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Gute Vorsätze für 2008 – funktionieren sie auch?

Wolff Horbach 1 Januar 2008 4 Kommentare

2008 am HimmelGehören Sie auch zu den Millionen Menschen, die sich für das neue Jahr einen oder mehrere gute Vorsätze gesetzt haben? Wollen Sie aufhören zu rauchen, mehr Sport treiben oder Ihr Business ausweiten? Gut – aber wenn Sie wollen, dass aus dem Vorsatz auch eine Realität wird, dann sollten Sie ein paar Dinge beachten:

Ist Ihr Vorsatz etwa so verfasst: “Ich will mit dem Rauchen aufhören”? Dann können Sie davon ausgehen, dass es nicht funktioniert. Warum? “Ich will mit dem Rauchen aufhören” hört sich so an, als wenn dahinter noch ein “aber” käme: “aber ich schaffe das wahrscheinlich nicht”, “aber es schmeckt so gut”, “aber …”. Das ist dann nichts weiter als ein frommer Wunsch, dem Entschlossenheit und klare Vorstellungen fehlen, um in Erfüllung zu gehen.

Was können Sie also tun?

Formulieren Sie den Zweck und die Grundsätze. Nehmen Sie ein Blatt Papier und formulieren Sie bitte, warum Sie sich das Ziel setzen. Das könnte z.B. so aussehen: “Ich höre auf zu rauchen, weil ich meine Gesundheit fördern will.” Beachten Sie auch Bedingungen und Grundsätze. Würden Sie das Rauchen auch dann unterlassen, wenn Sie jetzt 5 kg zunehmen würden? Formulieren Sie die Grundsätze ebenfalls schriftlich, damit Ihnen Grenzen und Bedingungen klar werden.

Nehmen Sie geistig das Ergebnis vorweg. Schließen Sie für einen Moment die Augen und stellen Sie sich in allen Details vor, Sie hätten Ihr Ziel bereits erreicht. Am besten, Sie beteiligen alle Sinne: Sie sehen sich am Zigarettenautomaten achtlos vorbeigehen; Sie hören das Lob Ihres Partners oder Arztes; Sie spüren, wie Sie jetzt wieder drei Stockwerke hoch gehen können, ohne zu keuschen; Sie riechen die frische Luft. Wenn Sie jetzt noch das vorweggenommene Ergebnis schriftlich fixieren, dann haben Sie in Ihrem Gehirn schon mal ein paar neue Neuronen-Verknüpfungen für eine andere Zukunft geschaffen. Das tolle Ergebnis gibt Ihnen Energie und verleiht Ihnen die notwendige Beharrlichkeit durchzuhalten.

Machen Sie sich ein paar Gedanken über den besten Weg. Machen Sie ein kleines Brainstorming. Fragen Sie ein paar Freunde. Recherchieren Sie im Internet. Es gibt viele Wege, mit dem Rauchen aufzuhören: ein Kurs bei der Krankenkasse, Nikotinpflaster, Akupunktur, ein Buch lesen, einfach so, … Welcher Weg ist für Sie der beste und erfolgversprechendste?

Treffen Sie eine unumstößliche Entscheidung. Wenn Sie noch Zweifel haben (“Ich kann es ja mal versuchen”), dann sind Sie wahrscheinlich noch nicht so weit. Die Erfolgsaussichten sind sehr groß, wenn Sie definitiv entscheiden: “Ja, ich werde ab xxx mit dem Rauchen aufhören”. Dieser feste Entschluss gibt Ihnen jetzt Kraft für den nächsten Schritt.

Legen Sie den nächsten physischen Schritt fest. Die Formulierung “physischer Schritt” ist ganz wichtig. “Zum Arzt gehen” oder “Ein Buch über Raucherentwöhnung lesen” ist kein physischer Schritt. “Am Montag Praxis Dr. Meier anrufen. Termin abmachen” ist ein physischer Schritt, “Im Internet nach dem besten Buch recherchieren” oder “Hanna anrufen und fragen, wie sie es geschafft hat” auch. Mit dem nächsten physischen Schritt legen Sie präzise fest, was und wie Sie es tun. Ist die Formulierung dagegen schwammig, besteht sofort die Gefahr des Vergessens oder Verzögerens.

Tun Sie den nächsten Schritt. Und dann wieder den nächsten. Usw.

Ich wünsche Ihnen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2008. Mit wenigen Vorsätzen, aber tollen Ergebnissen.


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4 Kommentare »

  • Alexander Greisle sagte:

    Mist. Jetzt habe ich doch wieder versäumt, mir darüber Gedanken zu machen. Na ja, wird hoffentlich trotzdem funktionieren, das Jahr 2008. ;-)

  • Matthias Rückel sagte:

    Wie gut das ich keine Vorsätze gefasst habe, die mit aber vergesetzt werden könnten.. :-)

    Allen ein unbeschwertes 2008!

  • Michael Lalk sagte:

    “Neujahrsvorsätze sind Startschüsse für Rennen, die sowieso nicht stattfinden.”
    (Hansjörg Bahl)
    Dem ist nichts hinzuzufügen – aus eigener Erfahrung!

  • Nichtraucher sagte:

    Da steckt viel wahres drin. Man sollte nur mit dem aufhören anfangen , wenn man es wirklich 100%ig will. Ansonsten riskiert man Fehlschläge. Dieses kostet dann Kraft für andere weitere Versuche.

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