LOHAS Portal Utopia ist online!

2007-11-07, von Elita Wiegand

Beitrag geschrieben, gespeichert- und jetzt ist der Beitrag verschwunden, einfach weg! Ist mir noch nie passiert. Habe gleich einen Termin. Deshalb auf die Schnelle: Es gibt ein geniales neues LOHAS Portal. Utopia ist wirklich super gemacht  - also nix wie hin und sich als Utopist registrieren.  Der Text reicht doch auch, oder?  

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26 Kommentare zu “LOHAS Portal Utopia ist online!”

  1. Doc Sarah Schons sagt:

    Klasse – knackig kurzer Kommentar!!!

    Und hier noch der link zu Christoph Harrach, der mit Elitas ursprünglichem Beitrag in Blog-Nirvana verschwand, wie ich gerade höre…

  2. Doc Sarah Schons sagt:

    ich bin übrigens “http://utopia.de/user/537″…..

  3. Kirstin sagt:

    und ich bin jetzt auch utopistin. Danke Sarah! Kommt alle rüber!!! :o )

  4. Heizung Magazin sagt:

    Utopia – Ökologisches Onlineportal…

    Mit Utopia.de ist gestern ein sehr interessantes Portal online gegangen. Utopia ist das Internetportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil. Was mir sehr gefällt ist der mahnende Schreibstiel und die Ausdrucksweise auf der Ges…

  5. Frank Hunck sagt:

    @Kirstin: Verstehe ich Dich richtig, Innovativ-In goes Utopia? Und wer schreibt dann hier noch ;) ;)

  6. Für ein neues Utopia! :: frank huncks blog :: selent sagt:

    [...] innovativ-in ] Droht dem BC2.0 nun ein Exodus hin zu Utopia? Da bin ich mal gespannt Tags: Gesellschaft, [...]

  7. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Frank: Exodus?! Glaub ich nicht… Wallfahrt vielleicht… ;-)
    Erst mal muß sich ja beweisen, ob Utopia nicht nur ein cleverer Hype ist, wie so vieles rundum LOHAS….
    Und dann, wenns gut läuft in 2 Jahren an irgendeinen Investor vertickt wird oder eben eingestampft, wenn´s nicht gut läuft.
    Hier steht die Frage nach Nachhaltigkeit in Bezug auf Idealismus sicher auch auf der Probe…
    Und Utopia muß beweisen, daß es “vernünftig” mit den erhobenen Daten umgeht, die da so bei der Anmeldung anfallen. Machte mich etwas stutzig…
    Aber erst mal bin ich positiv gestimmt und sehe Utopia beim Wachsen zu – bloß noch ein “community-forum” neben “xing” und anderen kann ich nicht bedienen – Nachrichten an mich nach wie vor am besten via direct email.. ;-)

  8. Elita Wiegand sagt:

    @Frank
    Huch Frank, musst keine Angst haben um den BC. Wir sind gut aufgestellt, haben uns etabliert und neben den LOHAS gibt es bei uns genug Querdenker,Innovatoren, Visionäre und kreative Köpfe, die eifrig dabei sind. Und weil das so ist, gönnen wir Utopia auch den Erfolg.

  9. Jürgen sagt:

    @Sarah + others: habe mich nun auch mal angemeldet und ich finde es sieht alles auf den ersten Blick ganz gut aus. Aber wie du auch schon sagst Sarah: die Zeit, um neben Blogs und XING auch noch weitere Community Foren bedienen zu können wird immer dünner.

    Letzendlich gefällt mir UTOPIA aber schon auf Anhieb viel viel besser als XING. Frischer-informativer-intelligenter. Wir müssen jetzt active as possible :) sein und einfach in ein paar Monaten sehen was sich daraus entwickelt. Aber lasst uns nun erstmal einen Baum pflanzen – alleine das hat schon was :)

  10. Michael Lalk sagt:

    Ich habe mich auch bei UTOPIA angemeldet, mal sehen, wie sich diese Community entwickelt.
    Ich hoffe, dass es dort ein wenig ehrlicher als bei Xing zugeht. Da wurde ich oft an Sören Kierkegaard erinnert: “Der, der ich bin, grüßt wehmütig den, der ich sein möchte“.

  11. Manuel sagt:

    Lachendes und weinendes Auge, liebe Leute!

    Ich hab mir das Portal am Dienstagabend sehr genau angeschaut und einen Artikel drüber verfasst. Leider konnte ich mein Passwort nicht ändern (ging da noch nicht) und die wegwerf-Email (sorry, mache ich immer bei mir unbekannten Webservices) war schon abgelaufen.

