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Nokia: “Abzocke!”

Elita Wiegand 15 Januar 2008 34 Kommentare

“Die Abzocke von Nokia werden wir nicht hinnehmen,» schimpfte eben noch NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers in einer WDR-Sondersendung. Die Nachricht macht nicht nur Politiker wütend. Nach BenQ und Motorola schließt jetzt auch der finnische Handyhersteller Nokia sein Werk in Bochum. 2300 Mitarbeiter und etwa 1000 Leiharbeiter stehen demnächst auf der Straße. «Um die weltweite Wettwettbewerbsfähigkeit zu erhalten, sei der Schritt notwendig,» sagte heute Nokia Chef Veli Sundbäck auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Und so werden die Arbeitsplätze eben nach Rumänien und Ungarn verlagert. Basta. Ist halt billiger.

Machtlos? Nokia macht Gewinne und bislang habe ich das Unternehmen als «menschlich» eingestuft. Empört bin ich jedoch nicht nur über die Verantwortungslosigkeit, sondern vor allem über die Gier des Unternehmens: Nokia hat 65 Millionen Euro NRW Subventionen und vom Bund noch mal 23 Millionen Euro kassiert. 88 Millionen Euro! Da werden Steuergelder abgegrast (also Ihr und mein Geld) und ein Werk einfach dicht gemacht. Schlimmer noch: Der Standort Bochum wird jetzt aufgegeben, um für die Standorte in Rumänien und Ungarn aus dem EU-Topf nochmals Fördergelder zu kassieren.
Immer schon telefoniere ich mit einem Nokia Handy. Mein (kleiner) Protest die Marke zu wechseln, hilft vermutlich wenig, denn andere Konzerne sind keinen Deut besser. Sind wir als Verbraucher eigentlich total machtlos?


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34 Kommentare »

  • Dirk Bräunlich sagte:

    Hallo, ich habe heute, erfahren, das ich wahrscheinlich am 30.Juni arbeitslos werde, da ich bei Nokia in Bochum arbeite. Alle die ab diesem Zeitpunkt Nokiahandys kaufen, müssen sich darüber im klaren sein, das sie ‘Handys benutzten, die von den Ärmsten der Armen gebaut werden und jedes Handy eigentlich eine negative Seele eines ausgebeuteten armen Menschen hat. In einem Horrorfilm würde wahrscheinlich Blut herraus tropfen. Deswegen bin ich dafür, das jede Firma die in Deutschland Arbeitsplätze abbaut und sie im Ausland aufbaut, einen Strafzoll für jedes in Deutschland verkaufte Gerät zahlen muss, für die deutschen Sozialkassen und der deutschen Entwicklungshilfe, den die Startzuschüsse kamen ja von unseren Steuergeldern, der Lohnsteuer usw., den auch die Allgemeinheit möchte für ihr Geld Zinsen.
    Kopf hoch es wird schon, Dirk

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    Hi Dirk,
    danke für Dein Feedback. Du gehörtst also zu den Betroffen, die im Juni ihren Arbeitsplatz verlieren? Kann mir vorstellen wie es Euch geht…

    Ich bin wirklich wütend und empört über Nokia und verstehe die Welt nicht mehr. Dass die Handys demnächst eine negative Seele haben – stimmt!Der Strafzoll ist auch ne Idee, aber wer soll das umsetzen?

    Habe gelesen, dass morgen Rüttgers und Thoben nach Bochum kommen. Wie bei BenQ ist die Hoffnung für den Erhalt des Standortes in Bochum vermutlich gering.
    Drücke Euch trotzdem ganz fest die Daumen!

  • Lutz Falkenburg sagte:

    Hallo, das Problem ist doch nicht, dass Nokia 83 Mio eingesammelt hat – das Problem ist doch vielmehr, dass keine unserer Parteien wählbar, deshalb keiner mehr wählen geht, somit nur noch Flachpfeiffen am Werk sind und von den Leuten, die was im Kopf haben keiner in die Politik geht – will sagen, Nokia nutzt nur die Gesetze aus, die Deutschland Ihnen geboten hat und DA liegt der Fehler!! Und WIR alle haben den blödsinn freiheitlich demokratisch zugelassen …

    Gute Nacht Deutschland.

  • Marcel Widmer sagte:

    Ich sehe das ähnlich wie Lutz Falkenburg. Die Politik macht Angebote, die es Firmen ermöglichen, 83 Mio. als Standortförderung einzustecken. Die gleiche Politik schafft es aber nicht, die “Reglemente” so zu gestalten, dass auf der anderen Seite das Unternehmen in die Pflicht genommen wird. Dann solltet Ihr nicht (nur) auf Unternehmen wie Nokia wütend sein, sondern auf Eure Politik. Und die entsprechenden Politiker bei nächster Gelegenheit durch andere ersetzen.

