Stupidfilter: Gegen dumme Kommentare im Blog

2007-11-14, von Elita Wiegand

Genervt! Das sind inzwischen viele, die dumme Sprüche in Blog Kommentaren lesen. «Das Web muss sich wieder zu einem Platz für intelligente Gespräche entwickeln!” Das fordern jetzt die Informatiker Gabriel Ortiz und Paul Starr und sie haben ein StupidFilter Project gestartet und dazu eine Open-Source-Filter-Software entwickelt. Die funktioniert ähnlich wie ein Spamfilter. Der Filter reagiert auf exzessive Wortabkürzungen, Ausrufezeichen oder oft eingestreutes “LOL”. (Typische “Stupid Kommentare” von YouTube findet man auf der Website der beiden Programmierer) Die Software überprüft also die Kommentare und stuft sie ein. Wenn der Beitrag als «dumm» erkannt wird, bekommt der User eine Meldung mit der Bitte den Kommentar neu zu formulieren.

Im Dezember wollen Ortiz und Starr eine Alpha-Version ihres Programms veröffentlichen und später den Filter als Firefox-Plugin anbieten. Das Programm hat natürlich noch einige Tücken und Macken, aber brauchen wir inzwischen ernsthaft eine Software, die uns vor dummen Blog und Foren Kommentare schützt?
Gefunden bei Standard.at

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39 Kommentare zu “Stupidfilter: Gegen dumme Kommentare im Blog”

  1. Wolff Horbach sagt:

    Ich weiß nicht …? Ich würde gerne Methoden sehen, die zu guten Kommentaren “verführen”. Ich habe da schon oft drüber nachgedacht und sehe da etwas Grafisches vor Augen.

    Es ist ja unzumutbar, dass jemand einen Beitrag liest und dann auch noch 60 Kommentare. Viele Kommentare werden vielleicht ähnlicher Natur sein. Wenn man das mal genauer analysiert, findet man raus, dass in den Kommentaren jede Menge Redundanz steckt.

    Wenn man das grafisch sichtbar machen könnte: Ah, zu diesem Gedanken gibt es von fast allen Zuspruch, hier gibt es Widersprüche und dort wird ein Gedanke weiterentwickelt. Dann muss nicht jeder schreiben “Ich stimme dem zu”, sondern kann einfach anklicken. Wenn dann das ganze noch spielerisch rüberkäme …

  2. Doc Sarah Schons sagt:

    Dinge, die die Welt nicht braucht…
    Bloggen ist ein Hybrid aus schreiben, chatten und eigentlich fast sprechen. *wegduck*: solche comments oder LOLs und ROFLs sind ebenso wir emoticons et al. doch dazu da, die Dialoge lebendiger zu halten.
    Auch erhebt sich die Frage: wer verfügt denn heute noch über die sprachliche Kompetenz, entsprechend vielschichtig zu formulieren?! So daß der ironische, wohlmeinende oder was auch immer für ein Unterton lesbar wird? Das würde dann ein sehr kleines Bloggersdorf…
    Die Vorstellung, wir bloggten demnächst nur noch auf dem Sprachniveau meiner Lieblingszeitung ist mir unheimlich. Allerdings möchte ich auch nicht auf comic Sprachlevel “downgraden”. ;-)

  3. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Wolff: Lese Dein Post erst jetzt, weil ich grad noch meins schrieb.. JA – das ist eine gute Idee: das grafisch sichtbar zu machen! Könnte ein tolles Tool für android werden ;-) laß uns programmieren….

  4. Elita Wiegand sagt:

    @Wolff
    Du suchst also nach etwas, was zu guten Kommentaren verführt? Ich denke, es geht eher darum, dass man sich nicht mit sprachlichen Wortfetzen zumüllt, sondern auf einem gewissen Niveau kommentiert wird.
    Ich finde es ähnlich wie Du schwierig auf den x-ten Kommentar zu reagieren, vor allem dann, wenn bereits alles gesagt ist. Manchmal gibt es aber in den Kommentare wirklich neue Ansätze, gute Tipps oder Links, die weiterführen. Und das nach unten Scrollen macht die Sache nicht einfacher. Fände es auch spannender, wenn man eine Diskussion – von mir aus – grafisch sichtbar machen könnte und man daraus zum Beispiel ein Fazit ziehen könnte. Also bei diesem Beitrag – Frage: Bist du für einen Stupid Filter Ja /Nein. Nächste Frage: Was könnte dazu beitragen, dass Kommentieren mehr Spaß macht?

