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Wann ist ein Mann ein Mann…

Elita Wiegand 3 Januar 2008 15 Kommentare

gröhlte Herbert Grönemeyer 1984. Und seitdem erfinden Marketingjunkies das starke Geschlecht immer wieder neu: Mal sind Männer Softies, dann kommen und gehen die Machos oder es tauchen Metrosexuals auf – inszenierte Pseudomänner, die Werber in Schubladen quetschen. Der Gipfel: Immer mehr Männer werden in Spots Opfer der Frauenpower und als “grenzdebile Vollidioten” abgestempelt, beklagt Zukunftsforscher Matthias Horx. Jetzt ist Schluss mit lustig! Über die Herrschaft von Männlichkeits-Stereotypen muss man sich doch einfach “herr-lich” aufregen und aufgeregt feststellen: “Männer müssen von den Marken und Märkten zweifellos erst noch entdeckt werden.»

poggenpohl1.jpgDieses Machtwort spricht Horx in seinem aktuellen Zukunftsletter und schon liegt der Mann im Trend. Denn laut Horx sind «Männer ein Zukunftsmarkt.» Der Beweis: Jetzt gibt es die Komplettküche für den Mann. Hat der Luxus-Küchenhersteller Poggenpohl zusammen mit Porsche Design gestylt.  Man ist das cool,  Mann!


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15 Kommentare »

  • Wolff Horbach sagte:

    Aha. Männerküche? Und wodurch unterscheidet die sich von einer Küche für Frauen? Übrigens: die Profiküchen sind fast alle “Komplettküchen für den Mann”, denn Sarah Wiener ist die große Ausnahme unter den Profiköchen.

    Übrigens: “A man’s kitchen” sieht aus, als wenn da noch nie einer gekocht hätte und dies auch nicht vor hätte ;-) Halt ein Vorzeige-Projekt: Mein Auto, mein Haus, meine Küche.

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    Wieso fährst Du nicht auf die Küche ab, Wolff? Brumm, Porsche gibt hier Speed – ob hier gekocht wird, ist doch egal, Hauptsache man schindet Eindruck.

    Und das Tollste für uns Frauen: In einer Männerküche haben wir nichts zu suchen – und nun kocht man schön, Jungs!

  • Matthias Rückel sagte:

    Ist ja interessant. Die Firmen entdecken, daß – zumindest bei Singlemännern – die Kaufentscheidung nicht bei den Frauen liegen. Irgendwann zieht auch der letzte Mann bei seiner Mutter aus. Besser spät als nie.

    @Wolf: Ist doch klar: Eine gute Audioanlage und ein klares nicht so verspieltes Design. Schließlich sind wir Männer von der Autoindustrie ziemlich verwöhnt worden. ;-)

    Da bei Küchen wie überall ein Überangebot besteht finde ich Zielgruppenzuordnungen sinnvoll. Inwieweit die eventuell existierende Unterschiede im Kochen in der “Männerküche” wiederspiegeln würde mich auch interessieren.

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Matthias
    Dass die Unternehmen jetzt auch Männer entdecken, ist doch ein Marketing-Fortschritt, oder?

    Der feine Unterschied zu den üblichen “Frauen-Küchen”: “Neben multifunktionalen Lichtsystemen, verfügt die Küche außerdem über ein High-Tech-Audio-Video-System. Die Elektronik des LCD-Einbaumoduls ist durch eine Hinterglas-Installation vor Schmutz und Spritzwasser geschützt. Das Modul benötigt keine Wärmeventilation und ist mit einem innovativen, extrem klein dimensionierten Sound-System ausgestattet. Als Plug & Play Lösung bietet es analoge und digitale Anschlussmöglichkeiten”, heißt es auf der Website “Richtig teuer”.

  • Wolff Horbach sagte:

    Vor ein paar Tagen habe ich ein Buch geschenkt bekommen: “Männer kochen, Frauen genießen” und jetzt die Männerküche. Irgendwie riecht das nach Verschwörung.

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Wolff
    Wundert mich überhaupt nicht: Du bist reif!

  • Matthias Rückel sagte:

    @Wolff: Die Verschwörung ist schon älter. Ich habe zum Beginn des Studiums (lang, lang ist es her) das “Kochbuch für den Mann” geschenkt bekommen.

    @Elita: Mit den richtigen Musik macht Kochen Spaß, fast wie schnelles Fahren auf einer kurvenreichen Strecke mit der passenden Musik.

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Matthias:
    Wenn ich koche, höre ich im Hintergund immer Musik. Gemüse putzen, Fleisch braten und laut singen – schön! Und schnelles Fahren und einen Porsche finde ich halt auch geil. Und somit haben wir wieder alle Rollenklischees über den Haufen geworfen, denn eigentlich ist die Männerküche für mich als weibliches Wesen ideal :-) Huch, Herr Horx, wat nu?

  • Hans-Georg Nelles sagte:

    Lack, Leder, Edelstahl und ein bisschen von der Technik, von der …

    Dass Männer eben nicht nur Männer sind sondern auch Kunden und sich, was die betuchteren Spezies angeht nicht mehr so gerne an der Werkbank im Keller sondern an der Küchenfront abarbeiten, diesen Trend konnte Mann (und Frau) als aufmerksamer Beobachter schon lange erkennen.

    Poggenpohl hat hier eine edle Komplettlösung vorgelegt und M.Horx, hat Recht, es ist an der Zeit, dass die Männer sich emanzipieren, aber nicht nur als Kunden.

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Hans-Georg

    Ja, finde wie Du, dass sich Männer endlich freimachen müssen von den Rollenklischees und wieder ihren Mann stehen. Wird höchste Zeit!

  • Ludger sagte:

    In unserer Küche heißt es oft. “MAN[N], pass doch mal auf!” :-) Die Küche sieht bestimmt klasse aus. Warum es aber eine “zweigeschlechtliche Küche” geben muss…? Ich finde die Idee dennoch richtig gut. Wie Hans-Georg schon schreibt, gibt es Kunden (hier männlich) die so etwas wollen. Man könnte dieser Küche auch noch einen “i-Punkt” geben: “…inkl. gefülltem Kühlschrank vom Fleischer Freese!”

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Ludger
    Von Frau zu Mann: Würde Poggenpohl unbedingt den Vorschlag machen, dass die Kühlschränke künftig von Dir gefüllt werden.

  • Michael Lalk sagte:

    Erst wenn es eine selbstaufräumende Küche gibt, gibt es eine echte Küche für den Mann.

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    Lieber Herr Lalk,

    Heinzelmännchen? Bin sicher, dass die Japaner längst daran arbeiten und bestimmt schon den Roboter Prototypen gebaut haben, die für Ordnung in der Küche sorgen.

    Denn egal, ob Männlein oder Weiblein – wer räumt schon gerne nach dem Kochen die Küche auf?

  • Doc Sarah Schons sagte:

    Michael Lalk #13 hat recht!
    Und ich räum übrigens schon während des Kochens meinen Arbeitsplatz immer auf… Macht mensch in der Klinik und in jeder Profi-Küche so: Arbeitsplatzhygiene…

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