  • René sagte:

    Hallo,

    wie der Name meiner Website verrät, komme ich aus Kamp-Lintfort. Der Stadt also in der Siemens/BenQ ein ähnliches Chaos verursacht haben, wie Nokia nun in Bochum.

    Früher war es für mich selbstverständlich, Siemens-Handys zu kaufen. Mit Stolz. Mittlerweile mache ich einen Bogen um jedwedes Produkt von Siemens oder BenQ. Vor einigen Monaten bin ich in Sachen Handy zu NOKIA gewechselt. Mit einem guten Gefühl. Und jetzt?

    Ehrlich gesagt halte ich mittlerweile die so genannte “Macht der Verbraucher” für einen Mythos. Es klappt nicht beim Tanken, bei fairem Kaffee oder auch nur beim Lebensmittelkauf – siehe den Erfolg der Firma Lidl trotz widerer Arbeitsbedingungen der Angestellten.

    Am Ende entscheidet der Preis – auch wenn man sich mittlerweile die Frage stellen darf: Wer soll in Deutschland künftig bspw. noch teure Handys kaufen, wenn die breite Masse immer weniger verdient bzw. gar keinen Job mehr hat?

    Diese Frage stimmt mich in diesen Tagen sehr nachdenklich…

    Herzliche Grüße
    René

  • Wolff Horbach sagte:

    Die Hauptursache scheint mir schiere Gier zu sein: Gier der Aktionäre, die von ihrem investierten Geld eine möglichst hohe Rendite erwarten. Gier der Manager, die beweisen wollen, dass sie aus allem das beste herausholen. Gier des Verbrauchers, der jedes Jahr das modernste Handy haben will. Natürlich für Null Euro.

  • Britta Zweigner sagte:

    Besonders entsetzt war ich, als ich gestern hörte, dass die MitarbeiterInnen teilweise im Radio von der Schließung des Werkes hörten. Eine weinende Mitarbeiterin erzählte, dass außerdem Zettel mit dieser Information am schwarzen Brett ausgehängt wurden! Die Menschen wurden scheinbar “kalt” erwischt.

    Was ist das denn für eine Führungskultur? Wo bleibt denn da der Respekt vor den Menschen, die für dieses Unternehmen gearbeitet haben? In so einer Situation erwarte ich doch mindestens, dass die Führungskräfte soviel Mut haben, ihre Mitarbeiter persönlich zu informieren, bevor der Rest der Welt davon erfährt.

    Vor diesem Hintergrund wird das Motto “Mit Verantwortung zum Erfolg” und Informationen über CSR, die man auf Nokias Hompage findet, für mich zur absoluten Farce.

    Noch besitze ich ein Nokia Handy. Wie gerne würde ich das ändern. Aber wo ist die Alternative? Gibt es noch Hersteller, die in Deutschland produzieren?

  • Judita Ruske sagte:

    Wie sich die Change Manager, die für dieses “Restrukturierungsprojekt” verantwortlich sind, vor der Kommunikation mit den Betroffenen drücken, gehört zu deren geplanter Strategie. Ich habe in Fortbildungen mit diesen Menschen zu tun und manchmal Gelegenheit, nachzufragen.
    Zu beurteilen wage ich das alles nicht.
    Mir ist es überhaupt nicht egal, wenn aus der Nachbarschaft jemand kalt entlassen wird. Es reicht mir nicht, froh zu sein, dass ich SOLCHE Veränderungskonzepte nicht erarbeiten muss, solche Führungskräfte nicht beraten muss, usw.

    Niemand, der realistisch denkt, wird daran festhalten können, dass die Lösung wäre, nur in Deutschland zu produzieren. Für einige qualtitativ hochwertige Produkte ist das bestimmt klug. Im Allgemeinen aber schwächen sich Unternehmen im globalen Wettbewerb dadurch und gefährden dadurch nicht nur noch mehr Arbeitsplätze, sondern ihre gesamte Existenz. Das könnte dazu führen, dass wir hier in Deutschland mehr und mehr vom asiatischen Markt bestimmt werden, was unsere Arbeitsplätze bestimmt nicht sicherer macht. Das nehmen Viele nicht ernst, denn wir sind sehr an unseren Wohlstand gewöhnt und meinen, uns Veränderungen nicht anpassen zu müssen.

    Nein, unsere Jobs sind nicht sicher und werden es wohl auch nicht mehr werden. Wir alle werden lernen anders zu arbeiten und mit Veränderungen flexibler umzugehen.

    Schwacher Trost: jedes Unternehmen, dass global handelt, wird eine Werte-Kultur etablieren MÜSSEN, schon alleine, um den Menschen an den verteilten Standorten einen Rahmen zu bieten.
    Und nun könnt ihr Tomaten auf mich werfen :-)

  • Stephan Hagenkord sagte:

    Tja, die Macht der Verbaucher! Ein Mythos? Ein Ammenmärchen? Ich glaube nicht.