    @Sarah
    Stimmt natürlich, dass eine gewisse Kommentar Sprache dazu gehört, aber manche Kommentare (wie die Beispiele auf der Website der beiden zeigen) sind wirklich nur noch ätzend und werden wohl im Vollrausch nach der dritten Flasche Wein geschrieben.

  5. Doc Sarah Schons sagt:

    Wir könnten doch mal probieren, solche Fragen wie die Elitas ad1) mit einem guten poll plugin zu stellen und ad 2) mit tagcloud. So für den Anfang. Was meint Ihr?!

  6. Ludger Freese sagt:

    Grundsätzlich eine tolle Sache. Ich stelle mir gerade die Frage, ob es auch einen Schutz für “dumme Kommentare” im Fernsehen gibt? Dann würde in der Übertragung der Jahreshauptversammlung eines großen Bundesligavereins nur noch im Bild erscheinen: SPAM…SPAM…SPAM (bei einer bestimmten Person) Das Gerät könnte dann auch den Namen “Fire-Bayer-Box” tragen…

  7. Matthias Rückel sagt:

    Zensur 2.0. pur.

  8. Frank Hunck sagt:

    Ich mag mir einen “sinnvollen” Einsatz solch eines Tools kaum vorstellen, höchstens auf einem hochfrequentierten Blog, das extrem anziehend auf Trolle wirkt. Blogs und ähnliches leben davon, dass -fast- jede/r kommentieren darf, sonst führt sich die Grundidee schnell ad absurdum.

    Durch die auf einem Blog herrschende Diskussionskultur dürfte meines Erachtens die Trollfrequenz in Grenzen halten lassen, oder habt Ihr dabei andere Erfahrungen gemacht?

    Zur Redundanz von Kommentaren – Autoren müssen doch nicht jeden Kommentar zu ihrem Beitrag nochmals kommentieren. Wenn das Wichtigste gesagt ist, dann ists gut, oder? Es ist kein Zwang, den Thread weiter führen zu müssen…

  9. Doc Sarah Schons sagt:

    @ #7 und #8: ROFL! SCNR… ;-)

  10. Michael Krause sagt:

    Sowas braucht man ja ganz dringend, weil selber denken offenbar ganz schädlich ist. Ist ja auch sehr praktisch, wenn man über einen möglicherweise intelligenten Inhaltskern nicht weiter nachdenken muss, der von einem sprachlich unbegabteren Menschen verfasst ist oder von jemandem, der Smileys einfach ganz toll findet.

    Aber natürlich reicht nichts an die große chinesische Lösung heran, die ja andererseits auch unglaublich viele Arbeitsplätze schafft. Irgendwer muss ja den ganzen Kram lesen, der der Zensur zum Opfer fallen soll und die ganzen Smiley und LOLs mit schwarzem Edding ausmalen muss.

  11. Frank Hunck sagt:

    @Michael: Naja, Arbeitsplätze, dank KI2.0 ist das doch kein Problem mehr, die Chinesen haben ja sehr findige Programmierer, wie mensch es jeden Tag in der Inbox sieht.

    Ich bin auf jeden Fall dankbar, dass es die Smileys gibt, denn so lässt sich doch ein wenig von der eigenen Stimmung ins Geschriebene mit rüberbringen, damit das Gegenüber “sieht”, das es ironisch oder was auch immer gemeint ist.

    Klar, jeder hat da eine andere Wahrnehmung. Mir gehen zum Beispiel Texte leicht auf die Nerven, bei denen jeder zweite Satz mit einem Ausrufezeichen endet, ich nehme dann den/die SchreiberIn irgendwann nicht mehr ernst…

  12. Doc Sarah Schons sagt:

    Oh Micha-El – selber denken… ganz großes Kino…
    ist in dieser Bananadrama-Republik ja nicht mehr wirklich erwünscht.

    Ja, die Kidzs, die Du betreust, (und auch ich so als intermittierende Laienhelferin,) hätten mit so einem tool keine Chance mehr, sich überhaupt zu äußern. Aber das ist ja gesellschaftlich offenbar auch nicht gewollt.

    Jedenfalls freu ich mich auf unsere gemeinsamen Projekte bei der AWO – die bloggen wir dann eben gesondert. In Extra Blogs. Ohne Filter. Zensur brauchen unsere Kidz nu wirklich nicht auch noch im Net. Die sind eh schon von der “Gesellschaft” zensiert und ausgesondert.

  13. Frank Hunck sagt:

    Sarah!

  14. Doc Sarah Schons sagt:

    Frank?

  15. Elita Wiegand sagt:

    # 12 @Sarah
    Nun bin ich aber total überrascht, dass bei dieser Diskussion hier die AWO auftaucht.
    Da muss man wohl wirklich einen extra Blog aufmachen für die Kids, für Michael und Dich, damit Ihr Euch ungestört austauschen könnt.

