Vom geilen Geiz zu Liebe und Hass

2007-10-26, von Elita Wiegand

saturn_neu_kas_dw_s_417336g.jpgEndlich ist er weg, der wohl meist zitierte Slogan -  der Werbe-Ohrwurm hat gesessen: Da haben doch Werbeprofils geschickt Geilheit und Geiz, billig und Sex verbunden und eine ganze Nation dazu ermuntert, Qualität und Werte mit Füßen zu treten. Der neue Saturn Slogan spielt wieder mit Gefühlen. “Statt Geiz ist geil”, jetzt eine nackte Frau-  Liebe und Hass.  Laut PR-Text verbindet die neue Kampagne Emotion und Technik. (Foto: Saturn)

Inzwischen hasse ich die lumpe Werbung - und  liebe die Freiheit zu entscheiden, dass ich bei Saturn einfach nicht mehr kaufe.

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32 Kommentare zu “Vom geilen Geiz zu Liebe und Hass”

  1. Kirschherz sagt:

    Ich hatte ja still gehofft, das da eine wirklich intelligente werbung nachkommt, als bekannt wurde, dass der alte Hut endlich eingestampft werden soll.
    Aber ich hätt es wissen müssen, in diesem Hause wird vor allem mit einem gegeizt, mit Geist!
    In diesem Zusammenhang ist natürlich das Buch von Bernd Kreutz eine völlig andere Welt.

  2. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Kirschherz: dito!

    Werbekampagnen mit IQ knapp über Raumtemperatur ertrag ich auch nicht mehr.
    Aber: Frage an den Schwarm: warum sind die so erfolgreich?!?!?! *verzweifeltgrübel* Irgendwie scheinen sie doch die Mehrheit der Bevölkerung zu erreichen mit ihren Saturnalien…

  3. Michael Lalk sagt:

    “Geiz ist geil” stammt von der Agentur JVM, die auf den Slogan (aus Sicht des Werbers) stolz ist. Ich habe diesen schlimmen Spruch JVM nicht einmal zugetraut, denn die machen ja sonst wirklich witzige Werbung (Sixt, Daimler, BMW). Aber was jetzt auch mit “saubillig”, “saustark” usw. zu lesen ist, nein danke, dann wieder in den Laden um die Ecke (der meist nicht einmal teurer ist). Stammt der neue Blödsinn auch von JVM? Dann traurig, dass sich eine Agentur dafür nicht zu schade ist. Auch hier: pecunia non olet?

  4. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Michael Lalk: “pecunia non olet” oder auch broken english… Deutsch ist ja bekanntermaßen noch etwas schwieriger… ;-)

  5. Wolff Horbach sagt:

    Liebe Elita, das was ich gestern bei der Diskussion um die Unternehmensleitbilder schrieb, sehe ich auch hier fortgesetzt: ein Draufschlagen auf eine Firma. Hier wegen eines neuen Werbespots. Media-Saturn kannst du also auch von der Liste der Spender für die Stiftung streichen.

    Die andere Wirklichkeit von Media-Saturn sieht so aus:

    Prof. Dr. Utho Creusen ist vom Washingtoner Gallup Institut für Positive Psychologie mit dem “Corporate Award für Excellence in Practice” ausgezeichnet worden. Der Preis wird jährlich an herausragende Führungspersönlichkeiten vergeben, deren psychologische Fähigkeiten zum Erfolg eines Unternehmens beitragen.

    Creusen erhielt den Preis als Geschäftsführer Human Resources der Media-Saturn-Holding GmbH, weil sich das Unternehmen konsequent an den Stärken der Mitarbeiter orientiert. Dies sei nicht nur profitabel und produktiv, sondern schaffe auch ein positives Arbeitsumfeld, sagte Laudator Shane Lopez während der fünften Gipfelkonferenz für Positive Psychologie in Washington D. C. Creusen habe beispielhaft gezeigt, dass wirtschaftliches Wachstum und Mitarbeiterzufriedenheit vereinbar seien.

    Gefunden bei Human Resources News

    Wollen wir jetzt hier die Innovationskultur fördern oder nicht?