    Tja, “Utopia” als Nutzer ist zwar klein in der Nummer (334) aber wird wohl nie wieder besucht werden…

    Gut, ich hab mich nochmal angemeldet und heute Vormittag ausgiebig ausprobiert. Die Freude, endlich ein Portal zu haben, was “genau meine Sprache spricht” ist aber verflogen. Was kann ich im Community-Bereich schon machen?
    - Ich kann Leute Suchen.
    - Ich kann gefundene Leute als Freunde zufügen
    - Ich kann kleine Blogeinträge verfassen (ohne URLs nach draussen, ist ja ein walled-garden!)
    - Ich kann Utopia mit meinen Daten füttern

    Und?

    Also das haut mich wirklich nicht um. Habt ihr schon mal versucht, Artikel oder Blogbeiträge zu kommentieren? Klar, das geht … irgendwie. Aber irgendwie macht das keine Lust auf “mehr”.

    Vor allem, da ich ja die Rechte für den Senf, den ich dort schreibe sowieso mal an Utopia übergeben – und die dürften an Dritte weitergeben.

    AAL. Andere arbeiten lassen.

    Der Magazinteil ist sehr schön. Den les ich gerne wieder. Aber brauche ich dazu eine Community?

  12. Elita Wiegand sagt:

    @ Manuel
    Danke für Deinen Utopia Erfahrungsbericht. Ich habe den Beitrag geschrieben, bevor ich mich eingeloggt habe und danach ist meine Begeisterung wie bei Dir auch ein Stück verflogen.

    Ich weiß nicht genau warum, aber ich habe ein ungutes Gefühl, dort meine Daten zu einzugeben und habe deshalb die Anmeldung abgebrochen.
    Die Blogeinträge habe ich übrigens bei Utopia bisher vergeblich versucht. Wo sind die? Und hat da schon jemand überhaupt etwas geschrieben?

    Dass Dich stört, dass Utopia die Rechte auf Beiträge hat und an Dritte weitergeben, kann ich gut verstehen. Ist irgendwie nicht okay.

    Und ähnlich wie Sarah in ihrem Kommentar schon geschrieben hat, reicht mir XING als Social Network Plattform – mehr ist zeitlich nicht drin.
    Was bleibt ist das Utopia Magazin – das ist journalistisch gut aufbereitet, gut geschrieben und recherchiert.

  13. Manuel sagt:

    @ Elita:

    Nun, mich stört in dem Sinne nicht, dass Utopia die Rechte auf Beiträge hat. Das braucht sie, um diese auf Ihrer Plattform darzustellen. Aber das sollte dann auch reichen!

    in den AGB steht hingegen folgendes:
    “An den Texten und allen sonstigen Werken, die ein Nutzer bei UTOPIA einstellt, räumt der Nutzer UTOPIA sämtliche urheberrechtlichen Nutzungsrechte sowie die Nutzungsrechte an sonstigen verwandten Schutzrechten im Sinne des Urhebergesetzes ein. Diese Rechtsübertragung beinhaltet ein umfassendes, räumlich und zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht an den Beiträgen im In- und Ausland, insbesondere zur Veröffentlichung auf UTOPIA, zur Bearbeitung, Umgestaltung und Übersetzung, zur elektronischen/digitalen Verwertung, gleich in welcher Form und auf welchem Trägermedium (insbesondere Online, CD-ROM, DVD, Telekommunikations- und Datennetze, Online-Dienste, Datenbankfunktionen und Archivierung) sowie zur Veröffentlichung in Buchform. UTOPIA ist berechtigt, die eingeräumten Nutzungsrechte auch auf Dritte zu übertragen. Eine urheberrechtliche Vergütung wird nicht gezahlt.”

    Auf deutsch heisst das: “Du stellst Inhalte ein, ich mache damit was ich will, und zahle Dir keinen Pfennig, wenn ich damit Profit mache.”

    Klar, man kann sagen – “das machen alle so”, “wir müssen uns absichern”, “wir verwenden die Inhalte nur auf Utopia” usw. Kann man sagen. Erlaubt ist nach den AGB aber viel mehr ;-)

    Die Blogbeiträge sind unter: “meine Welt”. Da kann man Texte schreiben. Diese kann man auch kommentieren – aber ohne Hierarchie, was im Laufe der Zeit wohl zu etwas Verwirrung führen wird, wenn jemand mehr Artikel schreibt.