  16. Doc Sarah Schons sagt:

    @ Elita #15 – läuft doch alles… aber danke, daß Du die Projekte noch mal so hervorhebst.
    Michael und ich und andere tauschen sich hier im blog prioritär zu den hiesigen themata aus – falls das nicht evident genug sein sollte.
    zur verdeutlichung der blog-artikel haben beispiele aus anderen lebenswelten doch sicher noch eine existenzberechtigung, oder?! wie kommen wir sonst auf´s “querdenken” ?!

  17. Wolff Horbach sagt:

    Vielleicht hatte Jean-Remy von Matt ja doch teilweise Recht, als er Blogs als die “Klowände des Internets” bezeichnete. Das gilt zumindest für einen nicht unerheblichen Teil der Kommentare. Wenn jemand einen Beitrag schreibt und dafür Kommentarfläche kostenlos zur Verfügung stellt, dann er m.E. ein Anrecht darauf, das dies nicht missbraucht wird. Es ist als KommentarIn eine Frage des Wertschätzung

    1. verständlich zu schreiben
    2. zum Thema zu schreiben
    3. die Meinung anderer zu respektieren
    4. keinen Missbrauch für fremde Zwecke zu treiben

    Es ist ein gutes Recht des Blogbetreibers alles das zu ignorieren bzw. zu löschen, was dagegen verstößt. Das hat m.E. mit Zensur nichts zu tun. Ich finde es bedauerlich, dass solche Maßnahmen überhaupt notwendig sind.

    Bitte bekämpft die Idioten, die Sprachverstümmler und Bloganarchisten. Dann brauchen wir auch keine Stupidfilter.

  18. Frank Hunck sagt:

    Ich finde gut, dass hier diese Diskussion so offen geführt wird. Selbstverständnis des Bloggens auf innovativ-in, Netiquette des BC2.0-Blogs, das sind alles Bereiche, die Blogbetreiber entweder im stillen Kämmerlein festlegen kann und dann per definitionem anwendet, oder in der Community ausdiskutiert.
    Ich fand bislang die angebotene Bandbreite an Themen eine erfrischende Besonderheit an Eurem Blog, merkte aber in den letzten Tagen, dass sich ein neuer Diskussionsstil einschlich, der mich befremdet: z.B. Kommentare rund ums Thema Spamfilter, die natürlich nicht zu den Beiträgen passten, wurden untersagt.
    Nicht nur inhaltlich ausgefeilte Elaborate, sondern auch technische Unterstützung, wenn der/die LeserIn das Gefühl hat, dass das Blog noch besser gemacht werden könnte, nicht als Kritik am Webmaster, sondern als Hilfe, das Blog, auf dem jemand gerne kommentiert, besser in der Handhabung zu machen.
    Für mich stellt sich die Frage, ob hier überhaupt eine lebendige Gemeinschaft gewünscht ist, oder ob die Bandbreite der Äusserungen festgelegt wird auf zum Thema passend und inhaltlichen Mehrwert schaffend. Dann ist ein Blog, auf dem frei kommentiert werden darf, nicht so ganz das richtige Medium, ich würde dann verstärkt mit Gastautoren und -kommentatoren arbeiten.

    Vielleicht hatte Jean-Remy von Matt ja doch teilweise Recht, als er Blogs als die “Klowände des Internets” bezeichnete.

    Autsch, Wolff, Du sägst grade auf dem Ast, auf dem wir alle sitzen…

    […]und dafür Kommentarfläche kostenlos zur Verfügung stellt[…]

    Provokant gefragt – AAL, Andere arbeiten lassen, nur Mehrwert generieren?

    […]Bitte bekämpft die Idioten, die Sprachverstümmler und Bloganarchisten. Dann brauchen wir auch keine Stupidfilter.

    *Kopfschüttel*

    Es ist eine wichtige Diskussion, die hier geführt wird, über das eigene Selbstverständnis, über die weitere Ausrichtung des Bloggens und Kommentierens bei innovativ-in. Ich bin gespannt, wie es weiter geht ;)

  19. Michael Krause sagt:

    Partizipation hat das Internet überhaupt erst erfolgreich gemacht. Ohne Partizipation gäbe es keine Communities, keine Foren, kein Web 2.0, kein Bloggen, gäbe es kein dynamisches Internet der vielfältigen Meinungen und Ansichten. Wenn ich meinem Abgeordneten öffentlich bloß stellen kann, weil er es nicht schafft in drei Monaten vier Fragen zu beantworten während der Abgeordnete der Opposition 40 Fragen in vier Wochen beantwortet, dann ist das eine Form der Partizipation, die Wirkung zeigt.