  6. Michael Lalk sagt:

    @Wolff Horbach
    Für mich hat eine hohe Priorätät, wie sich ein Unternehmen zum Wettbewerb verhält.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/80548

    Da sind viele Existenzgründer über die Klinge gesprungen.Die Stärken der Mitarbeiter fördern und die (viel schwächere) Konkurrenz fertig machen “Man ist doch nicht blöd”. So erreicht man wirtschaftliches Wachstum und wird geehrt. “Saustark”.

  7. Wolff Horbach sagt:

    Ich habe erst gestern in meinem Blog über einen aktuellen Brand eins Artikel berichtet: Intelligenz, bewusst Sein und Miteinander. Darin wird ein “netter” Unternehmer zitiert:

    Du kennst ja unsere Strategie: Wir greifen niemanden an und sagen niemanden, was er falsch macht oder wie er es machen sollte. Wir machen einiges einfach anders und zeigen, wie wir es machen. So erspart man sich sinnlose, kraftzehrende Auseinandersetzungen.

    Vielleicht wäre das auch etwas für uns.

  8. Elita Wiegand sagt:

    @Kirschherz
    Hatte wie Sie gehofft, dass Saturn jetzt einen anderen Weg der Werbung einschlägt.

    @Michael Lalk
    “Geiz ist geil” gehört zu den erfolgreichsten Werbekampagnen überhaupt, auf die die Agentur Jung von Matt natürlich stolz ist. War eben mehr als nur Werbung, sondern hat sich für eine Billigmentalität eingepragt, deren Folgen wir in den letzen Jahren gemerkt haben. Der kleine Elektrohändler hat gegen die Preispolitik von Saturn keine Chance. Finde es gut, dass Sie den Laden um die Ecke wieder entdecken.

    @Wolff
    Ich bin immer dafür das Positives zu sehen und habe bislang viele, viele Firmen hier im Blog und auf unserer Website vorgestellt, die sich durch eine gute Unternehmenskultur auszeichnen. Und das werde ich auch fortsetzen. Trotzdem bleibe ich kritisch und sehe nicht alles durch eine rosarote Brille.

    Kritik hat für meine Begriffe nichts mit “Draufschlagen” zu tun. Ich finde die Werbung unerträglich – dazu stehe ich auch öffentlich.
    Kann mir kaum vorstellen, dass ein wacher Geist wie Du es bist, der sich für Nachhaltigkeit, Werte und Glück einsetzt, die billige Werbung und die Wirkung dieser Kampagnen von Saturn befürwortet, oder etwa doch?

  9. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Wolff #5: Wie ich schon in einem anderen post erwähnte: leider werden solche “awards” selten von Mitarbeitern oder Kunden vergeben…

    @ Michael: yep, das überziehen der Konkurrenz mit Abmahnungen spricht nicht grad für dieses Unternehmen.. passt aber zur Werbekampagne ;-)
    Erneut die Frage: warum sind die bloß so erfolgreich?! *grübel*

    In einem Club von Wertschöpfern, Querdenkern und Innovatoren richte ich meinen Focus nicht auf x-beliebige Sponsoren. Die müssen schon passen, damit die Stiftung glaubwürdig ist.
    Und ich pflichte Elita bei: Kritik ist nicht gleich “draufschlagen”.
    Und Unternehmen, die solche Kampagnen fahren, kann ich nicht mit Wertschöpfung und Nachhaltigkeit in Einklang bringen.

  10. Elita Wiegand sagt:

    @Wolff
    Wollte Dich noch mal kurz fragen,wieso Du annimmst, dass Saturn ein möglicher Stifter sein könnte? Ich bin nicht käuflich und selbst wenn mir Unternehmen einen hohen Betrag für das Prädikat “innovativ” oder “Ethik” bieten würden, würde ich ablehnen, wenn das Unternehmen nicht bestimmte Kriterien erfüllt.
    Somit fördern wir die Innovationskultur in einem hohen Maße.

    @Sarah
    Stimme Dir hier zu. Mir geht es nicht um x-beliebige Stifter, sondern um Firmen, die mit unserer Vision und Zielen übereinstimmen.