    Von meiner Warte aus gesehen (der noch nie ein Mobiltelefon von Nokia oder Siemens/BenQ besessen hat) stelle ich fest, dass mir allein die Entscheidung niemals ein Produkt dieser Firmen zu kaufen Befriedigung verschafft. Ein ebensolches Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrungswelt stellt die Firma Müller Milch dar. Seit Bekanntwerden der diversen Skandale in Sachen gentechnisch veränderte Futtermittel und der “Subventionsabzocke” (nachzulesen unter Anderem bei wikipedia) kann ich mit Fug und Recht behaupten, kein einziges Produkt dieser Firma mehr gekauft zu haben – und dabei fühle ich mich gut. Ein Unternehmen, dass im Innenverhältnis keinerlei ethische Maßstäbe ansetzt, kann diese Werte nach außen erst recht nicht glaubhaft rüberbringen.

    Zu Nokia kann ich einfach nur mein Entsetzen ausdrücken. Wie heuchlerisch muss ein Unternehmen seinen Mitarbeitern gegenüber sein, wenn es sogar noch Urlaubspläne für das laufende Jahr erstellen lässt. Kurz darauf wird der Belegschaft kalt lächelnd abserviert.

    Die reflexartigen Empörungsrufe der Politiker jedweder Coleur waren natürlich verhersehbar. Das Problem ist jedoch nicht die drohende Schließung des Standortes XYZ, sondern das hilflose Geseier und die kurzsichtigen Panikreaktionen der gesetzgebenden Organe. Es wird – wie in vielen anderen Bereichen auch – dann gern an den Symptomen herumgedokert anstatt die wirklichen Ursachen derartiger Auswüchse zu bekämpfen. Diese Ursachen sind vielfältig. Eine davon wurde schon von Frau Ruske genannt: die Etablierung und Verankerung einer (neuen) Werte-Kultur in der Gesellschaft.

  • Wolff Horbach sagte:

    Es geht höchstwahrscheinlich nicht um Lohnkosten. Der Lohnkostenanteil bei der Handyherstellung beträgt nur fünf Prozent. Selbst wenn man diesen Anteil halbieren könnte, würden von den Gesamtkosten nur 2,5 Prozent eingespart. Es geht wahrscheinlich wirklich um Subventions-Abzocke.

    Aus verständlichen Gründen gibt es von der EU für besonders strukturschwache Gebiete Subventionen zur Ansiedlung von Unternehmen. Zu diesen Ziel 1 Gebieten gehört auch Ostdeutschland. Wenn es die Politik den Unternehmen jetzt zu einfach macht, einfach weiterzuziehen und die nächste Subvention einzustreichen, müssen wir uns nicht wundern, wenn Manager, die zu immer höheren Renditen gepeitscht werden, so entscheiden.

    Herr Rüttgers droht jetzt Nokia mit der Rückforderung der Fördergelder und setzt sich medienwirksam in Szene. Gibt es denn keine klare Regelung bei der Vergabe von Fördergeldern, was damit geschieht, wenn der Laden weiterzieht? Sind die Verträge so schlecht? Oder sind die neuen Subventionen so lukrativ, dass man damit locker die alten abtragen kann?

  • Petra Hegger sagte:

    Ich wünschte die Menschen wären solidarisch genug mit dem guten, alten, irischen Mittel des Boykotts gegen diese, aus meiner Sicht, “kriminellen” Machenschaften vorzugehen.

    Ich würde auch noch einmal eindringlich an die Politik appellieren denn die Globalisierung ist auch von Politikern gemacht.

    Da es den großen Konzernen ja meist an den nötigen moralischen Werten mangelt und meist ja auch Manager eingesetzt sind, die nicht persönlich am Aufbau des Unternehmens beteiligt waren und Ihr Herzblut nicht mit einfliessen lassen, muss hier eben eine andere Regulierung für das richtige Mass sorgen. Da ist ganz klar die Politik gefordert.

    Ich kann die Höhe der Subventionen bei einer so geringen Standortsicherung auch nicht nachvollziehen. Man sollte das Geld lieber kleinen und mittelständischen Betrieben zur Verfügung stellen.

    Leider besitze ich noch ein Nokia Handy, von dem ich mich nun aber schnellstmöglich trennen werde.

    Im Grunde wäre ich froh wenn ich gar kein Handy hätte!!