    Wenn ich einem Blogbetreiber per Kommentar öffentlich mitteile, deine Meinung war jetzt aber mal “Kartoffelkeller ganz unten” und darum entspinnt sich eine weitere tiefergehende Diskussion, dann hat der Blogbetreiber die verdammte Pflicht, die andere Meinung zu respektieren, möchte er selbst als seriöse Plattform nicht beschädigt werden.

    Die Rechte und Pflichten von Blogbetreibern, was die Meinung der Kommentatoren betrifft, ist schnell zusammengefaßt:

    Du hast das Recht offenkundige Werbung zu löschen und du hast die Pflicht menschenverachtende, gewaltverherrlichende, allgemein strafbare Äußerungen zu entfernen.

    Wer weniger freie Meinung will und mehr produktkonforme Ansichten, der kehre bitte schleunigst zum langweiligen statischen Internet ohne Beteiligung der Leser zurück. Danke!

  20. Wolff Horbach sagt:

    @ Frank #18:
    Ich kann mich nicht darin erinnern, dass hier jemand Kommentare zum Spamfilter “untersagt” hätte. Ich finde die Diskussion dazu hier nur völlig unangemessen. Wenn jemand konstruktive Hinweise zur Verbesserung des Blogs hat, bin ich dankbar dafür und werde sie, sofern technisch machbar und sinnvoll, nach Absprache mit Elita Wiegand realisieren.

    Das man zum Thema passend kommentiert, dürfte eigentlich doch eine Selbstverständlichkeit sein. Oder? Eigentlich müsste ich jeden einzelnen Kommentar separat lesen können und noch verstehen, worum es geht. Ist es zuviel verlangt, klare und eindeutige Bezüge zu machen?

    Das mit der “kostenlosen Kommentarfläche” habe ich vermutlich zu einseitig formuliert. Aber wenn wir ganz ehrlich sind, dann geht es selbstverständlich um die Schaffung von Mehrwert: Wir schreiben einen Beitrag, weil wir glauben, etwas wichtiges sagen zu haben. Wir schreiben einen Beitrag, weil wir unsere Kompetenz herausstellen wollen. Wir schreiben Beiträge und Kommentare, weil wir auf uns aufmerksam machen und gehört werden wollen.

    Das ist alles völlig legitim und in Ordnung. Ich freue mich auf kreative Ideen. Ich freue mich auf Kommentare, von denen ich etwas lernen kann. Ich freue mich auf Widerspruch, weil ich dadurch meine Gedanken schärfen kann.

    Nur Müll, das brauche ich wirklich nicht. Müll brauchen wir alle nicht.

    Dein *Kopfschüttel* verstehe ich nicht. Findest du Idioten im Blog gut? Ich nicht. Befürwortest du Sprachverstümmler? Ich nicht, ich bin für ein möglichst klare und verständliche Sprache. Findest du Bloganarchisten gut? Ich nicht.

  21. Michael Krause sagt:

    Und noch was: Die Schere im eigenen Kopf ist schädlich. Kommt die eigene interne Schere neben der inneren moralischen Kontrollinstanz namens Gewissen ins Spiel, dann hat der “Stupid Filter” ganze Arbeit geleistet.

    Denn nur darum geht es doch bei diesem interessanten Filter. Man möchte mehr Schere im Kopf und mehr Konformität zur Zielgruppe. Es ist eine überlebte Auffassung, dass mit genug “den User ein bisschen gängeln” man an diesen Punkt gerät. Denn so einzigartig ist das eigene Angebot dann oft doch nicht, dass ich jemanden nötigen kann, sich in die “richtige” Richtung erziehen zu lassen. Zu leicht ist es, morgen woanders zu bloggen und zu kommentieren und die Internet-Identität mitzunehmen.

    Google & Co. sind zu erfolgreich, wenn es darum geht, Internet-Identitäten zu finden. Genau genommen und wir wollten es doch jetzt genau nehmen, können es sich Menschen mit Internet-Identität gar nicht leisten, sich auf einzelnen Plattformen zu einer beschnittenen nicht mehr zu sich selbst passenden Beitragsform gängeln zu lassen.