  11. Wolff Horbach sagt:

    @ Sarah #9:
    Deine Aussage, dass solche “awards” selten von Mitarbeitern vergeben werden, kann ich nur so deuten, dass die Mitarbeiter nicht den Preis direkt vergeben. Da denkt sich nicht irgendeiner ein Mitarbeiter-freundliches Unternehmen aus, sondern das ganze beruht auf Mitarbeiterbefragungen, zB. bei Great Place to Work. So ist auch das von dir so gescholtene Unternehmen BMW Deutschlands beliebtester Arbeitgeber. Die Kriterien zur Ermittlung solcher Rankings sind bestimmt irgendwo nachzulesen.

    Der Erfolg von Media-Saturn liegt m.E. darin, dass sie genau verstanden haben, wie die allermeisten Leute ticken. Darüber können wir jetzt die Nase rümpfen. Leider lassen sich eben die meisten Menschen durch sehr simpel gestrickte Botschaften locken. Daher bin ich mir auch sicher, dass auch die neue Werbekampagne ein Riesenerfolg werden wird. Laut Werben & Verkaufen investiert Media-Saturn im laufenden Jahr 500 Millionen Euro in Werbung! Das können wir uns nicht leisten ;-)

    @ Elita #8 + #10:
    Förderung der Innovationskultur hat für mich mit positiven Beispielen zu tun und nicht mit dem Sammeln von Negativbeispielen. Ich will wissen, wie es geht und nicht wie es nicht geht.

    Ein Business-Club hat mit Wirtschaften zu tun. Da können wir das Wirtschaften nicht verteufeln. Und Werbung gehört nun mal zur Wirtschaft. Saturn ist wirtschaftlich sehr erfolgreich. Das hat nichts damit zu tun, ob dir oder mir die Werbung gefällt. Ich nehme mal an, die wissen ganz genau was sie tun. Siehe oben.

    Ich habe Media-Saturn nicht als möglichen Stifter gesehen. Finde es nur nicht ganz geschickt, von vornherein schon möglichste viele auszuschließen.

  12. Michael Lalk sagt:

    @Elita Wiegand:
    “Ich bin nicht käuflich und selbst wenn mir Unternehmen einen hohen Betrag für das Prädikat “innovativ” oder “Ethik” bieten würden, würde ich ablehnen, wenn das Unternehmen nicht bestimmte Kriterien erfüllt.”
    Danke, wenn diese Einstellung von allen

  13. Michael Lalk sagt:

    Sorry, da war etwas abgeschnitten, ich wiederhole:
    @Elita Wiegand:
    “Ich bin nicht käuflich und selbst wenn mir Unternehmen einen hohen Betrag für das Prädikat “innovativ” oder “Ethik” bieten würden, würde ich ablehnen, wenn das Unternehmen nicht bestimmte Kriterien erfüllt.”
    Danke, wenn diese Einstellung von allen Mitgliedern getragen wird, macht mir das den Business-Club noch sympathischer.

    @ Wolff Horbach:
    Der Erfolg basiert auf der intensiven Werbung, die den Kunden suggieriert, dass es dort nur Schnäppchen gibt, was aber bekanntlich widerlegt wurde, die Gruppe ist nicht so “saubillig” wie sie behauptet.
    Natürlich ist es klar, dass Media/Saturn Geld verdienen will. Wir alle schließlich auch und ich bin sicher, bei keinem hängt an der Pforte das Schild “Bahnhofsmission”.
    Die Frage die sich jedes Managment nur gefallen lassen muß, ist nach dem WIE. Messen kann ich ich die Worte an den Taten und nicht an irgendwelchen Ehrungen.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jede Firma die Kunden bekommt, die sie verdient.

  14. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Michael Lalk: ja, die Mehrheit hier steht dafür! Und ich ich bin uns im Wort! Auch in der Tat! ;-)

  15. Doc Sarah Schons sagt:

    Nachtrag @ Wolff: Lobhudeleien zum Mediamarkt braucht hier wohl niemand, oder ?!

  16. Michael Lalk sagt:

    @Doc Sarah Schons
    “Und ich ich bin uns im Wort! Auch in der Tat!”

    Das habe ich an den Kommentaren erkannt und Ihr Blog spiegelt viel. Respekt!