    Beispiel: http://tinyurl.com/ypg4fs

  14. Manolo sagt:

    Hallo zusammen,

    an dieser Stelle scheinen mir ein paar Anmerkungen zu euren Kommentaren angebracht. Utopia.de ist die einzige unabhängige Internetplattform für strategischen Konsum im deutschsprachigen Raum. Wir finanzieren uns derzeit ausschließlich selbst, sind aber wie jedes Unternehmen zukünftig auf Einnahmen angewiesen. Um unsere Unabhängigkeit zu wahren, werden wir auch in Zukunft sehr auf Einhaltung hoher Standards achten. Mögliche Kooperationspartner sehen wir uns sehr gut an, das dürft Ihr uns glauben. Damit schränken sich natürlich unsere Möglichkeiten, Geld zu verdienen, massiv ein – eine Tatsache, die wir in Kauf nehmen. Wir wollen uns nicht bereichern, sondern etwas erreichen (siehe hierzu den Bereich Stiftung auf utopia.de unter: http://www.utopia.de/utopia/stiftung).

    Grundsätzlich verstehen wir den von Usern geposteten Inhalt als wertvoll für die Community und damit für die Funktionalität der Website. Die Entscheidung, ein Teil der Community zu sein, liegt dabei natürlich bei jedem selbst.

    Ich hoffe, damit einige Fragen beantwortet zu haben und freue mich auf eure Reaktionen.

    Manolo

  15. Manuel sagt:

    Hat ja ein wenig gedauert, bis die “Internet-Pressearbeit” von Utopia.de begonnen hat ;-)

    Manolo, ich denke niemand ist so blauäugig, anzunehmen dass die Utopie in Zukunft von Luft und Liebe leben wird. Dass Profit erreicht werden muss, ist klar. Werbung, Adressdatenbank, Marktforschung, Sponsoring, Merchandising – you name it.

    Stört mich in keinster Weise. Aber ich lese mir nunmal durch, was ich per Klick unterschreibe.

    Ihr habt die AGB sehr schwammig formuliert. Warum?
    Ich habe die Befürchtung, dass die übertragenen Rechte wahrgenommenen werden, früher oder später. Kannst Du mir diese Angst nehmen? In Deiner Antwort bist Du nämlich nicht auf die AGB eingegangen…

    @ all: Wenn man solche Beiträge liest, wird man halt mit der Zeit mißtrauisch ;-)
    http://blogbar.de/archiv/2007/07/18/gruner-jahr-die-elternde-aller-contentsauger/

  16. Manolo sagt:

    Utopia.de nutzt alle Userinhalte nur zur Eigenkommunikation. Wir werden Userinhalte niemals zu kommerziellen Zwecken nutzen. Um den AGB’s die Schwammigkeit zu nehmen, werden wir diese Stelle angleichen.

    Bei Fragen dazu mailt mir gerne.

    Liebe Grüße

    Manolo

  17. Manuel sagt:

    Super, ich bin gespannt!

    Bitte fügt bei der Gelegenheit auch eine Datenschutzbestimmung ein – sonst habt ihr demnächst eine Abmahnung von einem “Mitbewerber” oder der Wettbewerbszentrale im Briefkasten.

    Überprüft in dem Zusammenhang auch bitte den Artikel 10:

    “Bei einem fristgerechten Widerspruch des Nutzers gegen die geänderten Geschäftsbedingungen ist UTOPIA berechtigt, den Nutzer zu dem Zeitpunkt aus der Community auszuschließen, zu dem die Änderung in Kraft tritt. Vom Nutzer eingestellte eigene Inhalte können von UTOPIA weiter uneingeschränkt genutzt werden. Der Nutzer kann hieraus keine Ansprüche gegen UTOPIA geltend machen.”

    Beste Grüße,
    Manuel

  18. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Manolo #16: das finde ich gut! Ja, bitte klar formulieren und gerne auch Manuels post zu §10 berücksichtigen. Dann blogg ich gern bei Euch! Weiterhin viel Glück!

  19. Heide Liebmann sagt:

    Schade, dass ich die Diskussion jetzt erst mitbekomme – bin erst heute durch eine Freundin auf die AGB aufmerksam geworden und habe mich so darüber geärgert, dass ich mein Profil sofort wieder löschen wollte. Was allerdings nicht möglich war … Ich habe jedenfalls heute in meinem Blog alle so genannten “Utopisten” darauf aufmerksam gemacht, was in den Paragrafen 7 und 8 steht – und ich finde, bevor in dieser Angelegenheit nicht für mehr Klarheit gesorgt ist, sollten sich keine weiteren User auf dem Portal registrieren. Manolos Einlassungen hier finde ich alles andere als überzeugend, und die Fragen nach den AGB sind ja auch noch nicht beantwortet.