    Für meinen Geschmack wird hier etwas zu intensiv nach der eigenen Schere gerufen. Und ganz nebenbei bemerkt kann ich auf ein Angebot auch gut verzichten, dass die Mehrheit der Bevölkerung persé ausschließt, weil ihre Begabungen vielleicht woanders liegen und nicht ausgerechnet in ihren schriftlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Wer so schreiben möchte, wie er sonst auch spricht, lebendig und mit den Händen, den sollte man nicht gängeln, sich einer Minderheit zu unterwerfen. Im übrigen ist mir persönlich ein bisschen Klogeruch ganz ok, wenn es mir einen neuen Blickwinkel eröffnet, den ich bisher noch gar nicht kannte.

  22. Wolff Horbach sagt:

    @ Michael:
    Stupidfilter gibt als Beispiel an:

    OOOPS!!! In all my giggling and coff-cofffing, and excitement, I-ME-I SPELT it wr..wrr..WRONG! I meant KEESTER!!! LOLOL;D{NoW I am for CERtain laughingmykEEsteroff!!! ;) ) AHaHaaaaaaa

    Wenn dieser Kommentar gelöscht würde, ist das Gängelung? Oder nervt hier nur der User?

  23. Michael Krause sagt:

    Ja, wenn so ein Kommentar gelöscht wird, ist das Gängelung, Zensur, was auch immer…

    Ein solcher Kommentar ist zweifelsfrei in einem anderen Code verfasst, den man möglicherweise zwei mal lesen muss, bevor man den Inhalt begriffen hat, aber er hat einen Inhalt. Ob man den Inhalt begrüßt oder gut findet, steht aber auf einem ganz anderen Blatt, meines Erachtens.

  24. Elita Wiegand sagt:

    @All
    Dass ein Blog eine offene Diskussion beinhaltet, ist klar und darüber müssen
    wir hier auch nicht diskutieren. Obwohl mir einige A-Blogger dazu geraten haben, die Beiträge “abzusegnen”, habe ich bisher davon abgesehen. So wurde bisher von mir keine Kontrolle ausgeübt, selbst dann nicht, wenn ich den ein oder anderen Beitrag als äußerst kritisch gesehen habe.

    Wenn ich ein Blog allein verantworte, kann ich mit hämischer Kritik oder unqualifizierten Kommentaren leben. Das innovativ.in Blog ist aber nun mal Business-Blog und die Autoren sind Partner des BC. Also ist es meine Aufgabe und Pflicht darauf zu achten, dass der offene Dialog nicht dazu führt, dass es den Partnern oder aber dem BC ingesamt schadet.

    Genau aus diesem Grund habe ich die Blog Netiquette eingeführt. Die Regeln erlauben mir einzugreifen, wenn es nötig ist.

  25. Matthias Rückel sagt:

    Ein Qualitätsfilter gegen “dumme” Kommentare ist Zensur. Punkt.

    Es gibt noch zwei Aspekte:

    1. Vielleicht ist der Blogger und Leser der Kommentare gar nicht in der Lage deren Brillianz zu begreifen. :-)

    2. Natürlich gibt es mittlerweile Spam, die so tut als ob sie ein echter Kommentar wäre. Die ist aber ziemlich eindeutig zu identifizieren. Das Beispiel von Wolff (22) könnte durchaus dazu gehören. Aber wieso wird in diesem Zusammenhang von “dummen” Kommentaren geredet? Spam ist was anderes als “dumme” Kommentare.

  26. Doc Sarah Schons sagt:

    Nach Elitas Rundmail an die BC-Partner gestern bitte ich Euch um Lesehilfe:
    was an meinen Kommentaren #2,3,5,9,12,14,16 ist denn jetzt eigentlich so dumm und gar geschäftsschädigend ?!Oder Spam?!

  27. Wolff Horbach sagt:

    @ Matthias #25:
    Es ist gut, wenn wir bei Zensur sensibel sind. Wir leben schließlich in einem Land, welches durch Nazi-Regime und DDR-Diktatur leidvolle Erfahrung mit Zensur gemacht hat.

    Aber von Zensur zu reden, wenn aus Weblogs Müll entfernt wird, halte ich für maßlos übertrieben. Zensur ist, wenn jemand seine Meinung nicht kundtun kann, ohne Gefahr zu laufen, von staatlicher Stelle belangt zu werden. Vielleicht wäre ein Burma-Aufenthalt mal ganz gut, um zu erfahren, was Zensur wirklich ist.

    Wir haben gerade durch Web 2.0 eine noch nie dagewesene Fülle von Möglichkeiten, unsere Meinung in die Welt zu senden. Jeder kann in kürzester Zeit und zu geringsten Kosten ein Blog eröffnen. Jeder kann dort seine Meinung frei äußern. Die einzigen Einschränkungen sind die Strafgesetze und das Recht der Anderen. Aber von Zensur kann in Deutschland nun wirklich keine Rede sein.

