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Digitale Kluft in Deutschland

Andreas Mertens 10 Januar 2008 3 Kommentare

Second Life Seminar von SLTalk & Partner

Als Unternehmer im Bereich der Neuen Medien, bin ich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung verpflichtet. Aus diesem Grund habe ich mir u. a. zur Aufgabe gemacht, der digitalen Kluft in Deutschland aktiv entgegenzuwirken. Es gibt nach wie vor einen großen Teil der Bevölkerung, hauptsächlich Ältere aber auch junge Menschen, die von der sogenannten digitalen Elite regelrecht abgehängt werden. Nicht alle Menschen haben die Internetaffinität oder die Möglichkeit, ihr Onlineticket via www.bahn.de mit der Kreditkarte in zwei Minuten auszudrucken, andere stellen sich eine halbe Ewigkeit an. Ebenso mit der Online-Frankierung Stampit der Deutschen Post. Dabei ist es gerade im Alter, also im Alter in dem die physische Mobilität sinkt, die virtuelle Mobilität steigt, damit diese Menschen möglich lange selbständig bleiben.

Aus diesem Grund werde ich heute wieder bei den Geronauten unterwegs sein, ein Netzwerk in Wiesbaden, welches auch die Generation 55plus mit Informationen und Kursen versorgt, von der Bildverarbeitung bis hin zu Second Life/Web.3D-Informationsveranstaltungen.

Aber auch die Altersgruppen unterhalb 55plus sind vor den Fallen des Internets nicht gefeit. So habe ich kürzlich von einer Bekannten gehört, dass über Weihnachten mehr als 200 Fälle von Phishing-Fällen und Nigeria-Connection-Fällen auf ihren Tisch landeten (siehe auch Wikipedia, Vorschussbetrug). Hauptsächliche Opfer: Professoren, Rechtsanwälte und Ärzte.

Und wie Michael Wald schon in einen meiner vorherigen Beiträge kommentierte:

Wenn man sich mit so komplexen Technologien beschäftigt, ist man schon etwas erschrocken dass selbst ein simpler Hyperlink und dessen Bedeutung den meisten Benutzern noch nicht so richtig bekannt ist.

Dazu ein kleines, einfaches Beispiel über den uns so bekannten Hyperlink:

Vielen ist nicht bekannt, wie es beispielsweise in HTML-E-Mails möglich ist, hinter dem Link www.spiegel.de die tatsächliche Domain www.sltalk-partner.de zu verlinken.

Der Link besteht aus einer Beschreibung und der tatsächlichen URL, auf die verlinkt wird. Im Browser sehen wir nur die Beschreibung des Links, im HTML-Code wird der Unterschied sichtbar:

Falsche Variante

<a href=”http://www.sltalk.de”>www.spiegel.de</a>

Kongruente Variante

<a href=”http://www.spiegel.de”>www.spiegel.de</a>

Aber wer muss schon HTML können? Ein Blick in die Browser-Leiste unten links reicht aus, um die schandtätliche Inkongruenz zu entlarven:

Faked Link

Aber mal ehrlich, wer fährt schon vor seinen Klicks auf Links mit der Maus zunächst
vorsichtig über den Link mit einem kurzen prüfenen Blick nach links unten und klickt dann erst?

Wenige, denke ich. Für mich kann ich sagen, dass ich selten bis gar nicht auf Links in HTML-Emails klicke, denn manche E-Mail-Clients erlauben gar nicht die Vorschau der Ziel-URL.


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3 Kommentare »

  • Lutz Falkenburg sagte:

    Hmmm, ich habe ca. 15 Jahre Windows genutzt, nebenbei noch Linux und Unix – also nicht im Serverumfeld sondern auf meiner Arbeitsstation und habe die Jungs mit Ihren AppleRechnern immer belächelt und habe mit Engelszungen solche einfachen Weisheiten wie oben verbreitet – bis ich einen Apple für ca. 12h nutzen musste – was soll ich sagen :D seit dem sieht die Welt völlig anders aus und das ewige Maus-über-Links-Geschiebe und was es nicht noch alles für Krücken unter Windows und teilweise Linux/Unix gibt um sich nicht ständig “die Finger zu verbrennen” bin ich endgültig los.

    Für die Nerds unter euch – Leopard ist in meinen Augen DAS perfekte AdministratorenSystem, denn es hat von allem ein bischen und ist extrem interoperabel – ohne große Handstände kann man “die anderen” vom Mac aus kontrollieren.

    Lacht mich ruhig aus – habe ich auch über 10 Jahre mit jedem Macuser so gemacht – aber, setzt euch ein paar Stunden vor so eine Kiste, dann wird euch das Lachen vergehen :)

  • Lutz Falkenburg sagte:

    Huch, das wesentliche vergessen – gefälschte Links erkennt der Apfel schon wenn ich die Maus draufstelle und macht entsprechend Theater ;)

  • Andreas Mertens (author) sagte:

    Das ist wirklich ein Feature, aber ich frage mich, ab wann ist ein Link gefälscht? Angenommen ich habe eine sehr lange URL, die auf ein PDF-File zeigt, möchte in der Beschreibung einfach nur schreiben [PDF-Dokumentenname]. Meckert der Apfel dann? Und was bedeutet eigentlich meckern?

    Ich habe übrigens Dinge gehört, es mögen vielleicht auch nur Gerüchte von neidischen Nicht-Apfelbesitzer sein, dass es auch ein Apfel mal abstürzen soll oder das ein oder andere mal nicht gehen soll?

    Selbst mein ehemaliger Kollege und Apfelverfechter kam sogar mal in die Situation, dass er eine Software nicht installieren konnte, ich glaube es war Teamspeak oder sowas, und ein “Apfel-Nerd” musst ihm dann zu Hilfe kommen :-)

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