues Angebot sollte im Vergleich zum bisherigen Angebot einen echten Mehrwert für die User haben. Und genau das hat Bonspin aus meiner Sicht nicht.
Gruss
Burkhard
@Burkhard,
danke für Deine Ideen. Bisher diente die Rubrik Chefsache dazu, Einblicke in andere Branchen zu erhalten, mal zu erfahren, wie der Business-Alltag von verschiedenen Chefs aussieht. Und: Am Anfang war es schwer genug, Firmen dafür zu finden. Inzwischen hat sich das etwas geändert und wir bekommen sogar Anfragen.
Jeder, der eine Woche bei uns gebloggt hat, hat auch etwas gelernt. Positiv wie negativ. Wenn Beiträge die User ansprechen,weil sie authentisch sind, ist das Feedback gut. Sind die Posts zur PR-lastig, fallen die Kommentare kritsch aus oder es wird wenig oder gar nicht kommentiert.
Dass wir vorab zu einem Konzept Stellung nehmen, finde ich okay. Habe aber im Moment so gar keine Ahnung, wie sich das umsetzen lässt. Von einem Interview halte ich persönlich im Blog weniger, aber vielleicht finden andere die Idee gut und wollen sogar ein Interview machen?
Hallo Elita,
genau diesen Einblick in den Arbeitsalltag vermisse ich aber in dieser Woche. Es handelt sich hier nur um Werbegefasel. Wirkliche Background-Infos vermisse ich.
Meine Ideen, wie man es anders machen könnte, sollen und können nur als Diskussionsanstoß dienen. Insgesamt würde ich mir wünschen, wenn die Vorstellungswoche interaktiver wäre und im Vorfeld vorbereitet werden würde.
Gruss
Burkhard
Genau darum geht es in unserem Land.
Weg vom Verwalter alter Ideen und Konzepte. Und hin zur Umsetzung neuer Ideen.
Wir brauchen mehr und mehr die “Spinner”. Die Querdenker. Die Menschen, die Lust darauf haben, etwas zu bewegen, zu verändern.
Gerade in den letzten Monaten der Krise hat sich gezeigt, das kreative Ideen und Vorgehensweisen gefragt sind.
Andere kopieren, das kann jeder.
Etwas eigenes erschaffen. Das ist die Königsklasse.
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