  20. Manuel sagt:

    Hallo Heide,

    sollte die Abmeldung auf utopia.de nicht funktionieren, dann musst Du den Betreibern wohl einen Brief schicken, bzw. eine E-Mail an den Support senden.

  21. Britta sagt:

    Ich finde es nicht in Ordnung, meine Rechte einfach so abzugeben. Und ich weiß auch nicht, was ich von Utopia halten soll: Sind die nun eine Stiftung, ein Online-Magazin, eine Community (dafür kann man aber wenig machen dort, da reicht mir mein XING) – oder wollen die nur meine Daten, damit die mir später Produkte andrehen wollen? Am Anfang hatten die einen Artikel über Ben und Jerry (die mit dem Eis) und auch Werbung von Ben und Jerry. Das finde ich fragwürdig. Und außerdem habe ich gelesen, dass die mit Otto-Versand und Hess Natur kooperieren. Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen Angst, das Utopia ein langer Arm, von Otto ist. Und mit meinen Daten macht, was es will. Ich ärgere mich mittlerweile sehr, dass ich mich registriert habe. Ich werde mir jetzt mal das Konkurrenzportal Ivyworld noch genauer angucken, wobei ich auch dort nicht weiß, warum ich mich registrieren sollte. Aber die Frage ist ja eh, warum man sich für alles immer registrieren muss. Muss ich bei Spiegel-Online ja auch nicht.
    Liebe Grüße, Britta

  22. Huibert sagt:

    Schade,

    jetzt springen also einige Macher aus anderen Bereichen mal eben cool auf den Nachhaltigkeitszug und hoffen (vielleicht) myvideo-mässig auf den Big Deal wie er in den Staaten bereits funktioniert hat (naheliegend das zu denken, wenn man von den investierten Geldern hört) oder aber man macht es aus einem selbst suggerierten Überzeugungsgefühl und nun ja .. liegt voll daneben was die Authentizität gegenüber den wirklich Überzeugen angeht. So etwas spüren wir an Kleinheiten und Feinheiten, die jemandem, der wirklich im Thema ist, gar nicht erst passieren würde. Sei das in den AGB, oder im Verhalten, oder am äusseren Auftritt, der ökokorrkten :-) Wortwahl oder was auch immer. Ein “echter nachhaltiger” ehm .. konsumstrategisch denkender Mensch würde gar nicht erst in solche Verlegenheiten geraten.

    Leider, ich hatte große Hoffnungen und Diskussion angeboten, sehe ich die gleichen Probleme wie sie hier durchscheinen und habe mich darum wieder von Utopia verabschiedet. Betrachtet Utopia als das, was es ist. Als ein künstliches Gebilde, was sich nur selbst nachhaltig nennt und sonst niemand.

    Das selbst aufgeklebte Etikett wird bald als das sichtbar werden was es ist, als unecht. Im Prinzip habe ich nichts gegen ein Projekt, was gestartet wird um “Cash” zu machen, aber man sollte es dann auch offen vertreten. Bio und Cash sind kein Wiederstreit, aber ehrlich sollte es sein.

    So wie ich das inzwischen analysiere ist es übrigens sehr gut möglich, dass bei der jetzigen Positionierung im Big Biz und Medien Biz ein Big Deal funktionieren könnte und dass sich dann ein Medienkonzern mit der Seite schmücken wird, aber es wird immer unecht bleiben und ab solch einem Verkauf ist ein unechtes Portal endgültig zu einem solchen Status verurteilt.

    Allerdings wird das der gemeine User nicht merken … mag sein … und schafsköpfig der ökokorrekten Marktforschung dienen und sei es in Form eines anonymisierten Handlerpanels :-)

    Huibert

  23. Doc Sarah Schons sagt:

    LOHAS ist ja jetzt schon ein “unwort” – nicht mehr, als ein ein marketingträchtiger train, auf den leider viel zu viele einfach aufspringen wollen. schade – die lohas bewegung als solche war ja vom grunde her gut angedacht. doch die LOVOS,

    Verlässliche Zahlen sind noch schwerer zu bekommen als für die LOHAS. Aus der Sicht des zielgruppenorientierten Marketings kann aber gesagt werden, dass die LOVOS ein vernachlässigbares, weil marginales Phänomen sind.

    scheinen mir authentischer. eben deswegen.