  • Michael Lalk sagte:

    Wer schon einmal einen Antrag (Anträge) auf öffentliche Fördermittel gestellt hat, weiß, was ihn erwartet und was er erwarten kann. Ich habe erst unlängst mündlich eine Zusage bekommen, dann sollte ich zur IB Bank kommen, um mir dann anzuhören, dass bei mir ja die Möglichkeit gegebnen sei, ich könnte Geschäfte mit der Ehefrau machen. Blödsinn, aber natürlich abgelehnt. Zuvor durfte ich 30 Minuten mein Anliegen mündlich vortragen. Ein Mitarbeiter der IHK und einer der Bank saßen einträchtig vor mir. Der Herr der IHK hatte sicher wenig geschlafen, denn den Schlaf holte er im Gespräch nach. Man sah es ständig und hörte es zwischendurch.

    Bin dann zur Hausbank, da dauerte es dann 10 Minuten und ich bekam ein okay zu fast ähnlichen Zins-Konditionen, ABER: gemessen an den Bedingungen der IB waren diese lächerlich.
    Folgerung: Man muß ein Konzern sein, unfähige Politer vor sich haben und dusselige Verwaltungsbeamte, dann ktriegt man die Kohle, die der brave Steuerzahler abgedrückt hat zu lächerlichen Bedingungen. Wer war 1999 MP in NRW? War das nicht der spätere große Wirtschafts- und Arbeitsminister?
    Gute Nacht!

  • Matthias Rückel sagte:

    Ich bin ja mittlerweile bekannt dafür, die allgemeine Politikerschelte nicht mitzumachen. Klar stimmt an den Förderregelungen etwas nicht, wenn Firmen das Geld kassieren können und damit abhauen können.

    Aber damit ist NOKIA nicht aus der Verantwortung? Haben wir wirklich keine moralischen Ansprüche mehr an Unternehmen? Dürfen Unternehmen alles weil es geht? Keiner hat Nokia gezwungen die Fördergelder zu nehmen. Das mittlerweile – scheinbar auch hier – Unternehmen als moralsfreie akzeptiert sind, erschreckt mich. Glaubt Ihr bei solchen niedrigen moralischen Barrien, daß Ihr als Kunden auf so etwas wie Fairness, Anstand bauen könnt? Ihr glaubt an die Macht des Kunden bei solchen Unternehmen? Träumt weiter.

  • Matthias Rückel sagte:

    @Judita:

    “Nein, unsere Jobs sind nicht sicher und werden es wohl auch nicht mehr werden. Wir alle werden lernen anders zu arbeiten und mit Veränderungen flexibler umzugehen.”

    Habe gerade eine Umfrage gelesen, daß die Gruppe der Beamten in diesem Land zu den glücklichsten gehört. Sicherheit scheint glücklich zu machen. Vielleicht läuft ja gerade was in die vollkommen falsche Richtung für die Menschen, nicht die Gier.

    Glücksexperte Wolff, übernehmen Sie…..

  • Alexander Greisle sagte:

    Ja, häßlich, was Nokia macht. Nicht gut, dass die Rahmenbedingungen so sind, dass das möglich ist. Nicht gut, dass wir als Verbraucher das durch unser Konsumverhalten unterstützen. Nein, ich meine damit nicht das Kaufen von Nokia-Geräten oder einen Nokia-Boykott. Ich meine: Saubillig – Saublöd – Sauteuer.

  • Michael Lalk sagte:

    @ Matthias Rückel
    # 13
    “Glaubt Ihr bei solchen niedrigen moralischen Barrien, daß Ihr als Kunden auf so etwas wie Fairness, Anstand bauen könnt?”

    In der Tat, ich glaube daran, an Anstand, an Fairness an win-win, – nach wie vor. Könnte ich das nicht mehr, so würde ich per sofort meine Firma abmelden und mich auf dem Katasteramt bewerben.
    Würde ich nämlich daran nicht glauben, würde ich den ganzen lieben langen Tag nur kot….
    Und wenn mein Gegenüber nicht daran glaubt und danach handelt, und ich merke das, so nehme ich meine Tasche und bin sofort aus seinem Büro verschwunden. Das bin ich mir dann selbst schuldig. Pecunia non olet ? – nein, und 3 x nein!

  • Gunnar sagte:

    Nokia muss spüren, dass man sich nicht alles erlauben kann und das nicht nur durch einen Boykott der Produkte, sondern auch durch Wortmeldungen der Endverbraucher – hier die E-Mail-Adresse der finnischen Presseabteilung: press.office@nokia.com

  • Wolff Horbach sagte:

    @ Matthias #14:
    Danke für die Steilvorlage. In der Tat sieht man an dem Beispiel “Nokia macht dicht in Bochum” wie die einseitige Aufrichtung auf ökonomische Ziele viele Menschen unglücklich macht.

    Der Grundgedanke jeder Förderpolitik ist, dass es in den verschiedenen Regionen in etwa gleiche Lebensbedingungen geben soll. So etwas steht auch im Grundgesetz. Daher die Förderung strukturschwacher Gebiete, Solidarbeitrag Ost usw. Das geht jetzt auf EU-Ebene weiter. Klar, den Rumänen geht es erheblich schlechter als uns und daher ist eine Förderung Rumänien sicherlich sinnvoll.