    Wenn ich einen Kommentar in einem anderen Blog hinterlasse, bin ich dort Gast und habe die dort aufgestellten Spielregeln einzuhalten. Und wenn ich das nicht tue, dann laufe ich eben Gefahr, dass mein Kommentar entfernt wird. Das halte ich für keine Zensur.

    Zu deinem Aspekt Nr. 1: Wenn ich so formuliere, dass mich keiner versteht, halte ich das nicht für brillant. Kommunikation setzt immer Verständnis voraus. Die erste Grundregel für eine gelingende Kommunikation ist, dass man einen gemeinsamen Zeichenvorrat verwendet.

    Zu deinem Aspekt Nr. 2: Das mit den “dummen” Kommentaren hat Elita sicher so nicht gemeint. Von daher hast du Recht, wenn wir besser von Spam reden. Spam ist mir persönlich zu niedlich, ich nenne es Müll. Und der gehört entsorgt.

  28. Michael Krause sagt:

    Nee, stimmt… geben wir dem Kind doch einfach einen anderen Namen, dann wird es auch schon viel niedlicher. Ich glaube, Willkür ist auch ganz hübsch.

  29. Alexander Greisle sagt:

    @Sarah (#26): Gute Frage…

  30. Alexander Greisle sagt:

    Nun hab ich gerade nicht endlos Zeit, jede Diskussion im BC von vorne bis hinten zu verfolgen und jede Mail sofort zu lesen. Kinners, was macht ihr denn? Ich verstehe einiges und nichts. Harre der Aufklärung, denn irgendwas muß da ja dahinter stecken.

    Schon auch ein kleines Fegefeuer der “Eitelkeiten 2.0″, so ein BC, oder?

  31. Kirstin sagt:

    Wenn wir uns alle im Kindergarten befinden würden, dann würde die Erzieherin jetzt ein paar von uns rausholen, die dazugehörigen Köpfe aneinanderstoßen und diejenigen für einige Zeit in eine Ecke stellen. Bis die Emotionen wieder auf Normalpegel sind. Was passiert hier eigentlich?

    Elita, weißt Du, was mir in Situationen dieser Art immer hilft? Dieses Blog und ein Teil des Businessclubs findet in der Web-Öffentlichkeit statt. Aber die Menschen, die sich einbringen, sind die gleichen, wie im wirklichen Leben. Was würdest Du tun, wenn diese Diskussion über ein eigentlich sehr interessantes Thema, welches Du in Deinem Eintrag noch nicht mal bewertet hast, sondern einfach nur davon berichtetest, an einem Abend stattgefunden hätte, an dem die Kommentierenden tatsächlich anwesend gewesen wären? Hättest Du dann den einen oder die andere des Tisches verwiesen, weil Du die Chefin des Clubs bist und meinst Du hättest eine Verpflichtung, Meinungen, die Du für unangemessen hälst, zu unterbinden? Das würde wohl kaum funktionieren. Warum dann hier?

    Menschen werden zu Themen jeglicher Art, immer unterschiedliche Meinungen haben und diese äußern, mit Respekt und Achtung oder auch ohne. Das findet täglich statt. Und warum sollte es beim Bloggen anders sein? Da wir rein alterstechnisch erwachsene Menschen sind, müssen wir damit umgehen können. Und ich halte alle Mitstreiter für durchaus in der Lage, sich ganz alleine zu verteidigen, wenn sie meinen, es wäre nötig. Niemand wird gezwungen, hier mitzureden.

    Das Thema Querdenken, war auch ein Grund, vielleicht sogar der Hauptgrund, warum ich diesem Club beigetreten bin, weil ich der Meinung war, ich treffe hier Menschen, die nicht in diesem Strom schwimmen, sondern etwas zu sagen haben und etwas tun -INHALTLICH und nicht mit dem Anspruch einen Literaturnobelpreis gewinnen zu müssen. Auch wenn ich gerade die Individualität der Menschen so spannend finde und sie uns von den Affen unterscheidet, würde ich es mir niemals anmaßen, über Niveau, Bildung oder überhaupt andere Menschen zu urteilen. Denn jeder ist für sich etwas Besonderes und sein ganz individueller Lebensweg macht ihn zu dem, was er ist. Und das ist gut so. Begriffe wie Idioten oder dumme Kommentare… Nein, auch hier im Internet sollte man immer versuchen, den Menschen hinter den Zeilen zu erkennen und nicht voreilig urteilen.

