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Szenarien! und dann?

Ulrich König 23 Januar 2008 3 Kommentare

Liebe Blogger,

InnoZ hat im vergangenen Jahr in einem mehrmonatigen Projekt zusammen mit einer großen Bandbreite von DB-Abteilungen und externen Experten Zukunftsszenarien entwickelt. Abgebildet wurden alternative Zukünfte der Umfeldentwicklung des Verkehrsmarkts bis zum Jahr 2020.

Zwei wesentliche Einflussgrößen spannten ein Szenarienkreuz auf:

  • Tempo des Rückzugs des Staates aus der Ko-Finanzierung des Verkehrs
  •  Änderung der Bedeutung ökologischer Kriterien bei der Verkehrsmittelwahl.

Heute spielt die Finanzierung aus öffentlichen Haushalten sowohl bei der Infrastruktur (Straße wie Schiene) als auch für den Öffentlichen Verkehr (ÖV) eine erhebliche Rolle.  Belastungen durch den demografischen Wandel und veränderte Prioritäten bei den Haushaltstiteln können dazu führen, dass das nicht so bleibt.

Schön wäre es für den ÖV, wenn die dann entstehenden Finanzierungslücken durch handlungsrelevante Änderungen bei den Kriterien der Verkehrsmittelwahl zugunsten ökologischer Vorteilhaftigkeit ausgeglichen würden.

Beide Trends sind – wie andere im Rahmen des Projekts betrachtete auch – bzgl. Ausprägung und zeitlichem Verlauf  letztlich nicht sicher vorhersagbar. Entsprechend kann die klassische Szenariomethode auch nur konsistente alternative Zukünfte – möglichst plastisch – beschreiben.

Für zum Teil sehr langfristig angelegte unternehmerische Entscheidungen ist dieser Befund gelinde gesagt natürlich nicht ganz unproblematisch. Zur Zeit scheint mir ein möglicher Weg, damit umzugehen ein Konzept der Nachhaltigkeit zu sein.  Zugegeben, der Begriff hat im Moment Konjunktur, aber das Konzept bietet einen Rahmen, um ökonomische, ökologische und soziale Aspekte im Zusammenhang zu sehen. Von einem Basispfad aus wären dann zeitabhängige Nachsteuerungen beim Eintreten eines unerwarteten Szenarios möglich.

Unternehmensintern braucht man dann nur noch die dazu passende Flexibiltät und Innovationsfähigkeit zu organisieren…


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  1. Hommage an Steve Jobs

3 Kommentare »

  • Elita Wiegand sagte:

    Ihr Satz, dass man “nur noch die dazu passende Flexibilität und Innovationsfähigkeit organisieren” müsste, spricht Bände.

  • Lutz Falkenburg sagte:

    Das ist ja mal erfrischend, ein Beitrag in dem es um die Zukunft geht ganz ohne Blähworte – es gibt also noch Hoffnung für unsere Sprache :)

  • Judita Ruske sagte:

    Nachhaltigkeitsstrategien und kontinuierliche Reviews, die zu den nötigen Anpassungen führen, das hört sich stimmig an und wieder ein sehr interessantes Feld. Haben Sie auch andere Ansätze in Erwägung gezogen?

    Es gibt einige Unternehmen (sogar teils der öffentliche Dienst), die sich nachhaltig dem Aufbau einer Personalentwicklungskultur widmen, die Flexibilität u.ä. Schlüsselqualifikationen für den Wandel aufbaut. Ich glaube sogar, dass die nächste Generation der Fach- und Führungskräfte in diesem Feld viel mehr Kompetenzen mitbringt.
    Das eigentliche Aufgabenfeld scheint mir darin zu liegen, dass die einzelnen Bereiche IM Unternehmen stärker miteinander kommunizieren sollten. Dann könnten z.B. Impulse für die Entwicklung wichtiger Skills durch Konstanz und Wichtigkeit schneller Eingang in die Unternehmensstrategie finden.
    Ja, die DB als lernende Organisation… das wäre mal eine Nachricht!

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