    Jetzt passiert aber Folgendes: Rumänien bekommt eine Förderung (im Falle Nokia soll es keine direkte Förderung des Unternehmens gegeben haben), es freuen sich jetzt ein paar Tausend Rumänen, dass es bei ihnen aufwärts geht. Ihr Glückspegel steigt. Gleichzeitig fürchten in Bochum 3.000 Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz. Daran hängen ganze Familien. Schon geht es 6.000 bis 8.000 Menschen schlechter. Ihr Glückspegel sinkt. Aber nicht nur deren Glückspegel. Sondern auch der von Zuliefern und Geschäften in Bochum. Schon geht es 20.000 Menschen schlechter.

    Das reicht aber noch nicht. Gestern Abend sah ich im Fernsehen, wie ein finnischer Journalist vom Werkstor in Bochum nach Finnland berichtete. Dort sind die Produktionsbedingungen ähnlich wie in Deutschland. Plötzlich fühlen sich auch die Finnen bedroht. Vielleicht noch einmal 20.000 Menschen.

    Jetzt stehen den vielleicht 4.000 glücklicheren Rumänen möglicherweise 40.000 unglücklichere Deutsche und Finnen gegenüber. Das kommt dabei heraus, wenn wir nur auf die Kohle schauen.

    Matthias, du hast vollkommen Recht: da läuft etwas in die vollkommen falsche Richtung. Politik muss endlich begreifen, dass wir mehr beachten müssen als die Ökonomie. Höchste Zeit, dass die Erkenntnisse der Glücksforschung auch in der Politik ankommen. Daher fordert Richard Layard Die Glückliche Gesellschaft.

    Förderpolitik sollte behutsam sein. Die Rumänen und anderen osteuropäischen Staaten haben einen guten Weg vor sich. Alleine das Aufwärts nach oben wird die Menschen glücklich machen. Das Tempo sollte nicht zu schnell sein. Der Weg ist das Ziel. Ähnliches haben wir in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg erlebt. In den sechziger Jahren waren die Menschen glücklicher als heute.

    Und wir sollten nicht vergessen, dass wir Teil des Systems sind. Wir freuen uns über Billigprodukte, über Nulltarife und hohe Renditen, wenn wir Aktien gekauft haben. Wo soll es denn alles herkommen?

  • Marcel Klotz sagte:

    Tröstlich bleibt für mich, dass der Weg von Nokia und anderen Firmen Richtung Osten am Ende wieder zu uns zurück führt. Soll heissen….wir müssen noch ein paar Jahre der Globalisierung durchhalten, dann lohnt sich der Gang in ein anderes Land einfach nicht mehr, weil diese entweder ebenfalls teuer geworden sind, oder unzuverlässig oder politisch instabil oder….
    Und dann liebe Konzerne, was lasst Ihr Euch dann einfallen?
    Vielleicht eine Rückbesinnung auf Werte, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterloyalität? Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis diese Haie-Mentalität zusammenbricht.
    An die Macht der Verbraucher glaube ich allerdings erst dann, wenn diese endlich ebenfalls eine Werte-Änderung erfahren. Statt Geiz-ist-geil vielleicht doch merken, dass sie als Konsumenten nur verbraucht werden.

  • Holger sagte:

    ……… für mich gibt es nur eine Konzequenz – ich schicke mein Nokia Handy zurück an Nokia mit dem Hinweis “Meine Frau hat ein Handy meine Kinder haben Handys und viele meiner Freunde auch – ab jetzt auf keinen Fall mehr ein Nokia”
    Muß nur noch rausbekommen wo ich handy hinschicken kann – hat mir jemand einen Tip

  • Igor sagte:

    Ich bin auch für einen Nokia Boykott.
    Ich denke nur das dies bei Nokia einkalkuliert ist wenn der Boykott nur einige Monate andauert.
    Ein Boykott hat nur Sinn wenn er solange andauert bis es zu neuen Quartalszahlen kommt,
    also bis zum Weihnachtsgeschäft. Die Aktionäre müssen es spüren, dann tut sich etwas.
    Es funktioniert nur durch Nachhaltigkeit.
    Wer erinnert sich noch an Mannesmann und Vodafon? Oder an den Stellenabbau der Deutschen Bank?
    Ohne nachhaltigen Boykott hat es keinen Zweck.

    Igor

  • Alexander Greisle sagte:

    Eine Frage zum Nokia-Boykott:

    Werden jetzt alle Produkte von Unternehmen boykottiert, die ethischen Kritierien (welchen?) nicht entsprechen? Das wäre begrüßenswert und – endlich – die Abkehr von der “Geiz ist geil”-Mentalität. Oder ist das jetzt doch nur ein Sturm im Wasserglas?