  17. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Michael Lalk: gutes Gefühl, Sie hier zu wissen! ;-)

  18. Wolff Horbach sagt:

    @ Sarah #15:
    Liebe Sarah, wenn eine Firma etwas richtig gut macht, in diesem Falle Media-Saturn mit der “konsequenten Orientierung an den Stärken der Mitarbeiter”, dann finde ich das erwähnens- und lobenswert. Das hat mit Lobhudelei nichts zu tun.

    Ich habe nur etwas gegen allzu einfache Klischees und bevorzuge das ganzheitliche Denken.

  19. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Wolff: ich empfehle Dir einen Besuch in der nächstgelegenen Filiale und ein paar Gespräche mit den einfachen Mitarbeitern = Verkäufern.. Mir hat das die Augen geöffnet.

  20. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Alex: DANKE! Die Diskussion um Spender und Stiftung gehört hier so wirklich nicht hin.
    Für potentielle Stifter wird es Qualtätskriterien und einen Kodex geben – eben damit die Innovations-Kultur nachhaltig gestützt wird.
    Die Stiftung aufgeben: Nein!
    Das Blog aufgeben: könnte Sinn machen… ;-)

  21. Wolff Horbach sagt:

    @ Alex:
    Ich verstehe deine Bauchschmerzen. Mir wäre auch lieber, wenn wir von hier mehr Attraktivität ausstrahlen würden und positive Beispiele aufzeigen. Ganz im Sinne des “netten” Unternehmers aus meinem Kommentar #7: “Wir machen einiges einfach anders und zeigen, wie wir es machen. So erspart man sich sinnlose, kraftzehrende Auseinandersetzungen.”

    @ Sarah #20:
    Ich kenne die Filiale von Saturn im Rheincenter Köln ziemlich gut. Ich kenne dort auch persönlich einen Mitarbeiter. Er ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden. Ich kann von daher deine Einschätzung zumindest für diese Filiale nicht bestätigen.

    Es geht mir hier nicht darum, Saturn zu verteidigen. Ich wiederhole mich: Ich bin ein Freund ganzheitlicher und differenzierter Betrachtungsweisen. Ich möchte daher auch von meiner Seite das Für-Wider-Spiel beenden. Ich würde mich gerne auf das konzentrieren, was uns voranbringt. Das erreichen wir m.E. nicht damit, indem wir an den Pranger stellen, was andere falsch machen.

  22. Alexander Greisle sagt:

    Interessante Dynamik der Diskussion. Sie zeigt mal wieder, dass die Welt nicht aus schwarz-weiß, sondern aus Graustufen besteht, selbst bei MSH. Ich werde trotzdem weiterhin nur in Ausnahmefällen dort kaufen, da es mir keine Vorteile bietet, weder preislich noch im Service noch im “guten Kaufgefühl”.

    Irgendwo oben kam das Preisargument als Grund für MSH. Ich empfehle den Preisvergleich. Die überwiegende Anzahl der Produkte die ich mir bisher dort angesehen habe – mit Ausnahme der Aufreißerangebote – werden zur UVP des Herstellers verkauft. Dafür kaufe ich sie entweder beim lokalen Fachhandel (selbst dort oft preisgünstiger, preiswerter sowieso) mit besserem und persönlichem Service. Oder sehr viel günstiger im Internet mit zusätzlichem Bequemlichkeitsfaktor.

    Ich verstehe die Intention von Dir, Wolff, und bin bei Dir was die Best-Practices angeht. Was mir etwas Bauchschmerzen macht ist die (zum zweiten Mal auftauchende) Diskussion rund um das “nicht-vergraulen von potenziellen Spendern für die Stiftung”. Wenn das eine neue Leitlinie fürs Blog werden sollte, dann bin ich dafür, entweder das Blog oder die Stiftung aufzugeben…

    Bräuchten wir im Rahmen Stiftung einen Blog-Kodex? Und wenn ja, was sollte drin stehen?