    Daß wir alle solche und solche Tage haben und immer und permanent Fehler machen werden und auch mal andere verletzen könnten, das ist keine Frage. Wie man damit umgeht, das ist das worum es geht. Ein meiner Meinung nach sehr weiser Mensch hat mal gesagt, daß man in Situationen wie diesen, möglichst ein paar Schritte zurücktreten und das ganze mit etwas Abstand betrachten sollte. Und dann wird man feststellen, daß Dein Eintrag und die dazugehörigen Kommentare einfach ein Gespräch sind, mit unterschiedlichen Meinungen. Ganz normal! Niemand hat sich im Ton vergriffen oder ähnliches. Falls Du Kommentare gelöscht haben solltest, die Du für “geschäftsschädigend” hälst, haben wir anderen natürlich das Problem, die Sache nicht richtig einschätzen zu können. Und das ist im Prinzip nicht gut, und wäre im richtigen Leben gar nicht möglich. Somit finde ich, man sollte ruhig etwas Mut haben. Was soll schon passieren?

    Deswegen ist mein bescheidener Vorschlag: Schütteln, Köpfe frei machen, loslassen und die knappe, wertvolle Zeit, die wir auf diesem Planeten miteinander verbringen können, mit sinnvollen und angenehmen Dingen ausfüllen. Und nicht mit so einem Kinderkram. :o )

    Lasst uns lieber Mal ein Treffen organisieren, in der Mitte Deuschlands, oder wo es eben für alle am günstigsten ist. Ich würde Euch alle so gerne mal persönlich kennenlernen. :o )

  32. Wolff Horbach sagt:

    @ Kerstin:
    Danke für deine ruhige und umfassende Betrachtungsweise. Das kann ich total unterschreiben.

    Als technischer Betreuer dieses Blogs möchte ich drei Dinge klarstellen:

    1. Hier in der Diskussion ist kein einziger Kommentar gelöscht, gekürzt oder sonst wie angerührt worden.

    2. Es hat keine Probleme wegen der Diskussion hier gegeben. Hier ist aufgrund des “Stupidfilters” eine Diskussion über Zensur entstanden. Diese Diskussion ist dann auf anderen Blogs weitergeführt und dort der Business-Club der Zensur bezichtigt worden.

    3. In der Vergangenheit sind vereinzelt Kommentare gelöscht worden. Die Ursachen waren beleidigende Aussagen. Ich selbst bin auch schon von Kommentatoren gebeten worden, dringend ihre Kommentare zu löschen, weil draußen der Anwalt drohte.

    Ich finde, hier wird den Partnern des Business-Clubs eine unglaublich große Freiheit gewährt. Jeder kann fast über alles schreiben. Dass es da Meinungsunterschiede gibt, ist normal und im Sinne des Querdenkens auch erwünscht.

    Ich glaube, was uns allen fehlt, ist eine Diskussionskultur. Ich selbst habe erst gestern in einem längeren Telefonat festgestellt, dass beispielsweise mein Kommentar #15 als Angriff auf Sarah und der Kommentar #22 als Angriff auf #9 aufgefasst wurde. Ich habe in beiden Fällen nicht im Traum daran gedacht. Ich habe nur etwas gegen Spam respektive Müll im Blog.

    Mein Lerneffekt daraus: Ich werde versuchen, noch aufmerksamer zu lesen und noch klarer zu schreiben.

  33. Kirstin sagt:

    Alles ganz einfach:

    zu 1.: Webseitenbetreiber stehen gerade für user generated content. Deswegen: Ja, selbstverständlich. Ein Hinweis, wenn gelöscht wird, wäre wünschenswert. Natürlich nicht bei klassischem Spam.

    zu 2.: Man kann unmöglich erwarten, daß Diskussionen zu einem Thema auch immer bei diesem Thema bleiben und nicht an anderer Stelle weitergeführt werden. Punkt. Wenn Gesprächsteilnehmer über Zensur sprechen möchten, dann sollen sie das tun. Wer sollte sie daran hindern? Wenn ich unseren Blog anschaue, ist es so gut wie nie der Fall, daß beim Thema geblieben wird. Das ist aber auch das Spannende an Diskussionen, oder?

    zu 3.: siehe 1.

    Und? Mißverständnisse bei der Kommunikation gibt es so lange, wie es Menschen gibt. Sie müssen einfach nur ausgeräumt werden.

    Und? Es lebe die Freiheit!

    Und? Noch ein passendes Zitat, an das ich immer denken muß, wenn ich mit dem voranschreitenden Freiheitsverlust konfrontiert werde:

    “Die Kultur, in der wir leben, ist nicht dafür geeignet, dass die Menschen sich mit sich selbst wohlfühlen, und man muß stark genug sein, um zu sagen: Wenn die Kultur nicht funktioniert, dann paß dich nicht an. Schaff dir deine eigene!”