    Aber natürlich, genauso wie ich keine BenQ-Geräte mehr kaufe, werde ich auch bei Nokia zweimal überlegen (muß ich eigentlich nicht, denn die Geräte sind für meinen Bedarf wenig geeignet). Bei den anderen Unternehmen kenne ich halt die Leichen im Keller nicht.

  • Sabine Raiser sagte:

    Die Macht der Verbraucher ist da. Allerdings ist sie noch weit davon entfernt, flächendeckend und schnell als wirksames Mittel eingesetzt werden zu können. Ich bin aber optimistisch, dass sich das relativ schnell ändern wird. Die Voraussetzungen dafür werden immer besser. Denn das Konsumentenbewußtsein wird schärfer – zumindest in immer mehr Branchen – und die Kommunikationskanäle werden effizienter. Gerade für Anliegen wie diese gab es noch nie so viele Publikationsmöglichkeiten und schnelle Kommunikationswege. Die Konsumenten von Bio-Lebensmitteln haben es im letzten Sommer vorgemacht.

    Der ansonsten und über Jahre hinweg vorbildlich agierende Bio-Supermarkt Baisc wurde boykottiert, als die Kooperation mit Lidl bekannt wurde. Der Umsatz ging in nur wenigen Monaten um rund 20 Prozent zurück. Folge: Die Kooperation kam nicht zustande. Aber nicht nur wegen des Geldes, sondern auch, weil alle Beteiligten von diesem großen Imageschaden und den heftigen Reaktionen aus allen Richtungen “kalt erwischt” wurden. Was heute in einem sensiblen Nischenmarkt funktioniert, wird morgen (oder übermorgen) auch in anderen Bereichen möglich sein.

  • M.Bach sagte:

    Auch ich wollte mich in Kürze für ein Nokia e90 entscheiden.
    Aufgrund der aktuellen Geschenisse in Bochum habe ich mich entschlossen mein altes Handy weiter zu benutzen bis es auseinander fällt. Leider auch ein Nokia .

    Eine andere Möglichkeit des Protests sehe ich für mich leider nicht. Schade nur, das in ein paar Wochen niemand mehr davon reden wird.

    Für mein Kleinstunternehmen bräuchte ich dringend einen gebrauchten Transporter. Ich weiß nicht wie ich diesen finanzieren soll.

  • M.Bach sagte:

    je größer und mächtiger eine firma ist, desto mehr bekommt man anscheinend in den allerwertesten gesteckt. es ist frustrierend zu sehen wie dies globalplayers abzocken, während andere für jeden erhaltenen euro, die hosen runter lassen müssen.

    wieviele hartz IV empfänger hätte man mit 150 euro mehr im monat glücklich machen können, hätte man die 88 Mio. subventionsgelder dafür verwendet.

    in diesem staat läuft einiges verdammt schief. und ich glaube und hoffe das es nicht mehr lange dauern wird bis das volk aufsteht und dieses ganze verbrecherpack davon jagt. gemeint sind damit auch die politiker, die diese art der abzocke erst möglich machen.

  • Elita Wiegand sagte:

    Das Unternehmen Nokia sehe ich nach den letzten Meldungen immer kritischer. Umso schlimmer, wenn die Produktionverlagerung nach Rumänien bereits geplant, vorbereitet war und bereits umgesetzt wird. Ziemlich unverfroren!

    Dass Verbraucher konsequent zu anderen Marken wechseln, wage ich zu bezweifeln, aber der Nokia Imageverlust, der bleibt.

  • Wolff Horbach sagte:

    @ Holger #20:
    Wie wäre es mit einer Handy-Weitwurf-Aktion vor dem Nokia-Werk in Bochum? Ich könnte noch mit einem alten Siemens-Handy teilnehmen ;-)

    Ich habe schon bei der Vereinigung Deutscher Handywerfer angefragt, ob die nicht einen spontanen Wettbewerb ausschreiben können. Vielleicht sollten diesmal doch nur Nokia-Handys teilnehmen.

  • Matthias Rückel sagte:

    Habe gerade im Spiegel gelesen, daß das Werk im Bochum Gewinne schreibt. Die Mitarbeiter vor kurzen noch freiwillige Prämien bekommen haben (gute Geschäftsentwicklung). jetzt aber leider die Rendite nicht hoch genug ist.

    Botschaft des Unternehmens an die Menschen: Leistung lohnt sich nicht!

    Kein Wunder, daß die Beamten in Deutschland die glücklichste Berufsgruppe ist.