  23. PR-Berater Berlin sagt:

    Vielleicht zurück zum Thema. Die Öffentlichkeitsarbeit wird nicht erleichtert, durch einen Claim, der ganz offensichtlich formale Fehler enthält:
    1. Zu lang
    2. Zweimal “wir”
    3. “teuer” und “hassen” als negative Emotionen
    Vom Standpunkt des Marketings aus ist das einfach eine Möglichkeit, Unmengen von Werbeetat zu verbrennen… denn merken kann sich den Spruch eh keiner und mögen tut ihn auch niemand…

  24. Doc Sarah Schons sagt:

    @ PR Berater: auf den Punkt! ;-)

  25. Wolff Horbach sagt:

    Da wird ja einer der besten Werbe- und PR-Agenturen in Deutschland, Scholz & Friends, jetzt richtig erleichtert sein, dass ihnen endlich jemand erklärt, wie man richtig Werbung macht. ;-)

  26. Alexander Greisle sagt:

    Ich präzisiere meinen Kommentar von vorher lieber noch etwas: Ein emögliche Schere im Kopf “das schreibe ich jetzt nicht, das könnte vielleicht eventuelle Sponsonen vergraulen” halte ich für gefährlich und darüber hinaus in einem Gruppenblog nicht für durchsetzbar, es sei denn durch Sanktionen. Beides ist nicht das, für das das innovativ.in Blog steht, meiner Meinung nach.

    Es wird spannend sein zu beobachten was passiert, wenn Blog-Kultur auf Geldbedarf der Stiftung trifft. Ich glaube, dass hier bald die Diskussion und der Bedarf nach Transparenz auftauchen wird. Nicht nur für die Sponsoren, für beide Seiten.

    Ich bin der Meinung von Elita, dass positives wie negatives eine Existenzberechtigung hat. Die guten Beispiele taugen nichts ohne die schlechten. Die schlechten sind für andere die Basis um es besser zu machen. Das ist Existenzberechtigung genug.

  27. Alexander Greisle sagt:

    “Geiz ist geil” war jedenfalls unkritischer für Saturn. Jetzt dürfen sie sich die Frage gefallen lassen, warum sie teuer sind, obwohl sie das doch hassen…

  28. Michael Lalk sagt:

    @Wolff Horbach:
    Hat sich Media/Saturn von JVM verabschiedet?

  29. Wolff Horbach sagt:

    @ Alex:
    Ja klar, manchmal hat auch Negatives seine Existenzberechtigung. ZB um einen Missstand zu beheben. Aber wir werden hier weder das Leitbild von Siemens verändern noch die Werbung von Saturn. Der Tennislehrer zeigt dem Schüler ja auch nicht, wie man den Ball immer wieder falsch schlägt, sondern wie man es richtig macht.

    Manchmal helfen auch Kontraste Gut-Schlecht. Aber den Kontrast vermisse ich hier. Wo sind die guten Beispiele? Wo kann ich vergleichen? Wo kann ich sehen, wie man es richtig macht?

    Das Schreiben hier sollte auch nicht mit dem Einwerben von Spenden im Kopf verbunden sein. Aber wenn hier das Negative überwiegt, wenn Leser immer wieder lesen, was andere falsch machen und warum man bei diesen Firmen am besten nicht kauft, dann wird man kaum eine Attraktivität für die Stiftung erzeugen können. Dann hast du schon recht: Stiftung oder Blog, jedenfalls in der derzeitigen Qualität und Ausrichtung.

    @ Michael:
    Hier steht etwas in Werben & Verkaufen. Siehe auch Pressemitteilung.

  30. Alexander Greisle sagt:

    Vielleicht brauchen wir ja die Trennung zwischen Redaktion und Anzeigenabteilung ;-)

  31. Elita Wiegand sagt:

    @Wolff
    Du hast hier die Diskussion von Unternehmen und der Stiftung aufgeworfen und ich halte Deinen Satz, dass wir “Saturn von der Liste der Spender für die Stiftung streichen und wir mögliche Stifter vergraulen” für unverantwortlich und gefährlich! Die Diskussion hat aus mehreren Gründen hier nichts zu suchen: Einmal, weil dieses Blog für die Partner des Business-Clubs gedacht ist und mit der Stiftung erst mal überhaupt nichts zu tun hat. Zum anderen ist die Stiftung erst in Gründung, den Business-club gibt es aber!
    Zudem wird es für die Stifter Kriterien geben, die mit den Werten und Zielen von innovativ.in übereinstimmen.
    Und außerdem: Jedem steht es hier zu, Kritik zu äußern und auch eine gesunde Streitkultur finde ich im BC wichtig.

  32. innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Blog Zahlen-Werk sagt:

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