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Mutmacher: Körnerpicker jetzt auch in Tokio

Elita Wiegand 15 November 2007 Ein Kommentar

Früher hat man ihn Körnerpicker genannt. Das ist lange her. Inzwischen hat sich Biobäcker Andreas Schomaker einen Namen gemacht. Die Biobäckerei Schomaker hat drei Filialen in Rheurdt, Moers und Duisburg eröffnet und verkauft das Brot in über 100 nordrhein-westfälischen Naturkostläden und auf 17 Wochenmärkten. Gerade wurde der Business-Club Partner Andreas Schomaker zum NRW Landessieger der Kampagne “Mutmacher der Nation” gekürt.

Die noch tollere Nachricht: Seit kurzem wird nach seinen Rezepten Brot in Tokio gebacken und man kann es in Japan online bestellen. Fragt man sich doch, wie kommt das Biobrot nach Japan? Der Schweizer AT Verlag hat vor vielen Jahren ein Buch über Biobäcker veröffentlicht, darin auch ein Beitrag über Schomaker.
germanyhe1.jpgDas Buch wurde ins Japanische übersetzt und das hat den Bäckermeister Nobutaka Shimizu inspiriert. Der Japaner war begeistert, hat sich in Deutschland beworben und hat am Niederrhein hospitiert. Danach war klar: Das Brot muss in Tokio verkauft werden! Inzwischen beliefert er Hotels und Restaurants. Andreas Schomaker unterstützt den Japaner beim Marketing, die Brotrezepte und damit die Lizens hat er ihm geschenkt. Nobutaka Shimizu revanchiert sich und hat den Biobäcker nach Tokio eingeladen. Das nennt man Kulturaustausch, Win-Win oder einfach Geben und Nehmen.

Ist es nicht schön, dass wir Biobrot nach Japan exportieren?


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Ein Kommentar »

  • Judita Ruske sagte:

    Das erfreut. Wie viele Bäcker mit diesem guten Produkt Biobrot halten an einem mittlerweile veralteten Pioniertum fest und werden jetzt von der Konkurrenz überflügelt oder sterben alternativ den Tante-Emma-Tod.
    Die kleinen Bioläden befinden sich in der gleichen Situation und entscheiden sich oft für das Reagieren auf die äußeren Umstände.
    Die Bäckerei Schomaker ist ein wohltuendes Beispiel, wie gut aktiver Unternehmergeist, Ideen und betriebswirtschaftliches Handeln zusammenspielen können. Heraus kommt ein innovatives Unternehmen.
    Opfer-Denken bringt halt nix.

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