  • jk sagte:

    warum es immer wieder menschen gibt die nicht begreifen wie die marktwirtschaft funktioniert? weil sie irgendwann zu unfähigen maschinen mutiert sind.

    ich kann wirklich nicht nachvollziehen warum menschen weinen wenn ein unternehmen sich entscheidet deutschland zu verlassen. subvention hin oder her… wenn es unmöglich ist für den preis den der MARKT (also IHR) bereit ist zu zahlen, dann muss ein weg gesucht werden die herstellungskosten zu senken. das hat nokia getan… und jeder der noch so sehr heult hätte in der situation genau das gleiche getan! warum? hey… die geiz ist geil mentalität kommt nicht von irgendwoher.

    es gibt dinge die geändert werden müssen und wenn ich mir ansehe was unternehmen an steuern in DE zahlen wird mir ehrlich gesagt schlecht… dazu die lohnnebenkosten + noch stress mit gewerkschaften die zu dumm sind um zu verstehen was die konsequenz aus ihren sinnlosen arbeitskämpfen ist. juhu, unterschreibt nur alle eure mitgliedsanträge bei den gewerkschaften,… die lachen sich einen weil sie umwerfend gut damit verdienen und ihr verliert eure jobs weil unternehmen das land verlassen.

    um das bild abzurunden springen hirnlose politiker auf diesen zuh auf und fangen ein paar arme stimmen ein. yeah… alles im lot!

    um dem ganzen nicht den falschen touch zu geben: auch ich finde es nicht gut das nokia geht… aber wir sollten unsere regierung fragen warum das so ist…!

  • Matthias Rückel sagte:

    Hallo JK,

    die platte Politikerschelte wird langsam nervig.

    Du versteht nicht warum Menschen durch das Verhalten von Nokia enttäuscht sind?

    Wenn für den Großteil der Menschen nur die Krümmel übrigbleiben, die vom Tisch fallen ist die Richtung in die sich die Marktwirtschaft bewegt falsch. Auf was soll man sich als Mensch verlassen, wenn man viel leistet, der Betrieb Gewinn schreibt, der Markt sich gut entwickelt und der Betrieb aber trotzdem dichtgemacht wird?

    Nokia hat gerade vermeldet, daß sie 2007 7 MRD EUR Gewinn erwirtschaften. Ca. 70% mehr als letztes Jahr.

    Es ist falsch, wenn Du behauptest, daß es am Verbraucher liegt, der preiswerte Produkte will. Würde der Verbraucher freiwillig mehr zahlen, steigen nur die abgeschöpften Gewinne, der Rest bleibt wie es ist (Gier ist Geil). Nokia ist ja das beste Beispiel.

    Marktwirtschaft ist kein Selbstzweck, sie kann gestaltet werden, sie ist kein Naturgesetz und macht nur Sinn wenn Sie den Menschen WIN-WIN Situationen anbietet.

  • jk sagte:

    Hallo Matthias,

    ich denke hier trennen sich unser beider meinung sehr deutlich. die politikerschelte muss sein… den fakt ist das es nur gespielt ist.

    ich verstehe warum menschen von dem verhalten einer nokia enttäuscht sind. das steht hier auch nicht zur debatte. was ich nur nicht verstehe wie man so ignorant die zeichen der zeit als persönichen angriff deuten kann?

    lass es mich mal so erklären: hast du fonds? aktien? geldanlagen? riester rente? wenn ja… gehörst auch DU zu diesem system. stell dir vor nokia hätte der quartalsgewinn nicht steigern können im jahr 2007… dann wären die aktien in den keller gesunken weil anleger das vertrauen in das unternehmen verlieren. wenn du keine aktien hast könnte dir das wurscht sein? ne, eher nicht. wenn du irgendeine geldanlage hast die nur minimal mit risikokapital arbeitet wärst auch du betroffen, und hrlich gesagt areiten heute rund 90 % aller anlagen mit risikokapital… deine rendite fiele auf einen verschwindend kleinen prozentsatz. würde dir sicher nicht gefallen weil du möchtest ja das dein sauerverdientes geld auch rendite bringt. willkommen in der marktwirtschaft!

    das thema ist die unsichere lage in deutschland die es unternehmen schwierig macht sehr langfristig zu planen… fragen wie: wann werden wir wieder bestreikt, sind dabei nicht wirklich unerheblich. und gerade dieses thema hat sich ja in en vergangenen 12 monaten drastisch hochgeschaukelt. danke liebe gewerkschaften für euren sinnlosen und mehr als nur hirnlosen arbeitskapf!

    marktwirtschaft ist immer eine win-win situation. die regierung hat geld verdient, das was subventioniert wurde ist in form von steuergelder mehrfach in unsere kassen gespült worden. dabei ist die steuerliche belastung einer nokia da eher zweitrangig… steuergelder der zulieferer, der handwerker, selbst der mitarbeiter sind hier das thema. wenn unserer regierung sich jetzt heuchlerisch auf den standpunkt stellt das nokia böse ist, dann ist das schier und ergreifend schlechtes schauspiel und wird aktuell für die bevorstehenden wahlen genutzt.