    Hier wäre der richtige Platz dafür! Eigentlich.

    aus “Dienstags bei Morrie”

  34. Elita Wiegand sagt:

    @Kerstin
    Dein Kommentar berührt, Worte zum Sonntag eben, ausgleichend, friedlich, danke für die Ausführlichkeit. Ich unterstreiche Deine Sätze – natürlich haben Menschen zu unterschiedlichen Themen unterschiedliche Meinungen – klar! Gerade verschiedene Sichtweisen machen Diskussionen spannend und fruchtbar.

    Muss aber noch mal ein Missverständnis aufklären: Ich habe hier im Blog bisher keinem den Mund verboten, geschweige einen Kommentar oder Beitrag bisher gelöscht. NEIN! Zensur? Gerade im Hinblick auf unsere Vergangenheit gehe ich mit dem Begriff „Zensur“ sehr vorsichtig um. Und wenn man mir Zensur in zwei Blogs vorwirft und damit auch den Business-Club in ein negatives Licht stellt, wehre ich mich. Muss ich mich sogar wehren. Innovativ.in ist nun mal ein Business Gemeinschaftsblog von den Partnern des BC. Vermutlich liegt darin der große Unterschied zum Saftblog oder zu meinem eigenen Blog. Die Partner rufen mich an und fragen was los ist, die beschweren sich bei mir und erwarten, dass ich eingreife.

    Du fragst, was soll schon passieren? Im Hintergrund hat es bislang schon jede Menge Ärger gegeben. Einige BC Partner haben sich durch Kommentare verletzt gefühlt, andere betonten, „dass sie sich nicht in die Blog Höhle des Löwen begeben wollen“ und zwei, die die Mitgliedschaft im BC gekündigt haben, weil sie sich nicht mit den Blog Beiträgen identifizieren konnten. Du sagst Du, dass sich jeder im Blog verteidigen kann. Theoretisch ja. Nicht jeder ist so mutig, kontra zu geben, andere sehen auch ihr Business gefährdet. Irgendwie verständlich, oder?

    Doch gerade weil ich von einem offenen Dialog überzeugt bin, habe ich das Blog für die Partner eingerichtet. Eine gute Entscheidung? Bin nach wie vor davon überzeugt. Wir haben uns dadurch besser vernetzt, voneinander gelernt, neue Kontakte geknüpft, Ideen gesponnen, neue Partner für uns begeistert. Und selbst kontroverse Diskussionen haben Spaß gemacht.

    Nehme jetzt gerne Deinen Tipp an, lasse los und widme mich den schönen Dingen des Lebens.

  35. Matthias Rückel sagt:

    Es ist mir wie Alex (#30) gegangen, habe nicht wirklich verstanden worum es bei Sarahs Rauswurf ging. Bis zu Elitas Kommentar (#34) war mir der Ablauf der Ereignisse nicht klar. Ich wäre doch sehr schockiert gewesen, wenn hier im Blog Artikel und Kommentare nicht erschienen wären.

    Da ich für Transparenz bin, hier der Link zu Sarahs Blog mit dem Zensurvorwurf:
    http://docsarah.twoday.net/stories/4452115/

  36. Matthias Rückel sagt:

    Und der Link zu Franks Blog, wo die gleichen Vorwürfe erhoben wurden:
    http://www.stresstoy.de/index.php?itemid=207

    Dann kann sich jeder selbst ein Bild machen, ob der obige Bericht über den Stupidfilter etwas mit Zensur zu tun hat.

  37. coach sagt:

    Nun, man sollte es nicht zu kompliziert machen. Was einem nicht gefällt kann man löschen. Einen Spamfilter sollte man soundso haben.
    Und Dummheit auszuschliessen – könnte diskreminierend sein oder?

  38. Peterchen weiß Bescheid sagt:

    Software, wie dumme Sprüche filtert…

    Posts in Foren oder Feedback-Funktionen werden von der Software benotet. Dabei ist eine 1 höchstwahrscheinlich ein vernünftiger und sinnvoller Kommentar, eine 5 deutet auf hochgradigen Trollversuch hin….

  39. Thielemann sagt:

    Habe in den vergangenen Monaten immer wieder mal gerne in den BC-Blog hineingeschaut und bin überrascht, wie schnell diese Diskussion um den Stupidfilter eskaliert ist. Da scheinen sich schon länger Spannungen aufgebaut zu haben, die man als gelegentlicher Besucher wohl nicht mitbekommen hat. Mein Vorschlag: alle Kommentare löschen und die Diskussion nochmal neu beginnen!