  24. Wolff Horbach sagt:

    @ Sarah:
    Ich finde nicht, dass LOHAS ein Unwort ist. LOHAS steht für “Lifestyle of Health and Sustainability” – also für einen Lebensstil, der sich an der Gesundheit und Nachhaltigkeit orientiert. Das kann kein Unwort sein.

    LOHAS ist ein neues Wort geworden, welches eine Phänomen beschreibt, welches schon vor vielen Jahren entstanden ist, jetzt aber immer deutlicher wird. Immer mehr Menschen erkennen, dass wir uns als Spezies anders verhalten müssen/sollten, wenn wir langfristig überleben wollen. Sie erkennen, dass die eigene Gesundheit ein extrem wichtiger Lebensfaktor ist.

    Von daher begrüße ich ausdrücklich die LOHAS-Bewegung.

    Es ist doch ganz klar, dass dies auch die Firmen, deren Vertriebs- und Marketing-Experten auf den Plan ruft. Diese sehen plötzlich neue Zielgruppen, neue Märkte. Etwas, was sich langsam und stetig entwickelt hat, wird plötzlich deutlich erkennbar.

    Ich verteufele es nicht, dass sich Firmen jetzt nach LOHAS ausrichten; im Gegenteil: Ich begrüße es! Ich finde es gut, dass Firmen, Marketing-Agenturen und Vertriebsleute jetzt ihre Blickrichtung ändern. Ich finde es Klasse, dass jetzt Firmen ihre Produkte ändern, dass sie ernsthaft überlegen, was sie Menschen anbieten, denen die Gesundheit und die Nachhaltigkeit am Herzen liegen.

    Eines setze ich natürlich voraus: Das Angebot muss ehrlich, gesund und nachhaltig sein.

    Von daher kann ich jetzt auch nicht die Kritik am LOHAS-Marketing verstehen, auch nicht am Greenwashing. Was ist verkehrt daran, dass jetzt eine Firma, die in der Vergangenheit umweltschädlichlich war, jetzt ihre Firmenpolitik verändert und versucht, jetzt gesünder und nachhaltiger zu produzieren. Wie gesagt: wenn es ehrlich gemeint ist, würde ich diese Firma nicht verteufeln und ihr die alten Sünden vorhalten, sondern sie im neuen, besseren Verhalten unterstützen.

    Dass es in einer Zeit großer Umbrüche auch am Rande Fehlentwicklungen gibt, ist doch klar. Auch, dass es Trittbrettfahrer gibt, die den Namen LOHAS missbrauchen. Aber die große Richtung stimmt. Und die unterstütze ich ausdrücklich!

  25. Huibert sagt:

    Nichts gegen Greenwashing, also der Läuterung oder teilweisen Läuterung oder sogar nur scheinbaren Läuterung von Firmen, indem sie sich ein grünes Mäntelchen umhängen. Es ist ja sogar möglich, dass ein Konzern erst nur scheinbar grüner wird und dann unter Druck gerät, da nun echte Schritte zu unternehmen. Das sehe ich genauso.

    Aber das künstliche Generieren von unechten Greens stinkt mir und verwässert mir die stabile und solide Substanz der “echten Nachhaltigkeitsbranche”. Das sind die schon immer ökologisch konsumierenden oder sich mehr Gedanken machenden Konsumenten und die breite unverdorbene Struktur der echten Biounternehmen.

    Nicht umsonst ist (diesmal noch) der Basic-Deal mit Lidl gescheitert

    …. und nicht umsonst frage ich mich, ob das bei einer weiteren Verwässerung der Nachhaltigkeitsbranche durch Kommerz und Geschäfteschnupperer im grünen Mäntelchen nochmal so laufen wird. Es ist nicht undenkbar, dass sich dann die Gewichte zu mehr “Toleranz” und “ist doch nix dabei” verlagern werden.

  26. Wolff Horbach sagt:

    @ Huibert:
    Ich rechne damit, dass in Zukunft alle Firmen Probleme bekommen werden, die nicht nachhaltig arbeiten. In der Zeit von Web 2.0 ist jede Sauerei in Nullkommonix um die Welt. Die Unternehmen werden also grüner werden. Und das begrüße ich sehr.

    Firmen, die meinen, ein grünes Mäntelchen reiche, gehen ein hohes Risiko ein – vielleicht ein tödliches.

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