    klar ist das nicht schön… aber schuld ist primär unsere regierung die es seit jahren nicht schafft attraktive bedingungen für produzierende unternehmen zu schaffen. im gegenteil, hier in DE werden tolle bedingungen für das finanzgewerbe dargeboten. wenn man sich überlegt wie wenig steuerbelastung auf eine deutsche bank kommt… wow, in der situation wäre ich auch gerne.

    weiterhin ist es definitiv unsere schuld das die wirtschaft immer günstiger produziert. wir wollen günstige preise und für einen golf wills du sicher auch nicht 30% mehr zahlen. das würde es aber kosten wenn statt den 20% der teile für einen golf 100% hier gebaut werden sollten. wer würde ihn dann noch kaufen? ich wette von 100 potenziel willigen käufern bleiben nicht mehr als 2 übrig! heisst das also nicht das wir schuld sind? du darfst gerne sagen das deiner meinung nach meine aussage nicht korrekt ist… aber dann solltest du mit bsp. kommen und nicht wie in deinem letzten post mit leeren phrasen.

    PS: es sind übrigens 40% gross margin die nokia dieses jahr erwirtschaftet hat… schau dir dazu bitte die wirklichen zahlen an und nicht das was in den medien geblubbert wird.

  • Matthias sagte:

    Hallo JK,

    jepp, wir sehen einige Dinge anders.

    Zuerst: Die Bedeutung einiger deiner Sätze verstehe ich leider nicht:

    “den fakt ist das es nur gespielt ist.” ???
    “wie man so ignorant die zeichen der zeit als persönichen angriff deuten kann?” ????

    Stimmt bei den Nokiazahlen habe ich mich vertan:
    Nokia Webseite: Operating profit of EUR 7 985 million (EUR 5 488 million) > 2007 (2006) http://www.nokia.com/A4126495

    “marktwirtschaft ist immer eine win-win situation.” Die Aussage stimmt grundsätzlich nicht. Marktwirtschaft ist eine Wettbewerbsform, Wettbewerbe verursachen immer Gewinner und Verlierer.

    Mit den Aktien hast Du prinzipiell Recht, leider ist das Kapitalvermögen des Durchschnittverdieners hier nicht so hoch, daß er von seinen Kapitaleinnahmen leben kann. Unsere Wohlstand der meisten Menschen hier in Deutschland hängt (leider) von den über 40.000.000 Arbeitseinkommen der Beschäftigten ab. Wenn wir ein Land wären, wo die Mehrzahl der Bevölkerung von seinen Geldeinlagen leben könnte, würden wir anderer Diskussionen führen.

    Am Rande bemerkt finde ich es sehr erheiternd, wenn Kleinanleger sich für Kapitalanleger mit hohen Renditen halten.

    Zum Golf, Du hast Recht, wenn ein Produkt zu teuer wird, wird es nicht mehr verkauft. Die Welt ist aber nicht schwarz-weiß. Ich möchte es mal anders formulieren. Wenn Du einen Angestellter vor die Wahl stellen würdest, er verliert seinen Job oder er muß für einen Teil seines Konsums etwas mehr zahlen, wie würde er sich wohl entscheiden? Nur leider ist es im Moment so, daß es uns diese Wahl nicht bietet.

    Du hast ja eine sehr kritische Einstellung zum Staat. Du redest davon, daß Politiker Steuern “verdienen”, was natürlich falsch ist. Eine Anmerkung zu der Notwendigkeit eines Staates: Straßen, Eisenbahnen und das Internet gäbe es ohne Staat nicht, weil bei solchen Infrastrukturprojekten in so langen Zeiträumen gerechnet werden muß, daß es keinen privatwirtschaftlichen Business Case gibt.

    Good Night
    M.

  • Klemens Kolberg sagte:

    Tragik, Familienexistenzen und, und, und…
    Grosse Konzerne rechtfertigen ihr Verhalten mit Verantwortung gegenüber den Gesellschaftern zur Gewinnmaximierung. Politiker unterstützen diese Konzerne durch Auflegen von Förderprogrammen dabei.
    Als Ex-Banker habe ich viele “gesunde” Unternehmen betrachten können, die mit der Grenzöffnung nach Ostdeutschland abwanderten, nicht weil sie einen Standortvorteil erreichten, weil es dort riesige FÖRDERMITTEL gab.
    Leider ist das die gängige Praxis. Solange es Förderprogramme gibt, werden Konzerne zwischen einzelnen Ländern hin- und herspringen und maximale Fördermöglichkeiten ausschöpfen – ohne Rücksicht auf (menschliche) Verluste!
    Ergo: wir müssen wählen, dürfen uns keine schlechte Wahlbeteiligung erlauben und müssen die Politiker treten (auf die Füsse)!

  • Sina sagte:

    Auch ich würde von Abzocke reden ;)

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