Verlagsgeschäft, kybernetisch handeln
Heute war ich in Heidelberg unterwegs.
Wie Eingangs erwähnt, habe ich im letzten Jahr die erste Print-Ausgabe meines Blogs www.sltalk.de (PDF, Pressemitteilungen) herausgegeben. Als Kind der Online-Medien war es für mich natürlich spannend, festzustellen, wie es ist, ein Printmedium an den Start zu bringen. Ich habe wahnsinnig viel dabei gelernt, vor allem aber habe ich den wahren Unterschied zwischen Online und Print kennengelernt bzw. erfahren. Was mir vorher theoretisch zugänglich war, nehme ich heute praktisch wie folgt wahr:
Statt Zeitschriften sehe ich nun Produkte und Zeitschriften im Bahnhofsbuchhandel.
Und was ich noch gelernt habe? Ich weiss jetzt, was es bedeutet eine Zeitschrift an den Markt zu bringen. Weil ich mich entschieden habe, dies nicht mehr alleine, sondern in Kooperation zu tun, war ich heute in der Verlagsstadt Heidelberg unterwegs und blogge gerade auf dem Rückweg im ICE 118 von Heidelberg nach Mainz. In Heidelberg habe ich mit einigen Verlagen Gespräche über das Projekt SLTalk PRINT, dessen Marktpotential und über Veränderungen am Objekt gesprochen, um den Titel bzw. den “neuen Titel” zum Erfolg zu bringen. Einer der Verlage war der Vernissageverlag.
Die Vorgehensweise im Projekt PRINT gehört zu meiner kybernetisch unternehmerischen Vorgehensweise. Mit den mir zu Verfügung stehenden Ressourcen im Oktober habe ich die erste Ausgabe produziert, mit dem Ziel, so zu handeln, dass anschließend die Anzahl meiner Wahlmöglichkeiten größer wird. Das Projekt diente primär nicht der finanziellen Berreicherung, sondern diente der Erhöhung meiner Wahlmöglichkeiten, was sekundär (sozusagen kybernetisch rückgekoppelt) zur einer finanziellen Bereicherung führen kann (da bin ich jedoch noch nicht). Durch die Produktion des Heftes haben sich für mich jedoch sehr viele neue Wahlmöglichkeiten ergeben.
In diesem Sinne möchte ich noch einmal den ethische Imperativ von Heinz von Foerster für unternehmerisches Handeln zitieren:
Handle stets so, dass die Anzahl deiner Wahlmöglichkeiten wächst.
Vorsicht aber dem, der diesen Satz isoliert betrachtet und dabei die Ethik vergisst. Es geht nicht um die Steigerung der Wahlmöglichkeiten eines Egoisten ! Hinter dem ethischen Imperativ steckt weit mehr.
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